Stefan Geller
Kursleiter des PASCH-Jugendkurses in St. Andreasberg vom 4. bis 24. August 2013

PASCH-Jugendkursleiter Stefan Geller © PASCH-Team Goethe-Institut München

Was gefällt Ihnen an der Arbeit als Kursleiter und was macht die PASCH-Jugendkurse für Sie besonders?

Dies ist mein zweites Mal als Kursleiter eines PASCH-Jugendkurses. Es ist toll, die Aufgabe zu bekommen, ein Team zu leiten. Hier in St. Andreasberg sind wir ja auch ein großes Team mit 18 Personen, von den Betreuerinnen und Betreuern über die Lehrerinnen und Lehrer bis hin zu den Schülerpraktikantinnen und Schülerpraktikanten. Es sind 18 erwachsene Personen, die alle ihre eigene Geschichte mitbringen, ihre eigene Persönlichkeit. Wir haben hier sehr unterschiedliche Charaktere und sind jetzt drei Wochen auf Gedeih und Verderb zusammen. Unsere Aufgabe ist es, die Organisation des Kurses zu harmonisieren. Daher sehe ich es als meine erste Aufgabe, das Team zusammenzuhalten.

Bei den PASCH-Kursen ist zudem die Zusammensetzung der Teilnehmergruppe unheimlich spannend. Bei Selbstzahlerkursen liegt der Fokus ja eher auf Westeuropa und die westlichen Industrieländern. Hier hat man tatsächlich Teilnehmer aus der ganzen Welt. Bei den PASCH-Kursen sieht man zudem viel eher den Entwicklungsprozess, der bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattfindet. Von der Orientierungslosigkeit am Anfang, wenn sie noch viel Anleitung brauchen, wenn es auch Heimweh gibt, bis zum Kursende, wenn man dann 90 bis 100 Kinder hat, die alle nicht nach Hause wollen. Und die Freundschaften, die während des Kurses entstanden sind, bleiben, wenn auch nur digital, erhalten.

Was machen Sie beruflich, wenn Sie gerade nicht einen Jugendkurs leiten?

Ich unterrichte Deutsch als Fremdsprache. Für eine Zeit habe ich auch am Goethe-Institut in Warschau unterrichtet.

Nach fünf Jahren PASCH: Wie würden Sie sich die Zukunft des Projekts und besonders der Jugendkurse wünschen?

Vor allem wünsche ich mir, dass PASCH bleibt. Ich bin wirklich davon überzeugt, dass es eine tolle Investition in die Zukunft ist. Die PASCH-Jugendkurse tragen ein positives Bild von Deutschland in die Welt. Dieser Eindruck bleibt bei den Jugendlichen ein Leben lang haften.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Miriam Irle vom Goethe-Institut München am 14. August 2013