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Paderborn – Großstadtleben im Grünen

Fachwerkhäuser in Paderborn Paderborn zählt zu den wichtigsten Standpunkten der Informatikbranche Deutschlands. Der deutsche Computerpionier Heinz Nixdorf prägt die Stadt. Ein historischer Stadtkern, viel Kultur und Grün machen die Stadt lebenswert. Hier gibt es auch den kürzesten Fluss Deutschlands.
(von www.study-in.de)

Willkommen in Paderborn

Paderborn wurde im achten Jahrhundert gegründet. Die Stadt ist eine der ältesten und bedeutendsten in der Region im Norden des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Kaiser Karl der Große besuchte die Stadt unzählige Male und ließ die Kaiserpfalz (ähnlich einer Burg oder einem Palast) und den Dom bauen.

Trotz der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg sind viele alte Fachwerkhäuser und enge Gassen noch erhalten. Sie prägen den historischen Stadtkern. Am Marktplatz steht der Paderborner Dom, der im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Zu seinem Wahrzeichen zählt das berühmte Drei-Hasen-Fenster, das du vom Innenhof aus betrachten kannst. Den Dom kannst du das ganze Jahr besichtigen. Besonders zu den Gottesdiensten an Ostern, Weihnachten und zum Heiligen Liborius im Juli erstrahlt die Kirche im prächtigen Glanz. Die alte Kaiserpfalz wird heute als Museum genutzt. Die Ausstellungen wechseln, oft drehen sie sich um Karl den Großen und die katholische Kirche.

Der IT-Bereich hat in Paderborn große Bedeutung. In der Stadt sind nicht nur viele IT-Firmen ansässig, sondern auch das Heinz-Nixdorf-Museum. Mit einer Ausstellungsfläche von über 6.000 Quadratmetern ist es das größte Computermuseum der Welt. Hier kannst du in den verschiedenen Ausstellungen die 5.000 Jahre alte Geschichte der Informationstechnik erleben, die von der Entstehung der Schrift 3.000 vor Christus bis in das 21. Jahrhundert reicht. Heinz Nixdorf war ein deutscher Computerpionier. Seine Stiftung fördert auch die Wissenschaft und Lehre im Informatik-Bereich an der Universität in Paderborn.

Leben in Paderborn

Die Zahl der Studierenden steigt seit einigen Jahren stark an in Paderborn. Innerhalb der Stadt sind die Mieten zwar recht teuer, aber für 200 bis 380 Euro bekommst du ein Zimmer in einem der Studentenwohnheime. Das Studentenwerk stellt rund 100 Wohnungen für ausländische Studierende zur Verfügung.

Tipp: Du bist ein richtiger Paderborner, wenn du in der Fankurve des SC Paderborn 07 einen Heimsieg gefeiert hast!

An der Universität kannst du dich kulturell und sportlich betätigen. Die Sportkurse bieten vom klassischen Tanz über Fußball bis hin zu außergewöhnlichen Sportarten, wie Flunkyball, alles. Du solltest dich rechtzeitig für die Kurse anmelden, denn die Plätze sind immer schnell vergeben. Neben den Sportkursen bietet die Universität auch ein Studententheater und -radio, wo du dich engagieren kannst.

Nur wenige Meter neben dem Dom und der Kaiserpfalz erstreckt sich das Quellgebiet des Flusses Pader. Der Fluss entspringt aus über 200 Quellen und ist nur vier Kilometer lang. Damit ist die Pader der kürzeste Fluss Deutschlands. An den Quellen der Pader kannst du dich wunderbar vom Stadtleben erholen. Im Sommer zieht es viele Studierende hier her. Der nahegelegene Teutoburger Wald bietet vor allem Wanderern und Naturliebhabern einen abwechslungsreichen Tag.

Die Unternehmen der Stadt bieten viele Rabatte für die Studierenden. Einfach den Studentenausweis vorzeigen! Aber auch ohne einen Ausweis sind die Preise für Studierende­­ bezahlbar: Im Café „BarCelona“ kannst du günstig frühstücken und in der Bar „Havanna“ Cocktails trinken. Auch im Heinz-Nixdorf-Museum erhält du Rabatt: hier zahlst du als Studierender nur vier Euro Eintritt.

