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Start in die Welt der Medien

Seit Oktober 2011 studiere ich an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Hier absolvierte ich den Bachelor Medien- und Kommunikationswissenschaft und Berufsorientierter Linguistik im interkulturellen Kontext. Direkt im Anschluss nahm ich ein Masterstudium in den Medien und Kommunikationswissenschaften auf.

Ich besuchte die Deutsche Schule Quito in Ecuador. Hier lernte ich Deutsch und legte das deutsche Abitur ab. In dieser Zeit erfuhr ich durch den DAAD sehr viel über das Leben und Studieren an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Deutschland.

Im Jahr 2008 besuchte eine Mitarbeiterin vom BIDS-Projekt und akademischen Auslandsamt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg meine Schule. Sie berichtete meinen Mitschülerinnen und Mitschülern und mir von einem Studium in Deutschland. Hier knüpfte ich erste Kontakte nach Deutschland und legte damit den Grundstein für mein Leben und Studium in Halle.

Anerkennung bisheriger Studienleistungen

Drei Jahre später entschied ich mich dazu, nach Deutschland zu gehen. Dafür suchte ich mir Hilfe beim BIDS-Projekt. Hier half man mir, alle bürokratischen Schwierigkeiten zu überwinden sowie bei der Anerkennung meiner Studienleistungen aus meinem einjährigen Studium in Ecuador. Die Anerkennung meiner Leistungen motivierte mich sehr.

Das Studium an dieser Universität war und ist immer noch eine tolle Möglichkeit für mich, als ausländische Studentin meine Sprachkenntnisse in den Bereichen Journalistik, Linguistik und Medien zu intensivieren.

Zu Beginn meines Studiums erhielt ich vom International Office eine positive Nachricht: Ich würde ein Motivationsstipendium bekommen. Das Motivationsstipendium war eine wichtige und große Chance für die Optimierung meines Studiums. Ich konnte mich besser auf das Studium konzentrieren und Geld für die nächsten Jahre an der Martin-Luther-Universität in Halle zurücklegen. Dank des Motivationsstipendiums und des Geldes, das mir mein Vater monatlich schickte, benötigte ich keinen studentischen Job und konnte so mein Grundstudium in nur zwei Jahren absolvieren.

Von der Theorie in die Praxis

Die Ausbildung und das Motivationsstipendium hatten auch positive Effekte auf mein aktuelles Masterstudium. Alles, was ich am Institut gelernt hatte, half mir bei meiner beruflichen Entwicklung. Zudem konnte ich die Zeit sehr gut in meine Karriere investieren, da ich während des Studiums keinen Nebenjob brauchte.

Alle Erwartungen, die ich vor meinem Deutschlandaufenthalt hatte, wurden erfüllt. Die Unterstützung des International Office war wesentlich für die Entwicklung meines Studiums. Heutzutage gibt es mehr Unterstützung für die ERASMUS-Studierenden, weniger für die regulären ausländischen Studierenden. Allerdings erhielt ich genug Informationen und ausreichend Hilfe.

Mein Studium hier in Halle war optimal, ich werde das erlangte Wissen in meiner Heimat in Zukunft sehr gut anwenden können. Das Studium war anwendungsorientiert und ermöglichte eine sofortige Umsetzung in die Praxis. Die Studienkonzeption hat mir den Zugang zu sämtlichen Branchen eröffnet, in denen Kommunikation und Interkulturalität aufeinandertreffen.

Eintritt für die Meinungsfreiheit

Gerade absolviere ich mein Masterstudium. Parallel dazu arbeite ich als studentische Aushilfe bei einem Radiosender des MDR. Bereits während des Bachelorstudiums konnte ich mich intensiv mit der Radioproduktion und deren Theorie beschäftigen. Jetzt kann ich zudem berufliche Erfahrungen sammeln. Die Beteiligung junger Generationen in der Medienbranche spielt eine wichtige gesellschaftliche Rolle in Deutschland und in Ecuador. Leider gibt es in meiner Heimat Ecuador eine große Debatte bezüglich des Inhalts und der Verwaltung von Medien. Die Regierung möchte ihren Einfluss per Gesetz enorm vergrößern. Damit sehe ich die Meinungsfreiheit in Gefahr. Das deutsche Mediensystem sollte hier als besseres Vorbild dienen.

Ich wünsche mir, dass die Unterstützung, die mir in meinem Bachelorstudium so half, auch anderen ausländischen Studierenden zuteil wird. Ausländische Studierende können ihre Kenntnisse in Deutschland erweitern und verbessern. Ich glaube, dass eine Erfahrung im Ausland sehr prägend für die akademische und berufliche Bildung ist. Zudem denke ich, dass es auch eine große Chance für deutsche Universitäten ist, wenn ausländische Studierende ihr Studium hier absolvieren – beide Seiten profitieren von dem Kulturaustausch.

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Veronica Ayala Espinosa de los Monteros besuchte die Deutsche Schule Quito. Später studierte sie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Medien- und Kommunikationswissenschaft. Das Motivationsstipendium erhielt sie im Wintersemester 2011/2012 und im Sommersemester 2012.
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