Unistädte

Bochum – spröder Charme und ehrliche Menschent

Deutsches Bergbau-Museum Bochum Alte Industriebauten und grüne Parks: Bochum ist eine Stadt, die sich verändert. Wenn du dich darauf einlässt, wirst du ihren Charme erkennen und die Ehrlichkeit der Bewohner lieben lernen. Bochum liegt im Ballungsraum Ruhrgebiet, einer ehemaligen Industrieregion, die mittlerweile Kulturhauptstadt ist. (von www.study-in.de)

Willkommen in Bochum

Ruhr-Universität Bochum Es muss eine besondere Beziehung sein, die die Bochumer zu ihrer Stadt haben: Die ehemalige Bergbau- und Industriestadt im Ballungsraum Ruhrgebiet sucht noch ihren Weg in die Zukunft und wird gerade deswegen von ihren Bewohnern geliebt. Du wirst wohl erst einen Moment brauchen, um in dem spröden Charme die Liebenswürdigkeit der Stadt zu erkennen. Der deutsche Sänger Herbert Grönemeyer hat ein Lied über Bochum geschrieben. Darin singt er: „Du bist keine Schönheit – vor Arbeit ganz grau – du liebst dich ohne Schminke – bist ne ehrliche Haut“. In so wenigen Worten kann man Bochum zusammenfassen: nicht so schön, aber ehrlich.

Das Ruhrgebiet war früher ein Zentrum der Schwerindustrie. Kohle und Stahl waren typisch für die Industrieregion, die auch „Schwarze Lunge Deutschlands“ genannt wurde. Zechen, Hochöfen und Fördertürme prägten das Stadtbild. Der so genannte „Ruhrpott“ hat sich mittlerweile zur Kulturstadt gewandelt. Das Gebiet, in dem über fünf Millionen Menschen leben, wurde 2010 zur Europäischen Kulturhauptstadt ernannt.

Wenn du durch die Stadt läufst, entdeckst du an manchen Ecken noch Zeugnisse aus der Vergangenheit: Die letzten Zechengebäude am Stadtrand, stillgelegte Fabriken, in denen Stahl verarbeitet wurde, oder auch die eine oder andere Kneipe, in der sich heute noch ehemalige „Kumpel“ (Männer, die im Bergbau tätig waren) treffen. Früher war Bochum grau und trist, von Fabriken und Arbeitern gezeichnet. Das erkennst du auch in den oft prunklosen, funktional gebauten Häusern. Eine hübsche Altstadt wirst du vergeblich suchen. Funktionalität bestimmt sogar die Architektur der Ruhr-Universität, die sich am Stadtrand an einen Hang schmiegt. Die klobigen Gebäude aus den 1970er Jahren sind nach Fachrichtungen aufgeteilt und nach einer strikten Ordnung auf dem Campus verteilt.

Einen Eindruck von früheren Zeiten bekommst du in Bochums berühmtestem Museum: dem Deutschen Bergbaumuseum. Dort erlebst du die Bedeutung der Kohle für die Stadt und siehst Wehmut in den Augen einiger Besucher. Auch die Jahrhunderthalle, in der heute Konzerte und Aufführungen stattfinden, versprüht diese Anmut aus vergangener Zeit.

Leben in Bochum

Ein Besuch der Jahrhunderthalle lohnt sich vor allem im Sommer. Im Westpark nebenan kannst du picknicken und Sport machen. Hier triffst du immer viele Studierende. Wenn du an einem ruhigen Vormittag in den Park gehst, kannst du von nebenan ein lautes Hämmern hören: Dort wird immer noch Stahl produziert – so wie in vergangener Zeit.

Noch mehr Natur findest du im Süden von Bochum am Kemnader See. Ein etwa acht Kilometer langer Weg rund um den See bietet Möglichkeiten zum Joggen, Inline skaten, Radfahren und Wandern. Schwimmen darfst du in dem See nicht, aber du kannst dir vor Ort ein Tretboot oder ein Kanu ausleihen und über den See fahren.

Wenn Bochumer ausgehen, treffen sie sich im Bermudadreieck. Der Straßenzug am Rande der Innenstadt ist gefüllt mit Kneipen, Bars und Clubs. Im Sommer sitzen hier viele Menschen draußen und genießen das Wetter. In der Alten Hattinger Straße gibt es das Orlando und die Goldkante. Das Orlando ist ein stilvolles Café mit Ambiente. Der Charme des Lokals ergibt sich aus den alten, großen Sesseln und der liebevollen Einrichtung. Die Goldkante ist Kneipe, Club und Veranstaltungsraum in einem: Hier finden Konzerte, Partys und Veranstaltungen verschiedener Arten statt, die vor allem von Studierenden besucht werden.

