Interview mit Annette, Lina und Philip (von links nach rechts) im Juli 2012 in Dresden (durchgeführt von Katja Hölldampf)

Annette, Lina und Philip | © Goethe-Institut

Philip: Hallo! Ich bin der Philipp, wohne in Stockholm und bin als Praktikant hier in Dresden beim PASCH Jugendkurs.

Annette: Hallo ich bin Annette, ich bin 18 Jahre alt, komme aus München und mache auch in Dresden beim PASCH-Jugendkurs mit.

Lina: Hallo ich bin die Lina, ich bin 17 und komme aus Heidenheim in Süddeutschland und mache auch hier in Dresden beim PASCH-Jugendkurs Praktikum.

Warum habt ihr euch als Praktikanten bei den PASCH- Jugendkursen beworben?

Annette: Ich habe im letzten Jahr auch schon mitgemacht und da hat mir das total gut gefallen! Die Information erhielt ich von meiner Schule und beworben habe ich mich aufgrund der internationalen Atmosphäre.

Lina: Bei mir war es ähnlich, wir haben es von unseren Lehrern erfahren und das hat sich eigentlich sehr interessant angehört, insbesondere weil man hier so viele Leute aus verschiedenen Kulturen kennenlernt.

Welche Aufgaben habt ihr hier übernommen, oder wie sah so ein typischer Tag beim PASCH-Jugendkurs aus?

Lina: Unsere täglichen Aufgeben bestehen darin, in die Klassen zu gehen, die Schüler über das Programm zu informieren und anschließend selbst beim Ablauf mitzuhelfen.

Annette: Wir bereiten auch selbst was vor, so wie gestern das Lagerfeuer und sind auch bei den Teamsitzungen immer dabei.

Was gefällt euch besonders gut an den PASCH-Jugendkursen? Was war ein ganz besonderer Moment für euch?

Lina: Also ich erlebe hier ganz Unterschiedliches, in vielen Bereichen! Man lernt sehr viele Leute und deren Kultur kennen und auch die Arbeit mit dem Team ist toll.

Annette: Ja, da kann ich mich eigentlich nur noch anschließen.

Wie verläuft das Zusammenleben der Stipendiaten aus so vielen verschiedenen Kulturen?

Philip: Das ist ziemlich gemischt, vor allem bei den Jungs. Die Mädchen haben sich aber auch alle gut zusammengefunden.

Lina: Und es gab noch nie Probleme zwischen den einzelnen Nationen aufgrund der Kulturunterschiede.

Was glaubt ihr können die Stipendiatinnen und Stipendiaten voneinander lernen? Und was könnt ihr von den Stipendiaten lernen? Was nehmt ihr aus dem PASCH-Jugendkurs mit? Was glaubt ihr nehmen die Stipendiaten mit in ihre Heimatländer?

Philip: Alles. Zum Beispiel lernt man dass die kleinen Dinge, die man normalerweise für ganz selbstverständlich hält, mehr zu schätzen.

Annette: Vielleicht auch insgesamt mehr Toleranz und zwar dadurch, dass man auch die verschiedenen Kulturen kennenlernt und weiß, dass es auch nicht überall so ist, wie wir das kennen.

Lina: Ja und ich denke auch das Miteinander.

Hat euch irgendetwas besonders überrascht oder beeindruckt? Was war ein ganz besonderer Moment hier im PASCH-Jugendkurs?

Philip: Ich habe mich mit einem Jungen aus Kamerun unterhalten und er meinte dann, dass es bei ihm zuhause schon um sechs Uhr dunkel wird. Ich selbst komme aus Schweden, dort geht die Sonne erst um zwölf Uhr unter und das ist schon ein extremer Unterschied!

Annette: Am Ende des letzten Jugendkurses, bei der Verabschiedung, war ich überrascht wie gut man sich in der Zeit kennengelernt hat. Wir waren dann auch alle am Weinen, weil man so gute Freunde gefunden hat und ich habe jetzt immer noch Kontakt zu ihnen habe. Das ist schon toll!

Lina: So spontan fällt mir jetzt der allererste Moment ein. Ich sollte eine Person auf ihr Zimmer bringen und die erste Frage, die sie mir dann gestellt hat war, in welche Richtung denn Mekka sei. Dann war ich im ersten Moment überrascht. Ich habe gemerkt, dass da jetzt zwei total verschiedene Kulturen aufeinander prallen. Allgemein hatten wir manchmal sehr interessante Gespräche!