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You(th) Can Impact – Kompetenztraining für die Welt von morgen

Welche Kompetenzen braucht man für die Arbeitswelt der Zukunft? Das PASCH-Projekt You(th) Can Impact stellt sich dieser Frage und vernetzt Jugendliche aus den Regionen Südwesteuropa und Nordafrika-Naher Osten. Es wird teilfinanziert durch das EU-Förderprogramm Erasmus+.

You(th) Can Impact (YCI) wurde durch das PASCH-Schulnetzwerk unter Federführung der Goethe-Institute Brüssel, Kairo und Beirut ins Leben gerufen. Im Mai 2020 fiel der Startschuss: Lehrkräfte für Deutsch als Fremdsprache aus Südwesteuropa und Nordafrika-Naher Osten nahmen an einer Kick-off-Veranstaltung teil. Unterstützt von einer Trainerin und zwei Trainern begleiteten sie ihre Schülerinnen und Schüler im Anschluss durch drei Projektphasen. Die Profiling- und die Gamechanging-Phase fanden über Zoom statt. Im Oktober 2021 trafen sich Jugendliche aus Frankreich, Spanien, Portugal, Belgien, Italien, Deutschland und dem Libanon in Berlin. Aufgrund der Corona-Beschränkungen konnte die Gruppe aus Ägypten nicht nach Berlin reisen und nahm zeitgleich an einem Treffen in Fayoum teil. Das Projekt wurde aus Mitteln des EU-Förderprogramms Erasmus+, des Goethe-Instituts und der PASCH-Initiative finanziert.

Welche Ziele verfolgt das Projekt?

Die Jugendlichen aus acht Ländern haben eigene Projekte entwickelt und viel über Projektmanagement, Social Entrepreneurship und Medienkompetenz gelernt. Es ging uns vor allem darum, die jungen Menschen besser auf die Welt und eine verantwortungsvolle Nachhaltigkeit vorzubereiten. In einer Welt, in der Wissen jederzeit digital abrufbar ist, und in Zeiten des rasanten Wandels werden soziale Kompetenzen für Wirtschaft und Gesellschaft immer wichtiger. Es kommen immer größere gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen auf uns zu, für die es nachhaltige Strategien und innovative Lösungen braucht. In anderen Worten: Wir müssen insbesondere bei jungen Menschen verstärkt Fähigkeiten fördern, die in Zukunft nicht durch andere Ressourcen ersetzt werden können: Problemlösungskompetenz, Kreativität, Flexibilität, Empathie, interkulturelle Kompetenz und Gestaltungswillen oder zusammengefasst die sogenannten „21st century skills“.

Jugendbegegnung in Berlin

  • Schülerinnen und Schüler vor der Oberbaumbrücke in Berlin
    © Goethe-Institut
  • Drei Personen stehen für ein Foto zusammen, die beiden Männer links und rechts halten jeweils einen Daumen hoch
    © Goethe-Institut
  • Sechs Frauen mit Mund-Nasen-Schutz vor einem beschriebenen Flipboard
    © Goethe-Institut
  • Schülerinnen und Schüler sitzen auf dem Boden in einem Klassenraum und arbeiten an Plakaten
    © Goethe-Institut
  • Wer hat teilgenommen?

    Das Projekt wurde unter den PASCH-Schulen der beiden Regionen ausgeschrieben und folgende Schulen wurden ausgewählt: das Institut Notre Dame d’Arlon, die Nefertari International Schools, die Jamil Rawas Public Secondary School for Boys, das Liceo Classico statale Francesco Petrarca, das IES Cardenal Cisneros, die Modern Education Schools, das Agrupamento de Escolas de Albufeira, das Städtische Max-Planck-Gymnasium Düsseldorf und das Lycée Augustin Thierry.

    In den ersten virtuellen Projektphasen haben rund 120 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Sie waren bei Projektbeginn zwischen 14 und 17 Jahre alt.

