Mein erstes Jahr in Deutschland – DAAD-Stipendiaten berichten

Einleitung

Elizabeth, Giorgi, Juan Pablo und Nayera haben PASCH-Schulen besucht und studieren mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Deutschland. Auf PASCH-net erzählen sie von ihren Erfahrungen im ersten Studienjahr.

Ein Jahr lang hat PASCH-net die vier Studierenden begleitet. Mit Neugier, Freude und ein bisschen Nervosität beginnen sie das Studium in Deutschland. Sie gewähren Einblicke in das Studierendenleben und ihr erfahrt, wie sie wohnen, wo sie lernen und essen. Es geht auch um das Thema Freundschaften an der Uni und wie die vier ihre Freizeit verbringen. Die vier verraten euch den Lieblingsort in ihrer Unistadt und welche besondere Entdeckung sie in Deutschland gemacht haben. Schwierige Situationen in ihrem ersten Studienjahr – vor allem Heimweh – haben sie alle gemeistert. Besonders genossen haben sie die Advents- und Weihnachtszeit und ziehen alle am Ende des ersten Jahres ein positives Resümee.

Nayera

1/12 Meine Erwartungen an das erste Jahr

Nayera

Ich heiße Nayera Salama und komme aus Ägypten. Ich studiere Technik- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität München. In meinem ersten Jahr werde ich bestimmt immer viel zu tun haben und sehr beschäftigt sein. Das hoffe ich sogar sehr. Denn dann vermisse ich meine Familie nicht so sehr und bekomme kein Heimweh. Heimweh ist das Einzige, wovor ich etwas Angst habe. Dieses Gefühl mag ich gar nicht. Immer beschäftigt zu sein, hilft gut dagegen.

Ich habe mir auch schon das Programm vom Hochschulsport an meiner Universität angesehen. Sport war mir schon immer wichtig. Es ist toll, dass ich auch während des Studiums viel Sport treiben kann.

Außerdem freue mich darauf, bald Praktika zu machen, denn da lernt man besonders viel – viel mehr, als wenn man nur in der Vorlesung sitzt. Ich habe schon als Schülerin ein Praktikum in einer Werbeagentur gemacht. Das war ein richtiges Abenteuer. Nach dem Studium kann man zum Beispiel in einem Unternehmen arbeiten.

Juan Pablo

Juan Pablo © PASCH-net/Katja Hanke

Mein Name ist Juan Pablo Fernandez. Ich komme aus Guatemala und studiere jetzt Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar. Mein erstes Jahr wird sehr stressig werden, ich werde viel lernen müssen. Denn im ersten Jahr lernen wir, wie man Modelle baut und entwickeln unsere zeichnerischen Fähigkeiten.
Die Bauhaus-Universität ist weltbekannt und wird mir eine hervorragende Studienqualität bieten. Es kommen viele internationale Studenten an diese Universität, denn es gibt auch Studiengänge auf Englisch. Meiner ist aber auf Deutsch.

Am meisten freue ich mich darauf, bald mit den Computerprogrammen für Architektur zu arbeiten. Ich habe sie noch nie benutzt. Das wird sehr spannend. Etwas Angst habe ich vor den Hausarbeiten. Beim Schreiben bin ich mir manchmal unsicher und befürchte, dass ich zu viele Grammatikfehler mache. Aber ich weiß auch: Mein Deutsch wird immer besser, je länger ich hier bin.

Elizabeth

Elisabeth Tong aus Singapur © PASCH-net/Katja Hanke

Ich heiße Elizabeth Tong, komme aus Singapur und studiere Medizin in Heidelberg. Ich habe eine große Leidenschaft für dieses Fach. Es komplett auf Deutsch zu studieren, wird eine ganz neue Erfahrung für mich. Aber nicht nur das: Ich werde an der deutschen Universität auch einen ganz neuen Stil des Unterrichtens kennenlernen.

In meinem ersten Jahr wird sich mein Deutsch auf alle Fälle sehr verbessern. Ich freue mich schon darauf, dass es bald so gut ist, dass ich eine Vorlesung ohne Schwierigkeiten verstehen kann. Medizin ist ein schwieriges Fach. Man muss viel lernen und hat wenig Zeit. Davor habe ich ein wenig Angst. Ich weiß ja noch nicht, wie viel und wie tiefgründig ich lernen muss. Außerdem bin ich mir sicher, dass ich in meinem ersten Jahr viele neue Freunde aus verschiedenen Ländern finden werde.

Giorgi

Giorgi © PASCH-net/Katja Hanke

Ich bin Giorgi Modzgvrishvili aus Georgien. Jetzt wohne ich in Berlin und besuche an der Freien Universität ein Jahr lang das Studienkolleg, um mich auf mein Studium vorzubereiten. Danach studiere ich Informatik. Im Studienkolleg haben wir Fächer wie Mathematik, Physik, Chemie, natürlich viel Deutsch und auch schon zwei Mal pro Woche Informatik. Ich hatte noch nie Informatikunterricht. An meiner Schule gab es so etwas nicht. Die Grundlagen habe ich mir selbst beigebracht – mit einem deutschen Kursbuch. Ich bin sehr glücklich, mein Traumfach studieren zu können.

Was ich von meinem ersten Jahr in Deutschland erwarte? Es wird mich auf jeden Fall erwachsener machen. Ich werde viele praktische Erfahrungen sammeln und auf einem hohen akademischen Niveau viel lernen.

Hier wohne ich-Giorgi

2/12 Hier wohne ich

Giorgi

Meine Wohnung in Berlin liegt zwar etwas ​abseits, im Stadtteil Hohenschönhausen, aber ich fühle mich darin sehr wohl und habe mich schon gut eingerichtet. Der Weg bis zu meinem Einzug war sehr ​steinig, denn als Student ist die Wohnungssuche in Berlin nicht einfach.

Ich lebe mit meiner Freundin zusammen, aber oft kommen mich auch Freunde aus dem Studienkolleg besuchen. Ich freue mich darüber, dass ich genug Platz habe, andere einzuladen und dass ich mein Bad und meine Küche nicht mit vielen Menschen teilen muss.

Unser Gebäude hat keinen Aufzug und fünf Stockwerke – wir leben im obersten. Die Wohnung ist sehr geräumig und hell. Unsere Möbel sind keineswegs Designerware aber wirklich gemütlich. Sie tragen dazu bei, dass ich mich hier zu Hause fühle. Meine Wohnung gefällt mir ausgesprochen gut, sodass ich nicht so schnell wieder ausziehen möchte. Berlin ist eine sehr vielseitige und oft auch stressige Stadt. Mit meiner Wohnung habe ich einen guten Zufluchtsort gefunden.

Juan Pablo

Zimmer im Studentenwohnheim © privat

Ich wohne in einem Studentenwohnheim am südlichen Stadtrand Weimars. Die Universität ist zu Fuß nur 20 Minuten entfernt. Ich habe ein Einzelzimmer mit einer kleinen Küche und einem Bad. Das Gebäude ist im Sommersemester komplett saniert worden. Ich habe auch schon einige andere Bewohner kennengelernt, da ich aber nicht viel Zeit in der Wohnung verbringe, ist es ein bisschen schwierig, etwas mit ihnen zu unternehmen.

Ich komme meistens nur zum Schlafen in die Wohnung, weil es mir lieber ist, in einem Arbeitsraum an der Universität an meinen Projekten zu arbeiten – auch an Wochenenden. Dort kann ich die Aufgaben mit meinen Kommilitonen diskutieren und Feedback bekommen.

Seit ein paar Tagen überlege ich, ob ich für mein Zimmer noch einen Sessel kaufe. Als Sitzgelegenheit habe ich nur meinen Schreibtischstuhl, der nach einigen Stunden Arbeit nicht sehr bequem ist. Meine Küche ist auch noch nicht komplett ​ausgestattet, aber momentan habe ich alles was ich brauche. Mittags esse ich sowieso immer in der Mensa. Abschließend kann ich sagen, dass mir mein neues Zuhause gefällt.

Nayera

Zimmer im Wohnheim © privat

Ich wohne in einem privaten Wohnheim in einem kleinen Apartment mit eigenem Bad und einer Küchenzeile. Ich wohne allein, jedoch leben einige Freunde von mir im selben Wohnheim, was uns die Möglichkeit gibt, an verschiedenen Tagen miteinander zu essen oder einen schönen Abend zusammen zu verbringen.

Mein Zimmer ist in drei Bereiche aufgeteilt. Wenn man reinkommt, findet man auf der linken Seite die Küchenzeile mit zwei Herdplatten, einer Spüle und einem Kühlschrank, der genau gegenüber einem Esstisch mit Stuhl steht. Der zweite Bereich ist das Bad, das alle notwendigen Bestandteile enthält. Dann ist da noch das Schlafzimmer. Es hat ein bequemes Bett mit Stauraum darunter und gleich daneben ist mein Schreibtisch. Außerdem gibt es noch den Kleiderschrank und meinen kleinen Balkon. Ich fühle mich in diesem Zimmer wirklich sehr wohl und freue mich immer, nach Hause zu kommen.

Elizabeth

Gebaeude in Heidelberg © privat

Ich wohne in der Nähe vom Heidelberger Hauptbahnhof, im Stadtviertel Bahnstadt. Das ist ein aufstrebender Stadtteil in Heidelberg, weil es dort viele wissenschaftliche Forschungsinstitute und viele Freizeiteinrichtungen gibt.

Weil ich ein Einzelapartment gemietet habe, genieße ich die Freiheit, meine eigene Küche und mein eigenes Bad zu haben. Von meinem Fenster aus habe ich einen schönen Ausblick auf einen Berg. Wenn ich nicht an der Universität bin, verbringe ich die meiste Zeit in meinem Apartment. Da es ziemlich ruhig ist, kann ich hier gut lernen. Außerdem koche ich gern in meiner Küche und experimentiere mit neuen Zutaten und Geschmacksrichtungen. Regelmäßig gehe ich in den Fitness-Raum im Erdgeschoss, wo ich ​ungeachtet des Wetters trainieren kann. Außerdem gibt es ein Beachvolleyball-Feld, einen Kinderspielplatz und eine Dachterrasse, wo man sich entspannen kann.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meinem Apartment. Deswegen werde ich die Wohnungen hier Menschen empfehlen, die etwas ruhiger wohnen möchten.

Beratungsstelle

3/12 Hilfe und Beratung

Elizabeth

Wenn internationale Studierende an der Universität Heidelberg oder Studieninteressierte Fragen zum Studium haben, sollten sie das Dezernat Internationale Beziehungen besuchen oder kontaktieren. Es befindet sich in der Seminarstraße 2 in der Heidelberger Altstadt.

Im Raum 033 ist das Serviceportal Internationale Studierende. Die Studierenden bekommen hier Hilfe bei administrativen Fragen wie der Immatrikulation, Exmatrikulation und dem Studiengangwechsel. Außerdem kann man hier Broschüren über das Studium und über studentische Aktivitäten in Heidelberg finden. Internationale Studierende können auch an einem Buddy-Programm teilnehmen und so deutsche Studierende aus höheren Semestern kennenlernen, die sie bei verschiedenen Dingen beraten und unterstützen können.

Meiner Meinung nach findet man die beste Art von Hilfe aber bei Kommilitonen. Zum Glück habe ich einige Kommilitonen aus Singapur kennengelernt, die in höheren Semestern  Medizin studieren. Sie können mich besser beraten, denn sie haben ja die gleichen Probleme erlebt. Sie haben mir zum Beispiel dabei geholfen, mein Visum zu beantragen und mich beim Bürgeramt anzumelden. Außerdem haben sie mir Tipps gegeben, worauf ich bei der Prüfungsvorbereitung achten muss.

Nayera

Die Beratungsstelle der TU München. © privat

Die Bewerbung an der Technischen Universität München (TUM) ist vom Prozess her leichter und schneller als bei anderen Universitäten. Man kann alle Dokumente online hochladen. Um mich vollständig ​immatrikulieren zu können, fehlte aber als letzter Schritt noch der Krankenversicherungsnachweis. Den hatte ich noch nicht gehabt. Ich habe ihn dann im Studenten-Service-Zentrum abgegeben und sofort meine Immatrikulationsbescheinigung bekommen.

