Sternchenthemen

Lucas Reinert – ein zukünftiger Fußballstar?

Sternchenthema: Dieser Text unterhalb des B2-Niveaus ist für Lerngruppen zu empfehlen, die anstreben, das Deutsche Sprachdiplom zweiter Stufe (DSD II) zu erwerben. Sprachniveau: B1

Lucas Reinert besucht die 11. Klasse der Gesamtschule Berger Feld in Gelsenkirchen – und spielt für die Jugend von Schalke 04. Dort haben auch Stars wie Mesut Özil und Manuel Neuer ihre Karriere begonnen.

Auch Lucas hofft auf eine professionelle Fußballkarriere. Im Interview erzählt er, warum er nach Schalke gekommen ist, wie sein Schul- und Trainingsalltag aussieht und mit wem er die Spiele der Europameisterschaft ansieht.

Wie hast du deine Begeisterung fürs Fußballspielen entdeckt?
Ich hab schon ganz früh mit dem Fußball angefangen, mit fünf Jahren eigentlich. Das hat sich automatisch bei mir so ergeben. Es gab nie eine andere Sportart, die da noch zur Debatte stand. Ich wollte immer Fußball spielen. Und bis heute hat das so seinen Lauf genommen. Erst hab ich bei kleineren Vereinen gespielt. Dann bin ich zu einem etwas größeren Verein nach Duisburg gewechselt. Und von da aus dann nach Schalke. Das Ganze wurde also auch immer professioneller – erst habe ich das rein aus Hobby-Gründen gemacht, inzwischen spiele ich Fußball mit noch mehr Ehrgeiz als früher.

Schalke 04 gehört zu den größten und besten Vereinen in Deutschland. Wie hast du es geschafft, dass du für die spielen darfst?

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Ein Jahr lang hast du noch deine alte Schule in Krefeld besucht und bist immer für das Training zum Verein nach Gelsenkirchen gekommen. Warum bist du dann an diese Schule gewechselt?

Das wurde uns vom Verein vorgeschlagen, weil es hier einfacher ist, Schule und Fußball unter einen Hut zu bringen. Hier haben wir dreimal die Woche vormittags zwei Stunden Training anstatt Unterricht. Und es gibt eine Kooperation zwischen Schule und Verein. Auf meiner alten Schule hätte ich das auch nicht mehr so geschafft. Wenn man was verpasst hatte, musste man alles ganz allein nacharbeiten. Und wenn man zum Beispiel mal eine Woche mehr Training hatte und deshalb irgendwelche Sachen für die Schule nicht gemacht hat, konnte die Schule darauf nicht in der Form Rücksicht nehmen, wie es eine DFB-Eliteschule des Fußballs kann.


 

Du trainierst im Moment drei Mal in der Woche vormittags und viermal in der Woche nachmittags. Dazu kommen die Spiele am Sonntag. Wie kannst du da überhaupt noch in der Schule mitkommen?

Wir Schüler der Sportklassen haben dreimal pro Woche in der dritten oder vierten Stunde statt des Unterrichts Training und arbeiten den verpassten Unterrichtsstoff oft in den letzten Stunden nach. Dabei sind alle Spieler aus einer Stufe, dann sind wir halt zu acht oder zu neunt.

Die anderen Spieler aus deiner Stufe besuchen auch im normalen Unterricht die gleiche Klasse wie du. Wie ist dein Verhältnis zu diesen Mitschülern?

Das ist eigentlich freundschaftlich. Mit vielen hat man gar nicht so viel zu tun. Aber man hat schon so seine zwei, drei Leute, mit denen man öfter zusammen ist und mit denen man auch befreundet ist. Das ergibt sich, wenn man sechs Tage die Woche zusammen ist, dass man irgendwann befreundet ist und sich auch gegenseitig hilft.

Und wie ist dein Verhältnis zu den Klassenkameraden, die nicht bei Schalke Fußball spielen?

Ich versteh mich auch mit den anderen eigentlich gut. Einige sagen zwar, die Schalker würden sich als was Besseres fühlen. Aber eigentlich versteht man sich ganz gut.

Was sagt deine Familie eigentlich dazu, dass du so viel Zeit mit dem Fußballspielen verbringst?

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Und deine Eltern?

Die fänden es schöner, wenn sie uns öfter sehen würden. Aber sie finden es gut, dass wir so ehrgeizig dabei sind. Sie freuen sich auch immer, wenn irgendwas ist, die kommen unsere Spiele gucken und sind schon mit dabei. Aber die würden das auch direkt okay finden, wenn wir sagen würden: Wir wollen nicht mehr auf einem so hohen Niveau Fußball spielen. Sie würden das akzeptieren und sich freuen, dass sie uns öfter sehen. Aber trotzdem stehen die da voll hinter.

Und was wäre für dich der größte Fußball-Erfolg?

Ich glaube, für jeden Fußballer ist das sowas wie ein Champions-League-Sieg. Aber es ist natürlich schon ein Traum, mal als Profi gegen solche Mannschaften wie Real Madrid zu spielen. Das sind große Erlebnisse.

Wie groß sind deine Chancen, irgendwann als Profi-Fußballer auf dem Platz zu stehen?

Die Chancen sind immer gering. Man hofft das natürlich und tut alles dafür, es ist halt die Wunschvorstellung. Aber es ist nicht so, dass ich dann gar nichts mit meinem Leben anzufangen wüsste, wenn ich es jetzt nicht schaffen sollte. Aber ich tu alles dafür und versuche, am Ende so weit wie möglich zu kommen.

Was wäre für dich die Alternative zu einer Fußball-Karriere?

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Das Gespräch führte Janna Degener. Sie arbeitet als freie Journalistin.

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