Unistädte

Geislingen an der Steige – Versteckte Perle in der Schwäbischen Alb

Blick über Geislingen an der Steige Geislingen an der Steige ist eine Kleinstadt im Süden Deutschlands, die eher unbekannt ist. Die Stadt in Baden-Württemberg hat eine bewegte Vergangenheit und ist heute ein attraktiver Wohn- und Studienort. Vor allem aber ist sie eines: Ein Paradies für Naturliebhaber.
(von www.study-in.de)

Willkommen in Geislingen an der Steige

Eigentlich ist Geislingen an der Steige ein Weltstar. Bestimmt hattest du das berühmteste Produkt, das aus dieser Stadt kommt, schon einmal selbst in der Hand. Dort wurde nämlich das Unternehmen WMF (Württembergische Metallwarenfabrik) gegründet. Es stellt Besteck, Kochtöpfe und Kaffeemaschinen her, die in viele Länder weltweit exportiert werden. Vielleicht auch in deine Heimat. Dennoch kennen selbst die meisten Deutschen den Ort nicht.

Da die Stadt in einer Gegend liegt, in der fünf Täler aufeinandertreffen, wird sie auch „Fünftälerstadt“ genannt. Die Täler, nach denen sie benannt ist, sind das Obere und Untere Filstal, das Rohrachtal, das Eybtal und das Längental. Aufgrund dieser Lage gibt es auf den Bergen rund herum tolle Aussichtspunkte. Am „Ostlandkreuz“ oder dem „Dreimännersitz am Michelberg“ hast du einen fantastischen Blick auf die Natur der Schwäbischen Alb. So wird das Mittelgebirge in Süddeutschland genannt, an dessen Grenzen Geislingen an der Steige liegt. Zudem sind auch die „Burgruine Helfenstein“ und der ehemalige „Wachturm Ödenturm“ tolle Ziele für einen Ausflug am Wochenende.

Die Ruinen der Burg Helfenstein Aber warum genau heißt die Stadt so? Der Grund dafür ist, dass sie an einem alten Handelsweg hinauf auf die Berge der „Schwäbischen Alb“ liegt. Eine Steige bezeichnet im Deutschen etwas Steiles, das nach oben führt. In diesem Fall ist es ein steiler Fußweg, der früher von Händlern benutzt wurde. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dort eine Eisenbahnstrecke gebaut. Sie war damals ein echtes Wunder der Technik und gehört heute zu den steilsten Zugstrecken in Mitteleuropa. Seit August 2015 gibt es auch einen speziellen Erlebnispfad rund um das Gebiet der Steige.

Im Zentrum sind viele historische Bauwerke Zeugen der Vergangenheit. Du begegnest der Stadtgeschichte an vielen Ecken wie etwa beim „Alten Rathaus“ in der Fußgängerzone. Dabei entdeckst du sicher auch den „Alten Bau“, ein Haus mit acht Stockwerken, das die früheren Einwohner als Speicher für Getreide genutzt haben.

Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt besitzt einen Campus in Geislingen an der Steige und einen in Nürtingen. Je nachdem was du studierst, finden deine Vorlesungen und Seminare entweder in Geislingen oder Nürtingen statt.

Leben in Geislingen an der Steige

Tipp: Gehe unbedingt einmal auf einen „Krämermarkt“ in der Fußgängerzone, um dort zu „stöbern“.

Beliebte Treffpunkte in der Stadt sind die vielen Cafés in der Fußgängerzone oder am Schlossplatz. Nach einem anstrengenden Tag in der Bibliothek oder nach einem langen Stadtbummel kannst du dich im Stadtpark erholen. Ein Vorteil für alle Studierenden ist, dass der Park direkt neben der Hochschule liegt. Hier ist es meistens sehr ruhig, so dass du hier im Sommer auch gut für Prüfungen lernen kannst. Die Geislinger lieben es, sich auf dem Wochenmarkt zu treffen und Neuigkeiten auszutauschen. Zweimal pro Woche, immer mittwochs und samstags, kannst du dich ihnen anschließen und so das Leben in der Stadt besser kennen lernen.

