Bulgarien

73. Schule, Vladislav Gramatik

 

Allgemeine Informationen zur Schule 

Schulname: 73. Schule, Vladislav Gramatik
 
Land: Bulgarien
 
Schulanschrift: 73. Schule, Vladislav Gramatik
ul. Georgi Izmirliev 2, 1404 Sofia
Bulgarien
 
Anzahl der Schüler: 1.320
 
Anzahl der Lehrer: 86
 
Abschlüsse: Hochschulreife
 
Ansprechperson PASCH: Frau Stela Zapryanova
sou73vg@abv.bg

Schulsteckbrief 

Sie wollen die 73. Schule besuchen? – Kein Problem: Zuerst nehmen Sie ein Flugzeug Richtung Balkanhalbinsel und fliegen in die Hauptstadt Bulgariens, Sofia. Dort angekommen steigen Sie in den Bus Nr. 76 und fahren am Yuzhen Park, dem Südpark vorbei, bis Sie ein rosa leuchtendes Gebäude erblicken: die 73. Schule Vladislav Gramatik, Sofia.

Der Namensgeber der Schule

Unsere Schule trägt den Namen eines berühmten bulgarischen Aufklärers, Übersetzers, Philologen und Mönchs, der eng im Zusammenhang mit einem Wahrzeichen Bulgariens steht: dem Rila-Kloster. Der unter anderem philologische Hintergrund unseres Namenspatrons weist bereits auf den hohen Stellenwert des Sprachenlernens an unserer Schule hin, der auf eine über 40-jährige Tradition zurückblickt. Zunächst wurde Russisch als erste Fremdsprache bei uns gelehrt, inzwischen sind wir eine Partnerschule der Bundesrepublik Deutschland mit Deutsch als erster Fremdsprache und Russisch bzw. Französisch als zweiter Fremdsprache. Von der Möglichkeit des Erlangens des Deutschen Sprachdiploms (DSD) machen viele Schüler Gebrauch und erwerben so einen Zugang zu Hochschulen im deutschen Sprachraum.

Immer wieder fahren Schülerinnen und Schüler ins Ausland und wenden ihre erworbenen Kenntnisse praktisch an. Ob Kurzaufenthalte, Schüleraustausche oder Jahresaufenthalte – ein Blick in andere Länder und Kulturen erweitert den Horizont und macht das Sprachenlernen zum Erlebnis.

Schule und Unterricht

Insgesamt besuchen über 1.300 Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur zwölften Klasse unsere Schule. Die meisten erreichen sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder werden von den Eltern zur Schule gefahren.

Durchschnittlich liegt die Klassenstärke bei 30 Schülern, und Sie fragen sich vielleicht, wie der Unterricht bei einer so großen Gesamtschülerzahl organisiert wird. Möglicherweise ist der so genannte Schichtunterricht (bestehend aus einer Vormittags- und Nachmittagsschicht) eine bulgarische Besonderheit. Die Klassen 9 bis12 lernen im 1. Schulhalbjahr in der ersten Schicht von 7:30 bis 13:15 Uhr, die Klassen 5 bis 8 in der zweiten Schicht von 13:30 bis 19:10 Uhr. Im 2. Halbjahr wird getauscht. Die Grundschulklassen werden ganztägig betreut.

Besondere Aktivitäten

Eine weiter Besonderheit und gleichzeitig osteuropäische Tradition zeigt sich in der Organisation und Durchführung diverser Schulolympiaden – sowohl auf naturwissenschaftlichem als auch auf sprachlichem Gebiet.

Manchmal reisen ganze Schüler-Scharen durch das Land, um an Physik-, Biologie-, Deutsch- oder bilingualen Olympiaden teilzunehmen. Dabei geht es sowohl um Detailwissen als auch Präsentationen bzw. Fragen der Landeskunde. Den glücklichen Gewinnern, die auf den verschiedenen Niveaus erfolgreich waren, winken Preise und Anerkennungen oder sogar ein Auslandsaufenthalt für mehrere Wochen, wie zum Beispiel bei der Deutsch-Olympiade, die die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland organisiert.

Auch auf sportlichem Gebiet sind wir aktiv: Unsere Steckenpferde sind Volleyball und Fußball, und in der warmen Jahreszeit sind die Sportanlagen der Schule mit jungen Fußball-Begeisterten besetzt, die sich beim Kicken üben.

Internationale Projekte

Internationale Projekte gelten an unserer Schule als ein Magnet für aktive Schülerinnen und Schüler, die mehr von der Welt wissen wollen. In Zusammenarbeit mit einer polnischen und einer deutschen Schule engagieren sich Schüler der elften Klassen zu Themen der Europapolitik, und das aktuelle EU-geförderte COMENIUS-Projekt befasst sich mit Menschenrechtsfragen unter dem Dachthema „Europa und wir“.

Wenn man Schülerinnen und Schüler nach Meinungen zu unserer Schule fragt, hört man oft, dass die Arbeit in und mit den verschiedenen Clubs zur Plattform des Austausches und der Entfaltung eigener Interessen führen kann: „Das Schönste an dieser Schule ist, dass ich Gelegenheit habe, mein eigenes Ich zu finden und im Club der Enthusiasten Organisationstalent beweisen kann“, sagt zum Beispiel Elisabeth aus der elften Klasse.

Auch Theater-Interessierte können sich in verschiedener Weise verwirklichen. Vom modernen Sketch bis zu klassischen Texten reicht die Bandbreite unserer Darstellungsversuche, die dann zu verschieden Anlässen gezeigt werden – zum Beispiel zur Verleihung der DSD-Zertifikate.

Für all diese Aktivitäten brauchen wir den interessierten, aufgeweckten Menschen, denn nach den Worten des deutschen Pädagogen Karl Friedrich Lauckhard ist es „wichtiger, was ein Mensch durch die Schule wird, als was er darin lernt“.


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