Die freundliche Mitarbeiterin dort hat mir auch erklärt, dass ich mich zu diesem Zeitpunkt schon für Kurse anmelden konnte, wie beispielsweise für den Vorkurs Mathe. Die Beratung im Studenten-Service-Zentrum öffnete mehrere Türen für mich, denn dort wurde mir auch geraten, mich beim TUMonline Portal sowie auf der Homepage meiner Fakultät anzumelden. Das habe ich getan und dort viele Informationen gefunden: zum Hochschulsport, zu Kursen, Workshops und verschiedenen Veranstaltungen sowie zu Fristen und Semesterplänen. Die Online-Seiten halfen mir sehr, so dass ich keine weitere Hilfe brauchte.

Außerdem wurden wir über Angebote informiert, die uns bei unserem Studium ​unterstützen und die wir jeder Zeit ​in Anspruch nehmen können, wie beispielsweise die Studienberatung, die Fachschaft TUM School of Management (TUM-SOM) oder das Buddy-Programm.

Giorgi

Die Beratungsstelle an der FU Berlin © privat


Die Beratung an der Freien Universität Berlin ist ausgesprochen gut. In den seltenen Fällen, in denen mir meine Freunde und Lehrer nicht weiterhelfen konnten, fand ich immer den richtigen Ansprechpartner. Zuerst ist es hilfreich, wenn man auf der Website der Universität nachsieht, ob es eine spezielle Abteilung für das Problem gibt. Beispielsweise war ich in Bezug auf die Verlängerung meines Visums ratlos darüber, wie ich einen Termin bei der Berliner Ausländerbehörde bekommen könnte, da auf der Webseite monatelang keiner verfügbar war. Auf der Website der Freien Universität erfuhr ich dann, dass es einen eigenen Pass-Service gibt, der die Verlängerung der Aufenthaltsberechtigung für alle internationalen Studierenden übernimmt. Ein sehr freundlicher Mann im Studierenden-Service-Center nahm alle meine Dokumente entgegen und erklärte mir den Vorgang. Pünktlich und ​reibungslos bekam ich dann meinen Reisepass zurück und war sehr erleichtert.

Auch zum Semesterbeitrag hatte ich Fragen, da ich als Stipendiat eine Ausnahme darstellte. Auch diese Fragen wurden mir ebenso kompentent beantwortet. Die Freie Universität mag zwar als Massenuni auf den ersten Blick nicht so hilfsbereit und einladend wirken, durch die vielen Studenten gibt es aber zahlreiche Angebote und Berater für die unterschiedlichsten Fälle.

Juan Pablo


Bevor ich in Deutschland ankam, hatte ich bereits die Gelegenheit, Fragen über eine E-Mail-Adresse der Universität zu stellen. Die habe ich auf der Internetseite der Uni unter ,,Kontakt’’ gefunden. So konnte ich Fragen bezüglich der Immatrikulation stellen.

Über die Internetseite habe ich auch erfahren, dass zwei Informationsveranstaltungen vor dem Studienbeginn stattfinden würden. Die erste war der International Welcome Service, der zwei Wochen vor Studienbeginn stattfand. Hier konnte ich alle möglichen Fragen rund um das Studium und das studentische Wohnen stellen und mich sogar beim Einwohnermeldeamt anmelden. Die Woche darauf habe ich an der Einführungswoche teilgenommen, während der ich viel über die Veranstaltungen, Leistungspunkte, über studentische Initiativen und mehr erfahren habe. In diesen Tagen wurde mir sogar ein Master-Student als Tutor zugeordnet, der alle wichtigen Vorgänge, wie zum Beispiel den Antrag für den Studentenausweis-Antrag, ausführlich erklärt hat.

Wenn mir heute etwas nicht klar ist, gehe ich als Erstes auf die Internetseite der Uni und suche die entsprechenden Ansprechpartner und ihre E-Mail-Adresse. Denn die meisten Unklarheiten können mit einer E-Mail abgeklärt werden. Ansonsten sind das Campus.Office, wo Studienberater zu finden sind, das Sekretariat der Fakultät und das Prüfungsamt immer für die Studenten da.

Lernort von Giorgi

4/12 Hier lerne ich gern

Giorgi

Das Gebäude des Studienkollegs der Freien Universität Berlin ist ​ausgezeichnet dazu geeignet, produktiv zu lernen. Die hellen und gemütlich ​ausgestatteten Klassenzimmer motivieren mich, im Unterricht aktiv zu sein, mich zu konzentrieren und den Dozenten zuzuhören. 

Da ich mich mit dem Technikkurs des Studienkollegs auf die Universität vorbereite, ähnelt der Lernalltag im Kolleg dem schulischen, wobei das Niveau unseres Unterrichts doch etwas höher ist. Das heißt aber trotzdem, dass alle Unterrichtsstunden im selben Klassenzimmer stattfinden, das schon mein zweites Zuhause geworden ist. 

Für eine ​abwechslungsreichere Umgebung beim Lernen besuche ich auch gern die Bibliothek auf unserem Campus. Die ruhige Atmosphäre und die Möglichkeit, sich ​störungsfrei mit den Inhalten auseinandersetzen, erleichtern mir das Lernen und ich bin dort produktiver. Daher stellt das Studienkolleg mitsamt der anderen Gebäude der Universität für mich einen sehr positiven Lernraum dar.

Juan Pablo

Lernort von Juan © Bauhaus-Universität Weimar, Foto: Nathalie Mohadjer

In den letzten zwei Monaten habe ich mich für die Prüfungsphase hier in Weimar vorbereitet. Mein Ziel war es jeden Tag mindestens eine Übungsaufgabe zu machen, denn ich wusste, dass ich mich später mit dem Hauptprojekt des Semesters beschäftigen würde. 

Als Erstes wollte ich die Übungen zu Hause machen, denn ich dachte dort würde ich Ruhe haben und mehr lernen. Jedoch habe ich mich letztendlich dagegen entschieden. Eine Lerngruppe mit meinen Kommilitonen hat sich spontan gebildet, und ich habe sofort gemerkt, dass ich in der Gruppe viel konzentrierter und motivierter war. 

Als Lernort haben wir immer den Seminarraum verwendet, denn wir haben meistens parallel an unseren Projekten gearbeitet. Dort hat jeder Platz für sich gehabt, egal wie groß die Gruppe war. Ich fand es toll, als Gruppe an einem Ort lernen zu können, wo man auch laut sein kann, denn ​letztendlich haben wir auch viel diskutiert. In der Bibliothek wäre das zum Beispiel schwierig gewesen. 

Nayera

Lernort von Nayera © privat

Ich bin eine Person, die ihren Lieblingsort zum Lernen ​ständig wechselt, um verschiedene Atmosphären zu haben. Am Anfang des ersten Semesters wurde mir natürlich als Erstes die Bibliothek gezeigt und für das Lernen vorgeschlagen. Und dort begann meine Lernreise. 

Die Bibliothek an der TU München (TUM) besteht aus drei Etagen, die komplett mit Bücherregalen, Tischen und Stühlen vollgestellt sind. Ich habe dort viele Stunden verbracht und habe demzufolge auch alle Etagen gesehen. Auf jeder habe ich mindestens ein Mal gesessen. Am schönsten fand ich die Lernräume in der dritten Etage, da man dort gut mit Freunden zusammen lernen und einander helfen kann, ohne andere Kommilitonen zu stören. 

Danach ging es für mich in die Lernräume meiner Fakultät, der Wirtschaftswissenschaften. Dort habe ich nicht viel Zeit verbracht, da es meistens sehr voll war und mir die Atmosphäre nicht wirklich gefallen hat. 
Danach kam das Audimax ​ins Spiel. Das ist der größte Hörsaal an der TUM. Dort finden alle meine Vorlesungen statt. Dieser Raum eignet sich sowohl für Vorlesungen als auch fürs Lernen. Er hat eine obere Etage, die meistens leer ist und wo man produktiv und konzentriert lernen kann. Außerdem gibt es noch das StuCafé. Das ist ein Café́ an der Universität, wo man essen und trinken, Freunde treffen aber auch lernen kann. 

Elizabeth

Lernort von Elizabeth © privat

Alle meine Vorlesungen im ersten Semester finden im Hörsaal 1 statt. Er ist der größte Hörsaal im Theoretikum-Gebäude, wo vorklinische Studierende ihre Vorlesungen haben. 

Vor dem Hörsaal befinden sich auch Schreibtische, die durch Trennwände voneinander abgetrennt sind. Aus diesem Grund sind sie einer meiner Lieblingsorte zum Lernen, weil ich nicht abgelenkt sein werde. Außerdem macht sie die Nähe zum Hörsaal zu einem sehr praktischen Lernort vor und nach den Vorlesungen. 

Wir dürfen auch in den Seminarräumen lernen, wenn sie ​unbesetzt sind. Manche Anatomie-Seminarräume sind sehr gut ​ausgestattet, da dort auch relevante Lehrbücher und Modelle zur Verfügung stehen

Zwei beliebte Bibliotheken für Studierende an meiner Fakultät sind im Neuenheimer Feld und in der Altstadt. Die Bibliothek im Neuenheimer Feld ist zwar kleiner als die in der Altstadt, aber enthält eine größere Vielfalt von Modellen von anatomischen Strukturen, die notwendig sind, um wichtige Strukturen zu kennen und identifizieren. Ich lerne aber lieber in der Altstadt-Bibliothek: Sie ist sehr modern, gemütlich und enthält auch eine ganze Sammlung von Büchern. 

Wenn jemand einen Ort mit einer freundlichen und entspannten Atmosphäre haben möchte, würde ich ihm empfehlen, ins Café Botanik zu gehen. Dort kann man in Gruppen über Projekte oder Vorlesungen diskutieren oder einen Kaffee trinken, während man selbst lernt. 

Weg im englischen Garten

5/12 Das mache ich in meiner Freizeit

Nayera

Freizeit hat man als Student meistens am Anfang des Semesters, da später im Semester die Klausurphase beginnt. Diese Zeit genieße ich auf verschiedene Art und Weise. Ich gehe zum Beispiel gern spazieren. München ist eine ​atemberaubende Stadt, die man durch Spaziergänge im Englischen Garten, in der Umgebung meiner Universität (TUM) oder um den Marienplatz am besten entdecken kann. Es ist auch hilfreich, um einfach mal eine Pause zu machen, an nichts zu denken und meinem Kreislauf auch etwas Gutes zu tun, um später dann wieder voller Energie ​produktiv arbeiten zu können.

Auch das Shoppen ist eine meiner liebsten Aktivitäten, die ich häufig mache. Auch das kann man gut um den Marienplatz. Dort sind verschiedene Geschäfte und Läden, die immer wieder ihr Sortiment ändern.

Auch meine Freunde sind ein großer Teil meiner Freizeit. Mit ihnen verbringe ich immer eine sehr schöne Zeit, egal ob wir einfach in einem Café sitzen oder beispielsweise ​Bowlen gehen. Und weil man das Wetter nicht nach Lust und Laune regulieren kann, muss man die Freizeit manchmal einfach zu Hause verbringen. In diesem Fall backe ich sehr gern, zum Beispiel Cookies oder Brownies, die ich dann mit meinen Freunden, die in meinem Wohnheim wohnen, teile.

Giorgi

Auto-Ausstellung © privat

Meine größte Leidenschaft, die ich in der Freizeit ausübe, ist die Musik. Ich spiele Gitarre und singe. Das kommt wegen des stressigen Alltags im Studienkolleg aber leider immer seltener vor. Trotzdem versuche ich, so oft wie möglich Konzerte zu besuchen, die dann wahre Höhepunkte für mich sind.

Am Wochenende besuche ich ab und zu ein Museum zum Thema Technik, Kultur oder Naturkunde; besonders Ausstellungen zum Thema Informatik und die Entwicklung von Technologien interessieren mich sehr. Berlin bietet mir die besondere Möglichkeit, Gemälde oder historische Artefakte zu besichtigen, die ich nur aus Schulbüchern kenne. Ich konnte vorher nicht einmal davon träumen, zum Beispiel den Ägyptisch-Hethitischen Friedensvertrag zu sehen, einen der ersten überlieferten Friedensverträge der ​menschlichen Zivilisation. Im Februar bin ich mit Freunden zum Schloss Sanssouci in Potsdam gefahren und bekam dort einen wunderschönen Einblick in das 18. Jahrhundert.

Meine Freizeit spielt sich hauptsächlich zu Hause ab, zum Beispiel, wenn ich mir nach dem Lernen Filme ansehe oder etwas Ausgefallenes koche. Kochen entspannt mich sehr und ich nehme mir viel Zeit dafür. Außerdem probiere ich gerne verschiedene Restaurants aus und erfahre mehr über die Küche anderer Nationen. Sobald die Prüfungen vorbei sind, freue ich mich auf die Chance, regelmäßig Sport zu treiben und Gesangsunterricht zu nehmen. Doch bis dahin hat Freizeit in meinem Leben eine eher untergeordnete Stellung.

