Urheberrecht

Thema 1: Verwendung von Bildern

Fotos online zu nutzen kann rechtlich kompliziert sein. Viele denken, dass das, was ohnehin online steht, auch von allen anderen genutzt und auf anderen Websites wieder online gestellt werden darf. Das stimmt aber nicht. Wer ein geschütztes Foto, das ein anderer gemacht hat, nutzen will, braucht hierfür in aller Regel eine Erlaubnis. Dieser Artikel erläutert die Hintergründe und beantwortet die wichtigsten Fragen.

Das „Recht am eigenen Bild“

Bei der Verwendung von Fotos und Bildern sind stets verschiedene rechtliche Aspekte zu berücksichtigen. Auf der einen Seite sind Persönlichkeitsrechte zu beachten. Persönlichkeitsrechte schützen Individuen unter anderem davor, dass ihr Foto veröffentlicht wird. Jeder Mensch hat im Prinzip das (Grund-)Recht, frei darüber zu entscheiden, ob er gefilmt, fotografiert oder gezeichnet werden will und ob er möchte, dass Bilder von ihm in der Öffentlichkeit gezeigt werden sollen. Juristisch ausgedrückt hat jeder Mensch ein „Recht am eigenen Bild“. Das bedeutet, dass man, wenn man Fotos von Personen in der Öffentlichkeit zeigen möchte, sie vorher fragen muss, ob sie damit einverstanden sind. Das gilt auch für das Internet. Wie andere Schutzrechte dieser Art enthält auch das Recht am eigenen Bild (einige wenige) Ausnahmen für bestimmte Sonderfälle.

Urheber- und Lichtbildrechte

Eine weitere wichtige Rolle bei der Verwendung von Bildern spielen sogenannte Urheber- und Lichtbildrechte. Diese Rechte beziehen sich nicht auf die auf den Bildern abgebildeten Personen, sondern auf die Bilder selbst. Man sollte bei Fotografien immer davon ausgehen, dass sie durch ein Urheber- oder Lichtbildrecht geschützt sind. Das gilt unabhängig davon, ob es sich um ein ganz simples Bild (einen „Schnappschuss“) oder ein künstlerisch gestaltetes Foto handelt. An künstlerischen Aufnahmen entsteht im Zweifel ein Urheberrecht des Fotografen. Einfache Alltagsfotos, die bei Partys, im Urlaub oder auf einem Konzert gemacht wurden, sind durch das Lichtbildrecht geschützt. Um welches Recht es sich jeweils handelt, spielt praktisch kaum eine Rolle.

Die Folgen für den „Nutzer“ – also den, der Fotos, die ein anderer gemacht hat, verwenden will – sind annähernd gleich.

Die folgenden praktischen Fallbeispiele sollen helfen, Fragen zu beantworten, die bei der Verwendung von Fotos in der Community oder auf der Lernplattform entstehen.

Fallbeispiel 1:
Ein Nutzer lädt ein Foto des Fußballspielers Christiano Ronaldo hoch, das er nicht selbst gemacht hat. Er gibt keine Quelle an.

Generell müssen Personen, deren Fotos auf einer Lernplattform oder in einer Community zugänglich gemacht werden, um Erlaubnis gefragt werden. Eine wichtige Ausnahme sind Abbildungen von „Personen der Zeitgeschichte“. Hiermit gemeint sind unter anderem Politiker, Popstars und andere „Celebrities“, also Personen, die sehr prominent sind. Natürlich ist nicht immer ganz klar, wer alles eine solche „Person der Zeitgeschichte“ ist. Aktuelle Personen des öffentlichen Lebens wie berühmte Fußball- oder Popstars oder Politiker gehören aber eindeutig dazu.

Nach dem deutschen Gesetz dürfen Abbildungen von Personen der Zeitgeschichte ohne Zustimmung öffentlich verwendet werden dürfen. Aus persönlichkeitsrechtlicher Sicht ist die Nutzung eines Fotos von Christiano Ronaldo auf der Lernplattform oder in der Community also unproblematisch.

