Schule und Ausbildung

Schule in Deutschland

Sprachniveau: B2
 

Kindergarten und Grundschule

Fast 90 Prozent aller Kinder zwischen drei und sechs Jahren besuchen einen Kindergarten. Der Besuch ist aber freiwillig. Seit 1992 gibt es ein Gesetz, nach dem jedem Kind von drei Jahren bis zum Beginn der Schule ein Platz in einem Kindergarten garantiert wird.

In Deutschland besteht Schulpflicht, das heißt, dass die Kinder ab dem sechsten Lebensjahr die Grundschule besuchen müssen. Vorher müssen die schulpflichtigen Kinder einen Gesundheitstest und einen Schuleignungstest machen. Die Grundschule dauert vier Jahre. Dort werden die Fächer Deutsch, Mathematik, Sachkunde, Religion, Sport, Kunst und Musik unterrichtet. Ab der dritten Klasse lernen die Kinder Englisch. Der Stundenplan enthält 26-18 Wochenstunden. Eine Schulstunde dauert in Deutschland 45 Minuten. Sie endet meist zwischen 12 und 13 Uhr. Es gibt dazwischen mindestens eine große Pause, die 15 oder 23 Minuten dauern und zusätzlich gibt es kleine ca. 5-minütige Pausen. Am Nachmittag haben die Schüler frei, aber sie müssen dann noch ihre Hausaufgaben machen. Viele Schüler gehen dann auch schon den ersten Hobbys nach: sie lernen ein Instrument, gehen in den Tanzunterricht oder machen andere Sportaktivitäten.

Das Notensystem
1 = sehr gut
2 = gut
3 = befriedigend
4 = ausreichend
5 = mangelhaft
6 = ungenügend
Die Schüler bekommen zwei Mal im Jahr ein Zeugnis: Ende Januar und zum Schuljahresende vor den großen Sommerferien. Ein Zeugnis mit Noten bekommen die Kinder spätestens ab der dritten Klasse. Wenn ein Schüler schlechte Noten hat, wird er nicht versetzt und muss das Schuljahr noch einmal wiederholen.

Nach der Grundschule müssen sich die Eltern zusammen mit den Lehrern aufgrund der Leistungen des Kindes für eine weiterführende Schule entscheiden und zwar zwischen der Hauptschule, der Realschule, dem Gymnasium, die Gesamtschule oder einer alternativen Schule wie beispielsweise die Waldorfschule.


Die Hauptschule

Die Hauptschule besuchen Schüler bis zur neunten oder zehnten Klasse, abhängig vom Bundesland und bereitet die Schüler auf eine Berufsausbildung vor. Hauptschulen sind geeignet für Schüler, die schulisch weniger begabt sind. Nach Beendigung der Hauptschule beginnen die im Durchschnitt 15 Jahre alten Jugendlichen normalerweise eine Lehre in einem handwerklichen Betrieb, die meistens mit Unterricht in der Berufsschule kombiniert wird. Die Hauptschule wird mit dem Hauptschulabschluss abgeschlossen. Die Schulabgänger der Hauptschule können aber trotzdem noch die Schulausbildung an einer Realschule oder einem Gymnasium fortsetzen.

Das Gymnasium

Ein großer Teil der Grundschüler besucht nach dem vierten Schuljahr ein Gymnasium. Zunächst besuchen sie es bis zur 10. Klasse und können aber dann entscheiden, ob sie noch die zwei Jahre (in einigen Bundesländern noch drei Jahre) bis zum Abitur auf der Schule bleiben. Im Gymnasium müssen zwei Fremdsprachen erlernt werden. Erste Fremdsprache ist meist Englisch, es kann aber auch Latein oder Französisch sein. Ab dem 9. Schuljahr können die Schüler auf wahlweise eine dritte Fremdsprache lernen.

Die Klassen 11-13 nennt man Oberstufe. Hier haben die Schüler die Möglichkeit neben den Pflichtfächern wie zum Beispiel Mathematik und Deutsch, eine Fremdsprache, Geschichte und einer Naturwissenschaft bestimmte Fächer zu wählen, die vielleicht für den späteren Beruf oder die anschließende Studienfächerwahl wichtig sind. Andere Fächer können die Schüler dann auch abwählen. Der Schüler entscheidet, ob ein bestimmtes Fach ein „Grundkurs“ (drei Wochenstunden) oder ein „Leistungskurs“ (fünf Wochenstunden) ist.

Das Punktesystem in der Oberstufe
13-15 Punkte = sehr gut
10-12 Punkte = gut
7-9 Punkte = befriedigend
4-6 Punkte = ausreichend
1-3 Punkte = mangelhaft
0 Punkte = ungenügend
In der Oberstufe gibt es anstelle der traditionellen Noten ein Punktesystem. Das Abschlusszeugnis des Gymnasiums mit dem „Abitur“ oder auch „Reifezeugnis“ genannt, kann man dann an einer Universität studieren. Das es viel mehr Abiturienten als Studienplätze für viele Fächer gibt, gibt es eine Aufnahmebeschränkung „Numerus clausus“. Die Studenten müssen einen bestimmten Notendurchschnitt haben, damit sie an der Hochschule für das ausgewählte Fach zugelassen werden.
 


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Die Realschule

Die Realschule dauert sechs Jahre und endet mit der 10. Klasse. Sie endet mit der „mittleren Reife“. Mit diesem Abschluss kann man an einer technischen Schule weiter lernen oder auch in das Berufsleben starten mit einer mittleren Berufslaufbahn in Wirtschaft oder in der Verwaltung.

Die Gesamtschule

Die Gesamtschule umfasst die drei vorher genannten Schulformen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) und nimmt Schüler von der 5. Klasse bis zum Abitur auf. Der Vorteil ist, dass die Schüler entsprechend ihren Fähigkeiten an Kursen von unterschiedlich hohem Niveau teilnehmen. Der Lehrplan sieht auch berufskundlichen Unterricht vor. Am Nachmittag gibt es oft zusammen mit den Lehrern Arbeitsgemeinschaften und Hausaufgabenbetreuung.

 

Deutsche Schüler berichten aus ihrem Schulalltag

Johannes aus Bingen ist 16 Jahre alt und besucht das Stefan-George-Gymnasium.  Bericht von Johannes ein-/ausblenden

Adrian aus Weiler bei Bingen ist 15 Jahre alt und besucht die Integrierte Gesamtschule in Stromberg.  Bericht von Adrian ein-/ausblenden

 

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