Archiv 2012

Georgische DSD-Schülerinnen beim Zukunftskongress „Chance Europa 2020“

Live Performance einiger Teilnehmerinnen | © Lizi MamradzeLive Performance einiger Teilnehmerinnen | © Lizi Mamradze
Im Dezember fand in Berlin der Zukunftskongress „Chance Europa 2020“ statt.

„Chance Europa 2020“ ist ein Projekt des Jugendzentrums FEZ-Berlin und des Instituts für prospektive Analysen e.V., das durch die Europäische Union sowie das Auswärtige Amt gefördert wird. Mit dabei: acht Schülerinnen einer georgischen Sprachdiplomschule. Ziel des Projektes ist es, Jugendlichen eine Plattform für einen offenen, glaubwürdigen und konstruktiven Dialog zu Themen zu bieten, die sie unmittelbar betreffen. Die offiziellen Schwerpunkte und Ziele der Europapolitik sollen auf diese Weise mit jungen Perspektiven bereichert werden.

Auch Schülerinnen der von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) geförderten 20. Öffentlichen Schule Tiflis hatten sich um die Teilnahme am Zukunftskongress beworben. Insgesamt vier Schülergruppen der Klassenstufe 11 reichten dazu Projektideen zu verschiedenen Zukunftsfragen ein. Zwei der Teams, bestehend aus jeweils vier Deutschlernerinnen, wurden zum Kongress eingeladen, denn ihre Ideen zu Politik und Diskriminierung hatten die Juroren überzeugt.

Belohnt wurden die Sprachdiplom-Schülerinnen mit vier erlebnisreichen, arbeitsintensiven und unvergesslichen Tagen in Berlin. „Die große Erfahrung, eine tolle Zeit, neue Freunde, die besten Lehrer, die interessanteste Gruppenarbeit, viel Spaß, die Arbeit im Tonstudio und viele kreative Ideen ... Das alles ist „Chance Europa 2020!“, so fasst eine der Schülerinnen aus Tiflis, Lizi Mamradze, ihre Eindrücke zusammen. Die Veranstalter zeigten sich begeistert von den Sprachkenntnissen, der Kreativität und dem Engagement der georgischen Teilnehmerinnen.

Riesengroßer Erfolg

„Übergänge“, „Miteinander“, „Krise“, „Umweltschutz“ und „Beteiligung“ lauteten die Themen des Kongresses. „Jede von uns bekam ein fremdes Thema, was sie nicht für die Bewerbung vorbereitet hatte. Dadurch entstanden auch neue und gemischte Gruppen. Die Gruppen wurden dadurch international. Wir haben mit Deutschen, Schweizern und Türken zusammengearbeitet“, berichtet Lizi. Unter fachkundiger Anleitung verarbeiteten die Sprachdiplom-Schülerinnen in Lizis Gruppe das Thema „Umweltschutz“ in einem Rap-Song, der anschließend im Tonstudio der Landesmusikakademie aufgenommen wurde. Auch eine eigene Radiosendung mit den jungen Deutschlernerinnen zum Thema Georgien wurde produziert und auf Radio „Jojo“ gesendet.

Präsentiert wurden die Projekte im Auswärtigen Amt. Lizi und ihre Mitschülerinnen sind begeistert: „Auf der Abschlusszeremonie konnte unsere Gruppe als eine der erfolgreichsten Gruppen auftreten und eine Life- Performance von unserem Rap zum Besten geben. Es war ein riesengroßer Erfolg!“

Acht Sprachdiplomschulen in Georgien

Auch die in Georgien eingesetzte ZfA-Fachberaterin Kerstin Scheffler freut sich über die Teilnahme der Deutschlernerinnen, die sich auf die Prüfungen zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz vorbereiten. „Ich danke den Organisatoren des Kongresses, insbesondere Beate Schneider. Dank ihres persönlichen Engagements durften sich die georgischen Schüler zur Kongressteilnahme bewerben. Herzlichen Dank auch an die von der ZfA entsandte Deutschlehrerin, Kerstin Unseld, die ihre Schülerinnen für das Projekt begeisterte.“

In Georgien werden acht Sprachdiplomschulen und eine Deutsche Auslandsschule von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 13.01.2012
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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