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Fotowettbewerb in Mittelosteuropa: Werte und Welten

Gewinnerbeiträge
Jugendliche der 24 vom Goethe-Institut betreuten PASCH-Schulen in Mittelosteuropa waren aufgerufen, die Stimmung der Jugend auf Fotos festzuhalten. Aus 22 Einsendungen wurden die Sieger ausgewählt.


Was ist dir wichtig? Welche Themen, Personen, Dinge, Aktivitäten, Einstellungen, Probleme beschäftigen dich und deine Generation? Wenn du an deine Zukunft denkst, was wird dann wichtig sein? In welcher Welt lebst du? In welcher Welt möchtest du leben? Was ist dir mehr wert als alles andere? – Mit diesen Fragen beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler aus Mittelosteuropa im Rahmen des Fotowettbewerbs.

Gewonnen haben zwei Schülerinnen aus Ungarn und Litauen, Reka aus Györ und Ula aus Vilnius, mit zwei sehr ausdrucksstarken Fotos. Die beiden Gewinnerinnen fahren im Januar 2020 nach Berlin zu einer zweiwöchigen Jugendbegegnung mit deutschen und internationalen Jugendlichen.
Die teilnehmenden Jugendlichen sollten nicht nur Fotos einreichen, sondern auch kurz beschreiben, was darauf zu sehen ist. Hier die Beschreibungen der Fotografinnen:


Symbolbild: Junge Frau wird von gesellschaftlichen Erwartungen bedrängt

Reka: Verwirrung. Ich habe dieses Foto gewählt, denn das Thema ist für unsere Generation charakteristisch. Wir können uns nicht richtig ausdrücken und dadurch finden wir uns, unsere Ziele selbst nicht. Die heutigen Jugendlichen sind von diesen Problemen betroffen.


Symboldbild zur verschmutzten Welt
Ula: Auf der verschmutzten Erde umwickelt in Plastik, tauchen wir in den sozialen Netzwerken, um so viele Hashtags wie möglich zu sammeln. Wenn wir für kurz auftauchen und die Realität sehen, haben wir niemanden, der uns richtig zuhört. Deswegen nehmen wir Medikamente, welche uns nicht heilen, aber helfen… allerdings nur kurz.

Umweltschutz, der Umgang der Generationen miteinander und die Sorgen um die Zukunft trieben aber sehr viele Schülerinnen und Schüler um.


Hier noch einige andere Fotos, die die Jury überzeugt haben:

Nachhaltigkeit
Laura aus Lettland: Nachhaltigkeit. Ich habe dieses Foto gemacht, weil ich und meine Mitschüler das Problem der Naturverschmutzung sehr aktuell finden. Mit diesem Foto möchte ich zeigen, wie wichtig die Umwelt ist und dass wir sie beschützen müssen.

Ich denke, jeder muss daran denken, wie er oder sie weniger der Natur schadet. Zum Beispiel, ich kaufe keine oder ganz selten Plastikflaschen. Wenn ich einkaufen gehe, nehme ich meine Stofftasche mit. Für mich ist dieses Thema ganz wichtig. Wenn ich an meine Zukunft denke, möchte ich in unbeschädigter Umwelt mit grünen Wäldern und frischer Luft leben.

W - wir sollen die Lösung und nicht die Ursache der Umweltprobleme werden
A - Alle Lebewesen haben das Recht zu leben
L - Liebe
D - Demonstrationen reichen nicht, man muss aktiv handeln
In Lettland nehmen Wälder 52% der Fläche ein, das soll so bleiben!

 
Generation Sonnenschein
Julia aus Polen: Generation Sonnenschein: Optimistisch warten wir auf das, was kommt. Mit unserer Laune stecken wir andere an. Wir sind aktiv und stark, sowohl für uns selbst als auch für andere.

 
Die schönsten Träume
Egle aus Litauen: Die schönsten Träume: Ich habe kürzlich gemerkt, dass ich weniger träume. Ich habe weniger Träume über meine Zukunft, weniger Gedanken über die Welt um mich herum und weniger Träume über Dinge, die sowieso nicht passieren werden. Ich nehme an, dass es ziemlich beunruhigend ist, da Träume das tägliche Leben aufhellen.

Die Wissenschaftler sagen, dass die Träume viele Probleme lösen können. Dem stimme ich zu. Ich kann rationaler handeln, weil ich keine Angst habe, riskante Entscheidungen zu machen, wenn ich träume. Wir vergessen unsere Probleme im wirklichen Leben, wenn wir träumen, um schöne Träume zu haben. Auf diesem Foto schwebe ich in der Luft, als würde ich den schönsten Traum träumen.


Vermeer in der Schule
Vanda aus Ungarn: Vermeer in der Schule: Ich denke, unsere Generation ist in zwei extreme Gruppen geteilt. Eine Gruppe bilden die Teenager, die ihre Freizeit immer noch mit Lesen verbringen. Sie sind sensibler als Andere, phantasiereicher und kreativer. Oft sind sie aber allein, zurückhaltend.
24. Oktober 2019
Cordula Hunold
Goethe-Institut Prag
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