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Konstanz – studieren, wo andere Urlaub machen

Wenn ein frischer Wind über den Bodensee weht, fühlst du dich in Konstanz schnell wie im Urlaub. Die Innenstadt kannst du gut zu Fuß erkunden. Mit dem Fahrrad lohnt sich eine Tour am See entlang oder du gehst an Bord eines der vielen Schiffe, die dich nach Meersburg oder zur Insel Mainau bringen. (von www.study-in.de)

Willkommen in Konstanz

Konstanz liegt ganz im Süden Deutschlands und zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen in Deutschland. Die Stadt liegt direkt an der Grenze zum Nachbarland Schweiz. Die Schweizer Nachbarstadt Kreuzlingen ist mit Konstanz „zusammengewachsen“, so dass die Staatsgrenze mitten zwischen einzelnen Häusern und Straßen hindurch verläuft. Bei gutem Wetter kannst du die Alpen sehen.

Die Geschichte des Ortes reicht bis in die römische Zeit zurück. Die Altstadt von Konstanz ist besser erhalten als die vieler anderer Städte Deutschlands, denn sie wurde während der großen Kriege kaum beschädigt. Besonders aus der Zeit des Mittelalters gibt es noch viele Sehenswürdigkeiten. Das heutige Konzilgebäude an der Uferlinie stammt aus dem 14. Jahrhundert. Während des Konzils von Konstanz, einer kirchlichen Versammlung, fand im Jahr 1417 die Wahl von Papst Martin V. in diesem Bauwerk statt.

An die Zeit des Konzils erinnert auch die neun Meter hohe Statue der Imperia im Hafen. Allerdings ist die Figur der Kurtisane satirisch zu verstehen. So ist es auch mit dem Kaiserbrunnen auf der Marktstätte. Die vielen Figuren, wie wasserspeiende Seehasen oder ein dreiköpfiger Pfau mit drei Papstkronen, spielen mit Humor auf die Konzilszeit und die Stadtgeschichte an. Den Ursprung der Satire kannst du in Konstanz erforschen.

Das Konstanzer Münster ist eine der größten romanischen Kirchen in der Region und prägt das Stadtbild. Auch das Rathaus mit historischen Fresken sowie das Schnetztor, ein Stadtturm aus dem 14. Jahrhundert, sind besonders schöne alte Bauten.

Neben der besonderen Architektur profitiert Konstanz von seiner Lage am See. Der Bodensee ist einer der größte Seen Deutschlands. Während der „Bodenseewoche“ im Mai verwandelt sich die Konstanzer Hafenmeile in einen maritimen Treffpunkt von Wassersportinteressierten. Das Leben im Sommer findet primär draußen statt, denn es gibt einige Feste zu feiern in dieser grünen Stadt am Bodensee.

Leben in Konstanz

Konstanz hat nicht unbedingt das, was in anderen Städten als „Szene“ bezeichnet wird. Es geht eher gemütlich zu. Studierende wohnen in den Stadtteilen Fürstenberg und Wollmatingen nördlich des Flusses Rhein. Sie liegen nah am Campus und sind trotzdem nahe am Zentrum. Innerhalb der Stadt bist du schnell zu Fuß unterwegs. Für den Weg zur Uni kaufst du dir besser ein gebrauchtes Fahrrad.

Tipp: Fahr mit der Möwe zum Hörnle und bring einen kleinen Grill mit. So kannst du einen lauen Sommerabend gut am Wasser verbringen. Aber bitte keine Grillreste in der freien Natur hinterlassen!

An der „Strandbar“ am Rhein kannst du zu jeder Tageszeit entspannen oder Freunde treffen. Wenn kein Platz im Liegestuhl frei ist, nimmst du dir einfach ein Getränk und setzt dich ans Ufer. In Hafennähe lohnen sich „Steg 4“ oder der Kiosk am Stadtgarten.

In der Altstadt gibt es bei „Pano“ sehr leckeres Eis, Kaffee und Snacks. Das „Café Zeitlos“ ist ein beliebter Treffpunkt für Studierende, die keine Lust auf Touristen haben. Ein gemütliches und originelles Café für mittags ist „Das Voglhaus“ in der Altstadt. Nebenan gehört auch ein kleiner Laden dazu. Auf jeden Fall solltest du einmal hingehen, um dir die witzige Toilette anzusehen. Wenn du Lust auf ein klassisches Café hast, geh direkt am Münster in das „Wessenberg“.

