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Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

Die ZfA fördert und betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Bundesländer weltweit zurzeit 140 Deutsche Auslandsschulen sowie rund 1.100 nationale Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz anbieten.

Aktivitäten der ZfA im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“

Deutsche Auslandsschulen

  • Zurzeit 140 Deutsche Auslandsschulen in 72 Ländern mit rund 22.000 deutschen Schülerinnen und Schülern sowie 60.000 nicht-deutschen Schülerinnen und Schülern
  • Beratung bei den Neugründungen
  • Aufbau neuer Sekundarstufen II
  • Ausbau von Ganztagsangeboten
  • Einführung neuer Schulabschlüsse: Deutsche Internationale Abiturprüfung, Gemischtsprachiges International Baccalaureate mit Deutsch (GIB)
 

Sprachdiplomschulen (DSD-Schulen)

  • rund 1.100 DSD-Schulen in 67 Ländern (in den jeweiligen nationalen Bildungssystemen)
  • zusätzlich: Lehrkräfte, Fachberaterinnen und Fachberater sowie Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter für Deutsche Auslandsschulen
 

Schulabschlüsse

An vielen Schulstandorten kann auch im Ausland das deutsche Abitur oder die Deutsche Internationale Abiturprüfung abgelegt werden. Diese Abschlüsse führen zur deutschen Allgemeinen Hochschulreife und öffnen die Tür zu deutschen Hochschulen und Universitäten. An Schulen, die kein Abitur oder keine Deutsche Internationale Abiturprüfung anbieten, können Schülerinnen und Schüler häufig das Gemischtsprachige International Baccalaureate ablegen. Dieser Abschluss ist dem deutschen Abitur gleichgestellt und ebenfalls als Hochschulzugang in Deutschland anerkannt.

Neben dem Sekundarabschluss II des jeweiligen Gastlandes kann an Begegnungsschulen oder Schulen mit verstärktem Deutschunterricht auch das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz (DSD) Stufe II (B2/C1 nach dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen) abgelegt werden.

Deutsche Internationale Abiturprüfung

Die Deutsche Internationale Abiturprüfung verbindet zwei Komponenten: Mit dem deutschen Abitur erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Qualitätszertifikat, das weltweit Anerkennung findet. Es gilt weltweit als gleichwertig mit allen nationalen und internationalen Sekundarschulabschlüssen.

Beim Deutschen Internationalen Abitur werden bis zu 50 Prozent des vorbereitenden Fachunterrichts auf Englisch, Spanisch oder der Landessprache erteilt. Durch diese bilinguale Komponente ist die Deutsche Internationale Abiturprüfung die passende Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung. Absolventinnen und Absolventen Deutscher Schulen im Ausland haben so noch bessere Zukunftschancen, denn sie erhalten ein Abitur „plus“.

Das Auswärtige Amt, die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und die Kultusministerkonferenz (KMK) unterstützen die Schulen schon seit Jahren intensiv beim Ausbau der Deutschen Internationalen Abiturprüfung.

Gemischtsprachiges International Baccalaureate (GIB)

Die PASCH-Initiative ermöglicht den Deutschen Auslandsschulen auch den Ausbau von Prüfungsangeboten, wie dem Gemischtsprachigen International Baccalaureate (GIB).

Vor allem für Deutsche Schulen im Ausland, die bisher kein deutsches Abitur anbieten konnten, aber auch für Schulen mit verstärktem Deutschunterricht, die kaum deutsche Schülerinnen und Schüler haben, ist das GIB die passende Alternative. Es wird zur Hälfte in deutscher, zur anderen Hälfte in spanischer bzw. englischer oder französischer Sprache abgelegt und verleiht eine weltweite Hochschulzugangsberechtigung – auch in Deutschland.

Bislang wird das GIB an 27 Deutschen Auslandsschulen angeboten, 19 Schulen davon in Lateinamerika, eine in der Türkei, vier im Nahen Osten, eine in Asien, eine in Australien und eine in Afrika. An fünf weiteren Deutschen Schulen ist es in Vorbereitung, davon vier im Nahen Osten und eine in der Türkei. Im Rahmen der PASCH-Initiative werden weitere Schulen diesem Beispiel folgen.

