Afghanistan

Bau- und Kunstgewerbeschule Kabul

 

Allgemeine Informationen zur Schule 

Schulname: Bau- und Kunstgewerbeschule Kabul
 
Land: Afghanistan
 
Schulanschrift: Karte Char
Kabul
Telefon: 0093-700087335
 
Anzahl der Schüler: 2000
 
Anzahl der Lehrer: 70
 
Ansprechperson PASCH: Thomas Wierzbicki
pasch@kabul.goethe.org
 
Kontakte zu anderen PASCH-Schulen: bisher keine

Schulsteckbrief 

Die Bau- und Kunstgewerbeschule ist 1933 von dem afghanischen Künstler Ghulam Maimannagi gegründet worden und in ihrer Art einmalig in Afghanistan. Sie nimmt in ihrem Konzept Anleihen an die Bauhausphilosophie, die Ingenieurskunst und Handwerk vereint. Der berühmte Künstler Breshna hatte im Anschluss über mehrere Jahrzehnte die Leitung des Instituts inne.

Seit ihrem Bestehen wurde die Schule von Deutschland unterstützt. Bis vor dem Bürgerkrieg haben zahlreiche deutsche Fachlehrer an der Schule unterrichtet. Mehrere Lehrer der Bau-und Kunstgewerbeschule wurden in Deutschland aus- bzw. fortgebildet. In der Zukunft ist eine bauliche Renovierung mit Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie fachliche Unterstützung durch Mitarbeiter des Deutschen Entwicklungsdienstes (ded) geplant.

Deutsch ist bereits traditionell erste Fremdsprache an der Schule.

Das Unterrichtsgebäude der Bau- und Kunstgewerbeschule liegt in einem der am stärksten durch den Bürgerkrieg zerstörten Gebiete Kabuls, in Karte Char. Die Unterrichtsräume sind auf einem großzügigen Gelände untergebracht, das auch genügend Platz für verschiedene Werkstätten und Sportanlagen bietet.

Die SchülerInnen der Bau- und Kunstgewerbeschule kommen aus allen Teilen der Stadt und gehören unterschiedlichen sozialen Schichten und Ethnien an. Ein Internat ermöglicht auch Schülerinnen aus anderen Provinzen die Teilnahme an der Bauingenieurs- und Kunsthandwerksausbildung.

Pädagogisches Konzept

Die Bau-und Kunstgewerbeschule ist eine Berufsschule, die talentiertem Künstler- und Ingenieursnachwuchs die Gelegenheit zu einer fachgerechten Ausbildung bietet. Sie folgt damit dem deutschen Bauhauskonzept, das die oben genannten Bereiche zu einem Gesamtkonzept vereint. Der Kunstbereich nimmt Schülerinnen ab Klasse 7 auf, der Ingenieursbereich ist eine Fachrichtung für die Oberstufe von Klasse 10 bis 14.

Das Ziel der Bau-und Kunstgewerbeschule ist die Nachwuchsförderung in traditionellen Bereichen des Kunsthandwerks wie beispielsweise Keramik, Malerei, Miniatur, Kalligrafie sowie moderner Bau- und Ingenieurstechnik. In der Zukunft sollen weitere Bereiche wie Teppichknüpfen, Goldschmieden und traditionelle Holzschnitzerei als Fächer wieder aufgenommen werden.

In dieser Einrichtung wird koedukativ unterrichtet, zu diesem Schuljahr wurden 50 Mädchen neu eingeschrieben.


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