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BIDS-Jahrestagung 2011: Perspektiven der Zusammenarbeit

© Gudrun Hüther© Gudrun Hüther
Anlässlich der Jahrestagung der BetreuungsInitiative Deutsche Auslands- und Partnerschulen II (BIDS) kamen Vertreter des Auswärtigen Amts, des Deutschen Akademischen Austausch Diensts (DAAD), der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), des Weltverbands Deutscher Auslandsschulen (WDA), des Sekretariats der Kultusministerkonferenz (KMK) sowie Hochschulvertreter und Motivationsstipendiatinnen zusammen, um sich über ihre Erfahrungen aus drei Jahren BIDS auszutauschen.

Die Bilanz der Partner, die sich am 10. und 11. Oktober im Bonner Gustav-Stresemann-Institut trafen, fiel einstimmig aus: BIDS ist erfolgreich und sollte weitergeführt werden. Das im Jahr 2000 gefasste Ziel einer grundsätzlichen Ausweitung der Bildungspolitik zur Stärkung des Studien- und Hochschulstandorts Deutschland wurde durch BIDS erfüllt. Das machte Dr. Gisela Schneider, Leiterin der Gruppe "Germanistik und Deutsche Sprache im Ausland" im DAAD, schon in ihrer Begrüßung deutlich: "Aus unserer Sicht ist BIDS ein sehr gelungener Versuch, zwei Bildungsteilsysteme miteinander zu verbinden: also einerseits die Deutschen Schulen im Ausland und auf der anderen Seite die Hochschulen hier in Deutschland."

Die Initiative wurde 2008 vom DAAD ins Leben gerufen, um über die Vergabe von DAAD-Vollstipendien für ein mehrjähriges Studium hinaus eine noch größere Anzahl von Absolventen der Deutschen Auslands- und Sprachdiplomschulen für ein Studium in Deutschland zu gewinnen. Seither konnten 49 Projekte realisiert werden; 20 davon befinden sich in der aktuellen und bis Anfang 2012 laufenden Förderung. Die Zahl der dem DAAD gemeldeten Kontakte zwischen Deutschen Schulen im Ausland und Hochschulen in Deutschland lag Ende 2010 bei deutlich über 200. Für 2011 ist der Rücklauf noch nicht abgeschlossen.

Einigkeit auf allen Ebenen

Die positive Einschätzung wurde von den Teilnehmern der Podiumsrunde einhellig geteilt. Beate Pasch, Referat Wissenschaft und Hochschulen im Auswärtigen Amt, Reinhard Löchelt, Fachbereichsleiter Pädagogisches Personal / Öffentlichkeitsarbeit der ZfA, Thilo Klingebiel, Geschäftsstellenleiter WDA und Yvonne Büscher, Auslandsschulreferat des Sekretariats der KMK betonten nicht nur die Bedeutung der Initiative für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, sie sprachen sich auch grundsätzlich für den Ansatz aus, Schulen und Hochschulen im In- und Ausland künftig noch stärker miteinander zu verknüpfen.

"Es ist ein riesiger Bedarf, der auf diese Weise gedeckt worden ist", sagte Reinhard Löchelt, und fügte hinzu: "Da wurde Vertrauen aufgebaut zwischen konkreten Ansprechpartnern auf Seiten der Hochschule, den Schülern und den Verantwortlichen an den Schulen; es kam bis heute eine Bewegung in Gang, die bei den Eltern, aber ich denke auch bei den Studenten und Schülern, auf eine große Resonanz gestoßen ist."

Ungewisse Zukunft

Insgesamt sehen alle Diskutanten das Projekt auf einem guten Weg. Nach Anfangsschwierigkeiten wie etwa beim Informationsaustausch sei BIDS inzwischen sowohl an den Hochschulen, als auch an den Deutschen Auslandsschulen bekannt: "Mein Eindruck ist, dass das Wissen an den Hochschulen um diese Zielgruppe und um diese potenziellen Studierenden nun viel stärker vorhanden ist", so Schneider. Die Fortführung des Projekts und die eingesetzten finanziellen Mittel seien deshalb eine richtige und wichtige Bildungsinvestition.

Im Austausch mit Hochschulverantwortlichen und Motivationsstipendiatinnen äußerten die Tagungsteilnehmer Vorschläge und Ideen, wie das Projekt fortgeführt und verbessert werden könnte. Sollten die finanziellen Voraussetzungen gegeben sein, so Dr. Gisela Schneider, wird BIDS auch über das Jahr 2011 hinaus eine Zukunft haben.

Datum: 13.10.2011
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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