Sternchenthemen

Winter-Trendsportarten: der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Sternchenthema: Dieser Text unterhalb des B2-Niveaus ist für Lerngruppen zu empfehlen, die anstreben, das Deutsche Sprachdiplom zweiter Stufe (DSD II) zu erwerben.
Die Skisaison läuft. Auf den Pisten fahren außer den Skifahrern seit vielen Jahren auch die Snowboarder. Der Trendsport Snowboarden ist besonders bei Jugendlichen sehr beliebt. Wem das zu langweilig ist, kann eine der vielen neuen Winter-Trendsportarten ausprobieren.

Freestyle – der Trendsport Snowboarding

Sprachniveau: A2

Snowboarding liegt schon lange im Trend. Es ist mehr als ein Sport. Inzwischen gibt es eine große Jugendszene rund um das Snowboarding, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Die Snowboarder lieben Mode, Musik und die Freiheit.

Wenn es in den Bergen Winter wird, kommen die Wintersportler. Früher kamen nur Skifahrer. Seit den 1990er-Jahren gibt es neben den Skifahrern immer mehr Snowboarder. Viele Jugendliche finden Snowboarding besser als Skifahren, weil es mehr als nur ein Sport ist. Für die Snowboarder sind Mode, Musik und ein lockerer Lebensstil auch sehr wichtig. Die Snowboarder tragen weite Hosen und Jacken von bekannten Sportmarken. Sie hören alternative Rockmusik und Hip-Hop. Snowboarder wollen Spaß haben und frei sein – auf der Piste und im Leben.

Freestyle bedeutet Spaß und Freiheit

Tobias Zeiller aus der bayerischen Stadt Mühldorf fährt schon lange Snowboard. „Am besten gefallen mir die Kurven und das Gefühl beim Fahren. Im tiefen Schnee zu fahren ist besonders schön“, erzählt der 20-Jährige. Außerdem mag Tobias die Halfpipes. Die Snowboarder können in einer Halfpipe hohe Sprünge und coole Tricks machen. „Freestyle in einer Halfpipe zu fahren macht richtig viel Spaß“, sagt der junge Deutsche. Freestyle bedeutet, Snowboard zu fahren, wie und wo man will. Freestyle ist aber auch ein Lebensgefühl. Spaß und Freiheit sind für Tobias und die anderen Snowboarder das Wichtigste.

Text: Christiane Kufer
aus vitamin de – Sprachlernzeitschrift für junge Deutschlerner, Nr. 47, Dez. 2010
www.vitaminde.de

Der Snowboardprofi Paul Berg

Sprachniveau: A2

Der Deutsche Paul Berg aus der Stadt Konstanz am Bodensee ist Snowboardprofi. Gerade kommt der 18-Jährige aus Neuseeland zurück. Dort ist er bei der Weltmeisterschaft (WM) für Junioren Neunter geworden.

Wie fühlst du dich vor großen Wettbewerben wie der Junioren-WM in Neuseeland?
Bei solchen großen Rennen geht es um viel. Ich bin vorher aufgeregt, aber es ist eine positive Aufregung. Ich freue mich auch auf das Rennen. Vor dem Start bin ich gerne allein und höre Musik.

Du fährst Boardercross. Was ist das genau?
Beim Boardercross fahren vier Snowboarder gleichzeitig. Die Strecke ist schwierig. Es gibt enge Kurven und viele Hügel, über die man springen muss. Ich mag Boardercross, weil es eine große Herausforderung ist. Seit 2006 ist es auch eine olympische Disziplin.

Wie bist du Snowboardprofi geworden?
Als kleines Kind bin ich schon Ski gefahren. Mit acht Jahren war Snowboardfahren aber cooler. Drei Jahre später bin ich mein erstes Rennen gefahren. Mit 15 Jahren war ich zum ersten Mal bei einem offiziellen Rennen des internationalen Skiverbandes dabei. Dort sehen Trainer bei den Wettkämpfen zu. Sie suchen junge Talente. Ich wurde entdeckt und fahre seitdem im deutschen Team.

Du gehst jetzt auf ein Sportinternat.
Im Internat kann ich am besten trainieren. Dort gibt es sogar spezielles Training für Boardercross. Im Sport und in der Schule gut zu sein ist schwierig. Vor allem im Winter fehle ich oft in der Schule. Den Unterricht muss ich mit einem Nachhilfelehrer nachholen.

Was willst du in zehn Jahren machen?
Hoffentlich bin ich in zehn Jahren gesund und mache immer noch Leistungssport. Mein Ziel ist Olympia. Ich glaube, ich bin auf einem guten Weg dorthin.

Interview: Christiane Kufer
aus vitamin de – Sprachlernzeitschrift für junge Deutschlerner, Nr. 47, Dez. 2010
www.vitaminde.de

Neue Trendsportarten: Airboarden und Snowkiten

Sprachniveau: B2/C1

Snowkiten heißt eine der Trendsportarten der noch jungen Wintersportsaison. Was so modern klingt, ist eigentlich schon sehr alt. Bereits vor über 100 Jahren kam Polarforscher Roald Amundsen auf die Idee mit Windkraft über den Schnee zu gleiten. Mit dem Segel am Schlitten erreichte er unter anderem als erster Mensch den Südpol. Viele Jahrzehnte kamen auch Surfer auf eine ähnliche Idee. Zuerst nur im Wasser, später auch im Schnee nutzten sie rund vierzehn Quadratmeter große Segel für ihre halsbrecherisch anmutenden Sprünge.

