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18. Januar 2018, Senegal: Hands up, wake up, start up!

Hohe Konzentration bei den Teambuildingchallenges
So lautete das Motto des ersten der drei Workshops des Projekts „Start Up“, der in Kaolack im Senegal stattfand. Dabei waren die drei senegalesischen PASCH-Schulen und die deutsche Partnerschule aus Osterode.


Eine Workshopwoche, zwei Länder, vier Schulen, 27 Schülerinnen und Schüler sowie 35 Grad Außentemperatur. Das sind die Eckdaten der ersten senegalesischen Start-up-Workshoprunde, die Anfang Dezember im heißen Kaolack stattfand.

Grundlagen des Start-up-Business

Die senegalesisch-deutschen Start-Up-Teams

Für die Schülerinnen und Schüler drehte sich in den fünf Tagen alles darum, sich Schritt für Schritt ihrem eigenen Businessplan anzunähern und gemeinsam die Welt der Jungunternehmer kennenzulernen. Die Schülerinnen und Schüler lernten, was es braucht, um aus ihrer eigenen innovativen Idee ein erfolgreiches Start-up-Unternehmen zu entwickeln.

Potenzielle Kunden wurden analysiert, Prototypen designt und mögliche Finanzierungsmöglichkeiten diskutiert, bis die Köpfe rauchten. Teambuildingaufgaben schweißten die neun Start-up-Teams noch näher zusammen. Beim Bauen von Marshmallow-Türmen und beim Wettbewerb um den schönsten Papierkoffer war die Kreativität aller gefördert.

Erfolgreiche Start-up-Unternehmer kennenlernen

Im Start-Up-Unternehmen von Bassiou

Aber es blieb nicht nur bei der Theorie im Seminarraum. „Wenn ich die Wahl hätte zwischen Afrika und Europa, würde ich immer Afrika wählen. Hier leben meine Freunde, hier ist meine Heimat!“, so Bassirou. Ihm gehört ein Start-up-Unternehmen am Rande von Kaolack. Bevor er sich mit seinem eigenen Projekt selbstständig machte, hat er jahrelang in Frankreich als Übersetzer gearbeitet. Nun ist er in seine Heimat zurückgekehrt und betreibt ökologische Hühner- und Mangozucht. Getreu des Mottos „Hands up, wake up, start up!“ zeigte Bassirou den Schülerinnen und Schülern, Möglichkeiten zu erkennen und sinnvoll zu nutzen.

Senegalesische Kultur kennenlernen

Nicht nur bei der gemeinsamen Workshoparbeit, sondern auch kulinarisch, tauchten die deutschen Schülerinnen und Schüler in die Kultur ihrer senegalesischen Partnerschule ein. Zum Mittagessen versammelten sich alle Teilnehmenden um große Platten mit senegalesischen Gerichten im Lehrerzimmer des PASCH-Gymnasiums Valdiodio Ndiaye.
 
In der nahegelegenen Grundschule Sam 2 trafen die Lernenden auf die Start-up-Unternehmer von morgen. Bald schon war der Funken übergesprungen und die Kinder ein Teil der deutsch-senegalesischen Brücke geworden.

Auch die Grundschule Sam 2 wurde besucht

Gemeinsam verbrachten die 27 Teilnehmenden nicht nur die Arbeitsphasen miteinander. Es wurde zusammen gelacht, gespielt und sich ausgetauscht. Freundschaften wurden geschlossen, sodass der Abschied hier und da doch nicht so leicht fiel.
 
„Das waren die coolsten Tage meines Lebens. Ich wäre gern noch geblieben und komme in jedem Fall wieder nach Senegal!“, so Lea Ostermeier, Schülerin der deutschen Partnerschule.

Dieser Wunsch wird auch schon bald Wirklichkeit, denn es bleibt ja nicht bei einem Workshop. Schon im März geht „Start Up“ im Senegal in die zweite Runde. Bis dahin kann noch kräftig an den Business-Plänen gefeilt werden. Im März geht es dann darum, die Geschäftsideen vor potenziellen Kunden und Investoren überzeugend zu präsentieren. Somit kann sich schon auf eine baldige Fortsetzung gefreut werden! 

Marie Armbrecht
kulturweit-Freiwillige am Goethe-Institut Senegal


Janvier 2018
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