Sternchenthemen

Doppelte Entgrenzung – der Wandel in Erwerbswelt und Familie

Sternchenthema: Dieser Text auf C1-Niveau ist für Lerngruppen zu empfehlen, die anstreben, das Deutsche Sprachdiplom zweiter Stufe (DSD II) zu erwerben.Sprachniveau: C1
Stressbewältigung im Alltag
Erwerbsarbeit ist zeitlich flexibler, unregelmäßiger und unsteter geworden. Die Sphären Familie und Erwerbsarbeit sind nicht mehr eindeutig voneinander getrennt.

Herr Blum, projektbezogen beschäftigte Aufnahmeleiter, sitzt zu Hause am Schreibtisch und arbeitet sich durch das Drehbuch, um für den baldigen Drehbeginn vorbereitet zu sein. Der achtjährige Sohn klopft an die Wohnzimmertür und fragt, wann sie nun endlich zur Mutter aufbrechen, die drei Straßen weiter entfernt wohnt. Herr Blum ist geschieden, der Sohn lebt jede Woche wechselnd im Haushalt von Mutter oder Vater. "Gleich", sagt Herr Blum, er wolle nur noch den Produzenten anrufen, um mit ihm den Termin zur Drehortbesichtigung zu vereinbaren.

Ist diese Szene typisch für den Alltag von Familien heute? Betrachtet man die Befunde des Projekts "Entgrenzte Arbeit – entgrenzte Familie“ dann ist Herr Blum zumindest kein Einzelfall. Erwerbsarbeit ist zeitlich flexibler, unregelmäßiger und unsteter geworden. Die Orte des Arbeitens sind nicht mehr klar definiert. Man arbeitet zu Hause oder an unterschiedlichen Arbeitsorten, auch außerhalb des Betriebs. Man muss räumlich mobil sein. Beschäftigungsverhältnisse vervielfältigen sich, Frauen sind zunehmend erwerbstätig, Männer üben ihre Berufe nicht mehr ein Leben lang aus und erfüllen seltener die Ernährerrolle. Erwerbsbiographien sind sehr diskontinuierlich. Das so genannte Normalarbeitsverhältnis als sozialrechtlich abgesicherte Vollzeiterwerbsarbeit mit stabilen, geregelten Arbeitszeiten verliert an Bedeutung.

Der Fall von Herrn Blum zeigt zudem, dass die Sphären Familie und Erwerbsarbeit nicht mehr eindeutig voneinander getrennt und mit klaren geschlechtsspezifischen Zuweisungen verbunden sind. Kinder leben seltener in der so genannten „Normalfamilie“ der 50er und 60er Jahre. Auch Familienformen vervielfältigen sich; Menschen durchlaufen im Verlauf ihres Lebens verschiedene Familienkonstellationen. Die Konturen von Weiblichkeits- und Männlichkeitsbildern, Vorstellungen von einem „richtigen“ Leben als Frau oder als Mann weichen auf. Auch Männer kümmern sich häufiger um die Betreuung und Erziehung der Kinder.

Begriff der Entgrenzung

Dies sind nur einige Eckpunkte der Veränderungen, die seit den späten 1960er Jahren in Erwerbswelt und Familie stattfinden. In den Sozialwissenschaften hat sich als Bezeichnung für zentrale Merkmale des gegenwärtigen sozioökonomischen Wandels der Begriff der Entgrenzung etabliert. Er verweist darauf, dass Grenzziehungen, die für Erwerbsarbeit in der Phase der Industrialisierung charakteristisch und strukturgebend waren, schwächer werden oder sich auflösen. In Analogie zur Entgrenzung von Arbeit gehen wir auch von einer Entgrenzung von Familie aus. Denn im Vergleich zu den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zeigen sich im Bereich Familie ebenso wie in der Erwerbsarbeit grundlegende Veränderungen hinsichtlich ihrer Strukturen sowie der Kommunikations- und Interaktionsformen.

