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Schule und Ausbildung

Meine Schultasche

Marie-Sophie mit ihrem Schulrucksack vor einer weißen Wand, seitlich fotografiert
© PASCH-net/Andrea Gehwolf

Schultaschen sind sehr unterschiedlich. Jüngere mögen bunte Schulranzen. Ältere nehmen oft einen Rucksack oder eine Tasche. Fünf deutsche Schülerinnen und Schüler zeigen euch ihre Schultaschen und was sie mit in die Schule nehmen.

Lena, 7 Jahre, 2. Klasse Grundschule

Mädchen mit ihrer Schultasche © PASCH-net/Andrea Gehwolf

Lena hat sich ihre Schultasche selbst ausgesucht. Das war gar nicht so leicht. Sie wollte eine Schultasche mit einem Pferd. Die rosa Farbe fand sie aber nicht gut. Jetzt hat sie eine blaue Schultasche mit Herzen und findet sie sehr schön. In Lenas Schultasche sind immer ihre Mappe und das Federmäppchen mit Buntstiften, Bleistiften, Radiergummi und Lineal. Kleber, Schere und Spitzer sind in einem anderen Mäppchen. Für die Pause hat sie eine Trinkflasche und eine Box mit Essen dabei. Sie darf ihre Fahrkarte für den Bus nicht vergessen.

Nina, 10 Jahre, 5. Klasse Realschule

Mädchen sitzt mit ihrer Schultasche auf dem Boden und hält ihr Mathebuch in die Luft © PASCH-net/Andrea Gehwolf

Nina hat seit der 5. Klasse viel mehr Fächer als in der Grundschule. In ihrer neuen Schultasche ist viel Platz. Sie hat sich die gleiche Schultasche ausgesucht wie ihre Cousine. Nina hat viele verschiedene Hefte, Schnellhefter und Bücher. Die Schultasche war für Nina am Anfang zu schwer. Sie sagt: „Ich konnte sie fast nicht tragen.“ Deshalb hat sie jetzt alle Bücher zweimal. Ihre Bücher für Mathe, Deutsch, Englisch, Biologie, Erdkunde und Religion bleiben in einem Schrank in der Schule. Für die Hausaufgaben hat sie alle Bücher auch zu Hause. Sie muss nun keine Bücher mehr hin- und hertragen. Bis zur 7. oder 8. Klasse haben die Schülerinnen und Schüler ähnliche Schultaschen wie Nina. „Die Älteren nehmen meistens nur einen kleinen, schwarzen Rucksack. Die sehen fast alle gleich aus“, findet sie.

Leo, 11 Jahre, 5. Klasse Gymnasium

Leo sitzt neben seiner ausgepackten Schultasche © PASCH-net/Andrea Gehwolf

An Leos Schule gibt es Fußballklassen. Das sind besondere Klassen für sehr gute Fußballspieler. Leo besucht die Fußballklasse. Er hat jeden Tag bis um 16 Uhr Unterricht. Nur am Freitag bleibt er bis 13 Uhr in der Schule. Für die Hausaufgaben hat Leo immer eine Woche Zeit. Von Montag bis Donnerstag gibt es jeden Tag Sportunterricht oder Fußballtraining. Deshalb hat Leo an diesen Tagen einen Sportbeutel dabei. Seine Schultasche ist neu. Die Bücher kann er in der Schule lassen. Alle Kinder der Fußballklasse bekommen die Schulbücher zweimal. So müssen sie nicht so schwer tragen. Leo hat jeden Tag Englisch. Seine Englischhefte hat er immer dabei.

Marie-Sophie, 14 Jahre, 9. Klasse Gymnasium

Marie-Sophie sitzt mit ihrem Schulrucksack und dem Inhalt ihres Rucksacks auf einer Bank und lächelt in die Kamera. © PASCH-net/Andrea Gehwolf

Marie-Sophie hat ihren Rucksack seit einem Jahr. Sie findet ihn sehr schön. Früher mochte sie gern bunte Sachen. Jetzt mag sie lieber einfache Sachen. Vorher hatte sie einen kleineren Rucksack. Jetzt hat sie auch Platz für einen Laptop. Den braucht sie manchmal für ein Referat. Oft nimmt sie auch eine Tasche. Sie hat immer ihren Block, ihren Ordner, Stifte und eine Flasche Wasser dabei. Nur an langen Schultagen nimmt sie etwas zu essen mit. In ihrer Schultasche sind natürlich auch ihr Schlüssel, das Handy und ein Geldbeutel.

