Wissen und Umwelt

Mehrsprachigkeit – der moderne Europäer spricht 1 + 2

Sprachniveau: B1
Logo des Europäischen Tags der Sprachen 2011 | © vitaminde

In Europa werden mehr als 60 Sprachen gesprochen. Fast die Hälfte der Europäer spricht allerdings nur eine Sprache – die Muttersprache. Die EU möchte das ändern.

Vielfalt ist ein zentrales Element der europäischen Identität. Die EU ist die Heimat von 450 Millionen Menschen mit unterschiedlichem ethnischen, kulturellen und sprachlichen Hintergrund. Wie kann ein Sprachenkonzept im modernen Europa aussehen?

Andere Kulturen verstehen

Im Zeitalter der Globalisierung wird Mehrsprachigkeit immer wichtiger. Sprachkenntnisse erleichtern das Arbeiten, Studieren und Reisen in anderen Ländern. Dabei ist Sprache mehr als nur Kommunikation. Sprache ist der Weg zum Verstehen anderer Kulturen. Die europäischen Bildungsminister finden deshalb, dass es nicht ausreicht, nur Englisch als Fremdsprache zu lernen. Mehrsprachigkeit ist die Basis für eine erfolgreiche europäische Gemeinschaft.

Die EU-Sprachenpolitik

Im März 2002 hat der Europäische Rat in der spanischen Stadt Barcelona beschlossen, die Mehrsprachigkeit der EU-Bürger zu fördern. Jedes Kind in der EU soll von klein auf zwei Fremdsprachen erlernen. In Zukunft soll jeder EU-Bürger also mindestens drei Sprachen können: die Muttersprache sowie zwei weitere Sprachen (1 + 2).

Europäer und Fremdsprachen heute

Eine Umfrage in der EU hat gezeigt, dass 56 Prozent der EU-Bürger sich in einer anderen Sprache als ihrer Muttersprache unterhalten können. 28 Prozent der Befragten sagten, dass sie sich in zwei Fremdsprachen gut unterhalten können. Elf Prozent der EU-Bürger beherrschen sogar drei oder mehr Fremdsprachen. Aber noch 44 Prozent der EU-Bürger sprechen außer ihrer Muttersprache keine weitere Sprache.

Emotionale Verbundenheit

Eine große Mehrheit (83 Prozent) der Europäer findet, dass Fremdsprachen wichtig sind. Die Europäer sind motiviert und wollen gerne Fremdsprachen lernen. Sie denken, dass Sprachen für den Beruf nützlich sind. Die meisten Europäer wollen „wirtschaftlich wichtige“ Sprachen lernen, vor allem Englisch, Deutsch, Spanisch und Russisch. Sprachexperten raten davon ab, sich bei der Sprachwahl nur am beruflichen Nutzen zu orientieren. Die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Sprachenlernen sei die emotionale Verbundenheit.

abraten, von etw. (Dat.) warnen, nicht empfehlen, ausreden
beherrschen hier: können, verstehen, gelernt haben
beschließen entscheiden, einen Entschluss fassen
Einheitssprache, -n, die universelle Sprache, Landessprache
fördern helfen, unterstützen, weiterbringen
Hintergrund, -“-e, der hier: Herkunft, Ursprung, Abstammung
Mehrheit, -en, die große Gruppe in der Gesellschaft; Gegenteil von Minderheit
Umfrage, -n, die Untersuchung, Befragung, Meinungsforschung
unterhalten, sich miteinander sprechen/reden/diskutieren
Verbundenheit, die Sympathie, Solidarität, Gemeinsamkeit
verlernen nicht mehr können; vergessen
verständigen, sich, mit jmdm. (Dat.) sprechen, reden, kommunizieren
Vielfalt, die große Auswahl, großes Angebot, Buntheit
Voraussetzung, -en, die Grundlage, Bedingung, Fundament
Zeitalter, -, das Epoche, Ära, Periode
Zusammengestellt von Romea Kliewer
www.ifs-kassel.de
aus vitamin de – Sprachlernzeitschrift für junge Deutschlerner, Nr. 48, Frühjahr 2011

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