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Bremerhaven – Großstadt am Meer

Der Zoo am Meer hat sich auf nordische Tiere spezialisiert Bremerhavens Motto ist: „Meer erleben“. Das ist ein Wortspiel: Im Deutschen wird das Nomen „Meer“, also die große Wasserfläche, genauso ausgesprochen wie das Zahlwort „mehr“. Das Motto steht also dafür, dass Bremerhaven am „Meer“ liegt, nämlich an der Nordsee. Außerdem gibt es hier, laut dem Motto, „mehr“ zu „erleben“ als in anderen Städten. Oft verbinden sich die beiden Aussagen: Viele der Erlebnisse in Bremerhaven drehen sich rund ums Thema „Meer“.
(von www.study-in.de)

Willkommen in Bremerhaven

Schiffe, Leuchttürme, Fische – diese Begriffe beschreiben die maritime Atmosphäre in Bremerhaven. Die Stadt liegt im Norden Deutschlands, am Meer. Bremerhaven ist die größte Stadt an der deutschen Nordseeküste. Deswegen ist das Stadtbild stark vom Thema Wasser, aber auch von Klimathemen beeinflusst.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bremerhaven gehören die „Havenwelten“. Hier sind viele Attraktionen angesiedelt. Dazu gehört zum Beispiel das Deutsche Schifffahrtsmuseum. Das Museum hat einen eigenen Museumshafen, in dem Schiffe zur Besichtigung liegen. Führungen im Schifffahrtsmuseum werden auch in Englisch und Französisch angeboten.

International ist ebenfalls das „Deutsche Auswandererhaus". Das Museum erzählt die 300jährige Geschichte der Ein- und Auswanderung in Deutschland.

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum Auch das „Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost“ ist Teil der Havenwelten. Besucher lernen hier viel über das Klima und können verschiedene Klimazonen erleben. Das Klimahaus arbeitet mit Partnern wie dem Max-Planck-Institut für Meteorologie zusammen.

Bremerhaven möchte gerne Klimastadt werden. Das Thema Klima ist daher in allen Lebensbereichen wie Bildung, Forschung und Wirtschaft integriert. Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung hat seinen Hauptstandort in der Stadt. Außerdem haben sich Windenergie-Unternehmen hier niedergelassen. An der Hochschule Bremerhaven gibt es sogar ein eigenes Institut für Windenergie.

Aufgrund seiner Lage am Meer ist in Bremerhaven auch die Fisch- und Lebensmittelwirtschaft bedeutend. Überall in der Stadt gibt es zum Beispiel leckere Fischrestaurants. Da sich in Bremerhaven der viertgrößte Containerhafen in Europa befindet, ist die Hafenlogistik ein wichtiger Wirtschaftszweig für die Stadt. Vom Radarturm hast du einen tollen Blick von oben auf Schiffe, die „Havenwelten" und die maritime Stadt. Der Turm hat eine Aussichtsplattform auf 65 Metern Höhe.

Leben in Bremerhaven

Auch die Freizeit dreht sich in Bremerhaven ums Wasser.

Die Stadt ist für die „Sail Bremerhaven“, ein internationales Segelfestival, bekannt, zu dem mehr als eine Millionen Besucher und über 200 Schiffe kommen. Ein weiteres Fest ist das SeeStadtFest. Das wird sowohl auf dem Wasser als auch an Land gefeiert. Viele Schiffe und Segler liegen dann in den Häfen und es gibt ein Feuerwerk.

Tipp: Bremerhaven bietet zwei Geocaching-Routen an. Eine tolle Möglichkeit, um die Stadt besser kennenzulernen. Beim Geocachen suchst du mit einem GPS-Gerät nach Geheimverstecken. Es ist wie eine Schatzsuche. Die Routen führen dich zum Beispiel durch die Havenwelten und den Fischereihafen.

Ebenfalls am Wasser, im historischen Teil des Bremerhavener Fischereihafens, befindet sich das „Schaufenster Fischereihafen“. Hier kannst du ein Bier in einer der gemütlichen Hafenkneipen trinken oder dabei zuschauen, wie Fische geräuchert werden. Diese kannst du natürlich in einem der vielen Fischrestaurants essen. Das Schaufenster Fischereihafen organisiert häufig auch Veranstaltungen, wie den „Musiksommer“. Das sind kostenlose Konzerte. Das „Kino im Hafen“ ist ebenfalls so ein Event: Es werden Filme im Open Air Kino gezeigt. Bremerhaven hat aber auch Kinos in Gebäuden, die du bei schlechtem Wetter nutzen kannst.

Eine trockene und warme Alternative bietet außerdem das „TiF“: das Theater im Fischereihafen. Neben klassischen Theateraufführungen treten hier auch Comedians oder Artisten auf.