Elizabeth

Sportraum © privat

Es gibt viele Aktivitäten, an denen ich teilnehme, wenn ich Freizeit habe. Ich renne regelmäßig auf dem Laufband im Fitness-Raum meiner Nachbarschaft, um nicht nur fit zu bleiben, sondern auch Stress vom Studium ​abzubauen. Der Fitness-Raum ist sehr gut ​ausgestattet und man hat die Möglichkeit unterschiedliche Trainingsgeräte zu benutzen.

Außerdem habe ich eine große  Leidenschaft für Musik. Ich spiele oft meine ​Bratsche, um mich zu entspannen. Vor kurzem war ich sehr glücklich, dass ich zu einem Chorkonzert in der Altstadt von Heidelberg gehen konnte. Die Musik und der Gesang waren sehr beeindruckend und sie haben mir sehr gut gefallen.

Darüber hinaus nutze ich die Ferien, um neue Orte zu entdecken. Weil ich die große Chance habe, in Deutschland zu studieren, möchte ich auch andere Städte besuchen und kennenlernen. Zum Beispiel bin ich vor kurzem mit einer Freundin nach Frankfurt am Main und Mainz gefahren. Weil es in Frankfurt viel geschneit hatte, haben wir zusammen einen Schneemann gebaut. Frankfurt ist eine Großstadt und Mainz sieht wegen seiner romantischen Architektur wie Heidelberg aus. Wenn ich Freizeit habe, fahre ich manchmal auch nach Mannheim, einer großen Stadt in der Nähe von Heidelberg. Dort ist es nicht schwierig, gutes ​asiatisches Essen zu finden. Hoffentlich habe ich im kommenden Semester Zeit auch noch weitere Städte zu besichtigen.

Juan Pablo

Juan Pablo kocht © privat

Im ersten Semester meines Studiums hatte ich viel zu tun und die Aufgaben waren so ​umfangreich, dass ich die meisten Nachmittage und Wochenenden an der Uni bleiben musste. Ab und zu hatte ich aber auch ein bisschen Freizeit, in der ich Sachen mit Kommilitoninnen und Kommilitonen unternommen oder Sport getrieben habe.

Für mich und meine Kommilitoninnen und Kommilitonen bedeutete Freizeit fast immer ein Spieleabend. Wir haben uns bei einer Person getroffen, und jeder hat  ​etwas zum Knabbern oder zum Trinken mitgebracht. Stundenlang haben wir Karten gespielt. Manchmal haben wir auch Filme wie Forrest Gump oder Harry Potter geschaut. Oft haben wir auch etwas gekocht oder sind essen gegangen. Egal ob selbstgemachte Pizza bei Freunden oder beim Italiener, wir hatten immer viel Spaß.

Außerdem habe ich mich für ​Ultimate Frisbee beim Universitätssportzentrum angemeldet. Das heißt, dass ich jeden Donnerstag versucht habe, zwei Stunden Sport mit anderen Studentinnen und Studenten zu treiben, um den Stress des Studiums zu vergessen und frische Luft zu kriegen. Ich habe „versucht“ geschrieben, denn ​mehrmals habe ich es zeitlich wegen meiner Projekte nicht geschafft. Zweimal habe ich es sogar komplett vergessen, da ich so konzentriert an meinen Aufgaben gearbeitet habe und nicht mehr wusste, welcher Tag war – was ich jetzt sehr lustig finde. Trotzdem war ich meistens dabei. Es hat viel Spaß gemacht, ein paar Stunden den Alltag zu vergessen und mit Studenten verschiedener Fakultäten Sport zu treiben.

Giorgis Freunde

6/12 Freundschaften im Studium

Giorgi

Das Studienkolleg an der FU Berlin ist der beste Ort, um ​Freundschaften zu schließen. Der schulische Alltag und die vielen im Klassenzimmer zusammen verbrachten Stunden schaffen eine ​ausgezeichnete Grundlage dafür, andere Studenten näher kennnenzulernen und sich mit ihnen anzufreunden. Schon in der ersten Woche im Studienkolleg konnte ich wunderbare und hilfsbereite Leute treffen, mit denen ich durch die Zusammenarbeit im Kolleg und bei Freizeitaktivitäten feste Freundschaften schließen konnte.

Nette Menschen an meiner Seite zu haben, hat meinen ​anstrengenden Alltag im Studienkolleg deutlich ​erleichtert. Meine Freunde sind stets bereit dafür, mir bei der Überwindung der Schwierigkeiten zu helfen: seien es Verständnisfragen oder andere Angelegenheiten wie zum Beispiel die Anmeldung beim Bürgeramt. Obwohl wir alle kaum Freizeit haben, schaffen wir es trotzdem, manchmal außerhalb des Kollegs zusammen schöne Sachen zu unternehmen. Da das Wetter in Berlin zurzeit relativ schön ist, verpassen wir keine Gelegenheit und gehen oft grillen. Durch solche Unternehmungen lernen wir die Persönlichkeiten voneinander außerhalb des Unialltags besser kennen. Wir versuchen, die Momente in unserer Studienzeit, an die wir uns später erinnern werden, zu genießen.

Juan Pablo

Juans Freunde © Bauhaus-Universität Weimar, Foto: Nathalie Mohadjer

Als ich in Deutschland angekommen bin, dachte ich, dass ich aufgrund der Sprache und vor allem der Kultur meine Zeit wahrscheinlich fast nur mit Lateinamerikanern verbringen würde. Jedoch war es in der Realität komplett anders, als ich erwartet hatte. Schon in meiner ersten Woche, als ich einige Tage in einem Hostel übernachten musste, habe ich eine Russin und einen Spanier, beide auch Studenten, kennengelernt. Mit dem Spanier habe ich mich so gut verstanden – und nicht nur wegen der Sprache –, dass wir sogar zusammen im Hostel gekocht und Kontaktdaten getauscht haben. Wir sehen uns jetzt noch oft an der Uni.

Jedoch war es erst, als die Uni begann, dass ich gemerkt habe, wie international mein Freundeskreis hier in Weimar sein würde. Ich bin nämlich der einzige Latino im ersten Studienjahr des Studiengangs, was mich natürlich in Kontakt mit anderen Kulturen und Sprachen bringt. Die meisten meiner Freunde sind Deutsche. Zu meinen Freunden gehören auch noch ein Chinese, zwei Syrer und ein Kommilitone aus der Tschechischen Republik.

Mit dieser Gruppe nutzen wir jede Gelegenheit, ins Kino zu gehen, Eis zu essen, was zu kochen, Karten zu spielen und Spaziergänge zu unternehmen. Wir stellen uns ​ständig gegenseitig Fragen über unsere Kulturen und versuchen die Handlungen oder Meinungen der anderen zu verstehen. Heute kann ich sagen, dass ich richtig gute und vor allem unerwartete Freundschaften an der Uni geschlossen habe. Sie erleichtern den Druck des Studiums und machen mein Leben im Ausland genial.

Nayera

Nayeras Freunde © privat

An der TUM kann man ​zahlreiche neue Leute kennenlernen, mit denen man die Studienzeit genießen kann. Meine Uni gibt allen Erstsemestlern die Gelegenheit, ihre Kommilitonen in verschiedenen Veranstaltungen wie einer kleinen Stadtrallye, in Vorkursen oder an Welcome-Days kennenzulernen.

Die erste Veranstaltung, an der ich teilgenommen habe, war der Mathe-Vorkurs, in dem ich Layla und Markus kennengelernt habe. Danach gab es die Stadtrallye, wo man sich mit einer Gruppe zusammensetzt und Quiz-Fragen löst. Wie erwartet habe ich auch hier neue Leute kennengelernt. Zu ihnen zählen Maya, Diona, Luisa und Sina. Diese Stadtrallye war sehr lustig und interessant und hat uns die Möglichkeit gegeben, uns gegenseitig besser kennenzulernen.

Mit dem Beginn der Vorlesungen traf ich noch Dominik und Alex, mit denen Layla, Markus und ich die meiste Zeit des ersten Semesters verbracht haben. Außer sich in der Vorlesung gegenseitig etwas zu erklären oder danach noch etwas zu essen und das Wetter zu genießen, haben wir uns auch mehrmals außerhalb der Uni getroffen. Wir waren bei jemandem zu Hause, sind Bowlen gegangen oder Ähnliches.
Jedoch hat es sich mit dem Beginn des zweiten Semesters ein bisschen geändert, da Layla und Markus nach Straubing umgezogen sind, um dort ihren gewünschten technischen Schwerpunkt zu studieren. Wir haben aber immer noch Kontakt. Mit Freunden ist das Studium auf jeden Fall viel interessanter und ​spannender. Deswegen freue ich mich sehr, alle meine Freunde kennengelernt zu haben.

Elizabeth

Elizabeths Freunde © privat

Ich habe im Laufe des Studienjahres in meinem Kurs gute Freunde kennengelernt. In der Ersti-Woche habe ich drei Freundinnen, die auf dem Foto zu sehen sind, kennengelernt. Oft gehen wir zusammen in die Vorlesungen und danach in die Mensa essen. Vor kurzem waren wir auch bei einer der Freundinnen, um leckere Plätzchen zu backen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass wir einander gut unterstützen können. Zum Beispiel erinnern wir uns gegenseitig an wichtige Veranstaltungen und helfen einander bei Problemen. Wir haben vor, bald zusammen spazieren zu gehen, um das schöne Wetter und die Natur zu genießen. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Jahren noch gute Freundinnen bleiben und eine enge Beziehung haben werden.

Außerdem habe ich andere Singapurer in höheren Semestern getroffen. Sie studieren das gleiche Fach und deswegen können sie mir gute Ratschläge für mein Studium und Leben in einer neuen Stadt geben, zum Beispiel, auf was ich bei den Prüfungen achten muss oder was für Lehrbücher ich benutzen soll. Zudem haben sie mir Heidelberg gezeigt, sodass es für mich einfacher war, mich in der Stadt zu orientieren. Beispielsweise verstehe ich jetzt besser, wie ich meine administrativen Prozesse erledigen soll und wo ich Essen, das so ähnlich wie möglich wie das Essen in Singapur schmeckt, finden kann. Sie sind für mich auch eine Inspiration, da sie über die Jahre ihre Sprachgrenze überwunden haben. Sie ​ermutigen mich immer, wenn ich vom Studium ​überwältigt bin. Hoffentlich werde ich auch eine gute Mentorin für ankommende Studenten aus meiner Heimatstadt.

Insgesamt bin ich zufrieden, dass ich Freunde aus verschiedenen Kulturen und Hintergründen habe. Ich wünsche mir sehr, dass wir auch weiterhin in gutem Kontakt bleiben und einander stützen.

Nayeras Essen

7/12 Hier esse ich

Nayera

Bevor ich nach München gezogen bin, hatte ich mir Sorgen gemacht, was, wo und wie ich essen werde. Ich dachte selber zu kochen wäre unmöglich und schwer. In Ägypten habe ich sehr selten selbst gekocht und hatte deswegen auch sehr wenig Erfahrung. Es stellte sich aber heraus, dass es Mega-Spaβ macht. Es ist wie Experimentieren, jedoch in einer positiven Art und Weise.

Mein Lieblingsort zum Essen ist deshalb einfach zu Hause, wo ich meine eigene kleine Küchenzeile habe. Dort kann ich auf meinem kleinen Balkon meine verschiedenen Gerichte essen und genießen – mit einem schönen Ausblick auf Gartenhäuser, wo die Eigentümer viele Bäumen und Blumen gepflanzt haben. Eigentlich esse ich am meisten auf dem Balkon, weil ich nicht so viel Zeit habe, immer wieder zum Essen auszugehen. Doch alle paar Wochen gehe ich schon auch mit meinen Freunden in ein Restaurant essen.
Ich liebe es, mir einen vitaminreichen Salat mit Hühnchen zu machen oder einfach Reis mit Gemüse. Seit Kurzem mag ich es, mein Essen mit einer Tasse Suppe zu beginnen. Da das Leben einer Studentin immer voll ist, und man nicht so viel Zeit hat, esse ich meistens alleine oder mit meiner Freundin, die gleich nebenan wohnt.