    Wie gestalteten sich die Workshops?

    Das Projekt bestand aus drei Phasen, die im Laufe eines Schuljahres stattfanden. Eine Trainerin und zwei Trainer begleiteten die Jugendlichen von Anfang an in ihrem Lernprozess.

    In den ersten beiden Phasen fanden die Workshops über Zoom statt. Im November wurden die ersten Online-Treffen zwischen den Schulen initiiert, zunächst bilateral, dann in Dreiergruppen bis hin zu den Vorbereitungstreffen für Berlin und Fayoum mit allen Schulen. Verstärkt wurde der Austausch unter den Schülerinnen und Schülern mittels des dafür eingerichteten YCI-Instagram-Kanals.

    In der Profiling-Phase untersuchten die Jugendlichen die Lebenssituation in ihren Heimatländern. Ausgehend von diesen Erkenntnissen erarbeiteten sie in der Gamechanging-Phase ein Projekt, das ihre gemeinsame Lebensrealität verbessern soll. Am Ende der zweiten Phase wählte jede Ländergruppe Vertreterinnen und Vertreter für die Jugendbegegnungen in Berlin und in der Oase Fayoum aus. Auswahlkriterien waren: die Bereitschaft, sich mit Social Entrepreneurship und Projektmanagement kreativ und kritisch auseinanderzusetzen und an einem internationalen Austausch als Multiplikator oder Multiplikatorin mitzuwirken sowie das Interesse an Mehrsprachigkeit, Diversität und kooperativem Lernen.

    Jugendbegegnung in Fayoum, Ägypten

  • Gruppenbild vor einem Gebäude, im Sand und neben einer Palme
    © Goethe-Institut
  • Jugendliche an einem Tisch in einer Videokonferenz
    © Goethe-Institut
  • Mehrere Schülerinnen und Schüler schauen auf einen Laptop
    © Goethe-Institut
  • Zwei Schüler stehen vor Plakaten, die an einer Wand aufgehängt sind
    © Goethe-Institut
  • Bei You(th) Can Impact handelt es sich um ein mehrsprachiges Projekt. Die Trainings fanden in der Regel auf Deutsch und in der jeweiligen Landessprache statt, die Vernetzungstreffen vorwiegend auf Englisch. Die Inhalte während der Jugendbegegnungen wurden auf Englisch und Deutsch vermittelt.

    Die Herausforderung in der Umsetzung des Projekts bestand darin, die Motivation der Jugendlichen während der gesamten Projektlaufzeit hochzuhalten und unter Corona-Bedingungen die präsentisch geplante Jugendbegegnung zu realisieren. Wir wussten bis Oktober nicht, ob wir uns in Berlin treffen werden. Schließlich nahm die Entwicklung eine gute Wendung: Ende gut, alles gut!

    Wie waren die Rückmeldungen und wie geht es weiter?

    Die Teilnehmenden haben Schlüsselkompetenzen wie Projektmanagement, Teamarbeit und Mehrsprachigkeit entwickelt. Obwohl wir die Jugendbegegnung wegen der COVID-19-Pandemie verschieben mussten und die Jugendlichen aus Ägypten nicht nach Berlin reisen konnten, war der allgemeine Eindruck sehr positiv. Die Vielfalt der externen Referierenden, die in Berlin und Fayoum Workshops und Vorträge hielten, hat den Teilnehmenden ermöglicht, neue Ideen und Perspektiven zu entwickeln.

    Die von den Schülerinnen und Schülern entwickelten Projekte sollen unter Betreuung der Goethe-Institute in den jeweiligen Ländern fortgeführt werden. Es sind auch Kooperationsprojekte zwischen Ägypten und dem Libanon, zwischen Portugal und Belgien und sogar trinationale Verbindungen zwischen Deutschland, Italien und dem Libanon sowie Frankreich, Spanien und dem Libanon entstanden. Wir dürfen gespannt sein!