Lernen an der Uni

Vorlesung im Bachelorstudium

Vorlesung an der Uni | © picture alliance / JOKER
Lubos Cechvala aus der Slowakei studiert Betriebswirtschaftslehre an der Uni Köln. Er berichtet über seine Vorlesung im Bachelorstudium.

Was ist typisch für eine Vorlesung? Wie läuft sie ab? Wer führt sie durch?

In den ersten Semestern des Bachelorstudiums an einer sehr großen Universität sitzt man normalerweise mit weiteren 400–600 Kommilitoninnen und Kommilitonen in riesigen Hörsälen, was natürlich Vor- und Nachteile mit sich bringt. Zum einen muss man rechtzeitig kommen, um einen freien Sitzplatz zu finden, zum anderen geht die große Menge an Hörern mit Anonymität einher, die einen nicht unbedingt zur Mitarbeit in der Vorlesung zwingt. Die Dozentin oder der Dozent und alle diejenigen, die aufpassen wollen, haben dadurch oft mit einer höheren Lautstärke im Hörsaal zu kämpfen.

Das gefällt mir besonders an den Vorlesungen.

In einigen Kursen hatten wir mindestens einen Praxisvortrag pro Semester, der die Verbindung zwischen Theorie und Praxis herstellte. Ansonsten finde ich auch die Bereitschaft der Professorinnen und Professoren, alle Fragen zu beantworten und alle vorlesungsrelevanten Themen zu diskutieren, super. Man wird sogar ständig aufgefordert, auch dumme Fragen zu stellen oder den Praxisbezug des behandelten Stoffs zu diskutieren. Ich habe noch nie erlebt, dass eine Frage nicht beantwortet wurde.

Das gefällt mir nicht so.

Durch die große Menge an Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer Veranstaltung und den Umfang des behandelten Stoffs sind die Vorlesungen leider wenig interaktiv. Die eigenständige Vor-/Nachbereitung des Vorlesungsstoffs ist manchmal wesentlich effizienter als der Besuch der Vorlesung, da man in der Vorlesung meistens nur passiv mithört.

Mein Tipp für Studierende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, um von dieser Veranstaltung zu profitieren.

Im Idealfall sollte man sich die Vorlesungsfolien schon vor der Vorlesung kurz anschauen und sich über den Inhalt der Folien Gedanken machen. So kann man noch unbekannte Vokabeln nachschlagen und dann in der Vorlesung gut mitdenken und relevante Fragen stellen. Wenn man dies nicht macht, besteht die Gefahr, dass man in der Vorlesung irgendwann abschaltet, da man nicht mehr richtig mitkommt.

Ergänzende Bemerkungen

Man sollte die die Vorlesung wirklich vorbereiten, wenn man die Zeit dafür hat, sonst bringt einem die passive Teilnahme an der Vorlesung relativ wenig. Ansonsten könnte man den Vorlesungsstoff auch selbst mithilfe von Büchern aufarbeiten. Allerdings besteht da die Gefahr, dass man irgendwelche Hinweise nicht mitbekommt.

Lubos Cechvala aus der Slowakei studiert mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln.

PASCH-net und Social Media

 

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