Trotzdem würde ich auf jeden Fall allen empfehlen, sich von Zeit zu Zeit eine Pause zu ​gönnen und ein neues Restaurant oder ein Café zu besuchen, um auch die verschiedenen Kulturen kennenzulernen. Denn es gibt keine bessere Art, eine Stadt beziehungsweise Kultur kennenzulernen als durch ihr Essen.

Elizabeth

Essen bei Elizabeth © privat

Einer meiner Lieblingsorte zum Essen ist die Mensa meiner Universität. Es gibt vier verschiedene Mensen in der Nähe der Universität. Meiner Meinung nach ist die beste und beliebteste die Zeughaus-Mensa, die sich in der Marstallstraße entlang des Neckars in der Heidelberger Altstadt befindet.

Das schöne Gebäude hat eine sehr lange und reiche Geschichte. Es wurde vom Spätmittelalter bis zur Frühe Neuzeit erbaut und hat trotz verschiedener Kriegswirren die Jahrhunderte überstanden. Jetzt ist in einem Teil davon die Zeughaus-Mensa.

Die Mensa ist während der Mahlzeiten zwar voll, aber bietet eine große Auswahl an frischem Essen zu ​günstigen Preisen. Das Essen kann man sich an einem Büfett nehmen und bezahlt dann nach Gewicht. Es gibt viele verschiedene Sorten von Fleisch, Gemüse und Früchten. Deshalb hat die Mensa auch 2010 bei einer deutschlandweiten Umfrage unter Studenten den Titel „Mensa des Jahres“ gewonnen. Wenn ich in diese Mensa gehe, esse ich meistens mit meinen Freundinnen zusammen und bestelle das leckere Hühner- oder Rindfleisch. Ich freue mich sehr, dass ich oft zu dieser bekannten und sehr gut ​bewerteten Mensa gehen kann. Ich würde sie empfehlen, wenn mich Studenten nach einer Mensa mit gutem Essen zu ​vernünftigen Preisen fragen.

Giorgi

Essen bei Giorgi © privat

Obwohl die Mensa auf meinem Campus nicht schlecht ist, esse ich am liebsten zu Hause. Ich habe eine eigene Küche und experimentiere sehr gerne mit Gewürzen und Gerichten anderer Nationen. Wenn ich koche, nehme ich mir dafür sehr viel Zeit. Ich schaffe es auch immer, etwas Leckeres zu kreieren, auch wenn ich nur wenige Zutaten habe. Meine Lieblingsgerichte sind zurzeit indisches Curry, mexikanisches Chili mit verschiedenen Soßen, russische Pelmeni und Pasta Arrabiata. Der Esstisch in meiner Wohnung ist sehr klein, aber ich esse dort trotzdem gern, weil mir die Dekoration und die vielen Gewürze, die ich zur Verfügung habe, gefallen.

An langen Unitagen esse ich auch in der Mensa. Doch, da man nie weiß, ob das Essen dort schmecken wird, gebe ich das Geld lieber im Supermarkt aus. Dann kann ich mir wirklich sicher sein, dass ich die Gerichte gern esse. Außerdem kaufe ich immer sehr ​sparsam ein und bekomme viele Lebensmittel für mein Geld.

In Berlin kann man auch sehr günstig in Restaurants essen, deshalb gehe ich oft und gerne in asiatische Restaurants oder in Fast Food-Läden. Weil ich in Georgien nicht so viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen ausprobieren konnte, freue ich mich, dass ich in Deutschland dazu die Möglichkeit habe.

Juan Pablo

Juans Essen © privat

Als ich mit dem Studium angefangen habe und in meine neue Wohnung gezogen bin, habe ich mir das Ziel gesetzt, kochen zu lernen. In meiner Heimat hatte ich ganz selten ​aufwendige Gerichte gekocht und wollte die Gelegenheit nutzen. In meinen ersten Tagen in Deutschland habe ich sogar neue Rezepte ausprobiert. Aber das wurde während der Vorlesungszeit und zwischen den Entwürfen immer seltener.
Da ich nicht in der Nähe der Uni wohne, ist es schwierig während der Mittagspause nach Hause zu gehen, dort etwas zu kochen und pünktlich bei der nächsten Veranstaltung zu sein. Deswegen ist es praktischer, in der Mensa zu essen. Dort bekomme ich meistens zwischen vier und sechs Hauptspeisen, auch vegetarische, geboten, die für Studenten günstig sind.

Frühstück und Abendessen esse ich meistens in meiner Wohnung. Doch: Wenn ich in der Uni länger an einem Entwurf arbeiten muss, bestellt meine Arbeitsgruppe manchmal etwas zu Essen, oder wir gehen kurz zum Supermarkt, wo wir Brötchen und Obst kaufen.

Allerdings kochen meine Freunde und ich ab und zu bei jemandem zu Hause. Meistens bringt jeder mit, was er noch im Kühlschrank hat und dann machen wir zum Beispiel eine leckere Suppe daraus. Das sind natürlich die Essen, die ich am meisten genieße, da ich etwas Neues ausprobieren und gleichzeitig etwas mit Freunden unternehmen kann.

Juans Schreibtisch

8/12 ​Eine schwierige Situation

Juan Pablo

Im Laufe des ersten Studienjahrs war ich mehrmals in Situationen, in denen ich nicht genau wusste, wie ich unter den Umständen vorgehen sollte. Beispiele dafür sind das Feedback, das ich zu Entwürfen bekomme, und das manchmal die Arbeit von mehreren Wochen verwirft, sowie die eine Mahnung, die ich erhalten habe, weil ich im Studienalltag komplett vergessen habe, dass ich jedes Semester meine Studienbescheinigung im Studierendenwerk nachreichen muss und die technischen Probleme meines Laptops kurz vor einer Abgabe.

Jedoch bin ich gerade in einer noch stressigeren Situation, für die ich aber eine mögliche Lösung gefunden habe. Es geht um die ziemlich wenige Zeit, die ich für das Lernen zwischen den Entwürfen und Projekten übrig habe. Die Prüfungen sind um die Ecke, und der Inhalt ist sehr ​umfangreich. Die größte Herausforderung ist, meine Zeit so effektiv zu steuern, dass ich meine Tagesziele erreichen kann.

Als Lösung haben eine Kommilitonin und ich uns überlegt, mindestens eine Stunde jeden Tag zu reservieren, um zusammen üben zu können, auch an Wochenenden. So möchten wir uns gegenseitig zum Üben motivieren und uns gleichzeitig Druck machen. Bis jetzt haben wir es ziemlich gut geschafft, wobei es immer ein bisschen schwer ist, sich zwischen den Endabgaben, die genauso wichtig sind, Zeit zu nehmen. Im Anschluss versuche ich, auch eine zweite Stunde für die theoretischen Themen zu lassen. Das einzige Problem damit ist, dass ich um die Uhrzeit oft zu müde bin, um Begriffe ​auswendig zu lernen. Trotzdem habe das Gefühl, viel geschafft zu haben, was mich wesentlich beruhigt und motiviert.

Elizabeth

Seerosen © privat

Natürlich war mein erstes Jahr nicht ohne Schwierigkeiten. Aber die schwierigste Situation, an die ich mich gewöhnen musste, ist die Tatsache, dass ich meine Heimat vermisse.
Weil es das erste Mal ist, dass ich so lange so weit weg von Singapur bin, habe ich meine Familie und Freunde sehr vermisst. Zum Glück kann ich mithilfe von sozialen Netzwerken immer mit ihnen in Kontakt bleiben. Ich bin auch zufrieden, dass ich nette Freunde in meinem Kurs kennengelernt habe, mit denen ich mich unterhalten kann.

Darüber hinaus vermisse ich das Essen von zu Hause sehr. Hier gibt es nicht so viele Orte, wo ich ​leckeres und ​günstiges Essen finden kann, das meinem Lieblingsessen zu Hause ähnlich ist. Glücklicherweise habe ich ein paar asiatische Imbissstände und Supermärkte, die ich regelmäßig besuche, gefunden. Ich habe auch Gewürze und Fertiggerichte aus Singapur mitgebracht, um ein Heimatgefühl zu haben.

Außerdem war ich am Anfang nicht an das Wetter in Deutschland gewöhnt. Während des Winters war mir nicht nur extrem kalt, sondern ich fand es auch viel zu dunkel, wenn die Sonne viel zu früh untergegangen ist. Aber jetzt ist das Wetter viel schöner: Die Tage sind wieder länger und heller geworden.
Insgesamt bin ich der Meinung, dass man die Herausforderungen, in einem anderen Land zu studieren, nicht ​vermeiden kann. Trotzdem gibt es Methoden, sie zu ​überwinden.

Giorgi

Giorgis Schreibtisch © privat

Aller Anfang ist schwer. Der am Studienkolleg FU Berlin war auch keine Ausnahme. Für das Fach Informatik musste ich am Studienkolleg den mit Abstand schwersten Kurs, den Technikkurs, absolvieren, damit mir das Studium an einer deutschen Universität gestattet wird. Student eines Technikkurses zu sein bedeutet, wie der Name schon sagt, sich ständig mit technischen und naturwissenschaftlichen Sachverhalten auseinanderzusetzen. Ich nahm an spannenden aber auch anstrengenden Unterrichtstunden teil, die sich mit der Lösung technischer Probleme in Fächern wie Mathematik, Physik, Informatik oder Chemie befassten. Aufgrund des relativ großen Unterschieds zwischen dem georgischen und deutschen Lernstoff, verfügte ich am Anfang des Jahres nicht über die Grundlagen in manchen Themen, die im Unterricht ​behandelt wurden.

Dies bedeutete für mich, auf alle anderen Aktivitäten außerhalb des Studienkollegs zu ​verzichten und stundenlang – sowohl an der Schulbank im Studienkolleg als auch an meinem Schreibtisch zu Hause – zu üben. Besonders aufregend und ​angsteinflößend wurde es später, als meine ersten Klausuren näher rückten. Mich erfüllte die ständige Angst, dass ich ​versagen würde. Daraus entstand für mich die Motivation, sogar noch intensiver zu üben. Durch ein anstrengendes aber effizientes Üben habe ich die Klausuren schließlich ausgezeichnet geschrieben und überraschend gute Noten erzielt.

Ich möchte allen sagen, die sich vielleicht irgendwann in meiner Situation befinden sollten, dass eine große Motivation und ​mühsame Arbeit einem immer dabei helfen werden, alle Ziele zu erreichen.

Nayera

Nayeras Fotos © privat

Wenn mich jemand fragt, was für schwierige Situation ich hier in Deutschland erlebt habe, fällt es mir schwer, genau eine Situation zu nennen, denn es ist ein Gefühl, das immer wieder kommt und geht. Dieses Gefühl ist Heimweh: das schlechteste und schwerste Gefühl meiner Meinung nach. Denn Heimat ist nicht nur dein Land, wo du aufgewachsen bist und dein ganzes Leben verbracht hast, sondern deine Familie, Freunde und die Straßen, die du im Schlaf kennst.

„Allein“ in einem anderen Land zu sein, ist auf jeden Fall nicht leicht, nicht nur weil man alles selber machen muss, wie Putzen, Kochen, Einkaufen und so weiter, sondern auch, weil die Unterstützung, die man von seiner Familie ​ununterbrochen hatte, auf einmal nicht mehr da ist. Auch wenn die Technologie einen großen Fortschritt gemacht hat, und man jetzt überall und wann man will, jeden auf der ganzen Welt anrufen und sehen kann, kann es diese Unterstützung nicht ersetzen.

Man merkt erst, wenn man weg ist, was für eine große Rolle die Familie im Leben spielt. Und wobei ich es vorher auch schon wusste, merkte ich erst jetzt, wie sehr ich sie liebe und in meinem Alltag brauche, auch wenn nicht jeder immer Zeit hat. Nur ihr Dasein gibt mir das Gefühl von Liebe, Unterstützung, Freude und Erleichterung.

Und um dieses Gefühl zu ​meistern, muss man sich selber motivieren und sich die ganze Zeit beschäftigen, sodass es nicht mehr so viel Zeit für Heimweh gibt. Auch Fotos aufzuhängen und Sachen ins Zimmer zu stellen, die mich an Momente mit meiner Familie erinnern, haben mir geholfen, bis ich mich mehr oder weniger daran gewöhnt hatte.

