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Potsdam – studieren wie ein König

Alexander Newski Gedächtniskirche in Potsdam Potsdam ist ein kleines Idyll, umgeben von der wunderbaren Landschaft des Bundeslandes Brandenburg. Die Stadt ist familiär und bekannt für Filmproduktionen und ihre historische Kulisse. Zudem ist Potsdam mit mehr als 30 Forschungseinrichtungen das wirtschaftliche Zentrum in der Region. Und das Beste: du kannst alles mit deinem Fahrrad erreichen.
(von www.study-in.de)

Willkommen in Potsdam

Potsdam ist eine historische Stadt. Die ehemalige Residenz- und Garnisonstadt hat ihren Glanz bewahrt. Das zeigen die ausgedehnten Parks, herrschaftlichen Bauten und prunkvollen Schlösser. „Jeder nach seiner Fasson“ (Jeder, wie er möchte) ist ein altes Motto der Stadt aus dem 18. Jahrhundert. Es scheint noch immer zu gelten.

Du wirst merken: In Potsdam wird das Tempo zurückgefahren. Einwohner und Besucher wirken entspannt und lassen sich vom Charme der Stadt fesseln. Die meisten Sehenswürdigkeiten kannst du gut mit dem Fahrrad erkunden. Die Landeshauptstadt des Bundeslandes Brandenburg ist sauber, überschaubar und beschaulich. In der Innenstadt wirkt es fast so, als würden sich die Einheimischen untereinander alle kennen.

Herausragende Bauten wie Schloss Cecilienhof und Schloss Sanssouci zeugen noch heute von der einmaligen Geschichte. Auch das russische Viertel Alexandrowka, die holländischen Bauten in der Innenstadt, der Volkspark Babelsberg und der Pfingstberg sind eine Besichtigung wert.

Die Standorte der Universität sind über die Stadt verteilt. Als Informatiker studierst du am Hasso-Plattner-Institut und als Filmbegeisterte(r) an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg. Dagegen wirst du dich als Naturwissenschaftler eher in Golm wiederfinden (am anderen Ende der Stadt). Der Campus „Neues Palais“ liegt direkt am ehemaligen Gästeschloss der preußischen Könige.

Jedes Jahr lockt die Stadt mit einem Themenjahr. Es wird von mehr als hundert spannenden Veranstaltungen begleitet. Im Themenjahr „Film“ gab es beispielsweise Freilicht-Kino an den Original-Drehorten der Filme. Die Idylle ist sicherlich einer der Gründe, warum berühmte Deutsche wie der Mode-Designer Wolfgang Joop und TV-Moderator Günther Jauch die Stadt als Wohnort gewählt haben.

Leben in Potsdam

Das Leben in Potsdam ist angenehm. Die Uhren gehen hier langsamer. Viele Studierende kommen darum jeden Tag aus Berlin, weil sie lieber in der wuseligen Großstadt leben. Die Fahrt dauert je nach Verbindung und Distanz zwischen 20 und 60 Minuten. Auch wenn das Freizeitangebot nicht mit dem großen Nachbarn mithalten kann, hat die Stadt einiges für Studierende zu bieten. Die Landschaft in und um Potsdam ist außergewöhnlich: zahlreiche Seen, Wälder und der Fluss Havel laden zu sportlichen Aktivitäten ein.

Tipp: Ich liebe es, dass Potsdam so unglaublich grün ist. Ausflugsfahrten auf dem Fluss Havel und den Seen sind eine besondere Möglichkeit, um noch mehr von Potsdams Kulturlandschaft zu entdecken. Ich habe einmal im Sommer mit Freunden ein Floß gemietet. Darauf haben wir gegrillt und sind den Fluss hinuntergefahren. Das war aufregend.

Die Kultur in der Stadt wird dich begeistern: das Filmmuseum Potsdam mit Filmabenden und Sonderausstellungen, der Filmpark in Babelsberg und die Tropenwelt der Biosphäre in der Nähe der Potsdamer Fachhochschule sind nur ein paar Beispiele. Potsdam ist eben eine Filmstadt. Das Thalia-Kino ist eine beliebte Anlaufstelle für Studierende. Ein Höhepunkt ist das jährliche studentische Filmfestival „Sehsüchte“. Im Sommer locken zusätzlich Open-Air-Veranstaltungen auf der Freundschaftsinsel.

