Stipendiaten berichten

Die Vielfalt ist super

Dmitry Kornilov aus St. Petersburg in Berlin | © privat Hallo an alle, die in Deutschland studieren wollen! Mein Name ist Dmitry Kornilov und ich studiere schon seit September 2013 am Studienkolleg der Technischen Universität Berlin. Meine dort gemachten Erfahrungen möchte ich mit anderen Studierenden teilen.

Es war immer mein Traum, nach Deutschland zu kommen und dort eine Ausbildung zu machen. Bis zum letzten Schuljahr wusste ich aber nicht, dass es die Möglichkeit für ein Stipendium gibt. Ursprünglich hatte ich vor, nach Hannover zu gehen. Dort hatte ich schon an einem Schnupperstudium teilgenommen und wusste, wie das studentische Leben läuft. Dann aber schlug mir meine Deutschlehrerin vor, mich für ein Motivationsstipendium zu bewerben. Da man so eine Chance nur einmal im Leben bekommt, änderte ich meine Pläne.

Zuerst sollte ich ein Motivationsschreiben verfassen und dieses mit meinem Schulzeugnis an das Studienkolleg der TU Berlin schicken. Das hatte ich sehr schnell erledigt. Danach mussten wir einen Mathe- und Physiktest schreiben und in einem Gespräch unsere Ziele für ein Studium in Deutschland erläutern. Die wichtigste Motivation für mich war mein Traum, in Deutschland zu studieren. Weil mir das so wichtig war, war das alles sehr aufregend für mich. Aber ich habe es geschafft, das freut mich sehr.

Eine Grundausstattung zum Start

Nach dem Gespräch erfuhr ich, dass ich Stipendiat werde und in Berlin studieren darf. Sehr schnell sollte ich alle erforderlichen Dokumente – das Zeugnis sowie eine DSD- und Passkopie – übersetzen und bei einem Notar oder dem Konsulat beglaubigen lassen. Am Ende brauchte ich noch einen Termin für das Visum. Damit hatte ich große Probleme, denn ich wusste überhaupt nicht, dass es drei bis vier Wochen dauert, das Visum zu bekommen. Das war eine Überraschung für mich. Zum Glück habe ich es pünktlich bis zum 21. August bekommen. Die letzte Aufgabe war es, eine Wohnung zu finden.

Am 28. August bin ich nach Deutschland geflogen. Die ersten Tage waren sehr schwer, weil ich überhaupt nichts über Deutschland wusste. Mein Mietvertrag war schon unterschrieben und der Hausmeister wusste, dass wir bald ankommen. Er hat uns glücklicherweise über einige Vorschriften informiert und darüber, was wir wann und wo alles machen müssen. Zum Beispiel ging es um die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt. Dort müssen sich alle Personen anmelden, die in Deutschland wohnen, studieren oder arbeiten wollen. Bis zum Studienbeginn am zweiten September wollten wir alles Nötige kaufen, obwohl wir keine Ahnung hatten, wo man überhaupt etwas kaufen kann. Das erste Ziel war Geschirr, weil wir nichts hatten – überhaupt nichts. Danach sollten die anderen Dinge dazukommen, zum Beispiel Hefte und Kugelschreiber.

Studierende aus vielen Ländern

2. September: der erste Block Mathe-Analysis. Zuerst hatte ich riesengroße Angst, in Deutschland und nicht in Russland zu studieren. Ich wusste nicht, wie alles werden würde. Für mich war dieser Tag sehr ungewöhnlich: Also, alles war auf Deutsch. Daran konnte ich mich nicht gewöhnen. Und es waren so viele Leute aus verschiedenen Ländern da. Unsere Gruppe besteht aus Lateinamerikanern, Jemeniten, Albanern, Russen, Menschen aus Indonesien, Süd-Korea und noch vielen anderen Ländern. Diese Vielfalt ist für jeden sehr wichtig, weil wir so verschiedene Kulturen kennenlernen können.

Das Stipendium bedeutet Verantwortung

Dieses Stipendium hat mir eine wunderschöne Möglichkeit gegeben – ich bin sehr glücklich, dass ich diese Chance hatte. Es betrug 300 Euro im Monat. Gerade nach dem Umzug nach Deutschland war es eine gute Unterstützung. Ich konnte wegen des Studiums nicht arbeiten, hatte aber trotzdem finanzielle Verpflichtungen. Da hat es sehr geholfen. Ich fand eine gute Wohnung, in der ich die nötige Ruhe zum Lernen habe. Durch das erhaltene Geld empfinde ich auch eine Verantwortung, noch besser zu studieren.

Fast jeden Tag bemerke ich, dass ich in Deutschlands Hauptstadt studiere. Das freut mich sehr, weil ich mich sehr gut und erfolgreich fühle. In Deutschland sind die Noten ganz anders als in Russland. Da gibt es 15 Notenpunkte statt der vier in Russland. 15 Notenpunkte bewerten das Wissen besser. Nun weiß ich genau, was ich mehr lernen sollte und was ich schon ziemlich gut kann. Überhaupt sollte jeder sehr aufmerksam zuhören. Und immer gibt es viele Leute, die einem helfen. Manchmal helfe ich selbst schon anderen. Und ich finde es sehr gut, dass es nicht nur schriftliche, sondern auch mündliche Noten gibt: Wenn eine Klausur mal nicht so gut war, kann man trotzdem weiterhin sehr fleißig sein und viel mit den Lehrern sprechen. Das macht mir Spaß.

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Dmitry Kornilov besuchte die Schule Nr. 111 in St. Petersburg. Er studierte am Studienkolleg der TU Berlin. Das Motivationsstipendium erhielt er von August 2013 bis Mai 2014.
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