Wissen und Umwelt

Jugend forscht

Sprachniveau: B1/B2
Carlotta und Elena haben bei „Jugend forscht“ mitgemacht | © Elisabeth Schwiontek
„Jugend forscht“ ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Wir haben vier Jugendliche getroffen, die mitgemacht haben. Carlotta und Elena wissen jetzt, ob Milch wirklich munter macht. Niklas und Florian verbessern die Steuerung von Flugzeugen.

Biologie: Carlotta und Elena erforschen, ob Milch munter macht

Carlotta

„Milch macht müde Männer munter“, heißt ein alter Werbespruch. Wir wollten herausfinden, ob das stimmt. Milch enthält viel Phenylalanin, das ist ein Eiweißbaustein, den der menschliche Körper unbedingt aufnehmen muss. Im Gehirn entsteht daraus Dopamin – ein Stoff, der die Konzentration fördert. Wir haben Versuchsreihen mit insgesamt 133 Mitschülern gemacht. Eine Gruppe bekam Wasser zu trinken, andere jeweils 200, 400 oder 600 Milliliter Milch und eine weitere Gruppe, ohne dass sie es wusste, eiweißfreie Milch. Dann mussten alle Buchstabentests lösen. Das Ergebnis: Die Schülerinnen und Schüler, die 400 Milliliter oder mehr Milch getrunken hatten, haben am besten abgeschnitten. Sie hatten mehr Phenylalanin im Blut als die anderen. Also stimmt der Spruch: Milch macht munter, und zwar Männer und Frauen.

Carlotta und Elena | © Elisabeth Schwiontek

Dass ich mich für Naturwissenschaften interessiere, liegt bei uns in der Familie. Meine Mutter ist Neurobiologin und mein Vater Biolehrer. Ich will Medizin studieren.

Carlotta: Was haben die verschiedenen Testgruppen getrunken?

Audio wird geladen

Elena

Für „Jugend forscht“ haben wir mit den Ergebnissen unserer Versuche eine Arbeit geschrieben. Einfach so drauflos experimentieren geht nicht, man muss einen richtigen Plan machen, wie’s läuft. Die Arbeit darf maximal 15 Seiten haben. Wichtig ist, wissenschaftlich zu schreiben und zu diskutieren, was man rausgefunden hat. Danach kam der Regionalwettbewerb. Dafür macht man ein Poster, baut einen Stand auf und stellt sein Projekt der Jury vor.

Durch „Jugend forscht“ haben wir viel erlebt und tolle Leute kennengelernt. Wir waren in der Schweiz und haben in den Bergen geforscht. Ich habe Blumen beobachtet und Lotti (Carlotta) hat sich mit Murmeltieren auseinandergesetzt. Außerdem wurden wir mit unserem Projekt nach Los Angeles eingeladen. Das war richtig cool, aber auch aufregend, weil wir alles auf Englisch vorstellen mussten. Ich bin ein neugieriger Mensch, deshalb liegen mir Naturwissenschaften. Und wie Carlotta will ich Medizin studieren.

Elena: Wie läuft das mit der schriftlichen Arbeit für „Jugend forscht“?

Audio wird geladen

Elena: Wie war das Forschen in der Schweiz?

Audio wird geladen

Technik: Niklas und Florian verbessern die Steuerung von Flugzeugen

Niklas

Niklas | © Elisabeth Schwiontek

Flugzeuge verbrauchen täglich über eine Milliarde Liter Treibstoff. Wir haben uns überlegt, was man verbessern kann, um Flugzeuge sparsamer zu betreiben, und sind schnell auf die Steuerung gekommen. Normalerweise wird ein Flugzeug über Querruder gesteuert, die Ausschläge verursachen viel Luftwiderstand. Wir haben uns dagegen eine Steuerung überlegt, die über die Verwindung (eine veränderte Stellung) des gesamten Flügels funktioniert. So lässt sich der Luftwiderstand verringern. Nach verschiedenen Wettbewerbsrunden von „Jugend forscht“ haben wir beim Bundeswettbewerb 2015 den Sonderpreis für Luft- und Raumfahrt erhalten. Als wir unser Projekt der Jury vorgestellt haben, war ich gar nicht mehr aufgeregt, weil wir davor schon hunderte Male erzählt haben, wie wir darauf gekommen sind.