Urheber- und Lichtbildrechte

Urheber- und Lichtbildrechte unterliegen dagegen anderen Regeln. Wie gesagt muss man davon ausgehen, dass das Foto durch solche Rechte geschützt ist. Das bedeutet, dass es grundsätzlich nur mit Zustimmung des Fotografen (oder einem anderen Rechteinhaber, wie einer Fotoagentur) online gestellt werden darf. Der Rechteinhaber muss dem Nutzer erlauben, das Foto zu benutzen, zum Beispiel in einem schriftlichen „Lizenzvertrag“, aber auch per E-Mail oder sogar telefonisch. Schriftliche Vereinbarungen (zumindest per E-Mail) sind meist besser als mündliche, man kann sich darauf berufen, sollte es einmal zu einem Streit kommen. Nicht ausreichend ist, eine E-Mail mit dem Hinweis zu schreiben, dass man davon ausgehe, dass wenn sich der Fotograf nach zwei Wochen nicht gemeldet hat, er mit der Nutzung einverstanden ist. Er muss schon positiv zustimmen.

Zitatrecht

Eine Ausnahme von Urheber- und Lichtbildrechten ist das Zitatrecht (Paragraf 51 UrhG). Es erlaubt zwar grundsätzlich nicht nur Passagen aus Texten zu zitieren, sondern auch Fotos, Filmausschnitte und Sonstiges. Allerdings gelten auch hier strenge Regeln. Häufig wird angenommen, dass es sich immer um ein zulässiges Zitat handelt, wenn jemand einen fremden Inhalt ganz oder teilweise übernimmt und die Quelle angibt. Das stimmt so nicht.

Ein Zitat ist vielmehr nur zulässig, wenn:

  • Der Inhalt in ein eigenes Werk, zum Beispiel einen Text, Film oder Musikstück, integriert wird;
  • Das Zitat einen „angemessenen Umfang“ nicht überschreitet;
  • Ein „Zitatzweck“ vorliegt, also ein innerer Zusammenhang zwischen dem eigenen Werk und dem zitierten Werk.
  • Das zitierte Werk oder der Werkteil nicht verändert werden.
  • Die Quelle angegeben wird.

All diese Voraussetzungen müssen gleichzeitig vorliegen, was die Frage, ob es sich bei einer Übernahme um ein Zitat handelt, sehr kompliziert machen kann. Ob die Übernahme eines Fotos von Ronaldo ein Zitat ist, hängt von diesen Faktoren ab, man muss also in jedem einzelnen Fall schauen, ob sie vorliegen. Einfach nur Bilder einzustellen, ohne dass sie in einem Kontext eingebettet werden (zum Beispiel man sich in einem Text mit dem Foto auseinandersetzt), ist nicht erlaubt. Es muss ein „innerer Zusammenhang“ zwischen dem eigenen Beitrag und dem zitierten Werk bestehen.

Da andere Schrankenbestimmungen nicht in Betracht kommen, lautet das Ergebnis im Fallbeispiel, dass der Fotograf des Fotos um Erlaubnis gefragt werden muss. Etwas anderes würde nur dann gelten, wenn es unter einer Open-Content-Lizenz veröffentlicht worden wäre (siehe hierzu in Fallbeispiel 8) .

Fallbeispiel 2:
Ein Nutzer lädt ein Foto hoch, das er in einem Lehrbuch gefunden hat.

Das Ergebnis bleibt das gleiche, wie in Fallbeispiel 1. Es spielt aus Sicht von Urheber-, Lichtbild- oder Persönlichkeitsrechten keine Rolle, woher das Foto stammt.

Der einzig relevante Unterschied zwischen Fallbeispiel 1 und 2 könnte darin liegen, an wen man sich wenden muss, um die erforderliche Erlaubnis für die Nutzung des Bildes zu bekommen. Werden Fotos in Büchern veröffentlicht, lassen sich die Verlage hieran häufig die ausschließlichen (exklusiven) Nutzungsrechte einräumen. Das bedeutet, dass nicht mehr der Fotograf gefragt werden muss, wenn man sie veröffentlicht, sondern der Verlag. Sollte die Situation anders sein (zum Beispiel weil der Verlag keine exklusiven, sondern nur nicht-exklusive Rechte vom Fotografen bekommen hat), kann der Verlag zumindest sagen, an wen man sich wenden soll.

Fallbeispiel 3:
Ein Nutzer lädt ein selbst gemachtes Foto vom Konzert einer bekannten deutschen Band hoch.