Eltern-Kind-Büro Rockzipfel

Die Subsysteme Familie und Erwerbsarbeit wandeln sich jedoch nicht nur intern, sondern auch ihr Verhältnis zueinander. Zwischen den Sphären Arbeit und Leben gibt es grundlegende Grenzverschiebungen, was permanent neue Balancen zwischen Familie und Erwerbsarbeit im Alltag und im Lebensverlauf erfordert. Familie ist nicht mehr selbstverständlich und „natürlich“ gegeben. Sie wird unter den Bedingungen der doppelten Entgrenzung zu einer anspruchsvollen alltäglichen und biographischen Gestaltungsleistung.

 

Familienleben in der Lücke

So führen etwa zeitliche und räumliche Flexibilisierungsprozesse in der Erwerbsarbeit dazu, dass Familie heute zunehmend in den Zeitlücken der Erwerbsarbeit gelebt werden muss. Allerdings haben die Zeitlücken und damit die Zeitnöte der Familien je nach Berufsfeld und Beschäftigungsverhältnis verschiedene Gesichter und bieten unterschiedliche Möglichkeiten für die Lebensführung. Von Zeitknappheit aufgrund langer Arbeitszeiten sind vor allem Familien betroffen, in denen beide Elternteile in Vollzeit erwerbstätig sind. Insbesondere Führungskräfte haben sehr lange Arbeitszeiten. Zeitnöte ganz anderer Art entstehen aufgrund der zunehmenden Flexibilisierung der Arbeitszeiten, beispielsweise bei Teilzeitarbeit: Arbeitstage und Dauer können stark variieren. Die häufig sehr kurzfristigen Arbeitseinsätze, die hohe Variabilität und die zunehmende Ent-Rhythmisierung führen zu einer Zerstückelung des Familienalltags. Familienleben muss oft gleichsam „auf Knopfdruck“ stattfinden, wenn gerade Zeit dafür ist. Eine dritte Form von Zeitlücken ergibt sich aus der projektbezogenen Organisation von Arbeit. Aufgrund des permanenten Wechsels zwischen Zeiträumen der starken Eingebundenheit in die Erwerbsarbeit, in denen keine oder kaum Zeit für das Familienleben bleibt, und längeren Phasen, in denen nicht gearbeitet wird, findet das Familienleben in Phasen statt.

Überdies haben auch die Veränderungen in den Familien Auswirkungen auf die Kopräsenz, das heißt auf die Zeiten gemeinsamer Anwesenheit. So führt eine Multilokalität von Familie nach Trennung und Scheidung, wie das bei Herrn Blum der Fall ist, dazu, dass die gemeinsame Zeit in der Familie abnimmt. Durch das wechselnde Zusammenleben des Kindes mit Mutter und Vater in zwei unterschiedlichen Haushalten entsteht ein phasenweises Zusammenleben. Die gestiegene Beteiligung einiger Väter bei der Fürsorgearbeit in Familien führt teilweise zu einem Anstieg und einer Intensivierung der gemeinsamen Zeit von Vater und Kind(ern).

Alternative zu Betreuung

Innovative Praktiken

Der Anforderung, Familie zunehmend in den Zeitlücken des Alltags und im Lebensverlauf leben zu müssen, begegnen die Akteure in der Familie mit spezifischen Strategien. So versuchen sie Zeitlücken zu stopfen, indem sie ihre räumliche und zeitliche Verfügbarkeit in der Erwerbsarbeit einschränken, um den Bedürfnissen der Familie gerecht zu werden. Im Sinne ihrer außerberuflichen Interessen beginnen sie ihre Arbeitszeiten zu verhandeln, sie eigensinnig zu gestalten. Nicht nur Frauen, sondern zunehmend auch Männer wägen die Kosten eines beruflichen Aufstiegs für das Familienleben ab. Einige verzichten sogar bewusst auf den beruflichen Aufstieg – oder aber auf (mehr) Kinder.

Da die raum-zeitlichen Flexibilisierungsprozesse augenscheinlich Zerreißproben für Familien bedeuten, müssen sie, um mit den zentrifugalen Kräften umgehen zu können, große Anstrengungen unternehmen. Die Ergebnisse des Projekts zeigen deutlich, dass es vielen Familien durch eine Intensivierung der Gestaltungsleistungen gelingt, einen Umgang mit der doppelten Entgrenzung zu finden. Dies spricht gegen die oft antizipierte Krise oder den sogar postulierten drohenden Untergang von Familie. Vielmehr entwickeln die Akteure in den Familien sehr innovative Praktiken im Umgang mit der doppelten Entgrenzung. Allerdings gibt es auch Familien, denen dies nicht gelingt, die unter Stress leiden und zu erschöpft für die Pflege ihrer Beziehungen sind.

