Politik und Geschichte

Bundestagswahl 2013

Sprachniveau: B2/C1

Alle vier Jahre werden in Deutschland die Abgeordneten des Deutschen Bundestages neu gewählt. Am 22. September war es wieder so weit. Fünf junge Menschen erzählen, warum sie sich politisch engagieren und welche Themen ihnen am Herzen liegen.

Maximilian Bierbaum (21), Die Grünen / Grüne Jugend

„Im Prinzip war dieses politische Interesse schon immer da. Ganz konkret wurde es, als ich 2007/2008 in Amerika war: Da habe ich einfach gesehen, wie dort mit Strom umgegangen wird und wie viel Müll produziert wird. Das war für mich so ein Aufwacherlebnis: Ich wollte mich irgendwie umweltpolitisch engagieren und etwas für die Umwelt, für den Naturschutz tun. Ich habe mir gedacht, dass ich auch den politischen Rahmen mitgestalten möchte – und dann bin ich eben politisch aktiv geworden.

Ich bin im Landesvorstand der Grünen Jugend. Das ist die Jugendorganisation der Partei Bündnis 90/Die Grünen hier in Hamburg. Da bin ich als politischer Geschäftsführer dafür zuständig, dass der Laden am Laufen gehalten wird, dass Treffen organisiert werden und dass wir Veranstaltungen hinbekommen. Jetzt bin ich eben auch für die Grüne Jugend, aber auch für die Partei Bündnis 90/Die Grünen, Bundestagskandidat auf der Landesliste auf Platz 4. Gerade bin ich im Wahlkampf, vertrete grüne Werte und versuche Menschen davon zu überzeugen, dass sie die Grünen wählen – oder eben für grüne Werte und Politik gewonnen werden.“

Wie bist du zu den Grünen gekommen?

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Warum engagieren sich nicht so viele Jugendliche in der Politik?

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Transkript zum Interview mit Maximilian Bierbaum
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Miriam Reinartz (25), FDP / Die Jungen Liberalen (JuLis)

„Seit etwa elf Jahren bin ich Mitglied bei den Jungen Liberalen, also der Jugendorganisation von der FDP. Ich dachte, wenn du richtig mitmischen möchtest und wenn du deine Meinung richtig vertreten möchtest, dann solltest du das auch in der Partei tun. Ich wollte mich immer beteiligen und einbringen. Und so bin ich dann dazu gekommen – und bis heute dabei geblieben. Weil mich das Grundkonzept der Freiheit des Einzelnen in Verbindung mit Verantwortung nach wie vor überzeugt.

Ich bin die erste Beisitzerin im Bundesvorstand von den Jungen Liberalen und das ist traditionell immer mit der Position des International Officer verbunden. Das heißt, ich koordiniere den Kontakt zu unseren Partnerorganisationen – wir haben noch einen Dachverband auf europäischer und auf internationaler Ebene. Mit diesen Partnerverbänden treffen wir uns zweimal im Jahr zu Kongressen. Das bereite ich vor, schaue, dass unsere Delegationen dort Anträge einreichen und halte Kontakt zu den anderen Partnerorganisationen. Das ist immer ganz spannend. Gerade wenn man sich anschaut, wie in anderen Ländern Liberalismus verstanden und konkret umgesetzt wird. Da sieht man dann doch manchmal Unterschiede. Wenn man zum Beispiel mit Organisationen aus muslimisch geprägten Ländern über Frauenrechte diskutiert, dann ist das etwas ganz anderes, als wenn man das innerhalb Europas nur mit den Norwegern oder Dänen tut.“

Wie bist du zu den JuLis gekommen?

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Warum sollten sich Jugendliche in der Politik engagieren?

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Transkript zum Interview mit Miriam Reinartz
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Josefine Geib (19), SPD / Jusos

„Ich bin seit 2010 bei den Jusos dabei und war davor schon an meiner Schule als Streitschlichterin und Schulsprecherin aktiv. Aber das hat mir nicht gereicht. Ich war schon früh politisch interessiert und habe mich gefragt, was in der Welt passiert und was das mit mir zu tun hat. Ich wollte einfach mitreden.

