Stipendiaten berichten

So hoch wie möglich

Party mit internationalen ERASMUS-Studierenden aus Bremen am 20. Geburtstag von Malda (Mitte) | © privat
Mein Name ist Malda Svirkste und ich bin derzeit im vierten Semester des Studiengangs Internationales Transportmanagement an der Jade Hochschule in Elsfleth immatrikuliert.


Für das erste Jahr meines Studiums habe ich ein BIDS-Stipendium in Höhe von 300 Euro monatlich bekommen, zudem wurden die Studiengebühren übernommen. Später wurde ich durch ein anderes Stipendium weiter gefördert.

Zum ersten Mal erfuhr ich von dem BIDS-Stipendium, als Ilze Peksa uns in einer Präsentation die Jade Hochschule vorstellte. Doch eigentlich wusste ich bereits vorher, dass es diese Hochschule gibt, weil sie eine Partnerhochschule der Rezeknes Augstskola ist. Die Hochschule hat mich früher jedoch nicht so sehr interessiert, weil ich dachte, dass ein Studium nur in Wilhelmshaven und Oldenburg möglich ist. Dort gab es für mich jedoch kein passendes Studienangebot. Ich wusste nicht, dass eine weitere Jade Hochschule in Elsfleth existiert. Deswegen fand ich es super, dass Ilze damals darüber berichtete.

Unbedingt nach Deutschland

Da ich damals noch nicht so genau wusste, was ich mit meinem Leben anfangen wollte, war es eine tolle Chance, mich für das Stipendium zu bewerben. Ich bereitete mich damals auch intensiv auf die DSD-II-Prüfung vor, da ich schon wusste, dass ich unbedingt in Deutschland studieren wollte. Ohne das Stipendium wäre dies für mich wesentlich schwieriger geworden, weil meine Eltern das Studium nicht komplett finanzieren konnten.

Die Bewerbung um das Stipendium war ziemlich einfach. Man muss sich für den passenden Studiengang entscheiden und etwas Papierkram erledigen. Was ich nicht so schön fand, war die Wartezeit bis zur Zulassung an der Hochschule. Ich glaube, das lag am Hochschuldekanat. Es hat mich damals sehr gestresst, weil dies die einzige Hochschule war, an der ich mich beworben hatte.

Gut organisierter Studiengang

Warum ich Internationales Transportmanagement gewählt habe? Der Studiengang hat mich angesprochen. Außerdem hatte ich schon drei Sommer vor meinem Studium Zeit in Deutschland verbracht und wollte daher unbedingt etwas Neues erleben beziehungsweise irgendwann noch einmal ins Ausland gehen. Ich finde, dass der Studiengang sehr gut organisiert ist, er ist spannend und die Fächer sind sehr unterschiedlich. Man lernt ganz viele interessante Sachen. Ich könnte zum Beispiel nicht Mathematik oder BWL studieren, da es bei diesen Studiengängen im Vergleich zu meinem keine Vielfalt gibt.

Das erste Semester ging dann auch bald los: Vorstellungstag an der Hochschule, dann die ersten Tage an der Uni. Oha, das war heftig! Ich hatte natürlich geahnt, dass es Sprachbarrieren geben würde. Doch ich war auch überzeugt, dass mein Deutsch ganz gut ist. Aber nein: Sich auf Deutsch zu unterhalten, ist nicht das Gleiche wie auf Deutsch zu studieren – egal, wie gut man am Anfang ist. In den ersten drei Monaten hatte ich enorme Schwierigkeiten. Immer wieder musste ich mir viele Fachbegriffe übersetzen. Das Schrecklichste waren Begriffe aus dem Zivil- und Handelsrecht beziehungsweise die deutsche Rechtssprache im ersten Semester. Einfach nur schrecklich!

Umzug nach Bremen

Doch das Leben geht weiter, gerade habe ich das dritte Semester geschafft. Jetzt kann ich behaupten, dass es keine Sprachbarriere mehr gibt. Ich bin auch viel ruhiger bei Klausuren geworden. Nun habe ich das Ziel, meinen Durchschnitt zu verbessern und arbeite fleißig daran.

Ich hatte viele Erwartungen, bevor ich zum Studium nach Deutschland kam. Natürlich konnten diese anfangs nicht alle erfüllt werden. Aber es hing auch von mir selbst ab, ob ich es schaffen würde oder nicht. Mein Ziel war, einen Nebenjob zu finden. Das klappte im ersten Semester nicht, weil ich in Elsfleth wohnte. Ich habe mir ein tolles Studentenleben vorgestellt, aber Elsfleth entsprach nicht meinen Erwartungen. So bin ich im zweiten Semester nach Bremen gezogen. Dort habe ich nicht nur einen, sondern gleich drei Jobs gefunden.

Es kann noch viel passieren

Viele fragen, ob ich nach meinem Studium in meine Heimat zurückkehre. Diese Frage kann ich noch nicht beantworten. Es kann noch so vieles in den nächsten zwei Jahren passieren. Als ich nach Deutschland, nach Elsfleth, gezogen bin, wusste ich auch nicht, dass ich nach einem halben Jahr nach Bremen ziehen würde. Man hat so viele Möglichkeiten, sein eigenes Leben in Deutschland zu gestalten. Hier gibt es viel mehr Chancen als in Lettland. Und ich möchte immer wieder Neues erreichen, habe immer neue Ziele. Nur eines weiß ich genau: Ich will so hoch wie möglich steigen. Und Deutschland gibt mir dabei sehr viel Freiraum.

 

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Malda Svirkste besuchte das Staatsgymnasium Rezekne. Dann studierte sie Internationales Transportmanagement an der Jade Hochschule. Das Motivationsstipendium erhielt sie von September 2012 bis Juni 2013.

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