Aussicht über Berlin

9/12 Mein Lieblingsort in meiner Unistadt

Giorgi

Ich wohne seit fast einem Jahr in Berlin und hatte inzwischen ich die Möglichkeit, die Stadt zu erkunden und zahlreiche interessante und ​reizvolle Orte zu entdecken. Berlin hat viel zu bieten. Touristische Orte, an denen man alte ​prunkvolle Architektur bewundern kann, wurden ausgezeichnet mit durchaus modernen Stadtvierteln in Einklang gebracht. Auf der Suche nach möglichst entspannenden Orten bin ich einmal zufällig auf eine Art winzigen „Park“ gestoßen. Er befindet sich auf dem Dach eines großen Einkaufszentrums mitten in Berlin. Der Ort heißt Klunkerkranich und ist einfach bezaubernd.

Das Panorama ist von dort oben ​entzückend und wird von angenehmer Musik begleitet. Alte Holzbänke, Holztische und kleine Holzhütten, in denen sich eine Bar und ein Café befinden, erschaffen eine ​schlichte aber wundervolle Retro-Atmosphäre. Dort vergisst man für eine Weile all den Stress, zieht sich zurück und kann Berlins echte „urbane Seele“ genießen. Der Dachgarten ist insbesondere abends sehr voll, wenn die Sonne untergeht, und wenn sich eine ​atemberaubende Aussicht bietet. Man trifft unterschiedlichste Leute ​​unterschiedlichster Altersgruppen und hört verschiedene Sprachen. Doch egal, wie unterschiedlich die Besucher auch sind, sie haben eines gemeinsam: Sie lachen und sind glücklich darüber, dass sie Zeit gefunden haben, sich mit ihren Freunden an einem so schönen Ort zu treffen: an einem Ort, an dem für mich eine irgendwie hoffnungsvolle Atmosphäre herrscht.

Elizabeth

Heidelberg, Brücke über den Neckar © privat

Mein Lieblingsort in Heidelberg ist die Altstadt, die im Herzen der Stadt ist. Sie ist nicht nur romantisch, sondern auch sehr historisch. Dort befinden sich das berühmte Heidelberger Schloss, die alte Steinbrücke über dem Neckar und die große Heiliggeistkirche. Entlang der Hauptstraße gibt es auch eine Vielzahl von Restaurants, Cafés und Geschäften, wo man Gerichte aus verschiedenen Ländern probieren und shoppen gehen kann.

Die Altstadt gefällt mir ganz besonders wegen ihrer schönen Architektur, die sehr gut bewahrt wurde. Die Pflastersteinstraßen sind ​einzigartig, und die Gebäude haben eine reiche und lange Geschichte. Zum Beispiel sieht man das Haus und das Labor des erfolgreichen Naturwissenschaftlers Robert Bunsen – sowie die Bibliotheca Palatina, eine beeindruckende Bibliothek, deren Geschichte bis ins 14. Jahrhundert zurückgeht. Außerdem ist die Heiliggeistkirche die größte und bedeutendste Kirche in der Stadt.

Wenn ich dort auf der Straße stehe, habe ich das schöne Gefühl, dass ich ein Teil der alten Geschichte von Heidelberg bin. Es ist ​unglaublich, dass es diese bedeutenden Gebäude schon so lange gibt. Es ist eine große Ehre, in einer Stadt zu studieren, die so wichtig für die Geschichte vieler Bereiche war.

Nayera

Englischer Garten © privat

In München gibt es für jeden etwas: für Leute, die schöne Architektur mögen, die gern in hübschen Straßen spazieren gehen, von Museen fasziniert sind oder die Natur lieben. Ich bin eine Person, die die Natur ​etwas über alles liebt. Deshalb ist mein Lieblingsort der Englische Garten. Dieser Garten ist ein Park, der am Westufer der Isar verläuft: eine riesengroße Fläche mit Gras, Bäumen und ​atemberaubender Natur.

Dort kann man alles machen: einfach im Gras liegen und die Zeit genießen bis hin zu Junggesellinnenpartys von anderen Leuten miterleben. Der Englische Garten ist auch ein schöner Ort, um mit Freunden ein Picknick zu machen oder bei schönem Wetter Volleyball zu spielen. Oft wird dort auch Livemusik gespielt, die gute Laune macht, und zu der man einfach so mittanzen kann.

Essen darf natürlich auch nicht fehlen: Neben den Biergärten gibt es mehrere Orte, wo man sich an einem warmen Tag ein ​erfrischendes Eis kaufen kann. Außerdem gibt es kleine Kioske, die alles Mögliche anbieten.

Auch im Winter, wenn es nicht so warm ist, ist es sehr beruhigend und entspannend, dort spazieren zu gehen. Das tut von Zeit zu Zeit sehr gut. Für Münchenbesucher ist der Englische Garten ein Muss. Im Sommer sollte man allerdings Sonnencreme und eine Sonnenbrille einpacken.

Juan Pablo

Weg im Park © privat

Während meiner ersten Woche in Weimar habe ich in einem Hostel im Stadtzentrum gewohnt, da ich erst später in meine Wohnung einziehen konnte. In der Zeit habe ich meine Immatrikulation vorgenommen und versucht, vor dem Studienbeginn viel von der Stadt kennenzulernen.

Da es Ende September war und ständig geregnet hat, hat mich der Park an der Ilm, in dessen Nähe meine neue Wohnung sein würde, relativ wenig interessiert. Jetzt, da ich den Park im Sommer erlebt habe, kann ich sagen, dass er mein Lieblingsort in ganz Weimar ist. Er ziemlich groß und hat mehrere Wiesen zwischen den Bäumen. Dort mache ich mit meinen Kommilitonen oft Picknicks, wir spielen Frisbee, oder ich liege auf der Wiese. Außerdem sind die zahlreichen Wege und natürlich die Ilm, die durch den ganzen Park fließt, noch weitere Gründe, sich hier zu entspannen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Park genau gegenüber vom Campus liegt, was ​spontane Besuche mit Kommilitonen deutlich einfacher macht. Er ist deswegen ein sehr beliebter Treffpunkt.

Im Park gibt es auch einige Gebäude, wie das Gartenhaus von Goethe, den Römischen Tempel und das Tempelherrenhaus, das die Ruine einer Orangerie ist und auch mal ein Atelier war. Diese Gebäude tragen dazu bei, dass der Park den Charakter eines englischen Gartens hat und sich nicht nur aufgrund der Größe von den anderen Parks in Weimar unterscheidet.

Strand auf Hiddensee

10/12 ​Meine besondere Entdeckung in Deutschland

Juan Pablo

Als ich vor fast einem Jahr in Deutschland ankam, war mir klar, dass ich in diesem neuen Land mit seiner anderen Kultur viel Neues erleben würde. Mir waren vorher schon Kleinigkeiten bewusst, zum Beispiel dass Recycling und Mülltrennung hier sehr wichtig sind oder dass die Deutschen extrem pünktlich sind. Da ich eine Deutsche Schule im Ausland besucht habe, dachte ich, dass ich schon ziemlich viel über Deutschland weiß. Aber erst als ich nach Deutschland gezogen bin, um dort zu wohnen, habe ich angefangen, das Land wirklich kennenzulernen.

Die erste Sache, die mich in meiner ersten Woche in Deutschland komplett überraschte, war, dass fast alle Geschäfte am Sonntag geschlossen sind. Dies hört sich wahrscheinlich lustig an, aber es hat mich wirklich überrascht. In Guatemala gehen wir oft am Sonntag einkaufen, und ich muss mich immer wieder dran erinnern, dass das in Deutschland nicht geht. Ich vergesse es manchmal immer noch. 

Dass es in Norddeutschland so schöne Strände gibt, hat mich dieses Semester wirklich überrascht. Vor meiner Exkursion auf die Insel Hiddensee hatte ich Deutschland nie mit Stränden in Verbindung gebracht, weil ich vorher weder an der Ost- noch an der Nordsee war. Das Wasser der Ostsee war auch im Juli ziemlich kalt, aber immer noch so warm, dass wir baden konnten. 

Etwas, dass mich auch beeindruckt hat, sind die Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten. Die Kälte im Winter habe ich natürlich erwartet – die Hitze im Sommer allerdings nicht. Ich hätte nie gedacht, dass es in Deutschland so warm wie bei uns in Mittelamerika werden könnte. 

Elizabeth

Apotheke in Heidelberg © privat

Ich habe bemerkt, dass die Dichte an Apotheken in Deutschland im Vergleich zu Singapur sehr hoch ist. Wenn ich zum Beispiel die Straße entlang gehe, ist es nicht ungewöhnlich, an vielen Ecken eine Apotheke zu sehen. Das fand ich am Anfang ein bisschen komisch, denn so etwas sieht man in Singapur relativ selten. In Deutschland gibt es pro 1.000 Einwohner mehr Apotheken als in Singapur. Ich habe herausgefunden, dass das wahrscheinlich mit dem Gesundheitssystem zu tun hat. In Singapur geht man in der Regel direkt zum Hausarzt, wenn man sich nicht gut fühlt. Der Hausarzt ist relativ gut mit Medikamenten ausgestattet und man kann dort sofort nach einer Konsultation seine Medikamente bekommen, anstatt ein Rezept mitzunehmen und zu einer Apotheke zu gehen. In Singapur leidet man wegen des Wetters häufiger an einer Erkältung oder Grippe, die besser mit Medikamenten geheilt werden sollten.

In Deutschland ist die Situation jedoch ein bisschen anderes. Bei milderen Krankheiten tendieren die Leute dazu, nur zur Apotheke zu gehen statt zum Hausarzt. Außerdem kann man hier in Deutschland Medikamente normalerweise nicht sofort vom Hausarzt bekommen. Das führt zu einer größeren Nachfrage nach Apotheken in Deutschland.

Giorgi

Himmel © privat

Mein bisheriges Leben in Deutschland hat mich nur zum Besseren verändert, allerdings musste ich dafür viel Neues und Herausforderndes über Deutschland und die Deutschen lernen und mir aneignen.

Das Erste, das ich über Deutschland feststellen musste, war die Tatsache, dass jeder hier den Wert der Zeit kennt und versucht am Tag das Maximale zu schaffen. Immer wenn ich früh um sechs auf dem Weg zum Studienkolleg die mit Reisenden ​vollgestopften Züge sah, dachte ich, dass niemand außer mir in der Nacht geschlafen hatte. Doch das stimmte natürlich nicht. Der Tag fängt hier einfach viel früher an als anderswo. Am Anfang fiel es mir schwer, Schritt zu halten, und halb schlafend im Unterricht nicht daran zu denken, wie schön es in meinem ​kuscheligen Bett wäre. Doch nach einiger Zeit, als ich mich viel besser eingelebt hatte, fiel mir das frühe Aufstehen – insbesondere an dunklen Wintertagen – nicht mehr schwer, und ich konnte sogar den Sonnenaufgang genießen, der mich vorher nur daran erinnert hatte, wie wenig ich geschlafen hatte.

Doch das fleißige Deutschland braucht auch mal Ruhe – und die ist sonntags. Dann ist hier ​buchstäblich nichts los. Für einen Ausländer können die Sonntage hier relativ verwirrend und ärgerlich sein. Ich habe ein paar Sonntage mit leerem Kühlschrank verbringen müssen, um zu lernen, dass man hier am Sonntag nirgendwo einkaufen kann. Gleichzeitig sind diese Sonntage aber auch eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich von der Hektik der vergangenen Woche zu erholen, und sich auf die neue vorzubereiten.

Nayera

Blaue Mülltonne © privat

Mich beeindruckt immer, wie sehr man sich in Deutschland um die Umwelt kümmert und immer versucht, sie zu schützen, und Verschmutzung so stark wie möglich zu vermeiden. Dies zu erkennen, ist nicht schwer: Schon beim Wegwerfen des eigenen Mülls sieht man, dass man Papier, Restmüll und Biomüll trennen soll. Das spart im Recycling-Prozess Zeit und Mühe und führt dazu, dass man den größten Nutzen aus den ​wiederverwendbaren Materialien ziehen kann.

An jeder Straßenecke und neben jedem Gebäude gibt es eine Mülltonne oder sogar ein Holzhaus, in dem mehrere Tonnen stehen und regelmäßig geleert werden. Auch bei den meisten Bus-, Tram- oder U-Bahnstation findet man kleine Mülleimer, was jeden dazu „ ​zwingt“ seinen Müll dort reinzuwerfen. Es werden auch ständig kurze Filme dazu in den verschiedenen U-Bahnen auf kleinen Bildschirmen gezeigt.
Auch die Entsorgung von Flaschen erstaunt mich sehr. Jede Flasche mit einem Pfandzeichen legt man in eine Pfandmaschine, die in allen Supermärkten stehen. Man bekommt dann einen Bon mit dem Wert des Pfands der Flaschen – auf sehr vielen Plastikflaschen ist ein Pfand von 25 Cent. Den Bon gibt man an der Kasse ab. Wenn man nichts kaufen möchte, bekommt man das Bargeld zurück, sonst bekommt man das Pfand als „Rabatt“ auf die Waren, die man kaufen möchte.