Wir vertreten die Positionen der Schüler bei den Jusos. Und man kann nur bei den Juso-Schülerinnen sein, wenn man noch zur Schule geht. Deshalb läuft meine Amtszeit jetzt auch aus. Das große Thema ist natürlich die Bildungspolitik. Das ist mir sehr wichtig. Denn wer kann besser sagen, was gut oder was schlecht ist, als die Menschen, die es täglich erleben. Die also quasi die Experten in diesem Bereich sind – und das sind natürlich die Schüler. Der Punkt ist, dass das Schulsystem aus unserer Sicht insgesamt ungerecht ist. Wir finden, der Bildungsföderalismus führt zu vielen Problemen. Ein wichtiger Schritt ist deshalb, dass das Kooperationsverbot von Bund und Ländern aufgehoben wird.“

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Warum sollten sich Jugendliche in der Politik engagieren?

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Transkript zum Interview mit Josefine Geib
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Cansu Özdemir (24), LINKE

„Ich bin schon politisch aktiv, seit ich 16 Jahre alt bin und habe in verschiedenen Bereichen gearbeitet: in der Friedenspolitik, aber auch in der Frauenpolitik. Das heißt, ich habe mich zum Beispiel dafür eingesetzt, dass Ehrenmorde thematisiert werden – weil ich ja selbst auch einen kurdischen Migrationshintergrund habe. Und ich habe mich auch viel mit internationaler Politik beschäftigt. Das führte dann dazu, dass ich erst für einen kurzen Zeitraum Mitglied der SPD wurde und dann zu den LINKEN gekommen bin. 2011 habe ich dann auch für die Bürgerschaftswahlen in Hamburg kandidiert. Damals war ich 22, hatte mein Abi gerade in der Tasche und habe mir gedacht, ich versuche es einfach mal – und dann hat es auch geklappt.

Ich bin dafür, dass man die eigene Muttersprache und die deutsche Sprache so gut wie möglich lernt. Und dass man versucht, eine Brücke zwischen zwei Kulturen zu bauen, statt eine Kultur aufzugeben. Das habe ich bei der Linken gefunden und deshalb habe ich mich da wohl gefühlt. Meine Bereiche sind die Integration und die Sozialpolitik – das sind ja auch die wichtigsten Felder der Linken. Ganz viel habe ich mich mit der Obdachlosigkeit in Hamburg beschäftigt, aber auch mit den Themen Menschen mit Behinderung, Barrierefreiheit und Opferschutz. Da fallen dann ganz oft auch junge Frauen rein, die einen Migrationshintergrund haben. In der Finanzpolitik stehen wir ganz anders da. Auf Bundesebene, aber auch auf der Hamburger Ebene. Zum Beispiel sind wir gegen die Schuldenbremse und haben eine ganz andere Vorstellung davon, wie man mit dieser Schuldenfalle oder mit diesem Schuldenproblem umgeht.“

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Warum sollten sich Jugendliche in der Politik engagieren?

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Transkript zum Interview mit Cansu Özdemir
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Autorin: Yvonne Pöppelbaum, freie Redakteurin in Hamburg
www.poeppelbaum.eu