In Potsdam liegt alles nah beieinander. Es gibt viele Studenten-Partys und Studentenclubs, wie den Nil Studentenkeller am Neuen Palais oder das Pub à la Pub an der Breiten Straße. Regelmäßig gibt es besondere Veranstaltungen wie Spiele-Abende, Karaoke oder eine Lesebühne. Die meisten Kneipen und Cafés findest du in der Innenstadt, rund um die Brandenburger Straße – die wichtigste Einkaufsmeile Potsdams. Im 11-Line treffen sich Potsdamer Studierende gern. Hier laden Ausstellungen und Tischtennis- oder Serien-Abende zum Verweilen ein. In der Waschbar in der Geschwister-Scholl-Straße kannst du deine Wäsche waschen und mit Freunden entspannt frühstücken. Die Universität organisiert Semesterauftakt-Partys. Veranstaltungen wie „Rubys Tuesday“ haben mittlerweile schon fast Kult-Status. Viele Studierende feiern auch privat in einem der zahlreichen Wohnheime.

Generell solltest du dir das Waschhaus-Areal merken. Das Gelände in der Schiffbauergasse heißt „Kunstraum“ und bietet Raum für zeitgenössische, junge Kunst. Hier liegt unter anderem das Hans-Otto-Theater. Das „Kuze“, studentisches Kulturzentrum in Potsdam, und das Spartacus, sind gefragte Adressen für Events der anderen Art. Hier gibt es Veranstaltungen wie die „Schlechte Laune Sause“.

Interview mit Jaeyoon aus Südkorea

Jaeyoon aus Südkorea

Jaeyoon Jung kommt aus Südkorea, ist 28 Jahre alt und studiert in Potsdam den Master IT-Systems Engineering mit dem Schwerpunkt Human-Computer-Interaction.

Warum hast du dich für ein Studium in Potsdam entschieden?
Ich bin vor etwa einem Jahr hergekommen. Eigentlich geht das alles auf einen Professor vom Hasso-Plattner-Institut zurück. Ich habe damals ein Praktikum in Singapur gemacht und dafür viele Rechercheaufgaben erledigt. Dabei bin ich immer wieder auf sehr interessante Schriften des gleichen Autors gestoßen. Ich habe mehr recherchiert und letztendlich herausgefunden, wo er lehrt. Ich habe ihn kontaktiert und er riet mir irgendwann, mich für den Master zu bewerben. Eigentlich wusste ich nicht viel von Deutschland.

Wie hast du dich vorbereitet?
Ich konnte schon etwas Deutsch, bevor ich kam. Und ich habe natürlich viel mit meinem Professor geschrieben. Zudem habe ich mich schon etwa ein halbes Jahr vorher beim Studentenwerk um einen Wohnheimplatz und beim DAAD um ein Stipendium beworben.
Beides hat geklappt. Im Wohnheim zu sein, ist eine weitere Entlastung. Ich kann jedem nur empfehlen, sich zu bewerben. Deutschland bietet viele Vorteile. Das finde ich wirklich toll. Auch das Semesterticket hilft mir viel weiter. Damit kann ich kostenlos Bus und Bahn fahren.

Sanssouci Was ist dir schwer gefallen am Anfang?
Sprache und Kultur. Das war alles sehr fremd. Auch das Essen. Es hat einige Monate gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Es ist ja ganz anders hier als in Asien. Die Anmeldung bei den Behörden war sehr schwierig für mich. Ich musste alles allein machen und damals war mein Deutsch noch sehr schlecht.

Wie hast du Anschluss gefunden?
Über ein DAAD-Treffen habe ich viele Leute kennengelernt. Die haben mich wiederum ihren Freunden vorgestellt. Das ging relativ leicht. Die Universität bietet zudem ein Buddy-Programm. Da habe ich mitgemacht und mir stand ein Student unseres Instituts zur Seite. Sportkurse sind ebenfalls eine tolle Möglichkeit, um Leute kennenzulernen.

Wie würdest du das Leben in Potsdam beschreiben?
Sehr entspannt. Es ist ganz anders als in Berlin oder anderen Großstädten. Mein Lieblingsort in Potsdam ist Park Sanssouci. Besonders im Sommer ist es hier einfach unbeschreiblich schön.

von Jo Graff
Mit freundlicher Genehmigung von www.study-in.de.
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