PASCH-net-Adventskalender 2017
„Die Reise nach Ägypten“ – eine Weihnachtsgeschichte

Autor: Hermann Schulz
Sprecherin: Julia Cortis
Illustration: Nina Tines

Dokotor Fernando wollte immer ein Krankenhaus nur für Kinder bauen. Er war arm und bat die reichen Leute um Geld. Und es dauerte nicht lange und er konnte eine alte Fabrikhalle kaufen. Sie lag am Ende einer Straße. Hier lebten die reichen Familien von Managua. Direkt hinter dem Gebäude waren die kleinen alten Häuser der Armen. Genau dort bauten die Bauarbeiter das Krankenhaus.

Sie waren schnell. Nach kurzer Zeit schon waren sie mit den Arbeiten fertig. Das Krankenhaus hatte fünf große Schlafräume, drei Büroräume, ein Badezimmer, eine Küche und eine Bodega, einen Raum für Bettwäsche, Kleidung und Medikamente; draußen einen Spielplatz und einen Garten für Heilkräuter. Er wollte das neue Krankenhaus „La Mascota“ nennen, das bedeutet „Die Glücksbringerin“!

Schon nach ein paar Wochen war das Krankenhaus fast voll. Viele Kinder kamen aus armen Familien, aber auch die Reichen gaben Doktor Fernando ihre Kleinen. Denn er war als der beste Kinderarzt in der Stadt bekannt!

Reich oder arm: für ihn waren alle gleich. An seiner Seite hatte er eine gute Mitarbeiterin, Krankenschwester Salvadora. Sie machte immer überall Ordnung, denn ihr Chef dachte oft an viele andere Sachen. Sie war gut mit Kindern und ein fröhlicher Mensch.

„Jedes Kind ist ein Edelstein“, sagte sie manchmal, und meinte es auch so. Schwester Salvadoras eigene Kinder waren schon erwachsen und sie konnte viel im Krankenhaus arbeiten. Für Fernando war sie die beste Hilfe!

Eines Morgens öffnete sie wie jeden Morgen die Eingangstür des Krankenhauses. Ein Junge saß auf der Treppe, er war vielleicht fünf oder sechs Jahre alt. Schwester Salvadora sah ihn zuerst nicht und wäre fast über ihn gefallen.

„Was machst du denn hier, mein Junge?“, fragte sie. Der Junge weinte: „Ich heiße Filemón und bin krank. Die anderen haben mich heute Nacht hierher gebracht.“ „Wer sind denn die anderen?“, fragte Schwester Salvadora. Filemón wollte nichts sagen. Sie fragte ihn Vieles, aber er gab keine Antwort.


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