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Trier – alte Stadt mit jungem Leben

Colosseum in Trier Schon die Römer wussten Trier zu schätzen. Sie bauten die Stadt im Tal des Flusses Mosel. Noch heute findest du in der ältesten Stadt Deutschlands die Spuren der Römer. Zwischen ihren alten Bädern und Kolossen leben heute sehr viele Studierende. (von www.study-in.de)

Willkommen in Trier

Trier ist über 2.000 Jahre alt und die älteste Stadt Deutschlands. Die Römer erbauten die Stadt damals im Tal der Mosel. Dieses Gebiet ist bekannt für den Weinbau. Um Trier erheben sich viele Weinberge, in denen du schöne Spaziergänge unternehmen kannst. Auch innerhalb der Stadt Trier gibt es viel Natur. Zwischen den alten Häusern stehen alte Bäume, die im Sommer Schatten spenden. Trier hat eine ganz eigene Atmosphäre, einen Rhythmus aus Ruhe und Gelassenheit.

Im Zentrum von Trier gibt es viel zu sehen, fast überall findest du Spuren der Römer. Die Stadt wird jedes Jahr von rund 2 Millionen Touristen besucht. Nicht zu übersehen ist die Porta Nigra. Wenn du vom Bahnhof kommst, kannst du dieses alte Stadttor kaum übersehen. Gehst du durch das Tor hindurch, kommst du in eine große, gemütliche Fußgängerzone. Egal ob Eis essen oder shoppen – hier reihen sich jede Menge Cafés und Geschäfte aneinander!

Eine bedeutende Sehenswürdigkeit ist auch der Dom. Diese riesige Kirche ist, genauso wie die Porta Nigra, UNESCO Weltkulturerbe. Das imposante Gebäude ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier befindet sich eine sehr kostbare Reliquie: der Heilige Rock. Jesus Christus soll diese Tunika bei seiner Kreuzigung getragen haben.

Auch der größte Platz der Stadt, der Hauptmarkt, ist einen Besuch wert. In Trier gibt es nur wenige Fachwerkhäuser, die für deutsche Städte so typisch sind. Der Baustil der Römer ist ein anderer gewesen: sie bauten eher mit Stein als mit Holz. Am Hauptmarkt findest du aber viele der typischen Holzfassaden.

Direkt hinter dem Dom und der Konstantinbasilika befindet sich das Kurfürstliche Palais mit den Palastgärten. Im Garten des Kurfürstlichen Palais findest du das Rheinische Landesmuseum Trier. Hier kannst du dich über die Geschichte der Stadt informieren. Gerade bei schönem Wetter findest du hier viele Einheimische, die es sich auf den großen Wiesen im Schatten der alten Bäume gemütlich machen. Ein wenig weiter ist der Domfreihof, wo jedes Jahr ein großer Weihnachtsmarkt stattfindet.

Auch die Kaisertherme ist ein Relikt der Römer. Sie ist ein altes römisches Badehaus, in dem du auch heute noch baden kannst. Von hier ist es auch nicht mehr weit bis zum Amphitheater. Die Römer schauten hier früher Gladiatoren zu, heute finden hier viele Konzerte und Theateraufführungen statt.

Leben in Trier

Kurfürstliches Palais in Trier Trier ist recht überschaubar. Das ist praktisch, denn mit dem Fahrrad kannst du schnell alle wichtigen Punkte der Stadt erreichen. So musst du dir auch nachts keine Sorgen machen, wie du nach Hause kommst. Auch mit den Bussen kommst du überall hin. Hauptbahnhof und Porta Nigra sind zentrale Umsteigepunkte.

Gerade weil die Stadt nicht so groß ist, lohnt es sich, einen Ausflug in die Weinberge zu machen, die Trier umgeben. Wie wäre also zum Beispiel ein schöner Sommerspaziergang in den Weinbergen?

In Trier wird dir nicht langweilig: Studierende lieben das Metropolis, ein Club nah am Viehmarkt. Viele junge Leute zieht es auch in den Zebra Club. Hier finden regelmäßig Studentenpartys statt.