Verlässliche Fürsorgearbeit in privaten Beziehungen ist der Sockel, auf dem die Erwerbsgesellschaft und der Wohlfahrtsstaat aufruhen. Deshalb ist es notwendig, dass Politik und Wirtschaft die Familien grundlegend entlasten. Ausgangspunkt dieser Maßnahmen muss jedoch die individuelle Autonomie und Partizipation von Männern und Frauen, Müttern und Vätern sein. Nur dann können sie die in den Entgrenzungen und Flexibilisierungen auch angelegten Chancen für die Gestaltung ihres Alltags nutzen. Haben sie keine Spielräume zur aktiven Mitgestaltung, insbesondere im Erwerbsbereich, und muss sich die Familie seiner Taktung unterordnen, dann besteht die Gefahr, dass die besondere Qualität des familiären Miteinanders in den Zeitlücken der Erwerbsarbeit verschwindet.

die Erwerbsarbeit: Arbeit, die dazu dient, Geld zu verdienen
unstet: hier: es verändert sich sehr schnell
die Sphäre, die Sphären: hier: der Lebensbereich
projektbezogen beschäftigt: nur zeitlich begrenzt Arbeit haben, je nachdem, wie lange das jeweilige Projekt dauert
der Aufnahmeleiter, die Aufnahmeleiter: eine Person, die in der Film- oder Fernsehindustrie arbeitet und vor allem für die Vorbereitung und Organisation der Aufnahmen verantwortlich ist
sich vervielfältigen: hier: mehr werden
erwerbstätig sein: arbeiten und Geld verdienen
die Ernährerrolle: hier: der Mann verdient das Geld, um die Familie zu ernähren
die Erwerbsbiografie, die Erwerbsbiografien: alle einzelnen Arbeitsstellen, die eine Person in ihrem Leben hatte
die sozialrechtlich abgesicherte Vollzeiterwerbsarbeit: 40 Stunden pro Woche arbeiten mit allen sozialen Sicherheiten: bezahlter Urlaub, Rentenansprüche, Krankengeld
die klare geschlechtsspezifische Zuweisung, die klaren geschlechtsspezifischen Zuweisungen: hier: die Männer arbeiten und die Frauen kümmern sich um den Haushalt und die Kinder
die „Normalfamilie“ der Fünfziger- und Sechzigerjahre: Mutter, Vater und Kinder leben zusammen
die verschiedenen Familienkonstellationen: verschiedene Arten von familiärem Zusammenleben, zum Beispiel als Alleinerziehende oder mit einem neuen Partner und jeder bringt Kinder mit in die neue Beziehung
die Konturen von Weiblichkeits- und Männlichkeitsbildern: hier: wie man dachte, dass Frauen und Männer zu sein haben
aufweichen: hier: sich verändern
der sozioökonomische Wandel: die Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft
die Phase der Industrialisierung: die steigende Bedeutung der Industrie ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
die Analogie, die Analogien: hier: gleichzeitig, parallel
das Subsystem, die Subsysteme: ein Bereich innerhalb eines Systems