Ich habe Abitur gemacht und werde jetzt anfangen, Maschinenbau zu studieren, und dann wahrscheinlich Luft- und Raumfahrttechnik.

Niklas: Welche Stationen habt ihr bei „Jugend forscht“ durchlaufen?

Audio wird geladen

Niklas: Wart ihr aufgeregt, als ihr euer Projekt vor der Jury präsentiert habt?

Audio wird geladen

Florian

Florian | © Elisabeth Schwiontek

Ich will mal Pilot werden, und wie Niklas bin ich Hobby-Segelflieger. Für Technik und Modellbau interessiere ich mich schon lange. Früher habe ich Autos gebaut, heute Flugzeuge. Mein Tipp für „Jugend forscht“-Teilnehmer: Fangt auf alle Fälle früh genug mit der 15-seitigen schriftlichen Arbeit an! Auch auf die Jury-Gespräche sollte man sich gut vorbereiten und schauen, dass bei der Vorstellung des Projekts alles klappt. Als Segelflugzeug hat unser Modell sehr gut funktioniert. Aber als wir dann einen Motor eingebaut haben, ist es leider abgestürzt. Wir müssen jetzt mal mit Experten reden, ob es sich lohnt, an unserer Idee weiterzuarbeiten. Das ist das Tolle an „Jugend forscht“: Man lernt ganz viele Leute kennen, da bieten sich viele Möglichkeiten. Wir haben zum Beispiel eine Einladung ins Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik bekommen und reden da auch mit Experten. Das hilft einem weiter, auch später bei Bewerbungen.

Florian: Seit wann interessierst du dich für Technik?

Audio wird geladen



der Nachwuchswettbewerb, die Nachwuchswettbewerbe: ein Wettbewerb für Jugendliche oder junge Erwachsene
munter: frisch, ausgeschlafen, fit
die Steuerung, die Steuerungen: ein Mechanismus, mit dem man ein Auto oder ein Flugzeug lenken kann
der Werbespruch, die Werbesprüche: der Slogan
stimmen: hier: richtig sein
unbedingt: auf jeden Fall
etwas fördern: hier: für etwas gut sein
die Versuchsreihe, die Versuchsreihen: das Experiment, die wissenschaftliche Testreihe
am besten abschneiden: die besten Ergebnisse haben, hier: den Test am besten lösen
die Naturwissenschaft, die Naturwissenschaften: eine Wissenschaft, bei der man Dinge in der Natur erforscht; durch Beobachten, Messen und Analysieren. Biologie, Chemie und Physik zählen zum Beispiel zu den Naturwissenschaften.
etwas liegt in der Familie: etwas ist vielen Mitgliedern der Familie gemeinsam; hier: Viele Mitglieder der Familie können eine bestimmte Sache gut. Zum Beispiel: Musikalität liegt bei uns in der Familie.
drauflos: hier: ohne sich vorher Gedanken zu machen, ohne Plan
etwas herausfinden: etwas entdecken, zu einem Ergebnis kommen
der Regionalwettbewerb, die Regionalwettbewerbe: Beim Wettbewerb „Jugend forscht“ kann man verschiedene Stationen absolvieren. Als Erstes nehmen die Jugendlichen am Regionalwettbewerb teil. Die Sieger aus einer Region fahren dann zum Landeswettbewerb. Das ist der Wettbewerb auf Ebene der Bundesländer (Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen …). Die Gewinner der Landeswettbewerbe können zum Wettbewerb auf Ebene der Bundesrepublik Deutschland fahren. An diesem Bundewettbewerb nehmen also die Landessieger aus ganz Deutschland teil.