die/der Abgeordnete, die Abgeordneten: vom Volk in das Parlament gewählte Vertreter/in
am Herzen liegen: wichtig sein
umgehen: hier: wofür die Menschen Strom verbrauchen
das Aufwacherlebnis, die Aufwacherlebnisse: eine Erfahrung, die dazu führt, dass man sein Denken oder Handeln ändert
den politischen Rahmen mitgestalten: sich politisch engagieren
der Landesvorstand, die Landesvorstände: Da Deutschland eine föderale Struktur und in 16 Bundesländer aufgeteilt ist, ist jede Partei auch auf der Ebene des Bundeslandes organisiert. Der Landesvorstand ist ein leitendes Gremium einer Partei in einem Bundesland, das von den Mitgliedern der Partei gewählt wird.
der politische Geschäftsführer, die politischen Geschäftsführer: hier: Er hat als Manager der Grünen Jugend organisatorische Aufgaben.
den Laden am Laufen halten: umgangssprachlich, hier: Als politischer Geschäftsführer muss Maximilian dafür sorgen, dass die Abläufe in seiner Organisation stimmen.
die Landesliste, die Landeslisten: die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten einer Partei in einem Bundesland für die Wahl zum Bundestag. Die Kandidatinnen und Kandidaten der Landesliste können nicht direkt gewählt werden, sondern nur über die sogenannte Zweitstimme, mit der die Wählerinnen und Wähler eine Partei wählen. Je mehr Stimmen die Partei erhält, desto mehr Personen aus der Landesliste erhalten einen Sitz im Bundestag.
der Wahlkampf, die Wahlkämpfe: das Werben von Kandidatinnen und Kandidaten oder Parteien um Stimmen der Wählerinnen und Wähler vor einer Wahl
mitmischen: hier: sich engagieren
sich beteiligen: mitmachen
sich einbringen: seine Ideen beitragen
der Beisitzer, die Beisitzerin: eine Person, die in einem Gremium, wie zum Beispiel vor Gericht oder in einer Prüfungskommission, mitarbeitet
der Dachverband auf europäischer Ebene, die Dachverbände: eine Organisation, die aus mehreren Unterorganisationen in verschiedenen europäischen Ländern besteht
die Delegation, die Delegationen: eine Gruppe von Personen, die zu Kongressen oder Konferenzen geschickt wird
der Antrag, die Anträge: ein Vorschlag oder eine politische Forderung
der Liberalismus: eine politische Weltanschauung, die die Freiheit des einzelnen Menschen fordert und Eingriffe des Staates ablehnt.
muslimisch geprägte Länder: Länder, in denen vorwiegend Muslime leben
die Jusos: Jugendorganisation der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD)
der Streitschlichter/die Streitschlichterin: Schülerinnen und Schüler, die an einer Schule die Aufgabe haben, anderen Schülerinnen und Schülern zu helfen, wenn Konflikte auftauchen, um diese zu lösen. Dafür bekommen diese Schülerinnen und Schüler eine besondere Ausbildung.
die Amtszeit, die Amtszeiten: der Zeitraum, in dem man eine Funktion/eine bestimmte Aufgabe hat
der Bildungsföderalismus: Da Deutschland eine föderale Struktur mit 16 Bundesländern hat, gibt es Politikbereiche die Aufgabe der Länder sind. Dazu gehört die Bildungspolitik, dafür sind die Länder zuständig. Das bedeutet auch, dass die Bildungssysteme, zum Beispiel die Schulsysteme, in den Bundesländern sehr unterschiedlich sein können.
das Kooperationsverbot von Bund und Ländern: Da Bildungspolitik Aufgabe der Bundesländer ist, dürfen in Deutschland der Bund und die Länder nur in Ausnahmen in Bildungsfragen zusammenarbeiten. Zum Beispiel darf der Bund den Ländern nur sehr eingeschränkt Geld für Bildungseinrichtungen wie zum Beispiel Schulen geben.
das Abgeordnetenhaus: Berlin ist nicht nur die Hauptstadt von Deutschland, sondern auch ein Bundesland. Das Abgeordnetenhaus ist das Landesparlament des Bundeslandes Berlin.
die Transparenz: hier: das, was in der Politik entschieden wird, soll für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar sein.
die Teilhabe: dass die Bürgerinnen und Bürger in einem Staat an Entscheidungen beteiligt sind
das Alleinstellungsmerkmal, die Alleinstellungsmerkmale: hier: etwas, für das nur diese Partei steht.
Prism: ein streng geheimes Programm des US-Geheimdienstes NSA (National Security Agency) zur Überwachung und Auswertung von elektronischen Medien, wie zum Beispiel der Kommunikation über das Internet. Der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden informierte die Öffentlichkeit über die Existenz des Programms und sorgte damit weltweit für Empörung.
