Archiv 2019

17. Juli 2019, Deutschland: Einblicke in das deutsche Bildungssystem

Das PASCH-Schulleitertreffen in Berlin
Schulleiterinnen und -leiter von PASCH-Schulen aus der Region Osteuropa und Zentralasien trafen sich in Berlin, um eine Einführung in das deutsche Bildungssystem zu bekommen.


Rund 30 Teilnehmende aus Belarus, Georgien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, der Ukraine und Usbekistan nahmen an dem PASCH-Schulleitertreffen zum Thema „Das deutsche Bildungssystem und gelungenes Schulmanagement“ in Berlin teil. Vom 5. bis 11. März 2019 fanden zahlreiche Vorträge statt, die über das deutsche Bildungssystem und seine neun Ansätze informierten.

Neben einem Besuch im Goethe-Institut Berlin, standen auch Besuche im Auswärtigen Amt und der MINT- Exzellenzschule Primo-Levi-Gymnasium auf dem Programm. In einem Interview schildern die stellvertretende Schulleiterin des Gymnasiums Nr.1 in Sumy, Larysa Pchelyana, sowie der Schulleiter der spezialisierten Schule Nr. 6 in Chmelnyzkyj, Serhii Tkach, ihre Eindrücke.

Was sind aus Ihrer Sicht Parallelen und Unterschiede zum ukrainischen Bildungssystem?

Larysa Pchelyana: Es war interessant zu erfahren, wie die persönliche Weiterentwicklung der Schülerinnen und Schüler in Deutschland in der Schulpraxis unterstützt wird. Ich habe Parallelen zur Ukraine in Bezug auf das Bildungsmanagement gesehen: Die Organisation einer effektiven Teamarbeit und die Motivation der Lehrenden bei der Vorbereitung der zukünftigen Absolventen sind wichtige Bestandteile.

Serhii Tkach: Das deutsche Bildungssystem ist vielfältig und meines Erachtens nach ziemlich komplex. In einer deutschen Schule gibt es, im Vergleich zu einer ukrainischen, mehr Autonomie, was den Bildungsprozess auf eine positive Art und Weise beeinflussen kann.

Das PASCH-Schulleitertreffen in Berlin

Warum ist Ihrer Meinung nach eine MINT-Förderung wichtig und wie fördern Sie das mathematisch-naturwissenschaftliche Profil Ihrer Schule?

Serhii Tkach: Fächer mit naturwissenschaftlicher und mathematischer Ausrichtung (MINT) haben nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Ukraine einen hohen Stellenwert. Sie bestimmen in besonderem Maße Gegenwart und Zukunft.

Larysa Pchelyana: Etwa 70 Prozent der Absolventinnen und Absolventen unserer Schule spezialisieren sich auf MINT-Fächer. Die Schülerinnen und Schüler beteiligen sich aktiv an Projekten des Goethe-Instituts, an Workshops zu MINT-Themen und erhalten Stipendien für Sommersprachcamps.

Warum sind Ihnen die regionale Vernetzung und der Austausch wichtig? Was nehmen Sie von diesem Treffen mit?

Larysa Pchelyana: Der Erfahrungsaustausch gibt jedes Mal Impulse für neue Ideen. Ich begrüße die positive Entwicklung und die Kontaktaufnahme mit deutschen Schulen sehr.“
Interviewfragen: Vita Tymchenko
PASCH-Koordinatorin
Goethe-Institut Kiew


Juli 2019
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