Das Deutsche Auswandererhaus Sportler kommen in Bremerhaven auch auf ihre Kosten: Sie können hier Wassersport machen. Es gibt zum Beispiel Kanu- und Angelvereine und Wasserski. Zusätzlich sind mehrere Bademöglichkeiten vorhanden, wie das "Spaßbad" mit Riesenrutsche und Strömungskanal. Am Deich liegt das "Weser-Strandbad". Hier kannst du in Strandkörben relaxen oder Beachvolleyball spielen. Aus Sicherheitsgründen ist das Baden leider nicht erlaubt.

Natur pur findest du im „Zoo am Meer“. Der hat sich auf Tiere aus dem Norden und dem Wasser spezialisiert. Im Zoo leben zum Beispiel Eisbären und Seehunde, aber auch Fische wie die Meerforelle. Bei einer Wattwanderung im Weltnaturerbe Wattenmeer kannst du nach heimischen Tieren wie Krabben, Muscheln und Würmern Ausschau halten.

Ist dir das zu matschig?! Dann kannst du in den Gesundheitspark Speckenbüttel gehen. Hier gibt es unter anderem einen Fitness-Parcours und eine BMX-Strecke. Aber Relaxen geht in dem Park auch - auf der Liegewiese und am Grillplatz.

Natürlich kannst du in Bremerhaven zudem einkaufen; zum Beispiel im "Mediterrano" - einem Shoppingcenter im südländischen Stil oder im "Columbus Center". Über die Havenbrücke gelangst du in die Fußgängerzone. Sie ist Heimat vieler Geschäfte und Cafés.

Vor allem abends ist die „Alte Bürger“ bei Studierenden beliebt. So wird die Bürgermeister-Smidt-Straße genannt, eine Kneipenmeile. Hier befindet sich beispielsweise der Club Nachtschicht.

Ein beliebter Treffpunkt bei Studierenden ist außerdem das StuCa, ein Café auf dem Campus der Hochschule Bremerhaven. Hier wird auch gefeiert. Unter anderem: internationale Parties. Bremerhavens kleinste Kneipe ist übrigens an einem außergewöhnlichen Ort: im Leuchtturm Brinkamahof.

Interview mit Vincent aus Le Havre, Frankreich

Vicent aus Frankreich Vincent Davot ist 22 Jahre alt und studiert Logistics Engineering and Management im Master. Er ist bereits zum zweiten Mal in Bremerhaven. Vor zwei Jahren war er schon einmal als Erasmus-Studierender in Bremerhaven.

Warum hast du dich für ein Studium in Bremerhaven entschieden?
Ich habe mich für Bremerhaven entschieden, weil es am Meer liegt. Das brauche ich, um mich wohl zu fühlen und Sportarten wie Kitesurfen zu machen.

Wie hast du dich auf deinen Auslandsaufenthalt vorbereitet?
Ich habe so viel Kleidung wie möglich eingepackt und bin dann mit einer Mitfahrgelegenheit bis Hannover gefahren. Von dort aus bin ich mit dem Zug bis nach Bremerhaven gefahren. Mittlerweile wohne ich in einer Wohngemeinschaft. Im Haus leben viele Studierende. Es ist wie eine kleine Kommune. Jeder hilft sich. Kein Umzug dauert länger als eine halbe Stunde. Jeden Abend klingelt man irgendwo und spielt, quatscht, lacht oder feiert. Um eine Unterkunft zu finden, würde ich im Internet suchen und an der „Alten Bürger“, wo viele Bars und WGs sind, schauen.

Kannst du dir vorstellen in Bremerhaven zu bleiben?
Ich glaube schon, dass ich hier weiterarbeiten werde. Ich wollte immer international berufstätig sein und das wäre dann die Möglichkeit, meine Sprach- und Logistikkenntnisse zusammen zu nutzen. Aber 1.000 Kilometer von meiner Familie entfernt zu sein, wäre traurig. Ich liebe die alle zu sehr.

Wie finanzierst du dein Auslandsstudium?
Ich bin als Erasmusstudent hier und arbeite neben dem Studium: Ich habe schon in einem Restaurant und als Pizzalieferant gearbeitet.

Wie können internationale Studierende Geld sparen?
Ich mache viel selber, zum Beispiel Nudeln, Brot und Quiche. Das ist billiger und es schmeckt 1.000-mal besser. Meine Freunde und ich haben außerdem einen großen Schrebergarten. Da bauen wir alle möglichen Pflanzen an. Zum Beispiel: Karotten, Zuckermelonen und Paprika oder auch Himbeeren, Kartoffeln und Mais. Eigentlich alles was hier wachsen kann.

Was gefällt dir am besten in Bremerhaven?
Ich liebe den Schrebergarten. Ansonsten fahre ich hier gerne Fahrrad, gehe Kitesurfen oder am Hafen joggen.

Hast du Tipps, wie man am besten Freunde findet?
Einfach aktiv sein, zum Beispiel in einen Verein eintreten. Mein Tipp ist es, etwas mit Deutschen zu unternehmen. Dadurch spreche ich jetzt fließend Deutsch.

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