Rechtsfragen ergeben sich in diesem Fallbeispiel nur aus dem Persönlichkeitsrecht. Natürlich muss man sich um Urheber- oder Lichtbildrechte nicht kümmern, wenn man das Foto selbst gemacht hat. Dann besitzt man schließlich selbst die Rechte an der Aufnahme.

Persönlichkeitsrechtlich gilt das gleiche wie in Fallbeispiel 1. Die Mitglieder der Band sind Personen der Zeitgeschichte, sodass sie nicht gefragt werden müssen, ob ihr Foto auf PASCH-net hochgeladen werden darf.

Fallbeispiel 4:
Ein Nutzer lädt ein eigenes Foto einer fremden Person hoch, ohne diese zu fragen.

Sofern die fremde Person nicht eine Person der Zeitgeschichte, sondern beispielsweise ein Passant, ein Freund oder sonst eine „normale“ Person ist, muss sie um Erlaubnis gefragt werden.

Wie man die Erlaubnis einholt, ist variabel. Man muss sich hierfür keinen schriftlichen Vertrag oder eine schriftliche Erklärung auf Papier unterzeichnen lassen. Eine E-Mail geht auch, sogar mündliche Zustimmungen reichen aus. So könnte man dem Fotografierten sagen, dass man das Foto auf PASCH-net hochladen möchte. Sagt die fotografierte Person nichts dagegen oder stimmt sie sogar ausdrücklich zu, ist die Genehmigung erteilt. Es muss nur klar sein, was man mit solchen Fotos machen will.

Fallbeispiel 5:
Ein Nutzer lädt ein Foto hoch, das er irgendwo im Internet gefunden hat.

Auch hier ist das Ergebnis mit dem in Fallbeispiel 1 gleich. Auch wenn Fotos frei zugänglich im Internet stehen, heißt das nicht, dass deren Rechteinhaber einverstanden sind, sie auch an anderer Stelle ins Netz (und sei es ein Intranet) zu stellen. Nur wenn neben dem Bild zum Beispiel steht, dass es verwendet werden darf oder es unter einer Open-Content-Lizenz (siehe Fallbeispiel 8) steht, darf man es nutzen, ohne ausdrücklich zu fragen. Es sei denn, das Zitatrecht ist für die jeweilige Nutzung anwendbar (siehe Fallbeispiel 1).

Fallbeispiel 6:
Ein Nutzer lädt einen eingescannten Zeitungsartikel einschließlich der hierin enthaltenen Fotografien hoch.

Für Fotos in Zeitungsartikeln (und im Übrigen auch für die Artikel selbst) gilt nichts anderes als für anderweitig entstandene oder veröffentlichte Fotos. Sie sind in aller Regel durch Lichtbild- oder Urheberrechte geschützt und dürfen nicht ohne Zustimmung genutzt werden. Ausnahmen können sich aus dem Zitatrecht ergeben, wenn der Upload in einen Lernbereich vorgenommen wird, in dem sich der Nutzer mit dem Artikel und den Abbildungen inhaltlich auseinandersetzt. Ansonsten muss der Verlag um Erlaubnis gefragt werden.

Fallbeispiel 7:
Ein Nutzer fotografiert ein Kunstwerk und stellt das Foto ins Netz.

Ist das Motiv des Fotos selbst urheberrechtlich geschützt, braucht man eine Zustimmung bevor man seine Aufnahme ins Netz stellt. Urheberrechtlich betrachtet stellt das Foto eines Werkes eine Kopie dar, die man zwar für private Zwecke herstellen, aber nicht veröffentlichen (wie z. B. ins Netz stellen) darf. Das ist nur dann anders zu beurteilen, wenn das Kunstwerk nicht mehr geschützt ist, weil die Schutzdauer des Urheberrechts von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers abgelaufen ist. Mit Ablauf der Schutzdauer wird das Werk gemeinfrei und man darf es frei kopieren (also unter anderem fotografieren) und die Kopien ohne Einschränkung nutzen.

Fallbeispiel 8:
Ein Nutzer sucht nach einem „rechtefreien“ Foto vom Brandenburger Tor, um es auf PASCH-net hochzuladen. Wo kann man so etwas finden?

