- Wie viele Partnerschulen gibt es?
- In welchen Ländern gibt es Partnerschulen?
- Was will die Initiative erreichen?
- Warum brauchen wir eine internationale Lerngemeinschaft?
- Warum sind an der Partnerschulinitiative verschiedene Träger beteiligt?
- Können auch Schulen in Deutschland Partner werden?
- Warum lohnt es sich, Deutsch zu lernen?
- Wie wird man Mitglied im Partnerschulnetzwerk?
- Was sind die Vorteile für die Schule, wenn sie Partner ist?
- Welche Vorteile gibt es für Schülerinnen und Schüler?
- Welche Abschlüsse kann man an den Partnerschulen ablegen?
Wie viele Partnerschulen gibt es?
Das Partnerschulnetz umfasst weltweit rund 1.500 Schulen. Dazu gehören die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreuten 140 Deutschen Auslandsschulen und 870 nationalen Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz anbieten. Rund 500 weitere Schulen betreut das Goethe-Institut.
Stand: Januar 2012
In welchen Ländern gibt es Partnerschulen?
Das Netz der Partnerschulen spannt sich über die ganze Welt, schwerpunktmäßig gibt es Partnerschulen in den Wachstumsregionen, in denen Deutschland zukünftig stärker präsent sein möchte (Asien und GUS, Golfregion, Naher und Mittlerer Osten sowie Mittel- und Osteuropa).
Was will die Initiative erreichen?
Das Netz von Deutschen Auslandsschulen und Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom anbieten, wird gestärkt und erweitert. Darüber hinaus wird die schulische Zusammenarbeit ausgebaut, um in den nationalen Bildungssystemen Deutsch als Fremdsprache weiter zu festigen. Die Initiative will bei jungen Menschen Interesse und Begeisterung für das moderne Deutschland und seine Gesellschaft wecken. Sie will lebendige und langfristige Bindungen zu Deutschland aufbauen und die Schulen, ihre Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler zugleich zum offenen Gedankenaustausch und zur Zusammenarbeit untereinander anregen. Unsere Partnerschulen im Ausland wollen damit auch den Weg zu einer internationalen Lerngemeinschaft bereiten.
Warum brauchen wir eine internationale Lerngemeinschaft?
Interesse an- und Verständnis für einander schaffen. Offenheit gegenüber der Vielfalt der Kulturen und Toleranz gegenüber der jeweiligen Eigenständigkeit schließen sich nicht aus. Um das noch besser zu begreifen, benötigen wir Orte der Verständigung, des gemeinsamen Lernens und der gemeinsamen Kreativität. Je früher wir uns als eine internationale Lerngemeinschaft begreifen, umso besser werden wir gemeinsamen Zukunftsprobleme lösen.
Warum sind an der Partnerschulinitiative verschiedene Träger beteiligt?
Die Initiative eröffnet Lernenden an den Partnerschulen attraktive Bildungsperspektiven, für Deutschland die Chance, bei jungen Menschen Interesse und Begeisterung für Deutschland und seine Gesellschaft zu wecken. Um diesen Bildungsweg möglichst breit anzulegen, bringen die Träger ihre unterschiedlichen Kernkompetenzen ein – von der Implementierung und Stärkung des Deutsch-als-Fremdsprache-Unterrichts über die Hinführung zu deutschen Bildungsabschlüssen bis zu Stipendien für ein Studium in Deutschland. Ausgebaut werden auch Kooperationen und Netzwerke zwischen Schulen im Ausland und deutschen Hochschulen, die ein großes Interesse an gut vorgebildeten Studierenden haben.
Können auch Schulen in Deutschland Partner werden?
Mitglieder des Partnerschulnetzwerks sind ausschließlich Schulen außerhalb Deutschlands. Zugleich ist aber auch eine stärkere Vernetzung von Schülerinnen und Schülern in Deutschland mit den Lernenden an Schulen in ausländischen Bildungssystemen, die Interesse an Deutschland und Deutschunterricht haben, gewollt. Deshalb bieten die Träger der Partnerschulinitiative den Mitgliedsschulen vielfältige Möglichkeiten, sich nicht nur untereinander, sondern auch mit Deutschland zu vernetzen. Beispiele hierfür sind die Schulpartnerschaften und Hospitationsprogramme des Pädagogischen Austauschdienstes oder die internationalen Jugendkurse des Goethe-Institutes, an denen auch deutsche Jugendliche teilnehmen.
