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Clausthal-Zellerfeld – Die Uni mit zwei Wintersemestern

Clausthal-Zellerfeld Clausthal-Zellerfeld war früher eine Bergbaustadt. Inzwischen hat sich die Stadt gewandelt und auch dank der Technischen Universität (TU) ist sie geprägt von: Innovation, Offenheit und Internationalität.
(von www.study-in.de)

Willkommen in Clausthal-Zellerfeld

Die Bergbau- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld liegt auf einer Hochebene im Harz und diese besondere Lage prägt das Wetter in der Stadt: Nicht selten wird dir ein kalter Wind um die Ohren wehen und an vergleichsweise vielen Tagen regnet es. Weil die Winter lang und schneereich sind, machen die Studierenden Witze darüber: Sie sagen, die TU Clausthal ist die einzige Hochschule mit zwei Wintersemestern.

Aber lass dich von der Wetter-Statistik nicht abschrecken: Es gibt auch viele sonnige, warme Tage im Sommer und Herbst. Dann kannst du zum Beispiel in einem der etwa 60 Seen in und um Clausthal-Zellerfeld schwimmen. Oder bei einem Spaziergang durch die beiden Stadtteile Clausthal und Zellerfeld die Geschichte der einst geteilten Stadt entdecken: Historisch wichtige Orte sind mit der sogenannten Dennert-Tanne gekennzeichnet. Auf diesen Hinweisschildern findest du Infos zur Vergangenheit der Stadt und zu Personen, die hier gewirkt haben.

Dennert-Tanne Clausthal-Zellerfeld ist über die Grenzen von Niedersachsen hinaus für seine Vergangenheit bekannt: Mehrere hundert Jahre lang prägte der Bergbau die Stadt. Heute hat der Abbau von Kohle an Bedeutung verloren, aber die Stadt ist immer noch mit dem Bergbau verbunden: Es gibt zum Beispiel das das Oberharzer Bergwerksmuseum, das zwei alte Schächte für Besucher zugänglich macht.

Eine wichtige Rolle für die Zukunft der Stadt spielt die TU Clausthal. Jedes Jahr zieht die Hochschule Hunderte Studierende aus aller Welt an. Einige bleiben über das Studium hinaus und gründen zum Beispiel eigene Unternehmen oder Forschungseinrichtungen, die eng mit der Universität zusammenarbeiten. Viele Unternehmen, die in den letzten 20 bis 30 Jahren entstanden, wurden von Absolventen der Hochschule gegründet und haben sich vor allem im Innovationspark Tannenhöhe und am Pulverhaus angesiedelt.

Leben in Clausthal-Zellerfeld

Technische Universität Die Hochschule prägt das Leben in der Stadt: Viele Studierende genießen in ihren Pausen die kurzen Wege in die Einkaufsstraße (Adolph-Roemer-Straße) und treffen sich dort auf einen Kaffee oder zum Essen. Viele sehen es als Vorteil, dass die Stadt nicht sehr groß ist, denn: Du kommst schnell ins Gespräch und kannst dich leicht mit anderen verabreden. Außerdem beleben viele Touristen die Stadt, weil sie von hier aus Wander- und Fahrradtouren starten.

Tipp: Fahr mit der alten Grubenbahn! Das Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld hat den alten Ottiliae-Schacht für Besucher geöffnet. Ein Highlight ist dabei eine Fahrt mit der "Tagesförderbahn". Du solltest dich früh informieren, wann du mitfahren kannst, denn so oft fährt diese "alte Dame" nicht.

In der Umgebung von Clausthal-Zellerfeld gibt es ein ausgedehntes Radwandernetz: Zum einen gibt es Strecken für Radfahrer, die es gemütlich mögen, zum anderen gibt es ausgewählte Touren für Mountainbiker. Frag bei der Touristeninformation oder im Buchladen in der Adolph-Roemer-Straße nach Karten, die dir eine Übersicht aller Radwanderwege zeigen!

Mit dem Fahrrad erreichst du leicht die vielen Seen rund um die Stadt. Die meisten wirken sehr natürlich und unberührt und laden zum Baden ein. Am Oberen Hausherzberger Teich gibt es eine überwachte Liegewiese und einen Bootsverleih. Ein Tipp für Asthmatiker und Allergiker: Aufgrund der sauberen Luft und vielen Seen gilt Clausthal-Zellerfeld als Luftkurort.