die Balancen zwischen Familie und Erwerbsarbeit: hier: das Verhältnis zwischen der Zeit, die einerseits für die Arbeit aufgewendet wird und andererseits für die Familie bleibt
die biografische Gestaltungsleistung: hier: Jede Person gestaltet das Familienleben individuell und anders als früher.
Familie wird in den Zeitlücken der Erwerbsarbeit gelebt: Das Familienleben findet in den wenigen Stunden statt, in denen man nicht arbeitet.
verschiedene Gesichter haben: hier: die Probleme sind verschieden
das Beschäftigungsverhältnis, die Beschäftigungsverhältnisse: Die Verhältnisse, in denen eine Person arbeitet, zum Beispiel mit einem festen Vertrag und einem Monatsgehalt oder aber als Honorarkraft, die pro Stunde bezahlt wird und keine Krankengeld- und Rentenansprüche erwirbt.
die Führungskraft, die Führungskräfte: eine Person in leitender Funktion wie zum Beispiel Manager
die Flexibilisierung der Arbeitszeit: die Arbeitszeiten werden flexibler, mal arbeitet man mehr, mal weniger
die Variabilität: hier: die unterschiedlichen Arbeiten, die eine Person machen kann
die Ent-Rhythmisierung: hier: Es gibt keinen festen Arbeitsrhythmus mehr.
die Zerstückelung: in kleinen Stückchen
auf Knopfdruck: sofort
die Eingebundenheit in Erwerbsarbeit: arbeiten
die Multilokalität: hier: Vater und Mutter leben getrennt, haben jeder eine eigene Wohnung, das Kind wechselt zwischen beiden.
phasenweise: für eine bestimmte Zeit
die Fürsorgearbeit: hier: sich um Kinder und Familie kümmern
die Zeitlücken stopfen: Pausen ausfüllen
gerecht werden: entsprechen
eigensinnig: nach eigenem Willen
der berufliche Aufstieg: Karriere machen
augenscheinlich: offenbar
die Zerreißprobe, die Zerreißproben: hier: die große Belastung, die große Anstrengung
die zentrifugale Kraft, die zentrifugalen Kräfte: hier: die Kräfte, die die Familie auseinanderbringen
die Intensivierung der Gestaltungsleistungen: hier: sich besonders anstrengen, Arbeit und Familie zu vereinbaren
die antizipierte Krise: hier: die angekündigte Krise
der postulierte Untergang von Familie: die Behauptung, dass es bald keine Familien mehr geben wird
der Stress: die Belastung, die Anstrengung
der Sockel, die Sockel: hier: die Grundlage
der Wohlfahrtsstaat, die Wohlfahrtsstaaten: ein Staat, der für die soziale Sicherheit seiner Bürger und deren Wohl sorgt
aufruhen auf: basieren auf
entlasten: hier: unterstützen, helfen
die Autonomie, die Autonomien: die Selbstständigkeit, die Unabhängigkeit
die Partizipation, die Partizipationen: die Teilnahme
der Spielraum, die Spielräume: hier: die Möglichkeit, sich zu beteiligen
die Taktung, die Taktungen: der Rhythmus; hier: der Ablauf