XKeystore: ein Computersystem, das zum Ausspähen benutzt wird
Tempora: Spähprogramm des britischen Geheimdienstes
das Wahlprogramm, die Wahlprogramme: politischer Text, in dem eine Partei vor Wahlen ihre Ziele und Inhalte formuliert
Junge Union: Jugendorganisation der CDU
die Podiumsdiskussion, die Podiumsdiskussionen: Bei einer Podiumsdiskussion diskutiert eine Gruppe von Personen, zum Beispiel Expertinnen und Experten, vor einem Publikum.
auf einer Wellenlänge liegen: sich gut verstehen, die gleiche Art zu denken oder fühlen haben
der Ehrenmord, die Ehrenmorde: Wenn (meistens) Frauen durch ein Mitglied der Familie getötet werden, weil die Familie/das Umfeld/die Gesellschaft glaubt, dass die Frau mit ihrem Verhalten gegen Regeln verstoßen hat.
der Migrationshintergrund: Personen, die in Deutschland leben, deren Eltern oder Großeltern aber aus einem anderen Land kommen und nach Deutschland eingewandert sind, meist um in Deutschland zu arbeiten, haben einen Migrationshintergrund.
die Bürgerschaftswahlen: Die Stadt Hamburg ist wie Berlin und Bremen auch ein Bundesland, die Bürgerschaft ist das Landesparlament von Hamburg.
das Abi, die Abis: kurz für: das Abitur
klappen: hier: erfolgreich sein
die Integration: Als Integration bezeichnet man den Prozess, wenn Personen oder Gruppen, die sich zum Beispiel aufgrund ihrer Religion, Sprache, Herkunft oder aufgrund einer Behinderung von den meisten anderen Menschen einer Gesellschaft unterscheiden, in diese Gesellschaft einbezogen werden sollen.
die Obdachlosigkeit: Menschen, die keine Wohnung haben und auf der Straße schlafen müssen, sind obdachlos.
die Behinderung, die Behinderungen: eine körperliche, geistige oder seelische Schädigung, die die Teilnahme am Leben in der Gesellschaft erschwert.
die Barrierefreiheit, die Barrierefreiheiten: Barrierefreiheit bedeutet, dass die Umwelt so gestaltet ist, dass sich auch Menschen mit Behinderung ohne Schwierigkeiten in ihr bewegen können.
der Opferschutz: Regelungen und Gesetze, die die Situation der Opfer von Straftaten verbessern.
die Schuldenbremse, die Schuldenbremsen: Vereinbarung innerhalb eines Landes oder zwischen mehreren Ländern, z. B. in der EU, die die Schulden (das Geld, das sie leihen müssen), die einzelne Länder machen, begrenzen soll.
die Schuldenfalle, die Schuldenfallen: Wenn Schulden - das heißt Geld, das man leihen muss, weil man keins mehr hat - dazu führen, dass man immer mehr und neue Schulden machen muss, weil man für das Geld, das man leiht, auch noch Zinsen bezahlen muss.
konservativ: an bestehenden oder früheren gesellschaftlichen Ordnungen festhalten
traditionelles Familienmodell: Das traditionelle Familienmodell schreibt Mann und Frau ganz bestimmte Aufgaben zu: Der Mann geht einer Arbeit nach und die Frau kümmert sich um den Haushalt und die Kinder.
der gesetzliche Mindestlohn: Ein Gesetz soll festlegen, wie viel Geld Beschäftige für ihre Arbeit mindestens bekommen müssen. Niemand soll weniger für seine Arbeit bekommen.
die Bürokratie: alle Institutionen und Organe der Verwaltung
erneuerbare Energien: Energiequellen, die sich ständig erneuern oder nachwachsen, wie zum Beispiel Sonne, Wasser, Wind oder Erdwärme.
die Urheberrechtsfragen: Fragen, die das Urheberrecht betreffen. Das Urheberrecht legt fest, dass derjenige, der etwas wie zum Beispiel ein Bild oder ein Lied geschaffen hat (Urheber), bestimmen darf, was damit gemacht werden darf und was nicht. Zum Beispiel darf ein Lied ohne Erlaubnis des Urhebers nicht einfach kopiert werden.
die Partizipation: hier: die Bürger sollen an politischen Entscheidungen stärker beteiligt werden
demokratischer Sozialismus: Eine politische Zielvorstellung, nach der die sozialistischen Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität auf demokratischem Wege, zum Beispiel durch Reformen, erreicht werden sollen.
kapitalistisches Wirtschaftssystem: In einem kapitalistischen Wirtschaftssystem dürfen einzelne Menschen und Unternehmen Eigentum besitzen und mehr oder weniger frei, das heißt ohne Eingriffe des Staates, darüber verfügen.
Marktwirtschaft: Eine Wirtschaftsordnung, in der die Preise für Waren nicht vom Staat festgesetzt werden, sondern durch die Hersteller der Waren und die Kunden.

