Unistädte

Duisburg – Wo die Industrie grünen Parks Platz gemacht hat

Wie monströse Skulpturen wirken die Anlagen aus der Vergangenheit im Landschaftspark Nord. Duisburg – die Stadt, in der sich die beiden Flüsse Rhein und Ruhr treffen, lebte früher von Stahl und Kohle. Jetzt haben sich die Duisburger ihre Heimat zurück erobert und genießen grüne Parks, weite Auen und ein bisschen Nostalgie. Ein idealer Ort, um zu studieren und deutsche Geschichte und Kultur kennenzulernen.
(von www.study-in.de)

Willkommen in Duisburg

Wenn du mit dem Zug in Duisburg ankommst, begrüßt dich vor dem Hauptbahnhof ein baumleerer, trostloser Platz – und an manchen Tagen pfeift dir dazu noch ein scharfer Wind ins Gesicht. Doch das sollte dich nicht davon abhalten, zu bleiben – denn es lohnt sich.

Die Schönheit der Stadt, in der Rhein und Ruhr sich treffen, zeigt sich den Besuchern nicht auf den ersten Blick. Doch umso interessanter ist es, die Stadt zu entdecken. Nur ein paar Minuten vom Hauptbahnhof entfernt befindet sich der Innenhafen – der "place to be" in Duisburg. Rund um dieses Hafenbecken wurden alte Speicherhäuser modernisiert und neue Gebäude errichtet. Jetzt sind dort neben Büros und Geschäften vor allem Restaurants und Bars, auf deren Außenterrassen viele Duisburger warme Sommernächte genießen.

Mit Liebe zum Detail wurde der Innenhafen verschönert. Im Sommer lohnt sich auch ein Spaziergang durch den Landschaftspark Nord: Hier wurde ein altes Industriegebiet mit Hochhöfen, Maschinenhallen und anderen riesigen Anlagen den Duisburgern zurückgegeben, indem das ehemalige Industriegebiet in einen grünen Park verwandelt wurde. Jeden Abend werden die alten Industrieanlagen mit bunten Lichtern in Szene gesetzt.

Bei deinen Streifzügen durch die Stadt wirst du auch Ecken entdecken, die noch deutlich von der industriellen Vergangenheit der Stadt zeugen: Duisburg war ein wichtiger Standort für die Stahl- und Kohleproduktion. Über den größten Binnenhafen Europas wurden die Produkte in alle Welt gebracht. Seit der sogenannten Stahlkrise in den 1970er Jahren ging die Nachfrage nach Stahl aus Duisburg zurück und viele Stahlwerke und Hütten mussten geschlossen werden. Dadurch verloren viele Menschen ihren Job.

Leben in Duisburg

Tipp: Statte der Weseler Straße einen Besuch ab! Die Straße hat sich in den letzten Jahren zum Brautmodenzentrum Deutschlands entwickelt. Hier reiht sich ein Brautladen neben den anderen, dazwischen findet man Juweliere und Ausstatter. Auch wenn du nichts kaufen willst, lohnt es sich, das bunte Treiben zu beobachten. Sogar Hochzeitspaare aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich kommen hier her, um nach Angeboten zu schauen.

Lange kämpfte die Stadt mit dem Verlust der Industrie, doch seit einiger Zeit erfindet sich Duisburg neu. Viele Menschen engagieren sich für die Stadt und nutzen die frei werdenden Räume für Kunst- und Kulturprojekte.

Rund um den Innenhafen wurden neue Wohnhäuser gebaut. Verglichen mit Essen oder Düsseldorf findest du hier schöne, große Wohnungen zu einem niedrigen Preis. Auch die Lage von Duisburg ist hervorragend: Von der Mitte des Landes Nordrhein-Westfalen aus ist man schnell in Düsseldorf, Köln, Essen oder den Niederlanden.

Wohnungen und WG-Zimmer sind für Studierende günstig zu haben, und auch wenn du mit Freunden ausgehst, brauchst du nicht viel Geld. Der „Finkenkrug“ ist Duisburgs älteste Studentenkneipe und bietet eine riesige Auswahl an Bieren an. Theater, Konzerte und Parties finden vor allem im "Grammatikoff" am Dellplatz statt. Wundere dich nicht, wenn einige Duisburger es noch „Hundertmeister“ nennen – so hieß der legendäre Laden früher.