Tipp: Wenn du wirklich in Trier gewesen sein willst, musst du auf jeden Fall den Pizzasalat im Cubiculum probieren! Das ist eine Spezialität, die es so nur im Cubiculum gibt. Das Restaurant ist dafür in Trier berühmt.

Interessierst du dich stattdessen mehr für Musik, solltest du das Café Brunnenhof neben der Porta Nigra besuchen. Hier finden im Sommer regelmäßig Open-Air Jazz-Konzerte statt. Im Sommer kannst du auch im alten römischen Amphitheater Konzerte und Gladiatorenkämpfe erleben. Auf der alten römischen Bühne standen schon viele Bands, von der Kölner Rockband „BAP“ bis zur deutschen Mittelalterrockband „In Extremo“. Aber auch Opernnächte gibt es. Die Alte Tuchfabrik, kurz TuFa, ist ein Zentrum, in dem es immer wieder Konzerte, Workshops und andere Veranstaltungen gibt.

Wenn du Lust auf ein bisschen mehr Europa hast, kannst du schnell nach Luxemburg fahren. Der Stadtstaat ist etwa eine halbe Stunde entfernt und definitiv auch einen Besuch wert.

Interview mit Ani aus Armenien

Ani Onhaya aus Armenien ist 28 und macht ihren Doktor in Umweltökonomie in Trier. Sie hat schon ihren Magister in Wirtschaftswissenschaften hier gemacht.

Wie bist du damals nach Trier und Deutschland gekommen?
Ich habe mich für ein Stipendium beworben. Alle zwei Jahre bietet der DAAD zusammen mit dem Open Society Institute (OSI) diesen Magisterstudiengang an. Und weil ich Wirtschaftswissenschaften und Deutsch konnte, gab es da nur Trier als Möglichkeit.

Wie kam es, dass du schon Deutsch konntest?
Ich habe das in der Schule gelernt, ab der 3. Klasse, und meine Mutter ist Deutschlehrerin. Aber ich konnte in der Schule zwischen Englisch und Deutsch wählen, dann hab ich Deutsch gewählt und dachte, Englisch lerne ich schon irgendwann.

Wie gefällt dir Trier?
Schön! Die Menschen gefallen mir hier sehr und mittlerweile ist hier mein Zuhause, muss ich sagen. Die Natur gefällt mir sehr, die Weinberge sind sehr schön. Ich liebe diese kleinen Städte, da kann man sehr gut Kontakte knüpfen und pflegen. Das finde ich immer schön, wenn ich rausgehe und bekannte Gesichter sehe. Manchmal fahre ich nach Berlin zu meinen Cousinen. Dort ist es auch schön: viel Abwechslung, viele Möglichkeiten. Aber das irritiert mich auch irgendwie, wenn ich so vielen Menschen begegne, die ich nicht kenne.

Hast du einen Lieblingsort in Trier?
An der Uni haben wir einen See, sozusagen. Den mag ich doch sehr gerne. Manchmal fahre ich mit dem Fahrrad zur Petrisberg-Aussicht, da kann man sehr gut die Stadt sehen. Morgens kann man ihr dann beim Aufwachen zusehen.

Was hat dich am meisten überrascht in Trier?
Dass man so viele alte Denkmäler hat, wie die Kaisertherme, die Porta Nigra. Ich hatte nicht erwartet, dass man sowas mitten in der Stadt sieht. Bei uns in Armenien ist es zum Beispiel so, dass man oft weit aus der Stadt rausfahren muss, um so etwas zu sehen. Und hier stehen diese Denkmäler einfach alle in der Stadt.

Was war am Anfang das Schwierigste in Deutschland?
Als ich 2005/2006 zum ersten Mal in Bochum war, gab es etwas, das mich wirklich überrascht hat: Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich sonntags essen wollte. Ich habe dann meinen Freunden aus dem Wohnheim gesagt, dass ich jetzt einkaufen gehe. Sie haben nur gesagt: „Viel Glück, es ist Sonntag“. Mittlerweile habe ich mich aber daran gewöhnt, dass die Geschäfte sonntags alle geschlossen sind.

von Florian Schubert
Mit freundlicher Genehmigung von www.study-in.de.
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