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Dessau – eine Stadt für Architekturliebhaber

Dessau ist weltberühmt für den Architekturstil „Bauhaus“. Die Stadt ist ein Magnet für Design- und Architekturstudierende aus der ganzen Welt. Umgeben von Wäldern und Flüssen ist Dessau ein gemütlicher Ort zum Studieren mit familiärer Atmosphäre. (von www.study-in.de)

Willkommen in Dessau

Dessau ist auf den ersten Blick etwas unscheinbar. Das Zentrum von Dessau ist überschaubar und gemütlich. Die meisten der 80.000 Einwohner wohnen in den vielen kleineren Orten, die zwar zur Stadt gehören, aber eher Dörfern ähneln. Schnell entdeckst du aber auch die spannenden Ecken der Stadt und wirst vor allem von der beeindruckenden Architektur begeistert sein.

Neben modernen Häusern findest du auch ältere Bauten aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert. Von der Aussichtsplattform „Alter Räucherturm“ kannst du dir einen tollen Eindruck von der Stadt machen. Dafür musst du zwar 131 Stufen erklimmen, aber der Ausblick auf Dessau, die Landschaft und den Fluss Elbe belohnt die Mühen des Aufstiegs.

Dessau ist weltberühmt für den Architekturstil „Bauhaus“. Wenn du die Bauwerke das erste Mal siehst, wirken sie für heutige Verhältnisse vielleicht nicht mehr sehr neuartig. Mitte der zwanziger Jahre, als der Baustil entstand, war die Architektur aber revolutionär. Walter Gropius, der Erfinder, hat als erster den kompletten Komplex eines Gebäudes funktional getrennt. Weitere Häuser in diesem Stil sind die Meisterhäuser, die du in der ganzen Stadt verteilt findest. Noch heute kommen Design- und Architekturstudierende aus der ganzen Welt nach Dessau, um die einmaligen Bauwerke zu betrachten und das Handwerk zu studieren.

Leben in Dessau

Durch die vielen Studierenden aus dem Ausland ist Dessau trotz seiner Größe eine aufregende Stadt. Partys finden oft in Wohnungen der Studierenden oder auf dem Unikomplex statt und die Atmosphäre ist familiär. In Dessau kannst du alle wichtigen Orte sehr gut mit dem Fahrrad erreichen.

Für Kulturliebhaber hat Dessau neben den architektonischen Meisterwerken noch einiges mehr zu bieten. Du kannst dein Wochenende auch damit verbringen, den Johannbau zu besuchen und dich über die Stadtgeschichte von Dessau und der Region zu informieren.

Tipp: Du solltest Dessau unbedingt zu Fuß erkunden. Viele schöne Ecken der Stadt findest du erst, wenn du dich in entlegene Ecken begibst!

Am Abend geht es dann in das Anhaltische Theater, in dem auch Opern und Musicals aufgeführt werden. Wer es alternativer mag, kann die TheaterBurg Roßlau besuchen. In diesem Szenetheater gibt es Jazzmusik und moderne Lesungen, aber auch Stücke von Klassikern wie Johann Wolfgang von Goethe und Heinrich von Kleist.

Dessau ist bekannt für viele Seen, die zum Baden, Wandern und Entspannen einladen. Die Flüsse Elbe und Mulde fließen durch die Stadt. Nach einem anstrengenden Tag an der Hochschule kannst du am Fluss entspannen und die Ruhe genießen. An Wochenenden lohnt sich ein Ausflug in die vielen Wälder rund um die Stadt. Im Naturschutzgebiet Saalberghau kannst du einen Tag wandern und dich anschließend im Kühnauer See abkühlen. Im Landschaftsgarten vom Schloss Luisium kannst du bei einem Spaziergang die Natur genießen.

Für einen Kaffee am Nachmittag solltest du unbedingt das Café im Bauhaus besuchen und die leckeren Kuchen und Snacks probieren. Im Café Hilde in der Innenstadt sitzt du in Strandkörben in einem sonnigen Ambiente, am Abend finden hier auch Konzerte statt. Die Nacht kannst du bei einem Cocktail in der Bar MAXXIM ausklingen lassen.