der Stand, die Stände: hier: ein Platz, der für eine begrenzte Zeit eingerichtet ist, um etwas zu präsentieren.
viel erleben: hier: viele neue Erfahrungen machen; viele Dinge machen, die man sonst nicht machen kann
forschen: hier: etwas mit wissenschaftlichen Methoden untersuchen
sich mit etwas auseinandersetzen: sich mit etwas beschäftigen, intensiv über etwas nachdenken
aufregend: spannend
etwas vorstellen: etwas präsentieren
etwas liegt jemandem: jemand kann etwas gut, zum Beispiel: Klettern liegt ihm, er ist sehr sportlich.
etwas verbrauchen: hier: Energie, Kraftstoff brauchen
der Treibstoff, die Treibstoffe: ein Kraftstoff, den man braucht, um zum Beispiel Autos oder Flugzeuge zu bewegen. Benzin ist zum Beispiel ein Treibstoff für ein Auto. Kerosin ist ein Treibstoff für ein Flugzeug.
etwas sparsamer betreiben: etwas so betreiben, dass man im Vergleich zu vorher weniger Energie braucht; etwas umweltfreundlicher betreiben
der Ausschlag, die Ausschläge: hier: die Bewegungen der Flugzeugsteuerung, die Bewegung des Querruders
der Luftwiderstand: der Druck gegen einen Körper, der von der Luft ausgeht
etwas verringern: etwas reduzieren, vermindern, weniger machen
der Bundeswettbewerb: Beim Wettbewerb „Jugend forscht“ kann man verschiedene Stationen absolvieren. Als Erstes nehmen die Jugendlichen am Regionalwettbewerb teil. Die Sieger aus einer Region fahren dann zum Landeswettbewerb. Das ist der Wettbewerb auf Ebene der Bundesländer (Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen …). Die Gewinner der Landeswettbewerbe können zum Wettbewerb auf Ebene der Bundesrepublik Deutschland fahren. An diesem Bundewettbewerb nehmen also die Landessieger aus ganz Deutschland teil.
auf etwas kommen: eine Idee haben; einen erleuchtenden Gedanken haben. Zum Beispiel: auf einen Gedanken kommen, auf eine Idee kommen oder auf eine Lösung kommen
klappen: funktionieren, gut gehen
das Segelflugzeug:ein Flugzeug, das ohne einen Motor fliegt und durch die Luft gleitet
der Motor, die Motoren: eine Maschine, die ein Fahrzeug antreibt, zum Beispiel ein Auto oder ein Flugzeug
abstürzen: aus großer Höhe in die Tiefe stürzen
sich lohnen: nützlich sein; die Mühe wert sein; hier: Niklas und Florian sprechen mit Experten darüber, ob es die Mühe wert ist, weiter am Flugzeug-Projekt zu arbeiten.
die Bewerbung, die Bewerbungen: ein Schreiben, das man an ein Unternehmen schickt, wenn man dort arbeiten möchte. Zur Bewerbung gehören normalerweise ein Lebenslauf und ein Motivationsschreiben.

