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Hamburg – studieren am Wasser

Am Wasser Hamburg liegt hoch im Norden zwischen Nordsee und Ostsee. Die Großstadt ist dank Medienkonzernen und großen Unternehmen einer der bedeutendsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands. Multi-Kulti ist typisch Hamburg. Am Hafen kannst du den Schiffen bei der Fahrt aufs Meer zusehen – die Hafenstadt ist das „Tor zur Welt“! (von www.study-in.de)

Willkommen in Hamburg

Hamburger Hafen Hamburg liegt im Norden Deutschlands, direkt an der Küste der Nordsee. Wie eine pulsierende Ader zieht sich der Fluss Elbe mitten durch die Stadt und sorgt für internationale Einflüsse. Durch die Alster, ein See in der Stadtmitte, wirkt das Zentrum weitläufig und erholsam. Fluss, Strand und Meer sind den Hamburgern schon immer wichtig gewesen.

Die „Hansestadt“ Hamburg ist einer der bedeutendsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands. Der große Hafen, der Flugzeug-Hersteller Airbus und viele große Unternehmen sind wichtige Arbeitgeber. Die Stadt ist auch ein wichtiges Medienzentrum: viele Verlage, Redaktionen und Fernsehsender sind hier beheimatet.

Hamburg bietet ein breites Studienangebot. Neben der großen Universität Hamburg gibt es die renommierte TUHH (Technische Universität Hamburg-Harburg) und zahlreiche Fachhochschulen oder private Hochschulen.

Das älteste Wahrzeichen Hamburgs ist die St. Michaelis Kirche. Die Einheimischen nennen sie liebevoll „Der Michel“. Hier und in der Speicherstadt lernst du viel über Hamburgs Geschichte und kannst dir einen Eindruck von der Mentalität der Hamburger machen. Die Einwohner heißen übrigens tatsächlich wie die leckeren Burger! Vom „Michel“ aus bist du schnell am „Dom“. Das ist keine Kirche, sondern ein großes Volksfest, das drei Mal im Jahr stattfindet.

Bei einem Spaziergang am Hafen kannst du die Wellen, Möwen und die schönen Landungsbrücken mit den grünen Kupferdächern beobachten. Hier legen ständig große Containerschiffe und bunte Boote an und wieder ab. Du kannst Spezialitäten aus dem Meer probieren, zum Beispiel ein Brötchen mit Nordsee-Krabben auf dem Fischmarkt. Nahe dem Hafen liegt das berühmte Viertel St. Pauli. Der „Kiez“ ist das Rotlichtviertel der Stadt. Auf der berühmten „Reeperbahn“ amüsieren sich schon seit jeher Matrosen, Einwohner und Touristen. Viele Clubs, Bars und Attraktionen locken ganz unterschiedliche Leute an diesen bunten Ort.

Zum Stadtbild gehört auch die moderne „Hafencity“. Dieser Stadtteil wird seit ein paar Jahren neu gebaut. Den prunkvollen Bau der „Elbphilharmonie“ siehst du schon von weitem. Auch die Schiffe können das Gebäude schon zeitig sehen, wenn sie die Elbe in Richtung Hamburger Hafen hoch „schippern“.

Zu Hamburg gehört definitiv auch der Fußball! Hier gibt es zwei Vereine: Der Verein FC St. Pauli ist Kult und hat ein multikulturelles Image sowie eine lange Tradition. Auf eine lange Geschichte schaut auch der größte Fußballverein der Stadt, der Hamburger Sportverein oder kurz „HSV“. Fußball ist eines der liebsten Hobbys der Deutschen. Junge Leute treffen sich gerne im Park, um gemeinsam zu „kicken“, also Fußball zu spielen, oder schauen gemeinsam ein Spiel im Fernsehen an.

Reeperbahn Die Einheimischen sprechen einen besonderen Dialekt: Plattdeutsch. Das zeigt sich an bestimmten Begriffen und Eigenarten im alltäglichen Sprachgebrauch. „Waterkant“ heißt zum Beispiel Küste (Wasserkante). Wenn die Hamburger über Stadtteile sprechen, sagen sie „auf“ anstatt „in“, also „auf der Schanze“ oder „auf St. Pauli“. Trotzdem heißt es „in Barmbek“ oder „im Grindelviertel“. Wenn du genau hinhörst, bemerkst du das vielleicht. Leider wird der Dialekt von immer weniger Menschen gesprochen, vor allem die älteren Menschen reden noch so.

