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Kultur und Musik

Coole Mode – das geht auch nachhaltig!

Frau mit weißer Jacke mit buntem Print, Jeans und Sonnenbrille mit verschränktem Armen auf einem Balkon
© PASCH-net/Yolanda Espiñeira Martínez

Kleidung secondhand oder fair produziert kaufen, aus alten Klamotten neue machen, Kleidungsstücke lange tragen oder weniger kaufen – PASCH-Schülerinnen und -Schüler, wie man sich cool und nachhaltiger anziehen kann.

Spanien

  • Frau in beigem grobmaschigen Pullover und einer beigen Leggins auf dem Balkon fotografiert, im Hintergrund ein paar Balkonpflanzen
    © PASCH-net/Yolanda Espiñeira Martínez
  • Frau in Jeansjacke und Jeanshose auf einem Balkon seitlich fotografiert
    © PASCH-net/Yolanda Espiñeira Martínez
  • Den Pullover hat meine Tante mir gehäkelt . Die weiße Jacke habe ich in einem Vintage-Laden gekauft. Die Jeansjacke ist auch gebraucht . Mein Vater hat sie vor 30 Jahren gekauft. Weil die Kleidung gebraucht oder selbst gemacht ist, muss keine neue Kleidung produziert werden. Ich bin gegen Fast Fashion. Das ist besser für die Umwelt und für die Menschen. Mir ist nachhaltige Kleidung wichtig, besonders als junge Person, weil meine Zukunft von unseren heutigen Entscheidungen abhängt . In größeren Städten wie Madrid oder Barcelona gibt es mehr Läden und bessere Angebote als in der kleinen Stadt, in der ich wohne. Hier gibt es nur einen Secondhandladen, aber man kann auch online gebrauchte Kleidung kaufen. Ich glaube, dass mithilfe der sozialen Medien mehr Leute lernen können, Kleidung zu reparieren oder selber herzustellen, indem sie nähen , stricken oder häkeln. Das ist nachhaltig, macht Spaß und die Kleidung ist individuell.

    Helena Burón Espiñeira, IES Nosa Señora Dos Ollos Grandes, Lugo

    Indien

    Junge in weißer Kurta mit Knöpfen und einem blauen Turban vor einer Hecke fotografiert © PASCH-net

    Ich trage eine weiße Kurta mit einer blauen Leheriya-Safa. Die Safa, auch Rajasthani Pagdi genannt, ist ein Turban . Sie wird von den Männern getragen, besonders in den Dörfern. Kurta-Safa ist die traditionelle Kleidung von Rajasthan. Das ist ein Bundesstaat im Nordwesten von Indien. Die Kurta besteht aus Baumwolle , die von Pflanzen stammt. Der Leheriya-Stoff ist handgefertigt und wird ohne Chemie gefärbt. Nachhaltige Mode ist sehr beliebt in Indien. Normalerweise tragen die jüngeren die Kleidung ihrer älteren Geschwister. Die Mütter lieben das Upcycling. Zum Beispiel machen Mütter aus ihren alten Saris Kleider für ihre Töchter. Daher glaube ich, dass Nachhaltigkeit ein Teil der indischen Kultur ist.

    Manit Danwar, Subodh Public School, Jaipur

    Deutschland

    Zwei junge Frauen sitzen auf einer Bank vor einem Fenster mit dem Rücken zueinander © PASCH-net

    Wir tragen gerne coole Klamotten, die nachhaltig sind. Laura (links) trägt einen selbst genähten Rock. Laurentien (rechts) trägt ein Secondhandtop und eine kurze Jeans. Diese Klamotten hat sie von einer Freundin. Außerdem hat sie einen selbst genähten Beutel aus Stoffresten. Auch unsere Sonnenbrillen sind aus einem Secondhandshop. Uns ist wichtig, dass wir die Sachen, die wir besitzen , möglichst lange tragen und nicht ständig neue Sachen kaufen. Selbst genähte Mode trägt man oft länger, da man einen persönlichen Bezug hat. Beim Upcycling schenkt man den Klamotten ein neues Leben und kann diese individuell gestalten . Das finden wir sehr toll.

    Uns ist nachhaltige Mode wichtig, weil die Herstellung von Kleidung die Umwelt oft stark belastet . Dabei gelangen Giftstoffe in die Umwelt. Wasser, Ressourcen und Energie werden ausgebeutet . Außerdem führt der Transport zu einem hohen CO2-Ausstoß . Vielfach wird die Kleidung unter schlechten Arbeitsbedingungen oder durch Kinderarbeit hergestellt.