All das und noch mehr führt dazu, dass die Straßen 99 Prozent der Zeit sauber sind, und die Umwelt zum größten Teil geschützt ist. Meiner Meinung nach sollte dieses System in allen Ländern eingeführt werden, denn unsere Umwelt wird mit der Zeit immer mehr zerstört.

Weihnachtsmarkt in München

11/12 Advents- und Weihnachtszeit in Deutschland

Nayera

Die Weihnachtszeit ist eine der besten Zeiten, um in München zu sein. In jedem Stadtviertel findet man mehrere Weihnachtsmärkte und schöne Dekorationen, die jeden in eine Weihnachtsstimmung bringen und positive Energie verbreiten.

Da ich keinen Markt verpassen wollte, besuchte ich als Erstes den Münchner Christkindlmarkt am Marienplatz in der Stadtmitte. Dort waren ​atemberaubend viele Stände und Waren. Auch Essen und Trinken fehlte natürlich nicht. Es roch nach Zimt, Schokolade, Glühwein und vieles mehr. Sowohl die Schoko-Bavesen, ein Dessert mit Nuss-Nougat-Füllung und Zimt-Zucker-Bedeckung, als auch der Kinderpunsch, ein warmes Getränk, was bei der Kälte hilft und mehrere Sorten Beeren und Zimt enthält, waren die Highlights dieses Marktes.

Kurz danach ging ich zum Winter-Tollwood auf der Theresienwiese. Dieser Weihnachtsmarkt war noch größer und hatte sogar ein Leitmotiv: „Demokratie”. Das fand ich sehr interessant. Es gab sogar ein großes Zelt, indem dieses Thema gut und ​anschaulich dargestellt war. Am Sendlinger Tor war auch ein Weihnachtsmarkt, jedoch war dieser im Vergleich zu den zwei anderen viel kleiner. Eine Eislaufbahn gab es natürlich auch. Diese befand sich am Karlsplatz und hieß „Münchner Eiszauber”. Sie war relativ klein, aber voller Freude und Spaß.

Elizabeth

Plätzchen © privat

Dieses Mal war die Advents- und Weihnachtszeit besonders spannend für mich, weil ich sie zum ersten Mal in Deutschland verbracht habe. Ich hatte mich sehr darauf gefreut, da Weihnachten ein wichtiger Teil der deutschen Kultur ist.

Zuerst habe ich mit meinen neuen Freundinnen aus dem Studium gebacken. Ich habe gelernt, dass es sehr typisch ist, dass die Deutschen Weihnachtsplätzchen backen. Die Freundin, bei der wir waren, hat einen riesengroßen Ofen zu Hause. Am Ende waren wir froh, dass die Plätzchen sehr gut geschmeckt haben und wir trotz unserer vollen Stundenpläne Zeit miteinander verbringen konnten.

Außerdem habe ich zwei Weihnachtsmärkte in der Altstadt besucht, die zusammen mit der malerischen Altstadt einen sehr schönen und beeindruckenden Anblick geboten haben. Ich habe einen leckeren Kartoffel-Snack und Glühwein probiert. Danach habe ich auf den Weihnachtsmärkten auch Weihnachtsgeschenke für meine Freunde und Familie gekauft. Ich hoffe, dass die Geschenke ihnen gut gefallen werden.

Meiner Meinung nach bekam ich durch diese Erfahrung einen besseren Einblick in die Weihnachtskultur in Deutschland. Ich freue mich darauf, in Zukunft noch andere Bereiche der deutschen Kultur kennenzulernen und zu erfahren.

Juan Pablo

Weihnachten bei Juan Pablo © privat

Die Adventszeit war für mich während der ersten zwei Wochen ein bisschen stressig, weil ich noch Projekte an der Uni hatte. Das war neu für mich, denn während meiner Schulzeit in Guatemala hatte ich im November und Dezember immer Ferien. Trotzdem habe ich inzwischen ​unglaublich viele Lebkuchen gegessen und viel Kakao getrunken. Außerdem habe ich mit Kommilitonen einen Weihnachtsmarkt besucht und mit ihnen vor den Weihnachtsferien eine Weihnachtsfeier mit Glühwein und allem Möglichen organisiert.

Weihnachten habe ich mit meinem Bruder, der an einem Austauschprogramm teilgenommen hat, in Hannover verbracht. Am 24. Dezember hat seine deutsche Gastfamilie ein spezielles Abendessen organisiert, und ich wurde für das ganze Wochenende eingeladen. Wir sind zusammen zum Gottesdienst gegangen und haben zu Hause Weihnachtslieder gesungen.

Silvester haben mein Bruder und ich bei mir in Weimar verbracht. Wir wollten eine ruhige Atmosphäre, in der wir einfach ​quatschen konnten. Ich habe mein Zimmer dementsprechend festlich dekoriert und er hat eine sehr gute Lasagne gemacht. Wir haben auch Wunderkerzen gekauft, aber nach 20 Versuchen scheiterte die Idee, sie anzuzünden.

Giorgi

Stadt in Bayern © privat

Die Adventszeit war für mich nicht besonders ​entspannend, da ich meine letzten Klausuren im Studienkolleg absolvieren musste. So verliefen die vier Adventswochen wenig weihnachtlich und ich saß ​hauptsächlich über meinen Büchern.

Weihnachten ist aber ein sehr heiliges Fest für mich, und ich wollte es unbedingt ganz traditionell in einer Familie feiern. Dafür bin ich zu Freunden in das – meiner Meinung nach – traditionellste Bundesland gereist: Bayern.

Die Kleinstadt Mühldorf, in der meine Freunde leben, ist ​bezaubernd und liegt direkt am Fluss Inn. Es ist dort sehr ruhig. Bei der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest hatte ich viel Spaß. Wir haben mehrere Weihnachtsbäume geschmückt – auch im Garten – und die liebevoll gebaute Krippe der Nachbarn bewundert.

Kochen ist meine Leidenschaft, und obwohl man am Heiligen Abend eine ​bescheidene Mahlzeit zu sich nimmt, bereiteten wir für den ersten Weihnachtsfeiertag leckere Rindsrouladen zu. Am Abend haben wir uns dann alte Fotos angesehen und viel über die Vergangenheit und die Zukunft gesprochen. In der wunderschönen Wallfahrtsstadt Altötting besuchten wir dann Verwandte und haben in einem gemütlichen Café Glühwein und Kakao getrunken. Somit habe ich die Seele und Heiligkeit des Festes also doch gespürt.

Juan Pablo

12/12​ Resümee: Mein erstes Jahr in Deutschland

Juan Pablo

Vor genau einem Jahr bin ich aus meinem Heimatland Guatemala in Zentralamerika nach Deutschland gezogen, um Architektur zu studieren. Aus den Erfahrungen mehrerer Bekannten hatte ich den Eindruck gewonnen, dass ich in Deutschland eine hervorragende Studienqualität erwarten könnte und dass ich hier eine ruhige und gesunde Lernatmosphäre finden würde. Deshalb war ich mir ganz sicher, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte. Heute kann ich dieses Gefühl nur bestätigen.

Während dieser zwei Semester habe ich ​unglaublich viel gelernt. An der Uni habe ich in praktischen Übungen, in Diskussionen und auf Exkursionen mit Professoren und Kommilitonen nicht nur viel über Architektur erfahren, sondern auch neue Perspektiven, Ideologien und Denkweisen kennengelernt.
Parallel dazu versuchen meine deutschen Freunde, mir immer wieder etwas Neues vom Land zu zeigen und zu erklären, wie neue Gerichte oder deutsche Bands oder Traditionen. Mit ihnen verbringe ich nicht nur viele Stunden im Arbeitsraum, sondern auch meine Freizeit.

Weiterhin mag ich es sehr, mich mit meinen internationalen Freunden aus China, Südkorea und Syrien über unseren Kulturen zu unterhalten. Mit einem Freund aus China bin ich sogar am Ende des Sommersemesters für eine Woche nach Barcelona gereist.

Allerdings musste ich auch viele Nachtschichten machen, hatte viel Stress und musste viel neue Verantwortung wie Miete, Rechnungen und Haushalt übernehmen – was sich aber am Ende des Tages immer wieder lohnt. Ich bin gespannt, was mich im kommenden Semester alles erwartet.

Nayera

Nayera © privat

Nicht zu glauben: Ein Jahr ist schon vorbei! Dieses Jahr ist sehr schnell vergangen, jedoch war es voller neuer, interessanter und spannender Erlebnisse. Jetzt, wo ich hier bin, kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass meine Entscheidung, nach München zu kommen und hier zu studieren, das Beste für mich war. Hiermit will ich dem Deutschen Akademischen Austauschdienst in Ägypten danken, dass er meine Entscheidung unterstützt hat.

Die Vorteile sind unzählbar. Besonders wichtig war für mich die Gelegenheit, alleine zu leben und die komplette Verantwortung für mich zu tragen, wie beispielsweise selbst zu kochen, zu waschen, zu putzen und Verträge für eine Wohnung, ein Handy oder ein Bankkonto selbst abzuschließen. Wie erwartet ist die Bildung hier auf einem sehr hohen Niveau. Das zwingt mich, mich selbst herauszufordern, um mich meinem Ziel zu nähern.

Nachteile gibt es natürlich auch: der größte ist auf jeden Fall die Nichtanwesenheit meiner Familie. Wie ich schon in einem vorherigen Bericht erwähnt habe, ist das eine meiner größten Herausforderungen.

Im Großen und Ganzen kann ich aber jedem, der die Möglichkeit hat, in Deutschland studieren, raten, es ohne weitere Gedanken zu tun. Denn dies ist eine Gelegenheit, die man unbedingt nutzen sollte.

Elizabeth

Elizabeth © privat

In meinem ersten Studienjahr in Deutschland habe ich sehr viel gelernt und erlebt. Hier einige Dinge: Zu allererst habe ich natürlich mein Deutsch verbessert. Zudem bin ich mit ungewohnten und schwierigen Situationen umgegangen und habe sie ​überwunden. Dadurch bin ich viel selbstständiger geworden. Ich habe gelernt, wie man für das Studium lernt, aber auch, wie man sich entspannt.

Außerdem habe ich viel über die deutsche Kultur erfahren: über das Alltagsleben, die Geschichte des Landes, über Feste, die man feiert, und das Essen. Mein Lieblingsgericht sind übrigens Kartoffelpuffer. In meiner Freizeit habe ich Heidelberg entdeckt und andere Städte besucht. Und natürlich habe ich neue Freunde aus verschiedenen Ländern gefunden. Für die Chancen und die Möglichkeiten, die mir der DAAD gegeben hat, bin ich sehr dankbar.

Insgesamt war mein erstes Jahr in Deutschland sehr ​sinnvoll, weil ich daraus viel gelernt habe. Ich hoffe, dass die folgenden Jahre genauso ereignisreich und interessant sein werden.

Giorgi

Giorgi © privat

Und schon ist mein erstes Jahr in Deutschland vorbei. Ich kann mich genau an die ​immense Aufregung erinnern, die ich nach der Ankunft in Deutschland verspürte. Die Unsicherheit und die Angst, dass ich es nicht schaffen würde, mich erfolgreich einzuleben, und nach dem Studienkolleg einen Studienplatz zu bekommen, begleiteten mich ständig. Allerdings waren meine Sorgen unnötig: Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studienkollegs wurde ich von meiner gewünschten Universität, der Freien Universität Berlin, für meinen angestrebten Studiengang Informatik angenommen. Ich kann den Studienanfang kaum erwarten.

So stressig mein erstes Jahr in Deutschland auch war, bildete es doch ein Fundament für meine zukünftigen Jahre hier. Das umfangreiche Vorwissen, das das Studienkolleg mir gab, ist eine wichtige Voraussetzung für einen guten Start in das Studium in Deutschland.

