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Auf ein weiteres Jahrzehnt

PASCH-Alumni bei der Auftaktveranstaltung zum Start des PASCH-Mobils
Seit 2008 gibt es die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“. Am 9. Februar starteten die Jubiläumsveranstaltungen in Deutschland zum 10-jährigen PASCH-Bestehen. Los ging es in der Zentrale des Goethe-Instituts in München.


Schulleiterinnen und Schulleiter aus Indien, Indonesien und Italien sowie ehemalige PASCH-Schülerinnen und -Schüler berichteten von Ihren Erfahrungen. Anschließend startete das PASCH-Mobil.

Die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) verbindet ein weltumspannendes Netzwerk von rund 2.000 PASCH-Schulen mit besonderer Deutschlandbindung. Sie verfolgt das Ziel, Schulen zu unterstützen, die den Deutschunterricht besonders fördern und ein modernes Deutschlandbild vermitteln.

Das Goethe-Institut betreut 600 PASCH-Schulen im Auftrag des Auswärtigen Amtes. Heike Jantsch vom Auswärtigen Amt und Generalsekretär Johannes Ebert sprachen das Grußwort bei der Auftaktveranstaltung. Johannes Ebert freute sich besonders darüber, viele PASCH-Alumni bei der Auftaktveranstaltung begrüßen zu dürfen, die jetzt in Deutschland studieren.

Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung startete das PASCH-Mobil mit einer symbolischen Einweihungsfahrt auf dem Parkplatz der Zentrale. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums werden mit dem PASCH-Mobil bis Dezember 2018 deutschlandweit 30 Stationen der PASCH-Partner, wie Konferenzen, Tagungen und Feierlichkeiten angesteuert. Das Mobil macht unter anderem Halt in Berlin auf der Internationalen Umweltjugendkonferenz oder in Hannover auf der Bildungsmesse Didacta.
 


Bei der Auftaktveranstaltung waren viele PASCH-Akteure anwesend. Wir stellen einige von ihnen vor:

Ashok Pandey, Schulleiter der Ahlcon International School, IndienAshok Pandey, Schulleiter der Ahlcon International School, Indien
 
Unsere PASCH-Reise war faszinierend. Sie hat unseren Schülerinnen und Schülern vieles ermöglicht. Zwei Dinge sind dabei sehr wichtig: es geht nicht nur um die deutsche Sprache. Der Deutschunterricht ist in gewisser Weise ein Katalysator dafür, wie wir andere Fächer lehren. Man muss sich das so vorstellen: unsere Schülerinnen und Schüler lernen drei Jahre lang Deutsch. Sie fangen an, wenn sie 10 oder 11 Jahre alt sind. Und in einer kurzen Zeit sprechen sie schon fließend Deutsch. Sie studieren ihre Muttersprache Hindi, auch Englisch, aber ich kann mit großer Entschlossenheit sagen, dass das, was sie mit Deutsch erreichen, wirklich erstaunlich ist. Wie sie das so schnell auf die Reihe bekommen, ist wohl ein Geheimrezept des Goethe-Instituts.

Ana Gracanin, ehemalige dm-Praktikantin im Rahmen der PASCH-Initiative Ana Gracanin, ehemalige dm-Praktikantin im Rahmen der PASCH-Initiative

Am Anfang war es ein bisschen schwer für mich, aber mein Deutsch hat sich durch das Praktikum gebessert. Zum Ende hin hatte ich viel Spaß und ich habe auch viel dabei gelernt. Derzeit studiere ich an der Wirtschaftsuniversität Wien und hoffe, in der Zukunft für ein deutsches Unternehmen arbeiten zu können. Während des Praktikums habe ich viel über deutsche Unternehmen gelernt. Ich habe wertvolle Einblicke in Mitarbeiterkommunikation bekommen und gelernt, wie wichtig Sachen wie Disziplin, Motivation, Umweltschutz und Qualität für ein Unternehmen sind.