    Bei uns in Deutschland gibt es leider sehr viele Fast-Fashion-Läden. Aber zum Glück gibt es vor allem in Großstädten viele Secondhandshops oder Vintage-Läden, wo man coole und qualitativ hochwertige Mode, – auch von bekannten Marken – finden kann.

    Laura und Laurentien, Ratsgymnasium Rotenburg

    Slowakei

    Ein Schüler und eine Schülerin in grau-weißen Schuluniformen vor einer Mauer © PASCH-net/Deutsche Schule Bratislava

    Wir sind Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule Bratislava und präsentieren euch unsere neue Schulkleidung. Dazu gehören Rock, Bluse, Mantel, Hose und der Schulrucksack – alles ist kombinierbar und funktionell. Die Kleidung wird in Kooperation mit einer Firma in der Slowakei aus ökofreundlichen, hochwertigen und länger haltbaren Materialien hergestellt. Die Produktion ist auch ein soziales Projekt, da es Arbeitsplätze für Frauen in benachteiligten Regionen der Slowakei schafft. Schulkleidung bedeutet weniger Kleidung im Kleiderschrank , weniger Waschen und weniger Wegwerfmode. Nachhaltige Mode ist wichtig für uns, da Sweatshops und Fast Fashion für viel Abfall sorgen und es schlechte Arbeitsbedingungen für die Menschen gibt. In der Slowakei ist nachhaltige Mode ein eher vernachlässigtes Thema.

    Klasse 10 der Deutschen Schule Bratislava

    Korea

    Schülerin hält eine rot-weiß-blaue Tasche in die Kamera © PASCH-net/privat
    Ich habe diese Tasche eines Schweizer Herstellers gekauft, weil ich wusste, dass sie aus recycelten Materialien ist. Die Brüder, die diese Tasche erfunden haben, brauchten eine Tasche, die man auch bei Regen mitnehmen kann: Sie haben die Tasche aus Lkw-Planen , Autogurten und Fahrradschläuchen gefertigt . Ich denke, dass es sehr umweltfreundlich ist, synthetische Materialien wiederzuverwenden . Sie brauchen lange Zeit, um sich zu zersetzen . In der Schule habe ich gelernt, wie viel Schaden die Produktion von Turnschuhen in der Umwelt anrichten kann. Mir wurde klar, wie wichtig nachhaltige Mode für die Umwelt ist. Ich denke, nachhaltige Mode wird populärer, wenn sie umweltfreundlich ist und auch ein ansprechendes Design hat.

    Sihoo Lee, Ewha-Mädchenoberschule Seoul

    USA

    Zwei Personen in weißer Fechtkleidung beim Training © PASCH-net/Elke L.

    Diese Mädchen tragen Fechtbekleidung . Sie ist weiß und aus Baumwolle. Diese Kleidung ist wie eine Uniform. Wenn diese Kleidung von guter Qualität ist, hält sie lange. Oft kann man sie gebraucht bekommen und dann an andere weitergeben. Man braucht nur wenige Teile, wenn man eine Uniform trägt. Auch in manchen Schulen trägt man Uniformen. Nachhaltige Mode ist uns wichtig, weil sie für die Umwelt besser ist. Ohne eine gesunde Umwelt können wir und die Tiere nicht gut leben. Wir glauben, dass nachhaltige Mode in den USA leider kein sehr großes Thema ist. Aber viele Leute tragen Uniformen und wissen nicht, dass sie nachhaltig sind.