Im eigentlichen Sinn „rechtefrei“ sind Fotos nach deutschem Recht nur, wenn deren Schutz abgelaufen ist. Urheber- und Lichtbildrechte an Fotos sind zeitlich befristet. Enden sie, entfällt damit auch jede Berechtigung, sodass man mit den Werken „machen kann, was man will“. Man spricht dann davon, dass die Fotos in der „public domain“ sind. Allerdings gelten die Rechte sehr lang. Künstlerische Aufnahmen sind nach dem Urheberrecht bis 70 Jahre nach dem Tod des Fotografen geschützt. Um herauszufinden, ob sie überhaupt gemeinfrei sind, muss also zunächst festgestellt werden, wer der Fotograf war und wann er gestorben ist.

Einfache Alltagsfotos und Handyschnappschüsse sind nach dem Lichtbildrecht immerhin bis 50 Jahre nach der Erstveröffentlichung oder – wenn es nicht veröffentlicht wurde – nachdem die Aufnahme gemacht wurde, geschützt. Auch diese Frist kann sehr schwer zu beurteilen sein, da man ja meist gar nicht weiß, wann die Erstveröffentlichung war oder gar das Foto gemacht wurde.

Was aber möglich ist, ist es, gezielt im Internet nach gemeinfreien Aufnahmen zu suchen. So finden sich in der Wikimedia Commons“, der Content-Datenbank von Wikipedia, viele gemeinfreie oder unter freien Lizenzen stehende Fotos. Die Datenbank hat den Vorteil, dass hier bei jeder Aufnahme angegeben ist, ob sie gemeinfrei oder geschützt ist und was man beachten muss, wenn man sie nutzen will.

Fallbeispiel 9:
Der Nutzer findet zwar keine „gemeinfreien“ Fotos, aber solche, die unter einer Creative-Commons-Lizenz stehen. Was bedeutet das?

Creative Commons (CC) ist eine internationale Initiative, die die kreative Allmende („creative commons“) fördern soll. Die Initiatoren haben eine Reihe unterschiedlicher Lizenzen entwickelt, die von jedem genutzt werden können, der seine Werke zur mehr oder weniger freien Nutzung durch jedermann bereitstellen will. Solche Lizenzen werden auch Open-Content-Lizenzen genannt. Fotos und andere Werke, die mit einem Hinweis auf eine solche Lizenz online gestellt werden, sind nicht frei. Die Rechteinhaber sagen hiermit lediglich, dass ihre Aufnahmen zu bestimmten Zwecken von jedem, der möchte, genutzt werden dürfen. Hierbei sind Regeln einzuhalten, die in den Lizenztexten beschrieben werden. Die Lizenztexte findet man über einen Link in dem Hinweis, dass das jeweilige Werk unter einer Creative-Commons-Lizenz genutzt werden darf. Man sollte sich die Regeln der Lizenz genau anschauen. Nutzt man ein Werk, das unter einer CC-Lizenz steht, kommt ein verbindlicher Nutzungsvertrag („Lizenz“) mit dem Rechteinhaber zustande. Verstößt man gegen die Regeln, verletzt man das Urheber- oder Lichtbildrecht.

Je nach Lizenz unterschiedlich

Welche Regeln jeweils gelten, ist je nach Lizenz unterschiedlich. Alle Lizenzen gestatten es, das jeweilige Werk beliebig oft zu kopieren, es auszudrucken, auf Daten- oder Tonträger zu kopieren (zum Beispiel auf CD zu brennen) und diese Träger auch wieder zu verteilen. Das heißt etwa, dass man ein Foto aus dem Internet in Lehrmaterial einfügen darf und dieses Lehrmaterial ausdrucken und an die Schüler austeilen darf.

Auch gestattet ist es, die Werke ohne weitere Zustimmung online zu stellen. Im Gegenzug muss man Pflichten erfüllen. So muss man Hinweise auf den Fotografen oder einen anderen Rechteinhaber (wie zum Beispiel einen Verlag) setzen und die Quelle nennen. Zudem muss man selbst darauf hinweisen, dass dieses Werk unter den Regeln der jeweiligen CC-Lizenz genutzt werden darf und auf den Lizenztext verlinken oder sonst wie hinweisen.

Unterschiedlich sind die CC-Lizenzen in Bezug auf die kommerzielle Nutzung und Bearbeitungen (Veränderungen) des Werkes. Manche Lizenzen untersagen die kommerzielle Nutzung, andere die Bearbeitung des jeweiligen Inhalts.

