16. August 2019, Brasilien

Erfolgreiches Jahr mit kulturweit-Freiwilligen in Brasilien

Brasilianische Flagge
© Rafaela Baizi / Unsplash

Acht Freiwillige aus Deutschland sind gerade in den letzten Zügen ihres kulturweit-Freiwilligendienstes an sieben PASCH-Schulen und dem PASCH-Büro in São Paulo.

Das kulturweit-Programm, ein internationaler Freiwilligendienst der deutschen UNESCO-Kommission, ermöglicht es jungen Menschen, sich in der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu engagieren. Derzeit sind die ersten acht Freiwilligen in den letzten Zügen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) an den PASCH-Schulen und dem PASCH-Büro in Brasilien. Zu ihren Aufgaben zählen, Deutschlernende im Unterricht sprachlich zu unterstützen und bei Schulveranstaltungen mitzuwirken. Als deutsche Muttersprachlerinnen und Muttersprachler liegt ihr Augenmerk jedoch vor allem auf der Projektarbeit. Eigenständig sollen sie deutschlandbezogene Angebote planen und umsetzen, wobei ihnen inhaltlich keine Grenzen gesetzt werden.

Lebendiger Austausch auf Deutsch

Es entstanden spannende Projekte, wie die Diskussions-AG von Hannah, in der Argumentationstechniken erlernt und eine Debatte zum Thema Plastik vorbereitet wurde. Ihr musikalisches Können setzten Cécile und Valentin ein, indem sie deutsche Lieder mit einem Orchester einstudierten oder eigene Lieder auf Deutsch komponierten. So konnte bei den Schülerinnen und Schülern, auf spielerische Art und Weise, das Interesse für die deutsche Sprache geweckt und ein aktuelles Deutschlandbild vermittelt werden.

Sprachbarrieren spielerisch überwinden

Im Austausch mit den kulturweit-Freiwilligen entsteht nicht nur ein lebendiger sprachlicher Austausch, es trägt auch zur Persönlichkeitsentwicklung aller Beteiligten bei. Vorurteile werden gebrochen und man lernt voneinander.

„Schon allein, dass ich keine Brasilianerin bin und am Anfang kaum Portugiesisch sprechen konnte, hat bei viele Menschen hier das Interesse an fremden Kulturen geweckt. Viele waren noch nie im Ausland und in Fortaleza gibt es wenig Tourismus. Es war wunderschön zu sehen, wie sich alle gefreut haben, dass ich da war und wie viel sie wissen wollten, obwohl die Sprachbarriere teils sehr groß war […]. Diese unglaublich herzliche Offenheit, Unvoreingenommenheit und so ein aufrichtiges Interesse werde ich wirklich in Erinnerung behalten und mit nach Deutschland nehmen.“, berichtet Antonia Pfingsten, Freiwillige in Fortaleza.

Wir freuen uns über den erfolgreichen Start des kulturweit-Programms in Brasilien und sind gespannt auf die Projekte unserer nächsten kulturweit-Freiwilligen, die ab September im Einsatz sein werden. Es ist auch für die Freiwilligen selber eine große Chance, eine neue Sprache, Kultur aber auch mehr Selbstständigkeit durch die eigenständige Projektarbeit zu lernen.

Karte Kulturweit Brasilien@ Goethe-Institut São Paulo

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