Abends sitzt du in der „Seekuh“ sehr schön im Biergarten. Günstige Cocktails und eine nette Bedienung begegnen dir in „Die schwarze Katz“. Clubs zum Tanzen gibt es nur im Industriegebiet. In der genossenschaftlich geführten „Kantine“ und im „Kula werden manchmal Konzerte gespielt. Das Kula ist etwas rockiger. Wenn du Ska magst, bist du hier richtig. Ziemlich „schmutzig“ macht das „Contrast“ seinem Namen alle Ehre. Hier hörst du Metal, Gothic und Punk. Im Stadtmagazin „Akzent“ findest du weitere Ausgehtipps.

Wenn dich deine Beine nicht mehr tragen wollen, kannst du das Nachttaxi Seeteufel anrufen, das dich sehr günstig wieder nach Hause bringt. Manchmal ist es jedoch schwer zu erreichen, deshalb brauchst du wie jeder richtige Studierende unbedingt ein Fahrrad!

Zum Baden suchst du dir am besten an der Seestraße entlang, am Seerhein oder am Schänzle einen schönen Platz. Du kannst auch zum Strandbad Horn, Hörnle genannt, laufen oder an Bord der „Möwe“ gehen. Das Schiff fährt am Hafen ab, links von der Imperia. Das Schänzle ist die größte Sporthalle in Konstanz mit Sportplatz. Viele Studierende in Konstanz lernen segeln oder probieren sich an der Kletterwand der Hochschule.

Interview mit Erik aus den USA

Erik Lamb ist 34, studiert im vierten Semester den Master „International Administration and Conflict Management“ an der Universität Konstanz.

Wieso hast du dich für ein Studium in Konstanz entschieden?
Ich bin ausgebildeter Lehrer. Ich habe mich für ein weiterbildendes Studium entschieden, weil die Existenz als Lehrer in den USA immer schwieriger wird. Ich wollte auch wieder in die weite Welt hinaus und kann mir gut vorstellen, zukünftig im Ausland in der Entwicklungszusammenarbeit mit Bildung und Schülern zu tun zu haben! Ich habe das erste Jahr meines Double Degree Programmes an der University of North Carolina in Greensboro Peace and Conflict studiert. Konstanz ist eine Partneruniversität des Landesprogramms North Carolina.

Wurden deine Erwartungen an Konstanz bestätigt?
Die Erwartungen an meinen Aufenthalt in Konstanz wurden übertroffen! Die Menge an Unternehmungsmöglichkeiten und die kulturelle Vielfalt der studentischen, städtischen und touristischen Bevölkerung ist großartig. Es ist einfach nicht genug Zeit da, um alles, was Konstanz und die Umgebung zu bieten haben, zu erleben und zu verarbeiten.

Was war am Anfang für dich das Schwierigste am Leben in Deutschland? Und wie bist du damit umgegangen?
Das schwierigste für mich war das Einleben in das bürokratische Wesen der Stadt und der Universität. Ich war gut vorbereitet, aber ich würde zukünftigen Auslandsstudierenden raten, sich anderen und besser erfahrenen Studierenden anzuschließen. Versuche besser nicht, alle Anforderungen an einem oder erst am letzten Tag zu erledigen!

Was hat dich am meisten am Leben in Konstanz überrascht?
Ich hätte nicht gedacht, dass mir das Leben in Konstanz so sehr gefallen würde. Das Studium trainiert das Gehirn, der See und die Berge trainieren den Körper, und die Freunde und Bekannte trainieren das Gemüt!

Wie komme ich am besten mit anderen Studierenden in Kontakt?
Durch gemeinsame Lehrveranstaltungen und Studiengänge. Das Leben im Studentenwohnheim öffnet viele Türen zum Aufbauen von Freundschaften. Auch durch das Programm des Hochschulsports kannst du viele interessante Kontakte knüpfen!

von Sophie Nagel
Mit freundlicher Genehmigung von www.study-in.de.
von Sophie Nagel
Mit freundlicher Genehmigung von www.study-in.de.
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