Warum lohnt es sich, Deutsch zu lernen?
Global gesehen gehört Deutsch auf einer Werteskala von circa fünftausend existierenden Sprachen zu den zehn wichtigsten der Welt. Der „Wert“ einer Sprache wird dabei anhand von Faktoren wie Demografie (Zahl der Muttersprachler), Ökonomie (Handels- und Investitionsströme, aber z. B. auch: Zahl der Sprecher mit zweiter Fremdsprache), Kultur (hier besonders das Image einer Sprache) u.Ä. gemessen. Bei der Sprachanwendung im Internet steht Deutsch (nach Englisch, Chinesisch und Spanisch) an vierter Stelle. Und schließlich ist Deutsch mit circa 100 Millionen Sprechern die meist gesprochene Muttersprache in Europa und (nach Englisch) die meist gesprochene Fremdsprache in der EU. Darüber hinaus erhält man mit der deutschen Sprache einen Schlüssel zu einem attraktiven Sprachraum mit moderner Wirtschaft, Technik und Kultur und einer vielfältigen Gesellschaft.
Wie wird man Mitglied im Partnerschulnetzwerk?
Um eine offizielle Mitgliedschaft in der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ kann sich jede Schule bewerben, die bereits Deutsch als Fremdsprache anbietet oder künftig anbieten möchte.
Das sollte eine Partnerschule einbringen:
- die Bereitschaft, sich an Maßnahmen, die Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften zugute kommen, zu beteiligen,
- die Bereitschaft der Lehrkräfte, sich sprachlich und didaktisch fortzubilden,
- die Bereitschaft, den internationalen Austausch zu unterstützen und Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an Jugendkursen in Deutschland zu ermöglichen.
Wenn Ihre Schule Deutschunterricht anbietet oder daran interessiert ist, diesen einzuführen und gerne Mitglied werden möchte, sollte sie sich an das nächste Goethe-Institut, die Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen oder an die deutsche Auslandsvertretung wenden.
Was sind die Vorteile für die Schule, wenn sie Partner ist?
Partnerschulen werden dabei unterstützt, Deutsch als Schulfach auszubauen bzw. neu einzurichten. Sie können moderne, multimediale Lern- und Landeskundematerialien und im Bedarfsfall technische Geräte erhalten. ZfA, GI und PAD unterstützen die Schule bei der Sicherung der hohen Qualität des (Deutsch)unterrichts durch Lehrerfortbildungen, Maßnahmen zur Schulentwicklung, Schulpartnerschaften und Hospitationsprogramme. Die Mitgliedsschulen können zudem auf die Kompetenz von Fachberatern und Experten für Unterricht zurück greifen, die die Schülerinnen und Schüler sowie die Deutschlehrkräfte unmittelbar vor Ort und im Land optimal betreuen.
Welche Vorteile gibt es für Schülerinnen und Schüler?
Durch die Mitgliedschaft ihrer Schule im Partnerschulnetzwerk haben sie die Chance, über das Netzwerk schon früh vielfältige internationale Kontakte mit Schülern anderer Partnerschulen zu knüpfen.
Besonders engagierte Schülerinnen und Schüler werden zusätzlich gefördert: durch Einladungen zu Sommerjugendkursen in Deutschland, durch die Teilnahme an einer internationalen Deutscholympiade und ähnlichen Wettbewerben oder durch den Erhalt attraktiver Prämien. Die Möglichkeit, die deutsche Sprache und den deutschen Kulturraum kennenzulernen, kann für fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler die Perspektive für ein Studium in Deutschland – eventuell sogar mit einem Vollstipendium des DAAD – und eine darauf aufbauende Karriere eröffnen.
Welche Abschlüsse kann man an den Partnerschulen ablegen?
Abschlüsse, die an den Partnerschulen erworben werden können, richten sich nach den Gegebenheiten vor Ort. Sie reichen vom Abitur bei großen Schulen mit deutschem Unterrichtsangebot bis zum Deutschen Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz oder anderen Abschlussprüfungen bei Schulen mit verstärktem Deutschunterricht. Mit diesen Abschlüssen sind teilweise auch Berechtigungen zur Aufnahme eines Studiums in Deutschland verknüpft.