Auch wenn Duisburg einst eine industriell geprägte Stadt war, so ist sie reich an Natur: Neben dem Landschaftspark Nord ist vor allem die Sechs-Seen-Platte lohnenswert. In einigen Seen kannst du schwimmen, es gibt Wanderwege und auch mit dem Fahrrad kannst du schöne Strecken erkunden.

Interview mit Alvaro Mauricio Romero-Diaz aus Bolivien

Alvaro Maurico Romero-Diaz Alvaro ist 27 Jahre alt und kommt aus Bolivien. Er studiert in Duisburg „Mechanical Engineering – Production and Logistics“ im Master-Studiengang.

Warum hast Du Dich für ein Studium in Deutschland entschieden?
Deutschland ist das beste Land in der EU. Es ist für seine Industrie und Wissenschaft sehr bekannt und es ist ein sehr freundliches Land für Studierende: Die Qualität der Lehre ist sehr hoch, die Kosten sind gering und es gibt Vergünstigungen wie das Semesterticket.

Warum hast Du Dich für Duisburg entschieden?
Duisburg ist ein ruhiger Ort, hier gibt es alles, was man braucht. Und zur gleichen Zeit ist es ein strategischer Ort, weil man sich in der Nähe von Städten wie Düsseldorf, Essen oder Dortmund befindet. Außerdem gibt es hier eine Menge Unternehmen, also sind es gute Bedingungen für Studierende und Berufstätige.

Wie hast Du Dich vorbereitet?
Ich habe viel im Internet gelesen, zum Beispiel welche Dokumente man für die Einreise braucht. Dann bin ich zuerst nach Berlin gegangen, um dort ein Jahr lang Deutsch zu lernen, und erst danach kam ich nach Duisburg zum Studieren.

Was ist Dir besonders aufgefallen, als Du in Deutschland angekommen bist?
Die Ordnung. Hier ist alles in einer bestimmten Ordnung: Wege, Dokumente, Verwaltung – alles. Und es gibt hier alles, was man braucht.

Sattes Grün im Kontrast zu den alten Industrieanlagen. Wie wohnst Du in Duisburg?
Man kann in ein Studentenwohnheim oder eine WG ziehen, aber das wollte ich nicht. Im Internet habe ich nach einer eigenen Wohnung für mich geschaut und schnell eine gefunden. Nun wohne ich in der Nähe vom Innenhafen und brauche nur wenige Minuten zu Fuß zu meiner Arbeit.

Wie finanzierst Du Dein Leben?
Ich habe eine Stelle als Programmierer in einer Firma hier in Duisburg gefunden. Neben meinem Studium gehe ich etwa 20 Stunden pro Woche dort arbeiten. Mehr darf man nicht.

Was ist Dein Lieblingsort in Duisburg?
Das ist der Innenhafen, der sehr schön ist und das neue Gesicht des Ruhrgebiets zeigt. Mir gefällt die Mischung aus alter Architektur und neuen Gebäuden. Dort gibt es viele Cafés, Bars, Restaurants und Museen und es ist immer was los.

Wie hast Du Kontakt zu anderen Studierenden gefunden?
Wenn man im Ausland ist, ist es leicht, Menschen aus dem eigenen Heimatland oder der eigenen Region, wie bei mir Südamerika, zu finden. Da braucht man nur zu Veranstaltungen vom International Office gehen. Doch ich bin hier, um Menschen aus der ganzen Welt kennen zu lernen. Also ist mein Motto „be international“ und „Erweitere deinen Horizont“.

Welche Tipps hast Du für Studierende, die nach Deutschland kommen wollen?
Ganz wichtig ist es, die Sprache zu lernen. Wenn man hierherkommt, sollte man ein paar Wörter und Sätze kennen – das hilft sehr. Es macht es auch leichter, sich anzupassen, weil die Kultur hier schon eine andere ist. Viele Informationen, wie das Leben in Deutschland ist, findet man auch im Internet.

Kannst Du Deutschland in drei Worten beschreiben?
Ordnung. Gelegenheiten. Entwicklung.

Links zum Thema

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