Worterklärungen

der Nachwuchswettbewerb, die Nachwuchswettbewerbe: ein Wettbewerb für Jugendliche oder junge Erwachsene
munter: frisch, ausgeschlafen, fit
die Steuerung, die Steuerungen: ein Mechanismus, mit dem man ein Auto oder ein Flugzeug lenken kann
der Werbespruch, die Werbesprüche: der Slogan
stimmen: hier: richtig sein
unbedingt: auf jeden Fall
etwas fördern: hier: für etwas gut sein
die Versuchsreihe, die Versuchsreihen: das Experiment, die wissenschaftliche Testreihe
am besten abschneiden: die besten Ergebnisse haben, hier: den Test am besten lösen
die Naturwissenschaft, die Naturwissenschaften: eine Wissenschaft, bei der man Dinge in der Natur erforscht; durch Beobachten, Messen und Analysieren. Biologie, Chemie und Physik zählen zum Beispiel zu den Naturwissenschaften.
etwas liegt in der Familie: etwas ist vielen Mitgliedern der Familie gemeinsam; hier: Viele Mitglieder der Familie können eine bestimmte Sache gut. Zum Beispiel: Musikalität liegt bei uns in der Familie.
drauflos: hier: ohne sich vorher Gedanken zu machen, ohne Plan
etwas herausfinden: etwas entdecken, zu einem Ergebnis kommen
der Regionalwettbewerb, die Regionalwettbewerbe: Beim Wettbewerb „Jugend forscht“ kann man verschiedene Stationen absolvieren. Als Erstes nehmen die Jugendlichen am Regionalwettbewerb teil. Die Sieger aus einer Region fahren dann zum Landeswettbewerb. Das ist der Wettbewerb auf Ebene der Bundesländer (Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen …). Die Gewinner der Landeswettbewerbe können zum Wettbewerb auf Ebene der Bundesrepublik Deutschland fahren. An diesem Bundewettbewerb nehmen also die Landessieger aus ganz Deutschland teil.
der Stand, die Stände: hier: ein Platz, der für eine begrenzte Zeit eingerichtet ist, um etwas zu präsentieren.
viel erleben: hier: viele neue Erfahrungen machen; viele Dinge machen, die man sonst nicht machen kann
forschen: hier: etwas mit wissenschaftlichen Methoden untersuchen
sich mit etwas auseinandersetzen: sich mit etwas beschäftigen, intensiv über etwas nachdenken
aufregend: spannend
etwas vorstellen: etwas präsentieren
etwas liegt jemandem: jemand kann etwas gut, zum Beispiel: Klettern liegt ihm, er ist sehr sportlich.
etwas verbrauchen: hier: Energie, Kraftstoff brauchen
der Treibstoff, die Treibstoffe: ein Kraftstoff, den man braucht, um zum Beispiel Autos oder Flugzeuge zu bewegen. Benzin ist zum Beispiel ein Treibstoff für ein Auto. Kerosin ist ein Treibstoff für ein Flugzeug.
etwas sparsamer betreiben: etwas so betreiben, dass man im Vergleich zu vorher weniger Energie braucht; etwas umweltfreundlicher betreiben
der Ausschlag, die Ausschläge: hier: die Bewegungen der Flugzeugsteuerung, die Bewegung des Querruders
der Luftwiderstand: der Druck gegen einen Körper, der von der Luft ausgeht
etwas verringern: etwas reduzieren, vermindern, weniger machen
der Bundeswettbewerb: Beim Wettbewerb „Jugend forscht“ kann man verschiedene Stationen absolvieren. Als Erstes nehmen die Jugendlichen am Regionalwettbewerb teil. Die Sieger aus einer Region fahren dann zum Landeswettbewerb. Das ist der Wettbewerb auf Ebene der Bundesländer (Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen …). Die Gewinner der Landeswettbewerbe können zum Wettbewerb auf Ebene der Bundesrepublik Deutschland fahren. An diesem Bundewettbewerb nehmen also die Landessieger aus ganz Deutschland teil.
auf etwas kommen: eine Idee haben; einen erleuchtenden Gedanken haben. Zum Beispiel: auf einen Gedanken kommen, auf eine Idee kommen oder auf eine Lösung kommen
klappen: funktionieren, gut gehen
das Segelflugzeug:ein Flugzeug, das ohne einen Motor fliegt und durch die Luft gleitet
der Motor, die Motoren: eine Maschine, die ein Fahrzeug antreibt, zum Beispiel ein Auto oder ein Flugzeug
abstürzen: aus großer Höhe in die Tiefe stürzen
sich lohnen: nützlich sein; die Mühe wert sein; hier: Niklas und Florian sprechen mit Experten darüber, ob es die Mühe wert ist, weiter am Flugzeug-Projekt zu arbeiten.
die Bewerbung, die Bewerbungen: ein Schreiben, das man an ein Unternehmen schickt, wenn man dort arbeiten möchte. Zur Bewerbung gehören normalerweise ein Lebenslauf und ein Motivationsschreiben.
Autorin: Elisabeth Schwiontek

PASCH-net und Social Media

Mitreden: Mein Lieblingsfach

Mein Lieblingsfach | © www.stockvault.net
Hast du ein Lieblingsfach in der Schule? Für welches Fach interessierst du dich beson­ders? Bist du ein kreativer Typ mit Interesse an Kunst oder Architektur? Magst du Technik und Natur­wissen­schaften? Oder liebst du Sprachen? Schreib uns, was dein Lieblings­fach ist. Warum magst du dieses Fach so gern?

Welches Fach machst du in der Schule am liebsten?

Naturwissenschaften – wie Mathe, Biologie oder Physik
Sprachen – zum Beispiel Deutsch, Englisch oder Französisch
Sport
Musische Fächer – wie Kunst oder Musik
Abstimmen
Umfrageergebnisse

Umdenken - von der Natur lernen

Spiele, Filme und Mitmach-Angebote, um die Perspektive zu wechseln und die Bedeutung der Natur neu schätzen zu lernen.

© Regeln auf PASCH-net

Was man hochladen darf und was nicht