Leben in Hamburg

Das Wetter in Hamburg kann manchmal ganz schön wechselhaft sein. In einem Moment ist es sonnig, aber nach ein paar Stunden sieht es schon wieder nach Regen aus. Du solltest auch unbedingt eine dicke Jacke im Gepäck haben! An der Küste weht dir immer eine „steife Brise“, also kalter Wind, „um die Ohren“.

Tipp: Willst du etwas über die Geschichte und Herkunft des „Hamburgers“ lernen? Dann ab zu „Jim Block“ vom Blockhaus! Diese Burger gibt es nur in Hamburg!

Schippern kannst du auch, und zwar auf einer Hafenrundfahrt. Du fährst mit einem Boot über die Elbe und „Fleete“ (Kanäle, die vom Fluss abzweigen). Dabei erlebst du die Stadt aus einer typischen Perspektive: vom Wasser aus siehst du am Elbufer die verschiedenen Menschen aus „Nah und Fern“ grillen und entspannen.

Die Hamburger treffen sich an sonnigen Tagen gern am Elbstrand im Stadtteil Övelgönne oder im Park „Fiction“ am Hafen. Im Grindelviertel gibt es viele Gärten zum Entspannen. Wenn du Sport machen willst, kannst du dich auf dem Wasser austoben: Segeln, Rudern oder „Stand Up Paddeling“.

Zum Shoppen sind die Mönckebergstraße, der Jungfernstieg und die Straßen in der Nähe der Alster ideal. Etwas entspannter ist es im bunten Szeneviertel Sternschanze, das die Hamburger einfach „Schanze“ nennen. Es gibt Cafés, Bars und Restaurants, Geschäfte, Schmuckläden, Ateliers und Parks.

Wenn du abends feiern und typische Hamburger kennen lernen willst, solltest du auch mal auf die Schanze gehen. Hier gibt es kleine Clubs und du lernst besonders schnell neue Leute kennen. Die Menschen hier kommen aus allen möglichen Kulturen und leben gemeinsam die Hamburger Mentalität.

Interview mit Ayano aus Japan

Ayano aus Japan

Ayano Tajima ist 23 Jahre alt, kommt aus Japan und studiert Musik mit Hauptfach Geige an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Warum hast du dich entschieden, zum Studieren nach Hamburg zu kommen?
Wie bei den meisten Musikstudenten ist das wichtigste der Lehrer oder Professor. Meinen kenne ich von einer Freundin und habe einmal bei ihm Unterricht genommen. Das war echt super. Deshalb wollte ich bei ihm studieren.

Was ist der größte Unterschied zwischen Hamburg und Tokio?
Es gibt die schöne Alster und viel Grün. Tokio ist eine ziemlich große Stadt mit vielen Leuten. In Tokio fühlt es sich an, als wäre man jeden Tag auf dem Weihnachtsmarkt, das macht mich müde.

Hast du einen Lieblingsplatz hier?
Die Strecke an der Alster ist wirklich sehr schön. Ich arbeite als Kellnerin bei einem japanischen Restaurant und fahre manchmal mit dem Fahrrad hin. Und ich mag die Menschen. Die sind nett und entspannt.

Was hat dir geholfen, dich im Alltag in Hamburg zu Recht zu finden?
Ich war damals 18, als ich hergekommen bin. Und es gibt zwar nicht viele, aber schon ein paar Japaner, die hier wohnen. Die haben mir am Anfang sehr geholfen.

Hattest du Probleme mit dem „Deutschen Bürokratie-Dschungel“?
Mit dem Visum gab es kein Problem, die Frau von der Behörde war auch sehr nett.

Was machst du, wenn dich mal die Sehnsucht nach zu Hause überkommt?
Es gibt viele Sachen für Smartphones. Ich telefoniere manchmal. Ich habe auch viele Fotos von meinen Freunden und der Familie auf dem Handy.

Vervollständige bitte den Satz: Studieren in Hamburg ist für mich…
…total entspannt. Natürlich nicht immer, aber man kann sich gut konzentrieren und in Cafés gehen. Üben kann ich auch gut, weil es viele Orchester gibt.

von Sinah Vonderweiden
Mit freundlicher Genehmigung von www.study-in.de.
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