Erstmal das Lenken lernen

Ein wahres Paradies für Snowkite-Fans ist neben der Eifel der Feldberg im Schwarzwald. Die Jugendherberge Schluchsee-Wolfsgrund bietet in Kooperation mit der Kiteschule Skywalker seit diesem Winter sogar Snowkite-Kurse für Anfänger an. „Ohne Kurs sollte man nicht auf die Piste gehen“, erzählt Christoph Volk von Skywalker. Er selbst ist nicht begeisterter Skifahrer und Snowboarder, sondern auch seit Jahren Surfer. „Für mich ist das Snowkiten die ideale Kombination aus Kiten und Skifahren.“ Um andere Wintersportler nicht zu belästigen, gibt es am Feldberg ein extra Areal für die Kiter. Für angehende Kitesurfer ist der erste Schritt, die Beherrschung des Drachens zu lernen. Das Ganze ähnelt im Prinzip ein wenig der Steuerung eines Lenkdrachens. „Wenn man das erst einmal verstanden hat, kann es eigentlich auch schon los gehen. Wichtig ist es aber, dass man schon gut Ski oder Snowboard fahren kann“, erklärt Snowkitelehrer Volk. Man sollte allerdings nicht gleich Wunderdinge erwarten, gerade am Anfang landet so mancher Versuch im Schnee. Mit etwas Geschick und Gefühl für die Bretter kann man nach dem Kurs in der Snowkiteschule Skywalker und fleißigem Üben schon bald viel Spaß beim Snowkiten haben.

Auf der Luftmatratze ins Tal

Ähnlich rasant und gewagt geht es auch beim Airboarden zu. Eigentlich ernten die Rodler von erfahrenen Skifahrern oder coolen Snowboardern nur ein mildes Lächeln, anders ist das Ganze beim Airboard. Das Airboard ist eine Art moderner Schlitten gefüllt mit Luft. Kopfüber oder besser helmüber stürzt man sich mit dem Luftkissenschlitten ins Tal. Gesteuert wird das Ganze über Gewichtsverlagerungen auf dem Board. Durch den gerippten Boden ist der Hightech-Schlitten für die mutigen Wintersportler sogar tiefschneetauglich. Entwickelt wurde das Sportgerät von dem Schweizer Joe Steiner in rund zehn Jahren feinster Kleinarbeit. Die lange Entwicklungszeit hat sich ausgezahlt, so kann das Airboard bequem zu einem Rucksack umgebaut werden und wiegt nur drei Kilogramm.

Mit dem Crashkurs zum Meister

Hochburg für diesen rasanten Nervenkitzel ist der Blomberg in Bayern. Dort ist der neue Trendsport inzwischen so beliebt, dass die Jugendherberge in Bad Tölz in Kooperation mit der dort ansässigen Blomberg-Bahn sogar Airboard-Kurse anbietet. Besonders attraktiv wird die Sportart durch ihre Einfachheit. Was so spektakulär aussieht, ist eigentlich fast ohne Wintersport-Vorkenntnisse zu lernen. „Nach 10 bis 15 Minuten hat man das Gerät im Griff“, erklärt Erfinder Joe Steiner. Einfach auf den Schlitten legen und fleißig ausprobieren, lautet seine Devise. Trotzdem gilt auch hier: Ohne Kurse sollte man nicht auf die Piste gehen. Denn erst nach zwei Tagen intensivem Crashkurs am Blomberg beherrscht man den Schlitten. Mut sollte man aber unbedingt mitbringen, denn ein Airboard erreicht schnell mal Geschwindigkeiten um die 100 Kilometer pro Stunde.



Quelle: DJH Jugendportal www.youpodia.de, Autor: Birk Grüling

locker: entspannt, zwanglos, formlos
Piste, -n, die: Weg am Berg für Skifahrer und Snowboarder
Kurve, -n, die: Wegbiegung, Bogen, Krümmung
Halfpipe, -s, die: untere Hälfte einer Röhre, in der Snowboarder Kunststücke machen
Rennen, - das: Wettfahrt, Wettlauf
aufgeregt: nervös, unruhig, hektisch
Strecke, -n, die: Distanz, Etappe
Hügel,-, der: ein sehr kleiner Berg
Herausforderung, -en, die: Test ., Prüfung, schwierige Aufgabe
Verband,-ä-e, der: Assoziation, Vereinigung, Gesellschaft
entdecken: hier: finden, sehen , erkennen
nachholen: später machen, nacharbeiten, aufholen
Leistungssport, der: Sport, der professionell betrieben wird

Worterklärungen

locker: entspannt, zwanglos, formlos
Piste, -n, die: Weg am Berg für Skifahrer und Snowboarder
Kurve, -n, die: Wegbiegung, Bogen, Krümmung
Halfpipe, -s, die: untere Hälfte einer Röhre, in der Snowboarder Kunststücke machen
Rennen, - das: Wettfahrt, Wettlauf
aufgeregt: nervös, unruhig, hektisch
Strecke, -n, die: Distanz, Etappe
Hügel,-, der: ein sehr kleiner Berg
Herausforderung, -en, die: Test ., Prüfung, schwierige Aufgabe
Verband,-ä-e, der: Assoziation, Vereinigung, Gesellschaft
entdecken: hier: finden, sehen , erkennen
nachholen: später machen, nacharbeiten, aufholen
Leistungssport, der: Sport, der professionell betrieben wird

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