Projekte

Fußballer(alb)träume – ein deutsch-senegalesisches Austauschprojekt

Schülerinnen und Schüler aus Osterode am Harz und Kaolack haben sich im Rahmen ihrer Schulpartnerschaft filmisch mit der Migration afrikanischer Fußballspieler nach Europa auseinandergesetzt.

Vorüberlegungen: Warum Fußball?

Der Sport hatte sich in der bisherigen Kommunikation zwischen Osterode und Kaolack als größte und emotionalste Schnittmenge herauskristallisiert, sodass Schülerinnen und Schüler auf beiden Seiten gerne in diesem Bereich ein Projekt durchführen wollten. Die Projektidee „Fußballer(alb)träume“ ist aus dem Unterricht erwachsen und bot die einmalige Chance ein möglicherweise auch medial aufrüttelndes Thema anzusprechen, nämlich den Handel mit afrikanischen Fußballern.

„Das Geschäft mit der Hoffnung junger Afrikaner“ (so die Organisation „foot solidaire“) war ein Thema, das die Lernenden fesselte und zu einem echten Perspektivenwechsel anregte. Den Beteiligten sollte deutlich werden, dass die goldene Karriere in Europa nicht jedem vergönnt ist und dass die Vielzahl der Gescheiterten einen echten Albtraum in einem fremden Land, ohne Sprachkenntnisse und sozialem Umfeld erleben. Neben den Motiven für die Migration von Afrika nach Europa sollten vor allem Erfolgs- und Misserfolgsgeschichten kontrastiert und nach möglichen Lösungen für dieses Problem gesucht werden.

Das Projekt


Die Schülerinnen und Schüler des Tilman-Riemenschneider-Gymnasiums und des Lycée Valdiodio NDiaye und Cours Privé Mboutou SOW arbeiteten an ihrem gemeinsamen Projekt „Fußballer(alb)träume“, indem sie Interviews vorbereiteten, recherchierten und Rollenspiele zum Thema ausarbeiteten. Das Lernen mit- und voneinander hat wunderbar geklappt. Die Interviews mit den Fußballspielern Mame Biram Diouf (heute Stoke City) in Hannover und Babacar N´Diaye in Münster haben sich sehr kurzfristig ergeben und das Projekt inhaltlich bereichert. Die Interviews und Vorabrecherchen (unter anderem in Kaolack) haben die Schülerinnen und Schüler zu Rollenspielen angeregt, mit denen sie das typische Szenario nachspielen wollten.


Am Ende wurden Ratschläge erteilt, die junge Träumer in Afrika davon abhalten sollen, auf Verlangen dubioser Agenten nach Europa zu kommen und hier in eine Falle zu tappen. Die deutsch-senegalesische Projektgruppe hat sich als echtes Expertenteam erwiesen, man ergänzte sich trotz sprachlicher Hürden, wo es nur ging und diskutierte ein realistisches Europabild. Die Gäste berichten seitdem in Kaolack von ihren Erfahrungen und klären junge Spieler darüber auf, dass etliche Hürden in Europa warten, dass man nie nur auf den Fußball setzen und die Schule vernachlässigen sollte und dass man Anzugträger am Sandplatz kritisch prüfen muss.

Tobias Rusteberg, Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz;
Elhadj Mamadou Diouf, Lycée Valdiodio NDiaye, Kaolack, Senegal
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