Archiv 2012

PASCH in Mexiko: Schüler treffen Autorinnen und Autoren aus Deutschland

Schüler stöbern in Büchern | © Deutsche Schule MexikoSchüler stöbern in Büchern | © Deutsche Schule Mexiko
Mexikanische Deutschlernende freuten sich auf ein Gespräch mit Doris Dörrie, dichteten mit dem Slam-Poeten Bas Böttcher und trafen sich zur „Russendisko“ mit Wladimir Kaminer.

Schülerinnen und Schüler verschiedener PASCH-Schulen in Mexiko haben auf der „Internationalen Buchmesse Guadalajara“ deutsche Autoren befragt und in vier Workshop-Blöcken eine eigene „Poetry-Slam“-Produktion entwickelt.

Dabei nahmen am PASCH-Projekt nicht nur Schülerinnen und Schüler von Deutschen Auslandsschulen und Sprachdiplomschulen teil, sondern auch Jugendliche, die auf öffentlichen mexikanischen Schulen gerade erst mit dem Deutschlernen begonnen haben. „Im Idealfall erwachsen hier ein paar neue Freundschaften“, hofft Dieter Jaeschke, Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA). Denn darum geht es bei dem Projekt, das Jaeschke gemeinsam mit seiner Kollegin Diana Petermann, Expertin für Unterricht des Goethe-Institutes Mexiko, organisiert hat. Ziel ist es, dass junge Mexikaner nicht nur Sprache erkunden und kreativ erproben, sondern auch ihre durchaus unterschiedliche soziale Herkunft überwinden und sich kennenlernen und austauschen.

Workshop an der Deutschen Schule

Im Mehrzweckraum der Deutschen Schule Guadalajara, die den PASCH-Workshop beherbergt, sieht es ganz danach aus. Durch die euphorische Moderation des Slam-Poeten Böttcher scheint es schon nach kurzer Zeit so, als würden sich die Jugendlichen schon länger kennen. Am Vortag waren sie aus vielen Orten Mexikos angereist. Einem kurzen Kennenlernen war der erste Messebesuch gefolgt, dabei hatte die Regisseurin und Autorin Doris Dörrie zu ihrem Film „Bin ich schön?“ Rede und Antwort gestanden.

Schülerinnen und Schüler bei einer Aufführung | © Deutsche Schule Mexiko

Als nächstes steht Poetry Slam auf dem Programm. Bas Böttcher sensibilisiert die Jugendlichen für Rhythmen und Reime, steht mitten im Pulk und dirigiert zungenbrecher-verdächtige Sprechgesänge. Später geht er von Tisch zu Tisch und berät die Kleingruppen. Freudig erwartet wird auch der deutsch-russische Autor Wladimir Kaminer („Russendisko“, „Militärmusik“), der die PASCH-Gruppe in der Deutschen Schule besucht. Immer wieder gibt es Lacher, wenn Kaminer in seiner trockenen Art die schönsten Kapriolen des Berliner Schulalltags karikiert. „Deutschland ist ja gar nicht so ernst, wie immer gesagt wird“, strahlt Sebastian vom Campus Xochimilco der Deutschen Schule Mexiko. Schnell entwickelt sich ein Gespräch über Stereotypen und Klischees, „Alemania versus México“.

Schönheit der Deutschen Sprache

Stolz präsentieren die Jugendlichen am letzten Tag vor Gästen im Auditorium der Schule ihre Texte, die mal kritisch, mal witzig, mal sehr poetisch ausgefallen sind: „Die Sterne, sie scheinen wie eine Laterne. Das machen sie nur für uns, so gerne…“. Katharina Herzig, Deutschdozentin an der Universität Guadalajara, zeigt sich vom Projekt begeistert: „Das ist wirklich mal ein gelungenes Beispiel, für die Schönheit der deutschen Sprache zu sensibilisieren.“

In Mexiko werden vier Sprachdiplomschulen und fünf Deutsche Auslandsschulen von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 23.01.2012
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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