    German International School (GIS) Portland

    Chile

    Collage aus zwei Outfitfotos einer Schülerin © PASCH-net/privat

    Ich kaufe meine Kleidung in Secondhandgeschäften oder mache sie selbst. So reduziere ich meinen Konsum in Modegeschäften. Ich lasse mich zuerst auf Pinterest inspirieren. Wenn ich etwas mag, mache ich mich gleich an die Arbeit und kaufe Stoff. Die Muster  finde ich im Internet. Oder ich nehme Kleidung, die mir gut passt, als Vorlage . Dann nähe ich einzigartige Kleidungsstücke nach meinem Geschmack mit meiner Nähmaschine . Mode ist für mich sehr wichtig, da sie eine sehr interessante Form der Selbstdarstellung ist. Die Modeindustrie ist eine der umweltschädlichsten Industrien der Welt. Viele der produzierten Kleidungsstücke werden nur einmal verwendet. Sie werden aus billigeren und minderwertigen Materialien hergestellt, damit sie schneller kaputt gehen und die Leute mehr kaufen. In Chile sind die Auswirkungen der Fast Fashion auf die Umwelt leider teilweise sehr sichtbar . In der Atacama- Wüste , einer der trockensten Wüsten der Welt, gibt es eine riesige Altkleiderdeponie , auf der jedes Jahr 59.000 Tonnen Kleidung abgeladen werden. Deshalb ist es für mich wichtig, auf nachhaltige Mode aufmerksam zu machen . Vielen Menschen ist nicht bewusst , dass nachhaltige Mode genauso wichtig ist wie der Umgang mit Wasser oder Recycling.

    Magdalena Torres, Deutsche Schule Sankt Thomas Morus, Santiago de Chile

    Georgien / Deutschland

    Gruppenfoto im Klassenzimmer vor der Tafel © PASCH-net/privat

    Alt und angestaubt , damit wertlos ? Was aus dem Kleiderschrank verbannt wird, gefällt vielleicht deinen Freunden, deiner Familie oder Lernenden in einem anderen Land – oder umgekehrt ! Zudem hilfst du dabei, weniger Ressourcen zu verbrauchen und die Umwelt zu schützen. Wir haben einen solchen Kleidertausch , der in Deutschland auch Kleiderkreisel genannt wird, im Rahmen eines Projektes einfach international organisiert. Schülerinnen und Schüler aus Tiflis und Dinslaken haben sich von nicht mehr genutzten Kleidern getrennt und diese mit einem Partner getauscht. In kurzen Briefen haben wir die Geschichte unseres Kleidungsstücks erzählt. Es war interessant zu lernen, sich von etwas trennen, was uns vielleicht mal täglich bekleidet hat und wichtig war. Hinter jedem Kleidungsstück steckt eine Geschichte und es ist faszinierend, diese Geschichte weiterzutragen .

    Lasst die Kleider kreiseln!

