Studentenleben

Besondere Nebenjobs – spannende Jobs an der Hochschule

Du möchtest Dein Taschengeld aufbessern ohne lange Wege zurückzulegen? Ein Job in der Universität bietet nicht nur das, sondern häufig auch eine perfekte Vorbereitung aufs Berufsleben.

Ballkünstler an der Universität

Geschickt jongliert Christine Oymann mit fünf Keulen. Das Gesicht der jungen Frau ist völlig konzentriert, ihre Bewegungen sind elegant und spielerisch. Christine, die seit zehn Jahren jongliert und weltweit an Festivals und Wettbewerben teilnimmt, leitet den Jonglage-Kurs an der Universität Bielefeld seit drei Jahren. Über 50 verschiedene Sportarten von Schach über Yoga bis zu Aerobic werden hier wie auch an vielen anderen Hochschulen oft kostenfrei angeboten. So wie Christine bringen sich viele Studierende mit ihrem Können ein und trainieren andere in ihrer Lieblingssportart. Gleich zu Beginn ihres Studiums fiel Christine auf, dass der Jonglierkurs nur einmal wöchentlich stattfindet. Sie fragte nach und bekam als Antwort die Leitung des Kurses angeboten. Da Christine bereits Erfahrung als Workshop-Leiterin vorweisen konnte und eine Erste-Hilfe-Ausbildung absolviert hatte, erfüllte sie alle Voraussetzungen.

Mittlerweile bietet die 24-Jährige mit ihrem Kollegen Robin Riecke wöchentlich zwei Kurse à zwei Stunden an. Ihr Studium kann sie vom Gehalt – rund zwölf Euro pro Stunde – zwar nicht finanzieren, das ist für sie aber auch nicht das Wichtigste: „Die Bezahlung steht nicht an erster Stelle, denn der Unterricht ist gleichzeitig auch Training für mich“, erklärt Christine. Ihre Teilnehmer entscheiden individuell, woran sie arbeiten. Einige feilen bereits an ihrer Technik, während andere gerade erst die ersten Erfahrungen mit den flinken Bällen machen. Christine gibt Tipps und Hilfestellungen oder vermittelt Spielpartner, denn „man jongliert nicht nur allein, sondern wirft sich die Bälle oder Keulen auch gegenseitig zu“, erklärt sie. Das Jonglieren ist für Christine weit mehr als ein Nebenjob, sie sieht es als Möglichkeit, Sportliches und Geistiges zu verbinden und schätzt den Austausch mit anderen Studierenden während des gemeinsamen Trainings.

Linktipp

http://www.adh.de/

 

Sprachrohr der Studierenden

Manchmal kann ein Seminar an der Hochschule das Leben verändern – so wie bei Miriam Belke: Noch vor wenigen Jahren hatte sie kein Interesse am Hörfunk. Dass die Studentin der Linguistik und Rechtswissenschaften mittlerweile trotzdem Chefredakteurin des Bielefelder Campusradios Hertz 87.9 ist, lag an ihrer Uni: „Ich habe ein sehr spannendes Hörfunkseminar belegt und war so begeistert, dass ich direkt zwei Monate Praktikum bei Hertz 87.9 gemacht habe“, erzählt Miriam. Es folgte die Leitung des Ressorts „Kunst und Kultur“, sowie die Leitung der Ausbildung. Damit erfüllte Miriam alle wichtigen Kriterien für die Chefredaktion. Denn wer Chef sein möchte, sollte sowohl in der Produktion von Beiträgen, als auch in der Moderation und im Nachrichten sprechen fit sein und vorher schon eine andere Stelle besetzt haben. Erst dann kann er von der Redaktion gewählt werden. Seit rund einem Jahr macht Miriam Belke diesen Job und kümmert sich um die verschiedensten Dinge: „Ich bin programmverantwortlich. Das bedeutet, ich muss für alles, was gesendet wird, meinen Kopf hinhalten“, sagt sie mit einem Schmunzeln. Außerdem sorgt Miriam für einen reibungslosen Arbeitsablauf in der Redaktion, vermittelt bei Meinungsverschiedenheiten, leitet die wöchentlichen Redaktionssitzungen, kümmert sich um die Archivierung der Sendungen und ist darüber hinaus Ansprechpartner „für alles, wo es keinen anderen außer mir gibt“.

Durchschnittlich 20 bis 25 Stunden pro Woche verbringt die 26-Jährige in dem ausschließlich von Studierenden betriebenen Sender. Am meisten Spaß macht ihr die Zusammenarbeit mit der Redaktion, einem „bunt zusammengewürfelten Haufen“ Studierender verschiedener Fachrichtungen und Altersstufen. „Und ich stehe wahnsinnig gerne vor dem Mikro“, schwärmt sie. Die Gelegenheit dazu bekommt sie regelmäßig in der Sendung „Der Morgen“, die sie einmal wöchentlich gemeinsam mit zwei anderen Redakteurinnen moderiert. Die Stelle als Chefredakteurin beim Hochschulradio sieht Miriam als Vorbereitung für ihr späteres Berufsleben. „Ich möchte gerne im Bereich Hörfunk arbeiten. Wenn es geht, bei einem öffentlich-rechtlichen Sender.“

Ein Campus-Radio findest du an nahezu jeder deutschen Uni. Wenn du Interesse an einer Tätigkeit in den Medien hast, ist dieser Job eine ideale Möglichkeit, um erste Erfahrungen zu sammeln.

