Lernen an der Uni

Tutorium Internationales – Austausch und Vorbereitung auf das Studium


Siyana Dimitrova aus Bulgarien hat im ersten Semester an der Hochschule Magdeburg-Stendal ein Seminar besucht, das deutsche und ausländische Studierende zusammenbringt.

Sie fand das Tutorium Internationales sehr hilfreich, auch als Vorbereitung auf ihr Journalismus-Studium.

Was ist typisch für ein Tutorium Internationales? Wie läuft es ab? Wer führt es durch?

Das Seminar Tutorium Internationales ermöglicht es Studierenden andere Kulturen kennenzulernen und international zu denken. Am Seminar nehmen ausländische Studierende sowie Deutsche teil und lernen auf diese Weise voneinander. In meinem Seminar gab es Studierende aus Griechenland, Jordanien, Frankreich, Polen, Bulgarien, Russland und Deutschland. Während des ganzen Seminars hielten wir Vorträge und Präsentationen, durch die wir viel über die Geschichte, Sitten und Bräuche der einzelnen Länder erfuhren. Geleitet wurde das Seminar von zwei Studierenden. Die Veranstaltung besuchte ich fakultativ im ersten Semester, weil ich auch zu der Gruppe der Incomings gehöre, obwohl ich in Magdeburg nicht nur für ein Semester bin, sondern mein ganzes Studium hier abschließe.

Für mich war das Tutorium Internationales sehr nützlich. In der heutigen Gesellschaft ist die interkulturelle Kompetenz von großer Bedeutung. Für die Teilnahme an dem Tutorium konnte man drei zusätzliche Credits bekommen, allerdings nur, wenn man eine Hausarbeit verfasste.

Das gefällt mir besonders am Tutorium Internationales.

Das Highlight des Tutoriums war für mich der Länderabend, den wir als Abschlussprojekt organisierten und gestalteten. Mit meiner Gruppe stellten wir Bulgarien mit dem Thema „Vier Jahreszeiten“ vor. Jeder aus der Gruppe gab sich viel Mühe, das zusammen ausgewählte Land so interessant und kreativ wie möglich zu präsentieren. Für mich persönlich war das ein großer Erfolg, da ich auf diese Weise nicht nur etwas für mich machte, sondern auch für die anderen Studierenden und Gäste des Abends. Eine Kommilitonin von mir sagte: „Siyana, ich habe nie gedacht, dass Bulgarien so ein schönes Land ist.“

Das gefällt mir nicht so.

Das Einzige, was mir nicht gefiel, war das unterschiedliche Sprachniveau. Das war natürlich klar, weil an dem Tutorium auch Studierende teilnahmen, die nur für ein Semester in Deutschland waren und gar keine Deutschkenntnisse hatten. Es war aber gut, dass sie Lust hatten, viel zu lernen und sich zusätzlich zu engagieren. Bei den Präsentationen klappte es leider nicht immer, weil wir jedes Mal in unterschiedlichen Gruppen arbeiteten. Und wenn jemand die Sprache nicht so gut konnte, dann konnte die ganze Gruppe ihre Ideen nicht wirklich entwickeln.

Mein Tipp für Studierende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, um von dieser Veranstaltung zu profitieren.

Einer der größten Vorteile für mich war die Hausarbeit. Ich war im ersten Semester und hatte noch gar keine Ahnung, wie man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt. Das war wie eine Übung für mich, weil alles genauso strukturiert, argumentiert und sogar zitiert sein sollte, wie zum Beispiel in Mediengeschichte (im zweiten Semester musste ich auch eine Hausarbeit in diesem Fach schreiben und das war obligatorisch für alle).

Ich hatte aber schon Erfahrung und sogar sehr gute. Meine Hausarbeit für das Tutorium wurde mit der Note 1,0 bewertet. Ich denke, dass solche Veranstaltungen die besten Möglichkeiten für ausländischen Studierende sind, ihre ersten Schritte ins Studium zu machen. So kann man ein Thema wählen, das einem gut gefällt, wirklich interessiert und so richtigen Spaß beim Schreiben haben.

Meine ergänzenden Bemerkungen

In dem Jahr, als ich daran teilnahm, wurde das Tutorium Internationales mit dem DAAD-Preis für exzellente Betreuung ausländischer Studierender ausgezeichnet.

Siyana Dimitrova aus Bulgarien studiert mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) Journalismus/Medienmanagement an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Links zum Thema

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