Worterklärungen

die/der Abgeordnete, die Abgeordneten: vom Volk in das Parlament gewählte Vertreter/in
am Herzen liegen: wichtig sein
umgehen: hier: wofür die Menschen Strom verbrauchen
das Aufwacherlebnis, die Aufwacherlebnisse: eine Erfahrung, die dazu führt, dass man sein Denken oder Handeln ändert
den politischen Rahmen mitgestalten: sich politisch engagieren
der Landesvorstand, die Landesvorstände: Da Deutschland eine föderale Struktur und in 16 Bundesländer aufgeteilt ist, ist jede Partei auch auf der Ebene des Bundeslandes organisiert. Der Landesvorstand ist ein leitendes Gremium einer Partei in einem Bundesland, das von den Mitgliedern der Partei gewählt wird.
der politische Geschäftsführer, die politischen Geschäftsführer: hier: Er hat als Manager der Grünen Jugend organisatorische Aufgaben.
den Laden am Laufen halten: umgangssprachlich, hier: Als politischer Geschäftsführer muss Maximilian dafür sorgen, dass die Abläufe in seiner Organisation stimmen.
die Landesliste, die Landeslisten: die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten einer Partei in einem Bundesland für die Wahl zum Bundestag. Die Kandidatinnen und Kandidaten der Landesliste können nicht direkt gewählt werden, sondern nur über die sogenannte Zweitstimme, mit der die Wählerinnen und Wähler eine Partei wählen. Je mehr Stimmen die Partei erhält, desto mehr Personen aus der Landesliste erhalten einen Sitz im Bundestag.
der Wahlkampf, die Wahlkämpfe: das Werben von Kandidatinnen und Kandidaten oder Parteien um Stimmen der Wählerinnen und Wähler vor einer Wahl
mitmischen: hier: sich engagieren
sich beteiligen: mitmachen
sich einbringen: seine Ideen beitragen
<der Beisitzer, die Beisitzerin: eine Person, die in einem Gremium, wie zum Beispiel vor Gericht oder in einer Prüfungskommission, mitarbeitet
der Dachverband auf europäischer Ebene, die Dachverbände: eine Organisation, die aus mehreren Unterorganisationen in verschiedenen europäischen Ländern besteht
die Delegation, die Delegationen: eine Gruppe von Personen, die zu Kongressen oder Konferenzen geschickt wird
der Antrag, die Anträge: ein Vorschlag oder eine politische Forderung
der Liberalismus: eine politische Weltanschauung, die die Freiheit des einzelnen Menschen fordert und Eingriffe des Staates ablehnt.
muslimisch geprägte Länder: Länder, in denen vorwiegend Muslime leben
die Jusos: Jugendorganisation der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD)
der Streitschlichter/die Streitschlichterin: Schülerinnen und Schüler, die an einer Schule die Aufgabe haben, anderen Schülerinnen und Schülern zu helfen, wenn Konflikte auftauchen, um diese zu lösen. Dafür bekommen diese Schülerinnen und Schüler eine besondere Ausbildung.
die Amtszeit, die Amtszeiten: der Zeitraum, in dem man eine Funktion/eine bestimmte Aufgabe hat
der Bildungsföderalismus: Da Deutschland eine föderale Struktur mit 16 Bundesländern hat, gibt es Politikbereiche die Aufgabe der Länder sind. Dazu gehört die Bildungspolitik, dafür sind die Länder zuständig. Das bedeutet auch, dass die Bildungssysteme, zum Beispiel die Schulsysteme, in den Bundesländern sehr unterschiedlich sein können.
das Kooperationsverbot von Bund und Ländern: Da Bildungspolitik Aufgabe der Bundesländer ist, dürfen in Deutschland der Bund und die Länder nur in Ausnahmen in Bildungsfragen zusammenarbeiten. Zum Beispiel darf der Bund den Ländern nur sehr eingeschränkt Geld für Bildungseinrichtungen wie zum Beispiel Schulen geben.
das Abgeordnetenhaus: Berlin ist nicht nur die Hauptstadt von Deutschland, sondern auch ein Bundesland. Das Abgeordnetenhaus ist das Landesparlament des Bundeslandes Berlin.
die Transparenz: hier: das, was in der Politik entschieden wird, soll für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar sein.
die Teilhabe: dass die Bürgerinnen und Bürger in einem Staat an Entscheidungen beteiligt sind
das Alleinstellungsmerkmal, die Alleinstellungsmerkmale: hier: etwas, für das nur diese Partei steht.
Prism: ein streng geheimes Programm des US-Geheimdienstes NSA (National Security Agency) zur Überwachung und Auswertung von elektronischen Medien, wie zum Beispiel der Kommunikation über das Internet. Der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden informierte die Öffentlichkeit über die Existenz des Programms und sorgte damit weltweit für Empörung.