Meghna Sreedar, PASCH-Alumna aus Indien, studiert heute „Informatik/ Betriebswirtschaft“ an der Ludwig-Maximilians-Universität MünchenMeghna Sreedar, PASCH-Alumna aus Indien, studiert heute Informatik/ Betriebswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München
 
Durch die deutsche Sprache haben wir eine neue Kultur entdeckt. Wir haben in unserem Klassenraum in Indien deutsche Filme angeschaut und in Teams gearbeitet. Als Schülerinnen und Schüler hatten wir dann auch die Möglichkeit, an Jugendkursen in Deutschland teilzunehmen. Seit mehr als einem Jahr bin ich auch als Mentorin für neue PASCH-Schülerinnen und -Schüler tätig, die in Deutschland studieren möchten. Ich gebe immer den Tipp, weltoffen zu sein. Man muss bereit dafür sein, ein neues Land zu erleben. Wir lernen in der Schule Deutsch, also haben wir schon eine Vorstellung von der Sprache und dem Land. Aber sobald man hier ist, ist es nicht so, wie man es sich vorgestellt hatte. Was nicht heißt, dass man es nicht probieren sollte.

Carolina Mustamu, Schulleiterin aus Indonesien Carolina Mustamu, Schulleiterin der SMA Negeri 1 Ambon, Indonesien

Ich wurde selbst vom Goethe-Institut ausgebildet und habe als Deutschlehrerin mit dem Institut gut zusammengearbeitet. Dadurch konnte ich auch mein eigenes Deutsch verbessern. Für mich bedeutet PASCH an erster Stelle Motivation. Es ist auch eine Gelegenheit für unsere Lehrerinnen und Lehrer, die deutsche Sprache zu lernen. Und unsere Schülerinnen und Schüler erhalten die Gelegenheit, nach Deutschland zu kommen.


Elisabetta Bonalumi, Schulleiterin des Liceo Statale „Giovanni Pascoli“, ItalienElisabetta Bonalumi, Schulleiterin des Liceo Statale Giovanni Pascoli, Italien
 
Bei PASCH finden alle Aktivitäten im Zeichen der Modernität statt. Es werden neue Technologien gefördert, die unsere Schülerinnen und Schülern anregen. Außerdem werden Familien von der PASCH-Initiative auch finanziell unterstützt. Diese Förderung ist ein wichtiges Instrument, wodurch selbst einkommensschwache Schülerinnen und Schüler beispielsweise an Sommercamps in Deutschland teilnehmen können. In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler an unseren Schulen von 200 auf 450 gestiegen.  

Dhruv Kattar, PASCH-Alumnus aus Indien, studiert an der Universität Freiburg und war 2010 Jugendkurs-Stipendiat Dhruv Kattar, PASCH-Alumnus aus Indien, studiert an der Universität Freiburg Bildungswissenschaft und Bildungsmanagement und war 2010 Jugendkurs-Stipendiat

Als ich in der 6. Klasse war, musste wir uns zwischen Sanskrit oder Deutsch entscheiden. Und ich war sehr schlecht in Hindi. Also habe ich Deutsch gewählt. Das war eine große Motivation für mich. Später habe ich ein Praktikum am Goethe-Institut in Neu-Delhi gemacht, bei dem ich die deutsche Bildungspolitik kennengelernt habe. Ich war damals der Einzige in meiner Schule, der Deutsch sprechen konnte. Also dachte ich mir, ich habe ein Praktikum am Goethe-Institut gemacht und ich spreche Deutsch, vielleicht sollte ich dann in Deutschland studieren. Ich dachte, dass ich es mal versuche und wenn es mir gefällt, bleibe ich. Nun, ich bin geblieben, was heißt, dass es mir hier gefällt.

Vanessa Madjoukouo, PASCH-Alumna aus Kamerun, studiert heute an der Universität LeipzigVanessa Madjoukouo, PASCH-Alumna aus Kamerun, studiert heute an der Universität Leipzig Internationale Beziehungen
 
In Kamerun war ich von 2012 bis 2017 Mitarbeiterin des Goethe-Instituts. Als ehemalige PASCH-Schülerin habe ich meine Erfahrungen mit anderen PASCH-Schülerinnen und -Schülern in Kamerun geteilt und das war eine große Motivation für sie. Wir haben viele Sommercamps und Workshops mit PASCH-Lehrerinnen und -Lehrern organisiert. Zurzeit verfasse ich meine Masterarbeit an der Universität Leipzig über die PASCH-Initiative und die deutsch-kamerunischen Beziehungen.
 

PASCH ist eine Initiative des Auswärtigen Amtes in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), dem Goethe-Institut (GI), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz.
14.2.2018
Schayan Riaz
Goethe-Institut
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