Auch kulturell hat Paderborn viel zu bieten. Die Stadt ist regional bekannt durch die Kirmes „Libori“ geworden. Dieses Volksfest wird zu Ehren des Heiligen Liborius gefeiert und findet zweimal im Jahr statt, im April und Juli. Hier reihen sich dann in der Innenstadt zwei Kilometer lang Veranstaltungen, Konzerte, kulinarische Genüsse und Fahrgeschäfte aneinander. Rund zwei Millionen Menschen kommen für das Fest in die Stadt.

Ein weiterer Höhepunkt ist der Besuch des Paderborner Fußballvereins SC Paderborn 07 in der Benteler Arena. Die Mannschaft stieg 2014 in die erste Bundesliga auf. Aber egal in welcher Liga der Verein spielt – die Paderborner lieben ihn! Viele Studierenden gehen am Wochenende zu den Spielen in die Benteler Arena und feuern die Mannschaft an.

Interview mit Shianne aus den USA

Shianne Spencer ist 22 Jahre alt und kommt aus den Vereinigten Staaten von Amerika. In Paderborn studiert sie ihren Master in International Studies mit dem Schwerpunkt Deutsch.

Wie gefällt dir das Leben in Paderborn?
Ich habe eine große Menge an Unabhängigkeit und ich liebe es! Paderborn ist ein ganz kleines bisschen größer als meine Heimat Curwensville in Pennsylvania. Man kommt leicht mit dem Bus von einem Ort zum anderen. Allerdings mag ich lieber das Leben auf dem Land als in der Stadt.

Was sieht dein Studentenleben aus?
Es ist sehr anspruchsvoll und schwer die deutsche Sprache zu lernen. Ich muss ständig Hausaufgaben machen, aber mein Deutsch hat sich stark verbessert, seitdem ich hier bin. Neben meinem Studium habe ich viel gemacht. Ich liebe es, Zeit mit meinen Freunden zu verbringen und auf Reisen zu gehen. Ich bin dankbar, dass ich die unterschiedlichsten Orte gesehen habe, wie Detmold, Schloss Neuhaus, oder Hamburg. Auch in Österreich und Amsterdam war ich schon. Meine nächste Reise geht nach Bochum und Essen über die Hochschul-Organisation für Austauschstudierende, Eurobiz. In Paderborn gehe ich gerne im Club „Mango“. Er ist mein Lieblingsclub. Oder ich gehe gerne essen, dann bestelle ich traditionell deutsches Essen.

Wie hast du dich für den Aufenthalt in Deutschland vorbereitet?
Ich hatte die Flüge im Vorfeld gebucht, mir notwendige Gegenstände gekauft und auch die komplette Miete hatte ich vor der Ankunft bezahlt. Ich habe mich vorher auch beraten lassen, damit ich jeden Monat genug Geld in Deutschland habe.

Wie hast du eine Wohnung gefunden?
Ich bewarb mich in einem Studentenwohnheim auf dem Campus. Hier wurde ich auch angenommen.

Quellgebiet der Pader Was war eines der ersten Dinge, die du bemerkt hast?
In Deutschland ist mir aufgefallen, dass die Leute sehr freundlich sind. Ich hatte Angst, mit jemandem zu sprechen, weil ich nicht so gut Deutsch konnte, aber die Menschen haben sofort mit mir Englisch gesprochen. Sie gaben mir so ein Gefühl der Erleichterung. Eine besondere Sache ist mir aufgefallen, als ich einkaufen war. Die Plastikflaschen werden hier aufbewahrt und man bekommt sogar Geld dafür, wenn man sie zurück bringt. Das ist eine wunderbare Idee und ich denke, dass eine Menge Menschen in Deutschland davon profitieren. Ich war sehr überrascht, dass viele Kneipen amerikanische Hip-Hop-Musik spielten. Nicht nur Hip-Hop, auch andere Genres der Musik konnte ich hören. Das hat mich auf jeden Fall sehr glücklich gemacht.

von Corinna Schlun
Mit freundlicher Genehmigung von www.study-in.de.
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