Finn, 16 Jahre, 11. Klasse Fachoberschule (FOS)

Schulunterlagen liegen auf dem Gras, von oben fotografiert © PASCH-net/Andrea Gehwolf

Finn ist seit diesem Sommer mit der Realschule fertig. Er geht jetzt auf die Fachoberschule. Dort kann er Fachabitur oder Abitur machen. Finn hat immer zwei Wochen Schule und zwei Wochen Praktikum. Für die Schule nimmt er Stifte, einen Block und seinen Ordner in einem Rucksack mit. Hefte findet er nicht so praktisch. Die Schülerinnen und Schüler in seiner Klasse dürfen auch auf ihren Tablets mitschreiben. „Das machen aber nicht so viele. Bei mir in der Klasse machen das vielleicht fünf“, sagt er. Natürlich hat er auch Bücher. Für Mathe braucht er einen Taschenrechner. Für das Praktikum lässt er seinen Rucksack zu Hause. Den Geldbeutel, seinen Schlüssel, das Handy und eine kleine Trinkflasche nimmt er einfach in seinen Jackentaschen mit.

der Schulranzen, die Schulranzen: eine Schultasche, die man, wie einen Rucksack, auf dem Rücken trägt
die Grundschule, die Grundschulen: Die erste Schule, in die Kinder in Deutschland gehen. Sie besuchen diese Schule vier Jahre. In manchen Regionen in Deutschland dauert die Grundschule sechs Jahre.
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die Mappe, die Mappen: In einer Mappe kann man Blätter sammeln, die man in der Schule bekommt.
das Federmäppchen, die Federmäppchen: eine kleine Tasche für Stifte und andere Dinge, die man in der Schule braucht; oft auch kurz Mäppchen genannt
der Buntstift, die Buntstifte: Stifte in verschiedenen Farben
der Radiergummi, die Radiergummis: ein Stück Gummi, mit dem man etwas, das man mit Bleistift geschrieben hat, wieder wegmachen kann
das Lineal, die Lineale: ein Rechteck aus Holz oder Plastik, das man verwendet, um gerade Linien zu zeichnen
der Kleber, die Kleber: umgangssprachlich für Klebstoff; etwas, was man braucht, um zwei Dinge fest miteinander zu verbinden
der Spitzer, die Spitzer: kurz für Bleistiftspitzer; ein kleines Gerät, mit dem man Bleistifte wieder spitz machen kann
die Realschule, die Realschulen: Eine der Schulen, die Kinder nach der Grundschule besuchen können, in der Regel von Klasse 5 bis 10. Die Realschule wird mit der Mittleren Reife, dem Realschulabschluss, abgeschlossen. Danach können die Jugendlichen eine Ausbildung machen, eine Fachoberschule besuchen oder auf das Gymnasium gehen.
der Schnellhefter, die Schnellhefter: eine Mappe, in der man einzelne Blätter sammeln kann
Mathe: kurz für das Schulfach Mathematik
Erdkunde: das Schulfach Geografie
das Gymnasium, die Gymnasien: Eine der Schulen, die Kinder nach der Grundschule besuchen können, in der Regel von Klasse 5 bis 12 oder 13. Das Gymnasium wird mit dem Abitur abgeschlossen. Das ist der höchste Schulabschluss in Deutschland. Die Jugendlichen können dann die Universität besuchen.
der Sportbeutel, die Sportbeutel: eine Tasche aus Stoff für die Kleidung, die man für den Sportunterricht braucht
bunt: in verschiedenen Farben
das Referat, die Referate: eine Präsentation/ein Vortrag zu einem bestimmten Thema
der Block, die Blöcke: eine Art Heft mit Blättern zum Beschreiben
der Geldbeutel, die Geldbeutel: etwas, in dem man sein Geld aufbewahrt; Synonym: das Portemonnaie, die Geldbörse
die Fachoberschule, die Fachoberschulen: Auf einer Fachoberschule kann man nach dem Realschulabschluss die Klassen 11 und 12 besuchen. Die Schulen haben eine fachliche Ausrichtung, oft Technik oder Wirtschaft. Man erwirbt fachpraktische und -theoretische Kenntnisse. Der Abschluss heißt Fachabitur.
das Fachabitur, die Fachabiture: fachgebundener Abschluss, mit dem man an einer Fachhochschule studieren kann. Er unterscheidet sich vom Abitur, einer allgemeinbildenden Hochschulreife.