 

Deutsches Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz

Das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz kann von Schülerinnen und Schülern im Ausland als Nachweis deutscher Sprachkenntnisse in zwei Stufen erworben werden. Stufe I (entspricht dem B1-Niveau des Gemeinsamen Referenzrahmen für Sprachen in Europa – GeR) gilt als Nachweis der Deutschkenntnisse, die zur Aufnahme in ein Studienkolleg erforderlich sind. Stufe II wird in den obersten Klassen von Sekundarschulen abgelegt. Das Niveau entspricht den Stufen B2/C1 des GeR und gilt laut Beschluss der Kultusministerkonferenz als Nachweis der für ein Hochschulstudium in der Bundesrepublik Deutschland erforderlichen Deutschkenntnisse.

Im Jahr 2013 haben 350.500 Schülerinnen und Schüler an DSD-Schulen weltweit Deutsch gelernt. 59.000 DSD-Prüfungen wurden dabei abgelegt - 7.400 an Deutschen Auslandsschulen, 20.400 an DSD-Schulen.

Die Testaufgaben werden von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Bonn erstellt, die Durchführung liegt bei den Deutschlehrkräften vor Ort.

Der Aspekt der Qualitätssicherung bekommt im Rahmen der DSD-Prüfung einen wichtigen Stellenwert: Das DSD soll Leistungsstandards setzen und damit auch den Unterricht in anderen Fremdsprachen positiv beeinflussen.

Die Sprachdiplomprüfung ist also mehr als eine Sprachfeststellungsprüfung. Sie wirkt in Ziele und Inhalte des Deutschunterrichts in vielen Ländern hinein und ermöglicht eine weltweite Vergleichbarkeit der Leistungen. Sie kann als Gradmesser für den Erfolg des Deutschunterrichts an einer Schule betrachtet werden und ist von daher auch ein wichtiges Kriterium zur Feststellung der Förderungswürdigkeit von Schulen.

 

Fachberaterinnen und Fachberater

Insgesamt 54 Fachberaterinnen und Fachberater der ZfA sind weltweit tätig. Auf Einladung des jeweiligen Gastlandes betreuen sie Schulen des einheimischen Bildungssystems, die ein erweitertes Deutschprogramm anbieten.

Die Fachberaterinnen und Fachberater übernehmen vielfältige Aufgaben: Sie organisieren Fortbildungen für einheimische Lehrkräfte des Gastgeberlandes, beraten die Deutschfachschaften der Schulen, organisieren und koordinieren die Vergabe von Stipendien und arbeiten eng beratend mit den Bildungsbehörden der Gastgeberländer zusammen. Außerdem tragen sie zur Vernetzung der DSD-Schulen in den einzelnen Ländern bei.

Mit ihrer Arbeit tragen die Fachberaterinnen und Fachberater im Besonderen zum kulturellen Austausch bei. So koordinieren sie ein Programm, welches den Einsatz von 150 Landesprogrammlehrkräften im Rahmen des Lehrerentsendeprogramms der Bundesländer an Schulen in Mittelosteuropa, den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), der Türkei und China ermöglicht.

 

Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter

Im Rahmen der PASCH-Initiative werden Deutsche Schulen im Ausland auf besondere Art bei der Qualitätsentwicklung unterstützt, um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern.

Die Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter sind Teil des fachlichen Unterstützungssystems von Bund und Ländern zur Sicherung und Entwicklung der Qualität Deutscher Auslandsschulen. Sie sind jeweils für einen regionalen Verbund Deutscher Auslandsschulen zuständig.

Die Prozessbegleiter leisten einen wesentlichen Beitrag zur systematischen Qualitätsentwicklung der betreuten Deutschen Auslandsschulen in den Bereichen Unterrichtsentwicklung, Personalentwicklung, Organisationsentwicklung sowie des allgemeinen Qualitätsmanagements. Daneben sind sie für die Regionale Fortbildung (ReFo) der betreuten Deutschen Auslandsschulen zuständig und unterstützen sie bei der Konzeption, Durchführung und Administration von regionalen Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen.

 

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der ZfA:

Rolf Kohorst (Deutsche Auslandsschulen)
Telefon: 0228 99 - 358 - 8724 oder +49-0221-758-8724
Rolf.Kohorst@bva.bund.de

Heike Toledo (DSD-Schulen)
Telefon: 0228 99 - 358 - 8631 oder +49-0221-758-8631
Heike.Toledo@bva.bund.de

Bundesverwaltungsamt
Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
Besucheradresse: Husarenstraße 32, 53117 Bonn
Postadresse: Bundesverwaltungsamt, 50728 Köln

 
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