PASCH-net-Adventskalender 2017
„Die Reise nach Ägypten“ – eine Weihnachtsgeschichte

Autor: Hermann Schulz
Sprecherin: Julia Cortis
Illustration: Nina Tines

Nach der Untersuchung beriet er sich mit den Kollegen des Krankenhauses. Sie hatten viel Erfahrung. Wahrscheinlich war die Gesundheit des Kindes wegen mehrerer Dinge schlecht.

Er hat sein Leben lang nicht genug gegessen und auch nicht gut genug. Filemón hatte mehrere Krankheiten. Manche waren schon sehr schlimm und Doktor Fernando hatte Angst, dass der Junge vielleicht nicht wieder gesund wird.

Die beiden gingen ins La Mascota zurück. Hier gab Doktor Fernando Filemón alle notwendigen Medikamente. Er hoffte, dass sie dem Jungen wenigstens ein bisschen helfen, sich besser zu fühlen. Und er sagte seinen Mitarbeiterinnen, dass sie auf den Kleinen besonders gut aufpassen sollen.

„Mehr kann ich im Moment für ihn nicht tun. Vielleicht muss er sterben“, dachte Doktor Fernando traurig. Es kamen oft Kinder aus armen Familien ins Krankenhaus. Leider konnten Doktor Fernando und die Krankenschwestern ihnen dort nicht jedes Mal helfen. Das waren für sie immer traurige Tage.

Der Dezember kam, und alle Welt bereitete sich auf Weihnachten vor. Schwester Salvadora kontrollierte, dass die Zimmer der Kinder schön waren und weihnachtlich aussahen. In den Fluren hingen bunte Girlanden mit Lametta, Bilder von Engeln, leuchtenden Sternen, der Krippe, der
Heiligen Königen und Hirten mit ihren Schafen. Und natürlich gab es eine Weihnachtskrippe wie in jedem Jahr.

Am Heiligen Abend erzählte der Doktor immer in den fünf großen Krankenzimmern von La Mascota die Weihnachtsgeschichte. Und jedes Kind bekam ein kleines Geschenk. Darum kümmerten sich die Krankenschwestern, denn Doktor Fernando hatte zu viel zu tun.

Außerdem kaufte er sonst vielleicht unnötige Sachen und die Kinder freuten sich dann vielleicht gar nicht. Da hatten die Schwestern mehr Ahnung.

Jetzt war es wieder soweit. Fernando kam mit großen Schritten in den Raum. Die Krankenschwestern arbeiteten hier gerade. Er blickte auf die Wanduhr, ein Geschenk eines reichen Uhrenverkäufers.

„Was? Schon fünf Uhr, Schwester Salvadora!? Dann gehe ich jetzt mal durch die Zimmer. War alles ruhig bei unseren 40 Kleinen?“ „Eigentlich ja“, antwortete sie. „Nur wegen Filemón habe ich Angst. Er ist sehr unruhig und hat deswegen kaum etwas gegessen heute Abend. Ich habe versucht, ihm zu helfen, aber es hat nichts gebracht!“ „Was ist denn passiert? Geht es ihm schlechter?“, fragte der Arzt etwas nervös. Aber Schwester Salvadoras Antwort war ihm keine Hilfe.


Klicke morgen auf das nächste Türchen und erfahre, wie es weitergeht.