Mein erstes Jahr hat außerdem dazu gedient, dass ich mich gut an das deutsche Leben gewöhne und mir solche Gewohnheiten ​aneigne, wie zum Beispiel die Mülltrennung oder das frühe Aufstehen. Außerdem habe ich in Berlin in diesem ersten Jahr solche schönen Orte entdeckt, die meine Liebe und Zuneigung zur Stadt und allgemein zum Land noch festigten. Daher ist mein erstes Jahr in Deutschland eines der beeindruckendsten, wichtigsten und einflussreichsten Jahre meines Lebens.

ausgezeichnet: sehr gut
ausgestattet: alles, was man in einem Raum findet.
ähneln: so sein wie.
abwechslungsreich: nicht monoton, nicht langweilig
sich mit den Inhalten auseinandersetzen: hier: lernen
störungsfrei: Man kann sich gut konzentrieren. 
sich mit den Inhalten auseinandersetzen: hier: lernen
letztendlich: am Ende
ständig: hier: sehr oft
vorschlagen: Man hat ihr gesagt, dass man dort gut lernen kann. 
die Etage, die Etagen: das Stockwerk, die Stockwerke
ins Spiel kommen: hier: Das Audimax war ihr nächster Lernort.
ins Spiel kommen: hier: Das Audimax war ihr nächster Lernort.
sich eignen für: gut sein für.
sich eignen für: gut sein für.
der Hörsaal, die Hörsäle: ein sehr großer Raum, in dem die Studierenden z.B. Vorlesungen einer Professorin oder eines Professors besuchen.
vorklinisch: im Medizinstudium nennt man so die Semester bis zur ersten Prüfung.
die Trennwand, die Trennwände: eine Wand, die zwischen zwei Tischen steht.
abgelenkt: Wenn man sich nicht konzentrieren kann, weil andere z. B. sehr laut sind.
unbesetzt: Niemand ist in den Räumen, es findet dort keine Veranstaltung statt.
ausgestattet: alles, was man in einem Raum findet.
zur Verfügung stehen: hier: da sein
gemütlich: hier: Man ist dort sehr gerne, weil die Atmosphäre angenehm ist.
entspannt: Man hat dort keinen Stress.
Freundschaften schließen: Freunde finden
ausgezeichnet: sehr gut
die Grundlage, die Grundlagen: die Basis
wunderbar: hier: sehr sympathisch
anstrengend: hier: mit viel Arbeit, stressig
erleichtern: einfacher machen
die Überwindung: hier: die Schwierigkeiten/Probleme lösen können
die Verständnisfrage, die Verständnisfragen: wenn man etwas nicht versteht
die Angelegenheit, die Angelegenheiten: hier: etwas, was man tun muss
keine Gelegenheit verpassen: hier: immer, wenn das Wetter schön ist, gehen sie raus
keine Gelegenheit verpassen: hier: immer, wenn das Wetter schön ist, gehen sie raus
aufgrund: wegen
ständig: immer, die ganze Zeit
die Handlung, die Handlungen: was jemand macht
Freundschaften schließen: Freunde finden
Freundschaften schließen: Freunde finden
den Druck erleichtern: es einfacher machen
zahlreich: viele
spannend: aufregend
die Ersti-Woche: eine Woche am Anfang des Semesters, in der es sehr viele Veranstaltungen für neue Studierende gibt, um die Uni und andere Studierende kennenzulernen.
das Plätzchen, die Plätzchen: eine Süßigkeit, die man in Deutschland vor allem vor Weihnachten backt, eine Art Keks.
sich unterstützen: sich helfen
der Ratschlag, die Ratschläge: der Tipp
auf etwas achten: hier: wissen, was bei den Prüfungen wichtig ist
auf etwas achten: hier: wissen, was bei den Prüfungen wichtig ist
das Lehrbuch, die Lehrbücher: Bücher, mit denen man für das Studium lernen kann.
die Sprachgrenze überwinden: hier: sie sprechen jetzt gut Deutsch
ermutigen: jemandem sagen, dass er/sie es schafft
überwältigt sein: hier: wenn man das Gefühl hat, dass das Studium zu schwer ist.
der Aufzug, die Aufzüge: der Lift, mit dem man nach oben fahren kann und keinen Treppen laufen muss.
der Kommilitone, die Kommilitonen: der Studienkollege
ausgestattet: alle notwendigen Möbel und Geräte sind dort.
die Küchenzeile, die Küchenzeilen: eine ganz kleine Küche.
der Stauraum, die Stauräume: Platz, wo man Sachen hinstellen kann.
aufstrebend: ein Stadteil, in dem viele Leute wohnen möchten und der immer beliebter wird
die Zutat, die Zutaten: Ein Rezept für ein Essen besteht aus verschiedenen Zutaten: z.B. Milch, Eier, Salz, Zucker etc.
die Geschmacksrichtung, die Geschmacksrichtungen: Eine Geschmacksrichtung kann süß oder salzig aber auch italienisch oder asiatisch sein.
ungeachtet des Wetters: hier: sie kann trainieren, auch wenn das Wetter schlecht ist.
die Immatrikulation: Man immatrikuliert sich, wenn man sich an der Universität für ein Studienfach einschreibt/registriert.
die Exmatrikulation: Wenn man das Studium beendet hat, muss man sich exmatrikulieren/ von der Universität abmelden.
der Studiengangwechsel: Wenn man das Fach ändert, das man studiert.
die Broschüre, die Broschüren: ein Heft mit Informationen
das Semester, die Semester: das Studienjahr ist in Deutschland in Semester aufgeteilt. Ein Studienjahr hat zwei Semester.
der Kommilitone, die Kommilitonen: der Studienkollege
beraten: wichtige Informationen geben, die einer Person helfen, die Fragen hat/unsicher ist.
das Bürgeramt, die Bürgerämter: Ein Ort, an dem in einer Stadt man bürokratische Dinge erledigen kann.
immatrikulieren: sich an einer Hochschule für ein Studienfach einschreiben/registrieren.
die Immatrikulationsbescheinigung, die Immatrikulationsbescheinigungen: ein Papier, das sagt, dass man sich an der Universität für ein bestimmtes Studienfach registriert hat.
der Vorkurs, die Vorkurse: ein Kurs, der auf einen Kurs an der Universität vorbereitet.
der Hochschulsport: Sportkurse, die an der Universität nur für Studierende angeboten werden.
die Frist, die Fristen: ein Termin, bis zu dem man etwas gemacht haben muss.
der Semesterplan, die Semesterpläne: ein Plan, der zeigt, welche Kurse man in dem Semester besucht/besuchen muss.
unterstützen: helfen
in Anspruch nehmen: nutzen
das Buddy-Programm, die Buddy-Programme: ein Programm, in dem ältere Studierende Jüngeren helfen.
der Ansprechpartner, die Ansprechpartner: eine Person, die für ein bestimmtes Thema zuständig ist.
die Abteilung, die Abteilungen: eine Gruppe von Personen, die für ein bestimmtes Thema zuständig ist.
in Bezug auf: hier: bei
die Ausländerbehörde, die Ausländerbehörden: Ein Amt, das für Personen zuständig ist, die aus einem anderen Land kommen und in Deutschland leben.
die Aufenthaltsberechtigung, die Aufenthaltsberechtigungen: ein Papier, das sagt, dass man für eine bestimmte Zeit in einem Land leben darf.
der Vorgang, die Vorgänge: hier: Was er machen muss, damit sein Visum verlängert wird.
reibungslos: ohne Probleme
der Semesterbeitrag, die Semesterbeiträge: das Geld, das ein Studierender pro Semester bezahlen muss.
die Ausnahme, die Ausnahmen: ein besonderer Fall; eine Person, bei der eine bestimmte Regel nicht gilt.
kompentent: hier: Er bekam sehr gute und hilfreiche Antworten.
die Massenuni, die Massenunis: eine Universität, an der es sehr viele Studierende gibt.
das Einwohnermeldeamt, die Einwohnermeldeämter: ein Amt, bei dem sich alle Personen, die in einer Stadt wohnen, registrieren müssen.
zuordnen: hier: bekommen
der Studentenausweis, die Studentenausweise: ein Papier, das zeigt, dass man Studentin oder Student an einer bestimmten Universität ist.
die Unklarheit, die Unklarheiten: Wenn man etwas nicht versteht und Fragen hat.
abklären: hier: Man stellt Fragen und bekommt eine Antwort.
die Kleinigkeit, die Kleinigkeiten: eine kleine Sache
sich einer Sache bewusst sein: etwas wissen; sich über etwas im Klaren sein
überraschen: anders sein als erwartet, unerwartet kommen
etwas miteinander in Verbindung bringen: etwas verknüpfen, etwas miteinander assoziieren
die Dichte: hier: die Anzahl
das Gesundheitssystem, die Gesundheitssysteme: ein System innerhalb der Politik; es regelt, was passiert, wenn man krank ist und einen Arzt oder Medizin braucht.
das Rezept, die Rezepte: hier: eine Bescheinigung vom Arzt, mit der man in der Apotheke Medizin bekommt.
heilen: gesund machen, durch Medizin beheben
milde: hier: leicht, nicht so schlimm
das Studienkolleg, die Studienkollegs: Das Studienkolleg bereitet Studentinnen und Studenten aus dem Ausland auf ein Studium an deutschen Universitäten vor.
vollgestopft: sehr voll und eng
kuschelig: warm, weich und gemütlich
sich einleben: sich an eine fremde Umgebung gewöhnen, zum Beispiel an eine neue Stadt oder ein neues Land
buchstäblich: tatsächlich, im wahrsten Sinne des Wortes
die Hektik: die Eile, der Stress
die Verschmutzung, die Verschmutzungen: hier: die Verunreinigung und Belastung der Umwelt
etwas vermeiden: es nicht zu etwas kommen lassen, etwas umgehen
wiederverwendbare Materialien: Materialien, die man recyceln und dann ein zweites Mal benutzen kann
zwingen: hier: ein bestimmtes Handeln oder Verhalten notwendig machen
die Entsorgung: hier: die Beseitigung von Flaschen
das Pfandzeichen, die Pfandzeichen: Das Pfandzeichen auf einer Flasche zeigt an, dass man bei Rückgabe der Flasche im Supermarkt ein Pfand, also einen kleinen Geldbetrag, bekommt.
atemberaubend: hier: sehr, sehr viele
der Stand, die Stände: ein kleines „Haus“ auf einem Markt, das an einer Seite offen ist und wo man Dinge kaufen kann
der Zimt: ein Gewürz
anschaulich: gut präsentiert
das Plätzchen, die Plätzchen: Kekse, die man oft selbst backt
der Glühwein, die Glühweine: heißer Wein mit Gewürzen, den man traditionell in Deutschland in der kalten Jahreszeit trinkt
unglaublich: hier: sehr, sehr viele
der Lebkuchen, die Lebkuchen: ein traditionelles Gebäck mit vielen Gewürzen
der Gottesdienst, die Gottesdienste: eine Zeremonie in der Kirche
quatschen: umgangssprachlich: sich unterhalten
die Wunderkerze, die Wunderkerzen: ein Draht mit brennbarem Material an einem Ende, das man anzünden kann. Die „Kerze“ brennt dann mit Funken.
entspannend: wenn man sich ausruhen kann
die Klausur, die Klausuren: der Test
hauptsächlich: hier: die meiste Zeit
bezaubernd: hier: sehr schön
die Krippe, die Krippen: hier: eine Szene aus der Weihnachtsgeschichte, die mit Figuren aus Holz vor Weihnachten aufgebaut wird. Der kleine Jesus liegt in der Krippe, die man eigentlich verwendet, um Futter für Tiere hineinzutun.
der Heilige Abend: der 24. Dezember
bescheiden: hier: einfach
die Rindroulade, die Rindsrouladen: Eine Rolle aus Fleisch, die mit Speck, Zwiebeln und Gurken gefüllt ist.
die Wallfahrtsstadt, die Wallfahrtsstädte: Eine Wallfahrt ist eine Reise, bei der man am Ziel eine Pilgerstätte besucht. In Altötting ist das eine Kapelle.
unglaublich: hier: sehr
die Denkweise, die Denkweisen: wie einen Person denkt
die Nachtschicht, die Nachtschichten: wenn man nachts arbeiten muss
sich lohnen: es ist gut, dass man es macht
sich lohnen: es ist gut, dass man es macht
überwinden: hier: schaffen; gut, aus der Situation herauskommen
der Kartoffelpuffer, die Kartoffelpuffer: ein Essen, bei dem man die Kartoffeln reibt und dann wie eine Art Pfannkuchen brät
sinnvoll: hier: hilfreich; gut; erfolgreich