Ein Höhepunkt im Sommer ist das Festival „Bochum Total“. Es gibt vier Tage lang kostenlose Konzerte von bekannten und neuen Bands in der gesamten Stadt.

Tipp: Geh zu „Max Frituur“ im Bermudadreieck und iss Fritjes mit mindestens drei verschiedenen Saucen – zum Beispiel Safran oder Pili Pili. Die Saucen sind meist selbstgemacht und immer ein besonderes Highlight.

Bochum ist über seine Grenzen hinaus für ausgezeichnete Theater und Schauspielerei bekannt. Das Bochumer Schauspielhaus ist das größte Theater der Stadt und bietet dir ein Programm aus Klassikern und modernen Inszenierungen. Etwas kleiner, aber mindestens genauso bekannt ist das Prinzregenttheater. Je nach Spielplan werden auch hier klassische und moderne Inszenierung auf der Bühne gezeigt. Teils außergewöhnlich sind die Stücke im Theater „Rottstraße 5“. Lass dir von einheimischen Studenten empfehlen, welche Stücke sich lohnen angesehen oder erlebt zu werden.

Interview mit Dilafruz aus Usbekistan

Dilafruz aus Usbekistan

Dilafruz Rahieva ist 23 Jahre alt, kommt aus Usbekistan und studiert den Bachelor Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum.

Wieso hast du dich für ein Studium in Bochum entschieden?
Ich hatte in Usbekistan eine Deutsch-Lehrerin, die bereits in Bochum war und mir viel davon erzählte. Sie war zu einem Lehrer-Austausch an der Ruhr-Universität und ich bekam Lust, nach Bochum zu kommen.

Wie hast du dich auf den Aufenthalt in Deutschland vorbereitet?
In Usbekistan habe ich Germanistik studiert. Zusätzlich habe ich noch einen Sprachkurs am Goethe-Institut besucht.

Was sollte ein zukünftiger Studierender, der nach Deutschland kommt, schon vor der Abreise erledigt haben?
Unbedingt einen Sprachkurs belegen. Deutsch ist eine sehr schwere Sprache, deshalb kann jeder Sprachkurs helfen, mehr zu verstehen.

Was war am Anfang am schwierigsten für dich in Deutschland?
Die Sprache und die Kultur. Ich verstand am Anfang nur wenig Deutsch, weil alle so schnell sprachen. Doch das legte sich mit der Zeit. Und hier ist alles so anders als in Usbekistan. Auch im Studium. In Usbekistan ist das Studium strikt geplant, hier in Deutschland hab ich mehr Freiheit, daran musste ich mich erst gewöhnen.

Hast du Tipps für den Umgang mit Deutschen?
Ich habe mir am Anfang viele Sorgen gemacht, ob man mich versteht, weil ich so viele Fehler gemacht habe. Doch dann dachte ich mir: Jetzt ist es mir egal. Mich haben trotzdem alle verstanden und das war sehr nett von ihnen.

Was gefällt dir hier?
Dass alle so hilfreich sind. Die Professoren sind sehr lieb. Wenn ich zum Beispiel ein Referat halten muss, dann haben sie Verständnis, wenn ich noch viele Fehler in der Sprache mache. Auch die anderen Studenten sind sehr hilfsbereit.

Was gefällt dir an Bochum?
Hier ist es sehr gemütlich. Ich war einmal in München und das war sehr groß. Als ich wieder zurück in Bochum war, dachte ich mir: Ich bin so froh, wieder hier zu sein. Obwohl Bochum so klein ist, ist es sehr international. An der Uni gefällt mir, dass es hier so viele verschiedene Fächer gibt und man sich leicht einschreiben kann.

Was ist dein Lieblingsplatz in Bochum?
Den Kemnader See finde ich sehr schön, da kann man entspannen.

von Bastian Rothe
Mit freundlicher Genehmigung von www.study-in.de.
Links zum Thema

PASCH-net und Social Media

 

Studieren in Deutschland
Infos über das Studium in Deutschland

TU9 German Institutes of Technology – Excellence in Engineering and the Sciences Made in Germany

TU9 ist die Allianz der führenden Technischen Universitäten in Deutschland. Die TU9 bieten ein breites Studienangebot in den Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie eine exzellente Ausbildung.

Informationen zur Anerkennung der Sprachprüfungen des Goethe-Instituts

Logo des Goethe-Instituts Informationen zur Anerkennung der Goethe-Zertifikate an Hochschulen in Deutschland

» Liste herunterladen
(PDF, 396 KB)

Studienkollegs

Studienkollegs
Studienkollegs in Deutschland

 

Internationale Studierende berichten über das Studium und Leben in Deutschland.

Alumniportal Deutschland

Alumniportal Deutschland | © Alumniportal Deutschland Soziales Netzwerk für Deutschland- Alumni