    Klasse 9a aus Dinslaken & Klassen 10-1 und 10-3 der 1. Experimentalschule Tiflis

    die Klamotte, die Klamotten: umgangssprachlich: Kleidung, Kleidungsstück
    häkeln: eine Methode, einen Pullover oder eine Jacke selbst zu machen. Man braucht eine Nadel und Wolle.
    der Vintage-Laden, die Vintage-Läden: ein Geschäft, in dem man Kleidung kaufen kann, die nicht neu ist
    gebraucht: nicht neu
    produzieren: herstellen
    die Zukunft: alles, was nach heute kommt
    abhängen von: eine Konsequenz haben für
    die Entscheidung, die Entscheidungen: Wenn es mehrere Optionen gibt, eine wählen.
    abhängen von: eine Konsequenz haben für
    mithilfe: hier: durch, in
    nähen: mit der Hand oder einer Maschine Kleidung herstellen
    stricken: eine Methode, einen Pullover oder Socken selbst zu machen. Man braucht mindestens zwei Nadeln und Wolle.
    die Kurta, die Kurtas: eine Art Hemd
    der Turban, die Turbane: Kleidung für den Kopf
    die Baumwolle: Material aus der Natur, aus dem man Kleidung machen kann
    handgefertigt: mit der Hand gemacht
    der Beutel, die Beutel: eine Art Tasche. Viele Jugendliche tragen Beutel wie einen kleinen Rucksack.
    besitzen: haben
    der persönliche Bezug: Hier: Man mag die Kleidung mehr, weil man sie selbst gemacht hat.
    gestalten: hier: designen
    die Herstellung: die Produktion
    stark belasten: hier: nicht gut für die Umwelt sein
    der Giftstoff, die Giftstoffe: eine Substanz, die sehr schlecht und auch gefährlich für Mensch und Umwelt ist. Giftstoffe können krankmachen oder töten.
    ausbeuten: zu viel davon gebrauchen
    der CO2-Ausstoß: das CO2, das an die Umwelt abgegeben wird
    die Arbeitsbedingung, die Arbeitsbedingungen: Wenn die Arbeitsbedingungen schlecht sind, müssen Menschen sehr viele Stunden am Tag arbeiten, verdienen sehr wenig Geld und oft ist die Arbeit gefährlich für die Gesundheit.
    die Kinderarbeit: In manchen Ländern müssen Kinder arbeiten. In vielen Ländern ist das verboten.
    hochwertig: von sehr guter Qualität
    die Marke, die Marken: der Name der Firma, die die Kleidung herstellt
    benachteiligt: hier: In dieser Region gibt es für die Menschen nicht so viel Arbeit.
    der Kleiderschrank, die Kleiderschränke: ein Möbelstück, in dem Menschen ihre Kleidung haben
    der Sweatshop, die Sweatshops: eine Fabrik, in der die Menschen sehr lange arbeiten müssen und sehr wenig Geld verdienen
    sorgen für: hier: produzieren, machen
    sorgen für: hier: produzieren, machen
    vernachlässigt: hier: Das Thema ist für viele nicht wichtig oder interessant.
    der Hersteller, die Hersteller: eine Firma, die etwas produziert
    die Lkw-Plane, die Lkw-Planen: Lkw sind sehr große Autos zum Transport von Sachen. Eine Plane ist ein großes Stück Stoff, mit dem die Sachen beim Transport geschützt werden.
    der Autogurt, die Autogurte: Alle Autos haben heute Gurte, mit denen man sich auf dem Sitz fixieren kann.
    der Fahrradschlauch, die Fahrradschläuche: Fahrräder haben Reifen. In den Reifen sind Schläuche, die mit Luft gefüllt werden.
    fertigen: machen, produzieren
    wiederverwenden: etwas noch einmal benutzen
    sich zersetzen: am Ende nicht mehr da sein
    der Schaden, die Schäden: hier: etwas, das die Umwelt kaputt macht
    der Turnschuh, die Turnschuhe: ein Schuh, den man beim Sport trägt
    anrichten: Schaden anrichten = kaputt machen
    ansprechend: etwas, das einer Person gefällt; schön
    die Fechtbekleidung, die Fechtbekleidungen: Kleidung, die man beim Sport Fechten trägt. Fechten ist ein Kampfsport.
    das Muster, die Muster: ein Beispiel, das man nimmt, wenn man selbst Kleidung herstellen möchte
    die Vorlage, die Vorlagen: ein Muster oder Beispiel, das man nimmt, wenn man selbst Kleidung herstellen möchte
    einzigartig: etwas, das es nur einmal gibt, hier: individuell
    der Geschmack: hier: nach meinem Geschmack: das, was mir gefällt
    die Nähmaschine, die Nähmaschinen: etwas, mit dem man Kleidung machen kann
    die Selbstdarstellung, die Selbstdarstellungen: wie ich mich präsentiere
    umweltschädlich: nicht gut für die Umwelt
    minderwertig: etwas, das keine gute Qualität hat
    die Auswirkung, die Auswirkungen: hier: die (negativen) Folgen der Fast Fashion
    sichtbar: man kann es sehen
    die Wüste, die Wüsten: eine sehr trockene Region, oft mit viel Sand
    die Altkleiderdeponie, die Altkleiderdeponien: ein Platz, wo man Müll oder hier gebrauchte Kleidung hinbringt
    abladen: zur Deponie bringen
    auf etwas aufmerksam machen: zeigen
    auf etwas aufmerksam machen: zeigen
    sich bewusst sein: wissen
    sich bewusst sein: wissen
    angestaubt: hier: Kleidung, die ich lange habe, aber schon lange nicht mehr getragen habe
    wertlos: hier: etwas, das ich nicht mehr trage / brauche
    verbannen: hier: weggeben, wegwerfen
    umgekehrt: andersherum
    der Kleidertausch: Ich gebe einer anderen Person ein Kleidungsstück und sie gibt mir auch eins.
    sich trennen von: hier: einer anderen Person geben
    sich trennen von: hier: einer anderen Person geben
    weitertragen: hier: weitererzählen
    das Muster, die Muster: ein Beispiel, das man nimmt, wenn man selbst Kleidung herstellen möchte
    das Muster, die Muster: ein Beispiel, das man nimmt, wenn man selbst Kleidung herstellen möchte
    das Muster, die Muster: ein Beispiel, das man nimmt, wenn man selbst Kleidung herstellen möchte
    das Muster, die Muster: ein Beispiel, das man nimmt, wenn man selbst Kleidung herstellen möchte
    das Muster, die Muster: ein Beispiel, das man nimmt, wenn man selbst Kleidung herstellen möchte