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Das Motivationsstipendium öffnet Türen

Ich heiße Michaela Michajlova, bin 20 Jahre alt und Absolventin der Deutschen Schule in Prag. Zurzeit studiere ich Kunstgeschichte und Englische Philologie an der Freien Universität in Berlin.

Ich darf mich zu den wenigen Glücklichen zählen, die das BIDS-Motivationsstipendium gleich zwei Mal – von November 2012 bis Februar 2013 und von April bis August 2013 – erhalten haben.

Auf das Motivationsstipendium wurde ich durch eine E-Mail meiner Universität in Berlin aufmerksam gemacht. Es richtet sich eben speziell an Studierende wie mich, die von ausländischen Schulen kommen, die noch keine Erfahrung mit dem Hochschulsystem in Deutschland haben und die eine Förderung oder auch Motivation für den Anfang sehr gut gebrauchen können.

Schnell die Unterlagen zusammengesucht

Zwei Wochen vor dem Bewerbungsschluss zum Motivationsstipendium wurde ich über die Modalitäten informiert. Also habe ich mein Motivationsschreiben, meinen Notennachweis und meinen Lebenslauf schnell per E-Mail eingereicht und dann gehofft, ausgewählt zu werden. Die Zusage des Motivationsstipendiums war für mich sehr wichtig, da ich zu diesem Zeitpunkt dringend Unterstützung benötigte.

Ich habe das Stipendium gleich zu Beginn meines Studiums bekommen, im Alter von 18 Jahren, direkt nach dem Abitur und noch völlig unbedarft im Umgang mit dem Universitätssystem in Deutschland. Noch vor meiner Abfahrt nach Deutschland dachte ich, dass ich mir einen Job suchen müsste, da die finanzielle Unterstützung durch meine Familie nicht ausreichen würde. Durch das Stipendium hatte ich nun die Möglichkeit, mich ausschließlich auf das Studium zu konzentrieren.

Gute Noten für ein Studium in Deutschland

Die Entscheidung, in Deutschland zu studieren, traf ich bereits vor meinem Abitur. Ich wusste, dass ich nicht in Tschechien bleiben wollte, da ich ein deutsches Abitur haben würde. Und nach sieben Jahren an einer Deutschen Schule hätte ich es bedauerte, wenn ich mich nicht an einer Universität in Deutschland eingeschrieben hätte. Damals machte ich eine Reise nach Deutschland und war in Berlin, Hamburg und Frankfurt. Dabei hat mich vor allem Berlin sehr begeistert. So sehr, dass ich direkt beschloss, hier mit meinem Studentenleben anzufangen. So habe ich mich die letzten zwei Jahre in der Schule sehr um gute Noten bemüht, um das Studium in Deutschland verwirklichen zu können. Schließlich habe ich mich für die Freie Universität entschieden, da die dort ausgewählten Fächer für mich am interessantesten sind und mir am meisten am Herzen liegen.

Alle Erwartungen wurden erfüllt

Zu Beginn des Studiums und bei den typischen Startschwierigkeiten hat es mir geholfen, dass ich schnell neue Menschen kennenlernte. Sie haben mir immer bei Fragen zum Studium oder anderen Problemen geholfen und mich beraten. Das Stipendium hat mich zudem von finanziellen Schwierigkeiten und Sorgen befreit.

Meine Erwartungen wurden hier in Deutschland bis heute hundertprozentig erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen. Eine solche Offenheit und Hilfsbereitschaft gleich zu Anfang hatte ich nicht erwartet und ich muss zugeben, dass ich hierfür sehr dankbar bin. Vor allem die Freundlichkeit der Menschen gefällt mir, aber auch die Transparenz der ganzen Stadt.

An der Freien Universität Berlin beeindrucken mich die Professionalität der Dozentinnen und Dozenten und Professorinnen und Professoren im Umgang mit Studierenden und zugleich die Freiheit, die den Studierenden gegeben wird, sich weiterzuentwickeln. Unsere eigenen Gedanken und Meinungen, unsere Betrachtungen in den Diskussionen wie auch in den Hausarbeiten werden respektiert und bestärkt.

Auf dem Weg nach Paris

Direkt in den ersten Monaten habe ich ein positives Gefühl im Studium gespürt, das noch immer gesteigert wird. Ich gehöre einem Netzwerk von Studierenden aus meiner alten Schule an, allerdings ist es kein offizielles. Ich würde gerne die Aufgaben einer Mentorin übernehmen, doch die Zeit, die ich in das Studium investiere, erlaubt mir dies bislang nicht. Ich bin nun im vierten Semester und hoffe, mein Studium in einem Jahr erfolgreich abschließen zu können. Ohne das Stipendium stünde ich sicher noch nicht an dieser Stelle meiner Hochschulausbildung. Und ohne es hätte ich wohl auch noch keine Zusage für einen ERASMUS-Aufenthalt in Paris für das zweite Semester bekommen. Dieser hat nun vor drei Wochen angefangen. Ich freue mich darauf, weil er mich professionell auf jeden Fall weiter bringen wird, zumal ich mich später mit französischer Kunst auseinandersetzen will. Das alles wäre ohne das Motivationsstipendium nicht möglich gewesen. Ich kann allen nur empfehlen, die Möglichkeit zu nutzen und sich für das Motivationsstipendium anzumelden. Man weiß nicht, bei welch großartigen Dingen es einem helfen kann!

 

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Michaela Michajlova besuchte die Deutsche Schule in Prag. Dann studierte sie an der Freien Universität Berlin Kunstgeschichte und Englische Philologie. Das Motivationsstipendium erhielt sie von November 2012 bis Februar 2013 und von April bis August 2013.
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