Sollten dir die vielen Möglichkeiten in Dessau nicht reichen, kannst du schnell mit der Bahn nach Leipzig fahren. Leipzig wird auch als das „Kleine Berlin“ bezeichnet. In nur einer Stunde bist du dort. Auch in Berlin bist du in 1,5 Stunden.

Interview mit Chukwuemeka Vincent aus Nigeria

Chukwuemeka Vincent ist 30 Jahre alt und studiert den Master International Architecture an der Hochschule in Dessau.

Warum bist du gerade nach Dessau zum Studieren gekommen?
Ich habe mich vor allem wegen des Architekturstils Bauhaus dafür entschieden, nach Dessau zu kommen. Bauhaus ist ein sehr wichtiger Baustil für die Moderne im Bereich Design und Architektur und ich wollte diesen Stil eingehend studieren.

Wie gefällt dir die Universität?
Die Universität ist super, klein aber wirklich sehr gut. Wir sind etwa 2.000 Studierende, die Betreuung ist sehr gut, genau wie die Atmosphäre zwischen uns. Mein Studiengang ist auf Englisch und wir sind etwa 200 Internationale Studierende aus mehr als 70 Ländern. Die Leute sind sehr nett und offen. Aber man braucht schon gute Social Skills, um sich hier zurechtzufinden. Wir sind sozusagen eine kleine internationale Insel in Dessau.

Wie gefällt dir Dessau als Studienort?
Super, ich liebe Dessau vor allem für die Architektur. Die Stadt ist einfach inspirierend und die Studienbedingungen sind sehr gut. In Dessau habe ich meine Ruhe, wenn ich etwas erleben will, fahre ich einfach nach Berlin. Ich kann überall mit dem Fahrrad hinfahren, das ist super. Aber es gibt natürlich kein Nachtleben in Dessau, dafür muss man woanders hinfahren. Wenn man vorher in einer sehr großen Stadt gelebt hat, könnte es etwas gewöhnungsbedürftig sein, nach Dessau zu kommen. Einige Studierende wohnen dann auch in Berlin und kommen nur einmal die Woche nach Dessau.

Ist die Stadt offen gegenüber Studierenden aus dem Ausland?
Die Universität auf jeden Fall. Da hatte ich nie Probleme und auch in der Stadt selbst nicht, zumindest am Tag und in den Einkaufsläden oder Cafés. Am Abend und in der Nacht muss man etwas vorsichtiger sein. Dann ist es nicht immer so freundlich. Als Schwarzer fällt man in Dessau schon auf und in der Nacht will man nicht unbedingt angetrunkenen Menschen begegnen. Aber mich stört das nicht sehr.

Hast du Deutsch gelernt, um dich auf Dessau vorzubereiten?
Als ich nach Dessau kam, konnte ich kein Deutsch sprechen. Ich hatte leider zu wenig Zeit, um Deutschstunden zu nehmen. Auf dem Flug nach Deutschland und in der ersten Zeit war es auch kein Problem. Allerdings spreche ich manche Orte falsch aus. Als ich das erste Mal mit dem Zug von Berlin nach Dessau gefahren bin, habe ich Dessau falsch ausgesprochen und bin erst nach Potsdam gefahren und war etwas verloren. Ich habe zehn Stunden gebraucht, um von Berlin nach Dessau zu fahren. Aber jetzt spreche ich etwas Deutsch und komme gut zurecht. Mittlerweile habe ich auch viele deutsche Freunde. Ich bitte meine deutschen Freunde auch immer, mich zu korrigieren und mir beim Lernen zu helfen. Dadurch mache ich viele Fortschritte.

Was würdest du anderen Studierenden aus dem Ausland empfehlen?
Ich hatte eigentlich keine Probleme mit der Organisation, es lief alles sehr gut. Für das Visum braucht man einige Zeit, wenn man aus Nigeria kommt. Ich glaube, ich musste drei Monate warten. Ich würde jedem empfehlen, sich Zeit für Deutschstunden zu nehmen, um zumindest grundlegende Konversationen zu führen. Ansonsten sollte man sich einfach auf den Aufenthalt freuen, Deutschland ist ein sehr offenes und freundliches Land.

von Janine Noack
Mit freundlicher Genehmigung von www.study-in.de.
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