XKeystore: ein Computersystem, das zum Ausspähen benutzt wird
Tempora: Spähprogramm des britischen Geheimdienstes
das Wahlprogramm, die Wahlprogramme: politischer Text, in dem eine Partei vor Wahlen ihre Ziele und Inhalte formuliert
Junge Union: Jugendorganisation der CDU
die Podiumsdiskussion, die Podiumsdiskussionen: Bei einer Podiumsdiskussion diskutiert eine Gruppe von Personen, zum Beispiel Expertinnen und Experten, vor einem Publikum.
b>auf einer Wellenlänge liegen: sich gut verstehen, die gleiche Art zu denken oder fühlen haben
der Ehrenmord, die Ehrenmorde: Wenn (meistens) Frauen durch ein Mitglied der Familie getötet werden, weil die Familie/das Umfeld/die Gesellschaft glaubt, dass die Frau mit ihrem Verhalten gegen Regeln verstoßen hat.
der Migrationshintergrund: Personen, die in Deutschland leben, deren Eltern oder Großeltern aber aus einem anderen Land kommen und nach Deutschland eingewandert sind, meist um in Deutschland zu arbeiten, haben einen Migrationshintergrund.
die Bürgerschaftswahlen: Die Stadt Hamburg ist wie Berlin und Bremen auch ein Bundesland, die Bürgerschaft ist das Landesparlament von Hamburg.
das Abi, die Abis: kurz für: das Abitur
klappen: hier: erfolgreich sein
die Integration: Als Integration bezeichnet man den Prozess, wenn Personen oder Gruppen, die sich zum Beispiel aufgrund ihrer Religion, Sprache, Herkunft oder aufgrund einer Behinderung von den meisten anderen Menschen einer Gesellschaft unterscheiden, in diese Gesellschaft einbezogen werden sollen.
die Obdachlosigkeit: Menschen, die keine Wohnung haben und auf der Straße schlafen müssen, sind obdachlos.
die Behinderung, die Behinderungen: eine körperliche, geistige oder seelische Schädigung, die die Teilnahme am Leben in der Gesellschaft erschwert.
die Barrierefreiheit, die Barrierefreiheiten: Barrierefreiheit bedeutet, dass die Umwelt so gestaltet ist, dass sich auch Menschen mit Behinderung ohne Schwierigkeiten in ihr bewegen können.
der Opferschutz: Regelungen und Gesetze, die die Situation der Opfer von Straftaten verbessern.
die Schuldenbremse, die Schuldenbremsen: Vereinbarung innerhalb eines Landes oder zwischen mehreren Ländern, z. B. in der EU, die die Schulden (das Geld, das sie leihen müssen), die einzelne Länder machen, begrenzen soll.
die Schuldenfalle, die Schuldenfallen: Wenn Schulden - das heißt Geld, das man leihen muss, weil man keins mehr hat - dazu führen, dass man immer mehr und neue Schulden machen muss, weil man für das Geld, das man leiht, auch noch Zinsen bezahlen muss.
konservativ: an bestehenden oder früheren gesellschaftlichen Ordnungen festhalten
traditionelles Familienmodell: Das traditionelle Familienmodell schreibt Mann und Frau ganz bestimmte Aufgaben zu: Der Mann geht einer Arbeit nach und die Frau kümmert sich um den Haushalt und die Kinder.
der gesetzliche Mindestlohn: Ein Gesetz soll festlegen, wie viel Geld Beschäftige für ihre Arbeit mindestens bekommen müssen. Niemand soll weniger für seine Arbeit bekommen.
die Bürokratie: alle Institutionen und Organe der Verwaltung
erneuerbare Energien: Energiequellen, die sich ständig erneuern oder nachwachsen, wie zum Beispiel Sonne, Wasser, Wind oder Erdwärme.
die Urheberrechtsfragen: Fragen, die das Urheberrecht betreffen. Das Urheberrecht legt fest, dass derjenige, der etwas wie zum Beispiel ein Bild oder ein Lied geschaffen hat (Urheber), bestimmen darf, was damit gemacht werden darf und was nicht. Zum Beispiel darf ein Lied ohne Erlaubnis des Urhebers nicht einfach kopiert werden.
die Partizipation: hier: die Bürger sollen an politischen Entscheidungen stärker beteiligt werden
demokratischer Sozialismus: Eine politische Zielvorstellung, nach der die sozialistischen Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität auf demokratischem Wege, zum Beispiel durch Reformen, erreicht werden sollen.
kapitalistisches Wirtschaftssystem: In einem kapitalistischen Wirtschaftssystem dürfen einzelne Menschen und Unternehmen Eigentum besitzen und mehr oder weniger frei, das heißt ohne Eingriffe des Staates, darüber verfügen.
Marktwirtschaft: Eine Wirtschaftsordnung, in der die Preise für Waren nicht vom Staat festgesetzt werden, sondern durch die Hersteller der Waren und die Kunden.

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