Der ehemalige Kornspeicher „Alter Bau“ Jedes Jahr am Faschingsdienstag findet der Pferdemarkt statt. Keine Angst, dort wird nicht mit echten Pferden gehandelt. Die schönsten von ihnen werden mit einem Preis ausgezeichnet und du kannst traditionelle Spezialitäten probieren. Wer mutig ist, der bestellt sich „Saure Kutteln“. Das Gericht ist sehr beliebt in Baden-Württemberg und besteht aus dem Magen und teilweise auch dem Darm von Rindern. Das ist eine echte Mutprobe für alle, die daran nicht gewöhnt sind.

Wer in Geislingen beziehungsweise Nürtingen studiert und wohnt, sollte unbedingt mit seinen Freunden ein Picknick oder Grillfest am Fluss Neckar machen. Schöne Sommertage verbringst du am besten im Freibad. Lecker essen kannst du mittags in der „Zentral Bar“ und gute Cocktails gibt es in der „Green Bar & Lounge“.

Interview mit Dimitra aus Griechenland

Dimitra aus Griechenland Dimitra Bouchari ist 20 Jahre alt und kommt aus Griechenland. Sie studiert Industrielle Verwaltung und Technologie an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen.

Warum hast du dich für ein Studium an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen entschieden?
Im vergangenen Semester war ich als Erasmus-Studentin in Deutschland. Am Anfang wollte ich einfach irgendwo in Deutschland studieren, weil ich die Lebensweise dort kennen lernen wollte. Ich fand die Fächer sehr interessant, die die Hochschule Nürtingen-Geislingen im Studiengang Betriebswirtschaftslehre anbietet. Außerdem ist Nürtingen in der Nähe von Stuttgart. Das ist eine Stadt, die mir sehr gefällt und in der meine Mutter aufgewachsen ist.

Haben sich deine Vorstellungen von Geislingen erfüllt? Gab es Überraschungen? Wenn ja, welche?
Mein Campus ist in Nürtingen und bevor ich dorthin kam, konnte ich mir nicht richtig vorstellen, wie eine solche Kleinstadt aussehen würde oder wie das Leben dort wäre. Ich war es gewohnt, in Athen zu leben und aus diesem Grund habe ich erwartet, dass in Nürtingen alles ebenso so groß wäre. Die Hochschule ist aber zum Beispiel viel kleiner als meine Uni in Griechenland. Das hat mir zum Schluss aber sehr gefallen, weil ich ganz einfach alle meine Freunde treffen konnte und weil die Stadt sehr süß und gastfreundlich war.

War es für dich schwer, dich in Deutschland zurechtzufinden? Was war am Schwierigsten für dich?
Die Tatsache, dass ich meine ersten Deutschkenntnisse schon in Griechenland erworben habe, hat mir sehr geholfen, um mich leichter zu verständigen und meine Sprachkenntnisse zu verbessern. Was die Unterkunft betrifft, hatte ich die Möglichkeit, in einem Wohnheim in Nürtingen zu wohnen. Das war auf jeden Fall die günstigste Wahl.

War das Leben in Deutschland teuer für dich? Und gab es große Unterschiede zum Leben in deiner Heimat?
Das Leben war für mich günstig, weil ich im Wohnheim gewohnt habe. Im Vergleich zu meiner Heimat waren die Preise in den Geschäften und im Supermarkt erheblich billiger. Ausgenommen sind hier aber die Preise für Obst und die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel.

Und was sind deine Pläne für die Zukunft?
Momentan bin ich wieder in Griechenland, da mein Erasmusprogramm nur ein Semester dauerte. Dennoch bin ich mir nach dieser Erfahrung sicher, dass ich wieder nach Deutschland zurückkehren werde. Das bedeutet, dass ich im kommenden Jahr noch in Griechenland bleiben werde, um mein Studium zu beenden. Danach habe ich fest vor, mein Masterstudium in Deutschland zu absolvieren.

Bitte ergänzen: „Studieren in Deutschland ist für mich ...“
... eine meiner besten Chancen, die viele Perspektiven für eine spätere Arbeitsstelle bietet.

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