Worterklärungen

die Erwerbsarbeit: Arbeit, die dazu dient, Geld zu verdienen
unstet: hier: es verändert sich sehr schnell
die Sphäre, die Sphären: hier: der Lebensbereich
projektbezogen beschäftigt: nur zeitlich begrenzt Arbeit haben, je nachdem, wie lange das jeweilige Projekt dauert
der Aufnahmeleiter, die Aufnahmeleiter: eine Person, die in der Film- oder Fernsehindustrie arbeitet und vor allem für die Vorbereitung und Organisation der Aufnahmen verantwortlich ist
sich vervielfältigen: hier: mehr werden
erwerbstätig sein: arbeiten und Geld verdienen
die Ernährerrolle: hier: der Mann verdient das Geld, um die Familie zu ernähren
die Erwerbsbiografie, die Erwerbsbiografien: alle einzelnen Arbeitsstellen, die eine Person in ihrem Leben hatte
die sozialrechtlich abgesicherte Vollzeiterwerbsarbeit: 40 Stunden pro Woche arbeiten mit allen sozialen Sicherheiten: bezahlter Urlaub, Rentenansprüche, Krankengeld
die klare geschlechtsspezifische Zuweisung, die klaren geschlechtsspezifischen Zuweisungen: hier: die Männer arbeiten und die Frauen kümmern sich um den Haushalt und die Kinder
die „Normalfamilie“ der Fünfziger- und Sechzigerjahre: Mutter, Vater und Kinder leben zusammen
die verschiedenen Familienkonstellationen: verschiedene Arten von familiärem Zusammenleben, zum Beispiel als Alleinerziehende oder mit einem neuen Partner und jeder bringt Kinder mit in die neue Beziehung
die Konturen von Weiblichkeits- und Männlichkeitsbildern: hier: wie man dachte, dass Frauen und Männer zu sein haben
aufweichen: hier: sich verändern
der sozioökonomische Wandel: die Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft
die Phase der Industrialisierung: die steigende Bedeutung der Industrie ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
die Analogie, die Analogien: hier: gleichzeitig, parallel
das Subsystem, die Subsysteme: ein Bereich innerhalb eines Systems
die Balancen zwischen Familie und Erwerbsarbeit: hier: das Verhältnis zwischen der Zeit, die einerseits für die Arbeit aufgewendet wird und andererseits für die Familie bleibt
die biografische Gestaltungsleistung: hier: Jede Person gestaltet das Familienleben individuell und anders als früher.
Familie wird in den Zeitlücken der Erwerbsarbeit gelebt: Das Familienleben findet in den wenigen Stunden statt, in denen man nicht arbeitet.
verschiedene Gesichter haben: hier: die Probleme sind verschieden
das Beschäftigungsverhältnis, die Beschäftigungsverhältnisse: Die Verhältnisse, in denen eine Person arbeitet, zum Beispiel mit einem festen Vertrag und einem Monatsgehalt oder aber als Honorarkraft, die pro Stunde bezahlt wird und keine Krankengeld- und Rentenansprüche erwirbt.
die Führungskraft, die Führungskräfte: eine Person in leitender Funktion wie zum Beispiel Manager
die Flexibilisierung der Arbeitszeit: die Arbeitszeiten werden flexibler, mal arbeitet man mehr, mal weniger
die Variabilität: hier: die unterschiedlichen Arbeiten, die eine Person machen kann
die Ent-Rhythmisierung: hier: Es gibt keinen festen Arbeitsrhythmus mehr.
die Zerstückelung: in kleinen Stückchen
auf Knopfdruck: sofort
die Eingebundenheit in Erwerbsarbeit: arbeiten
die Multilokalität: hier: Vater und Mutter leben getrennt, haben jeder eine eigene Wohnung, das Kind wechselt zwischen beiden.
phasenweise: für eine bestimmte Zeit
die Fürsorgearbeit: hier: sich um Kinder und Familie kümmern
die Zeitlücken stopfen: Pausen ausfüllen
gerecht werden: entsprechen
eigensinnig: nach eigenem Willen
der berufliche Aufstieg: Karriere machen
augenscheinlich: offenbar
die Zerreißprobe, die Zerreißproben: hier: die große Belastung, die große Anstrengung
die zentrifugale Kraft, die zentrifugalen Kräfte: hier: die Kräfte, die die Familie auseinanderbringen
die Intensivierung der Gestaltungsleistungen: hier: sich besonders anstrengen, Arbeit und Familie zu vereinbaren
die antizipierte Krise: hier: die angekündigte Krise
der postulierte Untergang von Familie: die Behauptung, dass es bald keine Familien mehr geben wird
der Stress: die Belastung, die Anstrengung
der Sockel, die Sockel: hier: die Grundlage
der Wohlfahrtsstaat, die Wohlfahrtsstaaten: ein Staat, der für die soziale Sicherheit seiner Bürger und deren Wohl sorgt
aufruhen auf: basieren auf
entlasten: hier: unterstützen, helfen
die Autonomie, die Autonomien: die Selbstständigkeit, die Unabhängigkeit
die Partizipation, die Partizipationen: die Teilnahme
der Spielraum, die Spielräume: hier: die Möglichkeit, sich zu beteiligen
die Taktung, die Taktungen: der Rhythmus; hier: der Ablauf
Peggy Szymenderski
ist Diplomsoziologin an der Professur für Industrie- und Techniksoziologie der TU Chemnitz

Dr. Karin Jurczyk
ist Abteilungsleiterin in der Abteilung Familie und Familienpolitik des Deutschen Jugendinstituts

Prof. Dr. Andreas Lange
ist Grundsatzreferent in der Abteilung Familie und Familienpolitik des Deutschen Jugendinstituts

Copyright: Goethe-Institut, Online-Redaktion
November 2007

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