immens: groß
anstreben: hier: der Studiengang, den er sich gewünscht hat
aneignen: hier: übernehmen; er hat jetzt auch diese Gewohnheiten
die Zuneigung, die Zuneigungen: Sympathie; wenn man jemanden oder etwas mag
die Betriebswirtschaftslehre: Ein Studienfach, in dem man viel über Management und Marketing lernt. 
das Heimweh: Wenn man traurig ist, dass man so weit zu Hause entfernt ist.
die Werbeagentur, die Werbeagenturen: Eine Firma, die sich überlegt, wie man für die Produkte eines Unternehmens werben kann, damit viele Leute die Produkte kaufen.
das Modell, die Modelle: hier: eine Miniatur von, zum Beispiel, einem Haus, das man bauen möchte.
die Hausarbeit, die Hausarbeiten: Studierende in Deutschland müssen in vielen Kursen eine Hausarbeit, das heißt einen längeren wissenschaftlichen Text zu einem bestimmten Thema schreiben.
die Leidenschaft, die Leidenschaften: hier: Sie mag dieses Fach sehr und interessiert sich sehr dafür.
die Vorlesung, die Vorlesungen: Bei einer Vorlesung sitzen meist mehrere Hundert Studierende in einem sehr großen Raum und hören einer Dozentin oder einem Dozenten zu.
tiefgründig: hier: detailliert, intensiv
das Studienkolleg, die Studienkollegs: Das Studienkolleg bereitet ausländische Studierende sprachlich und fachlich auf ein Studium an deutschen Universitäten vor.
die Grundlage, die Grundlagen: hier: die Basis, das erste Wissen, das man braucht.
die Klausurphase, die Klausurphasen: Zeit, in der man viele Prüfungen schreibt.
auf eine Art und Weise: wie man etwas macht
auf eine Art und Weise: wie man etwas macht
atemberaubend: sehr toll, traumhaft, besonders
die Umgebung, die Umgebungen: in der Nähe
der Kreislauf: hier: Teil des Körpers, damit man sich fit fühlt
produktiv: hier: fleißig; mit einem Ergebnis
das Shoppen: einkaufen, meistens Kleidung
das Sortiment: alle Dinge, die in einem Laden angeboten werden.
Bowlen: Sport, bei dem man versucht, mit einer Kugel zehn Figuren zu treffen.
regulieren: regeln, steuern, beeinflussen
das Cookie, die Cookies: wird gebacken und sind klein und süß
der Brownie, die Brownies: kleine Schokoladenkuchen
Wohnheim: großes Haus mit vielen kleinen Wohnungen, die von bestimmten Personen genutzt werden, zum Beispiel Studenten oder ältere Personen.
die Leidenschaft, die Leidenschaften: etwas, was man sehr liebt
das Studienkolleg, die Studienkollegs: Das Studienkolleg bereitet ausländische Studierende sprachlich und fachlich auf ein Studium an deutschen Universitäten vor.
der Höhepunkt, die Höhepunkte: hier: ein besonders schöner Moment
die Naturkunde: Unterricht, in dem man etwas über die Natur (Tiere, Pflanzen, Umwelt) lernt
die Informatik: Ein Schulfach, in dem man lernt, wie man den Computer benutzt.
das Gemälde, die Gemälde: ein gemaltes Bild
historische Artefakte: sehr alte, von Menschen gemachte Dinge, die zum Beispiel im Boden wieder gefunden wurden.
überliefert: hier: bekannt sein
menschliche Zivilisation: hier: Geschichte der Menschen
der Einblick, die Einblicke: hier: wenn man etwas kennenlernt
das Ausgefallene: hier: etwas, das besonders, ungewöhnlich, nicht normal ist
die Nation, die Nationen: ein Land
eine untergeordnete Stellung: weniger wichtig
eine untergeordnete Stellung: weniger wichtig
regelmäßig: immer wieder, oft
das Laufband, die Laufbänder: hier: ein Sportgerät, auf dem der Nutzer geht oder joggt.
die Nachbarschaft, die Nachbarschaften : der Ort, wo man wohnt.
abbauen: hier: das etwas weniger wird
ausgestattet: alles, was man in einem Raum findet
die Leidenschaft, die Leidenschaften: hier: etwas, das man sehr liebt
Bratsche: Instrument, ähnelt einer Geige
das Chorkonzert, die Chorkonzerte: Konzert, bei dem Menschen singen.
der Gesang, die Gesänge: wenn man singt
romantische Architektur: eine Art Häuser zu bauen, die vom Ende des 18 Jahrhunderts bis ins 19. Jahrhundert genutzt wurde.
asiatisches Essen: z.B. Essen aus Ländern wie Vietnam, China oder Thailand.
umfangreich: hier: sehr viel
die Kommilitonin/der Kommilitone: Person, mit der man studiert.
die Kommilitonin/der Kommilitone: Person, mit der man studiert.
etwas zum Knabbern: etwas Kleines zu essen, z. B. Chips
Ultimate Frisbee: Sport, bei der man eine Scheibe in den Bereich des Gegners bringen will.
das Universitätssportzentrum: Bereich an der Universität, wo viel Sport angeboten wird.
mehrmals: ein paar Mal, oft
konzentriert: sich ganz mit einer Sache beschäftigen
die Fakultät, die Fakultäten: eine Gruppe von Fächern an einer Universität, z. B. Fakultät für Physik, Fakultät für Geisteswissenschaften.
reizvoll: spannend, attraktiv, faszinierend
prunkvoll: prächtig, herrlich, luxuriös; zum Beispiel ein prunkvoller Palast oder ein prunkvolles Fest
etwas in Einklang bringen: verschiedene Dinge so zusammenbringen, dass sie gut zusammen passen; hier: die alte und die neue Architektur sind gut miteinander verbunden.
entzückend: wunderschön, fantastisch
schlicht: reduziert, auf das Wesentliche beschränkt
der Dachgarten, die Dachgärten: ein flaches Dach mit vielen Pflanzen und Möglichkeiten zum Sitzen.
atemberaubend: wunderschön, faszinierend
unterschiedliche Altersgruppen: Menschen in verschiedenen Lebensphasen; jüngere und ältere Menschen
die Altstadt, die Altstädte: der historische Teil einer Stadt, der schon seit ein paar Jahrhunderten existiert.
der Neckar: ein Fluss im Südwesten von Deutschland, er fließt unter anderem durch Heidelberg und Stuttgart.
etwas bewahren: etwas schützen, hier: die Architektur ist so erhalten, wie sie in früheren Zeiten war.
die Pflastersteinstraße, die Pflastersteinstraßen: eine Straße mit einem Belag aus vielen Steinen.
einzigartig: wunderschön, unvergleichbar, einmalig
das Labor, die Labore: der Arbeitsplatz eines Naturwissenschaftlers, zum Beispiel das Labor eines Chemikers oder einer Klinik; lange Form: das Laboratorium.
unglaublich: hier: erstaunlich, fantastisch, beeindruckend
etwas über alles lieben: etwas ganz besonders lieben, etwas mehr lieben als alles andere
die Isar: ein Fluss, der durch München fließt
atemberaubend: wunderschön, faszinierend
die Junggesellinenparty, die Junggesellinnenpartys: eine Braut feiert kurz vor ihrer Hochzeit eine Party mit ihren Freundinnen und nimmt Abschied von der Zeit als unverheiratete Frau.
der Biergarten, die Biergärten: eine Gastronomie unter freiem Himmel, in der man vor allem Bier trinken kann
erfrischend: hier: kühl und lecker
der Kiosk, die Kioske: eine Bude / ein kleines Häuschen, wo man Kleinigkeiten kaufen kann, zum Beispiel Snacks, Süßigkeiten, Getränke und Zeitschriften.
guttun: eine gute Wirkung haben; hier: gut für die Seele sein
guttun: eine gute Wirkung haben; hier: gut für die Seele sein
die Immatrikulation, die Immatrikulationen: die Anmeldung an einer Universität oder Hochschule.
die Ilm: ein Fluss, der durch Weimar fließt
der Kommilitone, die Kommilitonen: der Studienkollege, der Studienfreund
spontane Besuche: Besuche, auf die man plötzlich Lust hat; ungeplante Besuche.
die Ruine, die Ruinen: der Rest von einem zerstörten Gebäude
die Orangerie, die Orangerien: ein Park mit Häusern für exotische Pflanzen, besonders für Orangenbäume.
der Umstand, die Umstände: hier: die Situation
der Entwurf, die Entwürfe: im Architekturstudium: ein Modell oder eine Zeichnung von einem Haus
verwerfen: hier: man hatte eine Idee und stellt fest, dass sie nicht gut war und man alles noch einmal neu machen muss.
die Mahnung, die Mahnungen: ein Brief, der daran erinnert, dass man vergessen hat, etwas zu tun oder zu zahlen.
die Studienbescheinigung, die Studienbescheinigungen: ein Papier, das zeigt, dass man noch an der Universität studiert.
die Abgabe, die Abgaben: ein Termin, an dem Studierende eine Arbeit an der Universität abgeben müssen.
umfangreich: viel
auswendig: Wenn man etwas gelernt hat und es im Kopf hat, z.B. ein Gedicht.
sich gewöhnen an: hier: man lernt, die Situation zu akzeptieren
sich gewöhnen an: hier: man lernt, die Situation zu akzeptieren
lecker: es schmeckt gut
günstig: es kostet nicht viel Geld
der Imbissstand, die Imbissstände: ein kleines Geschäft auf der Straße, bei dem man Essen zum Mitnehmen kaufen kann.
vermeiden: hier: es ist normal, dass man diese Probleme hat, jeder hat sie
überwinden: hier: man lernt, mit der Situation umzugehen und wie man Probleme lösen kann
das Studienkolleg, die Studienkollegs: Das Studienkolleg bereitet ausländische Studierende sprachlich und fachlich auf ein Studium an deutschen Universitäten vor.
der Sachverhalt, die Sachverhalte: hier: das Thema
der Lernstoff, die Lernstoffe: alles, was man lernen muss
behandeln: hier: zum Thema haben
verzichten: man kann etwas nicht tun, weil man etwas Anderes machen muss
angsteinflößend: etwas, das Angst macht
versagen: etwas nicht schaffen, in den Tests schlechte Noten schreiben
mühsam: hart, viel
das Heimweh: ein trauriges Gefühl, das man hat, wenn man weit weg von zu Hause ist, und seine Stadt und seine Familie vermisst.
die Unterstützung, die Unterstützungen: hier: Hilfe
ununterbrochen: hier: immer, die ganze Zeit
der Fortschritt, die Fortschritte: hier: es gibt jetzt viele neue Technologien
die Erleichterung, die Erleichterungen: hier: man fühlt sich besser, die Familie macht das Leben einfacher
meistern: hier: mit dem Gefühl umgehen können, das Gefühl kontrollieren können
der Mega-Spaβ: sehr viel Spaß
die Küchenzeile, die Küchenzeilen: eine kleine Küche nur auf einer Seite des Zimmers
der Eigentümer, die Eigentümer: die Person, der das Gartenhaus gehört
gönnen: hier: eine Pause machen
die Mensa, die Mensen: ein spezielles Restaurant für die Studierenden, in dem das Essen nicht so teuer ist.
das Spätmittelalter: Mitte des 13. bis Ende des 15. Jahrhunderts
die frühe Neuzeit: die Zeit von 1450 bis 1650
die Kriegswirren: Das Chaos und die Zerstörung, die durch einen Krieg entsteht.
die Mahlzeit, die Mahlzeiten: wenn es Essen gibt
günstig: etwas, das nicht viel Geld kostet
das Gewicht, die Gewichte: wie viel etwas wiegt, z.B. 100 Gramm
bewerten: eine Note geben (sehr gut, gut, schlecht)
vernünftig: hier: es kostet nicht so viel
die Mensa, die Mensen: ein spezielles Restaurant für die Studierenden, in dem das Essen nicht so teuer ist
das Gewürz, die Gewürze: etwas, das man beim Kochen in das Essen tut, damit das Essen besser schmeckt, z.B. Salz oder Pfeffer.
das Gericht, die Gerichte: das Essen
die Zutat, die Zutaten: die Dinge, die man braucht, wenn man ein Rezept kochen möchte
sparsam: er kauft Essen ein, das nicht so viel kostet
sich das Ziel setzen: etwas, das er machen wollte
aufwendig: hier: ein Essen, bei dem man sehr viel Zeit braucht, um es zu kochen
der Entwurf, die Entwürfe: Da er Architektur studiert, ist hier z.B. eine Zeichnung für ein Haus gemeint.