Weltweit

#PASCHbleibtzuHause – ein kollektives Corona-Tagebuch

Zuhause Deutsch lernen: Ein Schreibtisch mit Vokabel-Klebezettel
© PASCH-net

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden, müssen Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt seit Wochen zu Hause bleiben. Unter dem Hashtag #PASCHbleibtzuHause und in einem Themenspezial auf dem Schülerzeitungsblog PASCH-Global berichten PASCH-Schülerinnen und -Schüler, wie sie die Folgen der Pandemie erleben, wie die Coronakrise ihren Alltag verändert und wie sie mit viel Kreativität die Krise überwinden.

Das Gemälde von Ana Bebić aus Kroatien auf PASCH-Global zeigt einen Menschen in einem farbenfrohen Raum, an seinem Knöchel eine Fußfessel mit schwerer Eisenkugel. Zu Hause bleiben, keine Freunde treffen, Online-Unterricht – einfach ist es nicht. Auf PASCH-Global und in den sozialen Netzwerken machen PASCH-Lernende aus aller Welt ihrem Frust und ihren Ängsten Luft.

Corona-Quarantäne © Ana Bebić

Erfahrungsaustausch in Zeiten von Corona

„Ich vermisse meine Freunde und Lehrer, ihre Geschichten und ihre Witze“, postet Huong aus Vietnam auf Instagram. Basima aus Pakistan schreibt auf PASCH-Global, dass die soziale Distanzierung der pakistanischen Bevölkerung schwer falle: „Unsere Kultur ist sehr warm und interaktiv. An jedem Wochenende gibt es [normalerweise] mindestens eine Feier.“ Und Fariz aus Indonesien hadert mit dem Homeschooling: „Ich empfinde die neue Situation als deutlich stressiger als den normalen Tagesablauf.“ In einem ausführlichen Bericht beschreibt Yesenia für die Schülerzeitung „Wortspiel“ aus Washington D.C., wie sich ihre Schule allmählich auf den Fernunterricht eingestellt hat: „Der Übergang zum Online-Unterricht war nicht für alle einfach. Viele Lehrerinnen und Lehrer mussten sich mit neuen Webseiten oder Programmen vertraut machen, die sie davor noch nie benutzt hatten.“ In einer Artikelreihe berichten tunesische Schülerinnen und Schüler für die Schülerzeitung „Stil Ô“ über ihren Tagesablauf in der Quarantäne.

Gemeinsam reflektieren die Schülerinnen und Schüler über neue Routinen, Schule, Digitalisierung, Familie, Haustiere, Apps, Langeweile und die Zukunft des Kinos.

Kreativ ohne Grenzen

Darüber hinaus motivieren sich die Lernenden gegenseitig zum Deutschüben und kreativen Höchstleistungen. Sie backen, kochen, zeichnen, malen, spielen Theater, fotografieren, häkeln, machen Sport und musizieren, meistens auf Deutsch.

In einer Backanleitung erklärt Yapirig aus Usbekistan die Zubereitung des traditionellen russischen Gebäcks „Kulitsch“ – nach einem Familienrezept. Adrett gekleidet und sogar mit Fliege um den Hals, geben Aditya und Aryav aus Indien auf Instagram eine Szene im Restaurant zum Besten. Anish, ebenfalls aus Indien, nimmt uns auf Instagram mit auf eine virtuelle Tour und stellt uns seine Familie und seine Freundinnen und Freunde vor.
 

  • Anish aus Indien
    © Anish
  • Anish mit seinen Eltern
    © Anish
  • Lieblingsgerichte von Anish
    © Anish
  • Freunde von Anish
    © Anish
  • Mit seinem originellen und humorvollen Beitrag aus Fotos, Zeichnungen und Texten hat er den Wettbewerb „Unlock your Creativity“ des Goethe-Instituts Indien gewonnen. Das PASCH-Ensemble Ägypten lässt sich auch in der Quarantäne nicht vom Singen abbringen. In einem Clip auf Instagram präsentiert der Chor das hawaiianische Kraftlied „E Malama“, das dazu auffordert, die Erde zu schützen. Der Clip beginnt mit einer Sängerin. Nach und nach schalten sich weitere Chormitglieder hinzu.

    Unter dem Hashtag #PASCHbleibtzuHause und dem PASCH-Global-Top-Thema„Corona-Pandemie“lassen sich diese und viele weitere Beiträge finden. Sie zeigen, wie aktiv und kreativ sich die PASCH-Lerngemeinschaft der Krise stellt.

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