Was „kommerziell“ bedeutet oder was „Bearbeitungen“ sind, ist mitunter schwer zu beurteilen. Generell ist jedoch davon auszugehen, dass die Nutzung von CC-Inhalten innerhalb von gemeinnützigen Bildungsprojekten „nicht-kommerziell“ ist. Auf PASCH-net kann man also auch Inhalte hochladen, die unter einer Lizenz stehen, die nur die nicht-kommerzielle Nutzung gestattet.

Fallbeispiel 10:
Ein Nutzer sucht nach einem Bild vom Brandenburger Tor, das unter einer Creative-Commons-Lizenz steht, damit er es auf PASCH-Net hochladen kann. Wo kann er so etwas finden?

Werke, die unter CC-Lizenzen veröffentlicht wurden, erkennt man an einem Lizenzhinweis, der zumeist mit dem CC-Logo versehen ist. Im Web finden sich solche Hinweise in der Regel entweder im Footer der jeweiligen Seite oder in unmittelbarem Zusammenhang mit dem jeweiligen Inhalt. Allgemeine Hinweise auf Webseiten sehen üblicherweise so oder ähnlich aus:



Die magentafarbene Lizenzbezeichnung ist mit einem Link unterlegt, der auf eine Kurzbeschreibung der geltenden Lizenzbestimmungen verweist. Bei Creative Commons nennt man diese Kurzbeschreibung „Deed“ (siehe zum Beispiel http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/de/deed. Das „Deed“ beschreibt in einfachen Worten, auf welche Weise man den jeweiligen Inhalt nutzen darf, welche Pflichten einzuhalten und welche Nutzungsformen ausgeschlossen sind.

Neben der oben genannten „Wikimedia Commons“ gibt es im Internet weitere Quellen, bei denen viele Fotos zu finden sind, die unter CC-Lizenzen veröffentlicht wurden, zum Beispiel jugendfotos.de.

Erweiterte Suchfunktionen gibt es auch bei Google und Yahoo!. In der „erweiterten Suche“ kann man eine Option anklicken, die dazu führt, dass nur noch „Open Content“ gefunden wird. Schließlich findet sich eine spezielle Suchfunktion für Open Content auch bei Creative Commons selbst. gestattet.

Fallbeispiel 11:
Der Nutzer hat ein Bild im Netz gefunden, das ihm gefällt. Er fragt sich, ob er auf PASCH-net eine Quellenangabe machen und wenn, wie sie aussehen muss.

Die Quelle anzugeben, ist sowohl nach dem Zitatrecht als auch nach den Regeln in CC-Lizenzen erforderlich. Wie man die Quelle nennt, ist grundsätzlich nicht genau vorgegeben. Generell sollte der Autor, soweit bekannt ein anderer Rechteinhaber (zum Beispiel ein Verlag, auf den der ©-Hinweis bezogen ist) und der Fundort (Link auf die Originalquelle) genannt werden. Außerdem muss – natürlich – deutlich erkennbar sein, auf welchen Inhalt sich die Quellenangabe bezieht. Quellenhinweise auf anderen Websites oder in den „rechtlichen Hinweisen“, die in Internetpräsenzen häufig zu finden sind, genügen nicht. Bei Fotos, die unter einer CC-Lizenz stehen, ist zumeist schon auf der Originalquelle ein Rechtehinweis angegeben, den man einfach übernehmen kann (und übernehmen sollte).

Steht das Foto, das man verwenden will, nicht unter einer CC-Lizenz und ist die jeweilige Nutzung auch nicht nach dem Zitatrecht erlaubt, braucht man ohnehin eine Zustimmung vom Rechteinhaber. Wenn man sie einholt, kann man auch gleich fragen, wie die Quellenangabe aussehen soll. Hat man keine Vereinbarung darüber getroffen, gelten wiederum die gesetzlichen Regelungen des Urheberrechtsgesetzes. In Paragraf 13 UrhG ist geregelt, dass jeder Urheber das Recht hat, bei der Nutzung seines Werkes mit Namen genannt zu werden. Den Autoren/Fotografen muss man immer nennen. gestattet.


Dr. Till Kreutzer, iRights.info
Copyright: www.pasch-net.de
November 2011
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