Nicht nur im Sommer kannst du dich sportlich in Clausthal-Zellerfeld betätigen: Im Winter steht ein weites Netz an Loipen für Skilangläufer zur Verfügung. In Zellerfeld gibt es einen kleinen Abhang, wo die Möglichkeit zur Ski-Abfahrt und zum Rodeln besteht.

Interview mit Mehdi aus dem Iran

Mehdi Tavakoli aus dem Iran Mehdi Tavakoli stammt aus dem Iran, wo er Maschinenbau studiert hat. In Clausthal-Zellerfeld macht der 30-jährige jetzt seinen Master.

Warum hast du dich für Clausthal-Zellerfeld entschieden?
Ich komme aus dem Iran und habe dort Maschinenbau bereits im Bachelor studiert. Das Studium war sehr theoretisch und mir fehlte die praktische Erfahrung. Ich wusste, dass ich das in Deutschland bekomme. Durch meine Recherche bin ich auf Clausthal-Zellerfeld gestoßen und habe gelesen, welch guten Ruf die Technische Universität hat.

Was gefällt dir an Clausthal-Zellerfeld?
Ich bin sehr gerne in der Natur – wenn ich kann, jeden Tag. Und dafür eignet sich Clausthal hervorragend. An der Universität gefällt mir, dass die Professoren einfach zu erreichen sind: Du musst nicht Wochen auf einen Termin warten, sondern kannst im besten Fall einfach kurz vorbeigehen. Die Betreuung hier in Clausthal ist gerade für die ausländischen Studierenden richtig gut.

Wie sollten sich Studierende auf den Aufenthalt in Deutschland vorbereiten?
Unbedingt die Sprache lernen! Und ich meine nicht nur die Wörter und wie du sie aussprichst. Sprache ist viel mehr – Sprache ist Kultur. Es gibt viele Klischees und Stereotype über Deutsche, genauso wie über jede andere Nation. Was ich meine ist zum Beispiel die Frage: "Warum sagt man Prost?" oder "Wie geht man auf Deutsche zu?". Das International Office der Uni bietet viele Kurse zu interkultureller Kompetenz an – in Deutsch und Englisch.

Wie hast du ein Zimmer oder eine Wohnung in Clausthal-Zellerfeld gefunden?
Ich wohne in einem Zimmer im Studentenwohnheim – wie viele Studenten hier. Das Zimmer ist nicht sehr groß, gerade mal elf Quadratmeter, und es gibt ein Gemeinschaftsbad und eine gemeinsame Küche. Dafür zahle ich 230 Euro pro Monat.

Gebäude der Technischen Universität Wie finanzierst du dich?
Ich habe mir schon sehr früh einen Nebenjob an der Uni gesucht. An den Instituten gibt es sehr viele. Für Professoren übersetzte ich Folien von Präsentationen ins Englische. Jetzt gebe ich Englischkurse am International Office.

Was machst du in deiner Freizeit in Clausthal-Zellerfeld?
Ich bin viel in der Natur draußen und treibe Sport, zum Beispiel Basketball oder Volleyball. An der Uni wird viel Hochschulsport angeboten und die Studenten organisieren viel selbst. Manchmal gehe ich Dienstag oder Donnerstag ins "Querschlag": Das ist eine Kneipe von Studierenden für Studierende.

Was ist dein Lieblingsort?
Das ist das "Anno Tobak" – auch eine Studentenkneipe. Das Bier ist günstig und die Musik ist besser als im "Querschlag". Dort kann man mit Freunden auch Karten, Backgammon und andere Spiele spielen.

Warum ist Clausthal-Zellerfeld ein guter Ort zum Studieren?
Hier sind sehr gute Bedingungen um sich zu konzentrieren. Man hat seine Ruhe zum lernen und die Professoren sind leicht zu erreichen. Alles liegt nah beieinander und ist zu Fuß zu erreichen. Im Vergleich zu anderen Städten kann man hier sehr günstig leben.

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