Deutsch als Fremdsprache

Rahmenplan DaF

Rahmenplan DaF | © ZfA

Der Unterricht 'Deutsch als Fremdsprache' an Deutschen Schulen im Ausland sowie an Schulen, die auf die Prüfungen des Deutschen Sprachdiploms der Kultusministerkonferenz hinführen, hat eine neue Grundlage: den Rahmenplan für 'Deutsch als Fremdsprache'.

Eine Expertenkommission unter der Leitung von Prof. Dr. Karl-Richard Bausch hat in intensiver Arbeit diesen Rahmenplan entwickelt, der zunächst mit dem Ziel einer systematischen zweijährigen schulpraktischen Erprobung und Evaluation vorgelegt wird. Dieser, dem curricularen Konzept der Standard- bzw. Kompetenzorientierung verpflichtete Rahmenplan stellt verbindliche fachunterrichtliche Anforderungen in den Mittelpunkt. „Die ZfA setzt damit innovative pädagogische Impulse“, resümierte Rainer E. Wicke, Fortbildungsbeauftragter der ZfA.

Der Rahmenplan wurde im Herbst 2009 vom Bund-Länder-Ausschuss für schulische Arbeit im Ausland verabschiedet. Seit dem wird er in den Schulen im Rahmen einer zweijährigen Erprobungsphase eingesetzt. Der Rahmenplan beschreibt die zu erwartenden Kompetenzen der Schüler und versteht sich in didaktisch-methodischer Hinsicht insgesamt als ein zentrales Instrument zur Qualitätssicherung und -entwicklung, indem er transparente und vergleichende Verfahren zur Schul- und Unterrichtsentwicklung unterstützt.

Bewusstes Sprachenlernen

Der Plan gibt lediglich ein verbindliches Gerüst vor, das die Schulen im Ausland mit konkreten Unterrichtsinhalten füllen müssen. Er erlaubt den unterschiedlich strukturierten Deutschen Auslandsschulen auch, einen modernen Unterricht den sozialen und kulturellen Bedingungen je nach örtlicher Situation anzupassen. Schulen, in denen der DaF-Unterricht bereits konkret und handlungsbezogen angelegt ist, können sich ermutigt fühlen. Auch unterstützt der Rahmenplan einen Unterricht, der Kommunikation im Klassenzimmer für den Alltag ermöglicht und fördert.

Neu ist, dass der Rahmenplan die Mehrsprachigkeit der Schüler berücksichtigt. Die Lehrerinnen und Lehrer können jetzt im Unterricht den Schülern helfen, ihre mehrsprachigen Kenntnisse einzubringen und beim Sprachlernen zu nutzen. Ein weiterer Schwerpunkt des Rahmenplans liegt auch in der Förderung eines bewussten Sprachenlernens. Die Schüler werden ermutigt, eigene Lernstrategien wahrzunehmen und zu entwickeln.

Bei der Formulierung der Kompetenzen orientierten sich die Autoren am Referenzrahmen des Europarats. Dieser beschreibt im vielsprachigen Europa einheitliche Standards für verschiedene Sprachniveaus in Bezug auf Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben. Die Schüler erwerben im modernen DaF-Unterricht aber auch Kompetenzen im Umgang mit Medien und interkulturelle Kompetenzen. Der Rahmenplan formuliert diese Kompetenzen detailliert und schülerbezogen. Wenn ein junger Lerner einfache Mitteilungen auf Deutsch wie SMS oder Glückwunschkarten schreiben kann, dann soll er am Ende seiner Schullaufbahn ein breites Spektrum von Sach- und Gebrauchstexten schreiben können. Der Plan hilft beim systematischen Aufbau der damit verbundenen Lernprozesse.

Download

DAF-Rahmenplan
(.pdf; 260KB)
27.01.2011
Quelle: ZfA-Homepage, Argentinisches Tageblatt, Werner Schreiber

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