Linktipp

http://www.radiohertz.de/beta-site

 

Service für Bücherwürmer

Völlig anders gestaltet sich der Nebenjob von Igballe Maxhuni. Igballe arbeitet seit rund eineinhalb Jahren im Herzstück einer jeden Universität: Der Bibliothek. Rund 19 Stunden wöchentlich steht die Studentin der Rechtswissenschaften am Ausleihterminal, ist zuständig für Rückgabe und Verleih von Büchern. Von der Arbeit in der Bibliothek kann Igballe ihr Studium vollständig finanzieren. Die 24-Jährige, die vor drei Jahren aus dem Kosovo nach Deutschland kam, spricht beinahe akzentfreies Deutsch. Damit erfüllt sie ein wichtiges Kriterium, um in der Bibliothek arbeiten zu können. Mitbringen sollten Bewerber aber auch Freude im Umgang mit Menschen, sowie Sorgfalt und Zuverlässigkeit. An der Universität Bielefeld unterstützen Studierende das Bibliothekspersonal seit rund zehn Jahren. Außer am Ausleihterminal helfen sie vorrangig beim Aufräumen und reservieren, scannen Bücher und Zeitschriftenartikeln für die Online-Nutzung ein und verteilen die Post. Aber auch bei Neuerungen spielen die in der Bibliothek eingesetzten Studierenden eine wichtige Rolle: Ihr Feedback zählte beispielsweise, als die Oberfläche des Ausleihkontos geändert wurde.

Meist dauern die Verträge drei bis sechs Monate, können jedoch, wenn beide Seiten mit der Zusammenarbeit zufrieden sind, verlängert werden. So arbeiten neben Igballe noch etliche andere Studierende bereits seit Jahren in der Bibliothek. Die angehende Juristin ist nach wie vor begeistert von ihrer Arbeitsstelle: „Von Anfang an wurde mir etwas zugetraut und ich durfte selbstständig arbeiten. Aber das Beste ist, dass mein Arbeitsplatz an der Uni ist – ich kann direkt im Anschluss zu den Vorlesungen hingehen, das ist optimal.“

Tipp: Fast jede Uni sucht ab und zu neue Studentische Hilfskräfte. Geh einfach mal hin und frag nach.

Diese Jobs könnten dir auch gefallen

  • Berater im Sekretariat für Studierende

    Anderen Studierenden Auskunft zu Bewerbungsmöglichkeiten und allgemeinen Anfragen rund ums Studium geben, gehört zu deinen Tätigkeiten, wenn du als Mitarbeiter des Sekretariats für Studierende jobbst. Tipp: Nachfragen hilft! Geh einfach mal ins Sekretariat für Studierende an deiner Uni und erkundige dich, ob sie Unterstützung brauchen.

  • Mitarbeiter in der Küche der Mensa

    Als Mitarbeiter der Uni-Mensa oder Cafeteria hilfst du beim der Essensausgabe, unterstützt den Koch zu oder sorgst als Spüler für sauberes Geschirr. Viele Mensen arbeiten mit der Unterstützung Studierender, frag einfach mal in der Mensa selbst oder beim Studentenwerk deiner Stadt nach.
    www.studentenwerke.de

  • Mitarbeit im International Office

    An vielen Unis helfen studentische Hilfskräfte bei der Beratung und Betreuung von Studierenden, sowie bei der Organisation von Veranstaltungen. Tipp: Frag direkt im International Office deiner Uni nach.

von Hanna Irabi
Copyright: study-in.de

PASCH-net und Social Media

 

Studieren in Deutschland
Infos über das Studium in Deutschland

TU9 German Institutes of Technology – Excellence in Engineering and the Sciences Made in Germany

TU9 ist die Allianz der führenden Technischen Universitäten in Deutschland. Die TU9 bieten ein breites Studienangebot in den Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie eine exzellente Ausbildung.

Informationen zur Anerkennung der Sprachprüfungen des Goethe-Instituts

Logo des Goethe-Instituts Informationen zur Anerkennung der Goethe-Zertifikate an Hochschulen in Deutschland

» Liste herunterladen
(PDF, 396 KB)

Studienkollegs

Studienkollegs
Studienkollegs in Deutschland

 

Internationale Studierende berichten über das Studium und Leben in Deutschland.

Alumniportal Deutschland

Alumniportal Deutschland | © Alumniportal Deutschland Soziales Netzwerk für Deutschland- Alumni