Anna Seliverstova Samara, Arina Astaschina, Gleb Schmonin aus Russland
Erinnerungen an den Jugendkurs Sommer 2012 in Rossleben, Deutschland

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Arina: Es war im Frühjahr, wie ein richtiges Wunder – die Nachricht über das Stipendium für den Jugendkurs in Rossleben! Davon habe ich gar nicht zu träumen gewagt! Wir drei fahren für drei Wochen nach Deutschland. Es sollte erst im August losgehen, aber diese vier Monate konnte ich nur über die bevorstehende Reise nachdenken. So viele Fragen und Erwartungen ließen mich nicht in Ruhe: Wo liegt Rossleben? Aus welchen Ländern kommen die Jugendlichen zum Sommerkurs? Wie wirkt auf mich die fremde Kultur? Komme ich mit meinem Deutsch zurecht?

Anna: „Das war die schönste Zeit, die ich erleben durfte!“ – das ist genau das, was ich jetzt ehrlich über meinen Sommerkurs in Rossleben sagen könnte. Diese drei Wochen waren für mich wie ein anderes Leben und jetzt erinnere ich mich noch oft daran. Was haben mir diese Kurse gegeben? Eine gute Frage … Sehr viel! Erstens war es die schönste Möglichkeit meine Deutschkenntnisse zu verbessern, die Prüfung B2 abzulegen und viele neue Wörter zu lernen. Zweitens habe ich viele neue Bekanntschaften und Freundschaften geknüpft. Dort in Deutschland hatte ich ein sehr tiefes Eintauchen in Atmosphäre und Sprache. Ich kenne jetzt viele junge Leute aus verschiedenen Ländern: Frankreich, Kroatien, Italien, Kanada, der Ukraine, Georgien, Marokko, Madagaskar usw. Wir chatten oft im Internet und laden uns sogar für die Sommerferien ein.

Gleb: Für Langeweile gab es keinen Raum im Seminar. Wir unternahmen sehr viel miteinander. Verschiedene Projekte, spannenden Unterricht, Ausflüge, Freizeitaktivitäten und Partys in Partyraum, jeder konnte etwas für sich nach seinen Interessen finden. Im Volleyballwettbewerb Schüler gegen Betreuer hat unsere Mannschaft gewonnen. Ich habe auch mitgespielt! Ich war stolz!

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Anna: Ich habe mich mit dem Projekt „Stadtkunst“ beschäftigt und am Ende der Arbeit hat unsere Gruppe den Rathausplatz in Rossleben geschmückt, das war auch neu und interessant für die Stadtbewohner, die ihren Rathausplatz anders gesehen haben. Andere Teilnehmer des Kurses haben an den Projekten „Märchen“, „Theater“, „Musik“, „Kurszeitung“ gearbeitet.

Arina: Dabei konnte man viel Neues entdecken, z. B. dass sich Kreativität in einem Menschen irgendwo ganz tief verbirgt und man sie auf solche Weise hervorrufen kann.

Gleb: Während des Deutschlandaufenthalts wurden wir bestens betreut und in jeder Hinsicht ganz schön verwöhnt. Jedes Wochenende hatten wir Ausflüge, sie waren ein Höhepunkt unseres Programms: zuerst nach Weimar, dann nach Leipzig, zum Kyffhäuser und natürlich nach Berlin! Bei diesen Ausflügen haben wir vieles gesehen und zusammen erlebt.

Arina: Berlin lässt sich sehen! Das war das einzigartigste Erlebnis. Die Reiseführerin erzählte über die Hauptstadt, alles so ausführlich. wie es nur möglich ist.

Anna: Nur Gutes fällt mir jetzt ein. Und so war es ein schöner Teil meines Lebens und ich werde diesen Kurs nie vergessen. Ich vermisse dich, Rossleben, ich vermisse dich, Deutschland!!!

Arina:
Im Kopf Gedräng
Ums Herz eng
In den Augen Tränen
Im Hals Knödel

Irgendwo, irgendwann treffen wir uns bestimmt wieder!